geber der „Geschichte der Arzte“ von Ibn Abi Useibia
2Bde. 1881), der Orient. Bibliographie“ (seit 1887) 25
Muürüler, David Heinrich, österr. Orientalist, geb—
8. Juli 1816 zu Buczacz (Galizien), 1881 Prof. in Wien,
Herausgeber von Hamdanis „Geographie der arab. Halb⸗
nsel“ (E Bde. 1884 90) und zahlreicher Schriften über
semit., bes. südarab. Inschriften.
Muüller, Eduard, Bildhauer, geb. 9. Aug. 1828 zu
Hildburghausen, gest. 29. Dez. 1895 zu Rom; Genre⸗
ücke und das Hauptwerk: Gefesselter Prometheus mit
den Okeaniden (1878, Berlin..
Muller, Ferdinaud von, Naturforscher, geb. 80. Juni
1825 zu Roͤstock, seit 1832 in Australien, 1855 Direktor
des Botan. Gartens zu Melbourne, gest. das. 8. Okt. 1896
um die Erforschung der Flora Australiens verdient; ent—
deckte die fieberheilende Kraft des blauen Gummibaums.
Muüller, Friedr., gewöhnlich Maler M., Dichter und
Maler, geb. 18. Jan. 1749 zu Kreuznach, ging 1778 nach
Rom, gest. das. 23. April, 1825; Vertreter der Sturm—
und Drangperiode, schrieb grelle Dramen („Faust“,
„Genoveva“ 2c.), anmutige Idyllen („Der Satyr Mop—
us“, „Die Schafschur“, „Das Nußkernen“ ꝛc.) u. a. —
Biogr. von Seuffert (1877).
Muüller, Friedr. von, weimar. Kanzler, Freund Goethes
„Unterhaltungen mit dem Kanzler F. von M.“, hg. von
Hurkhardt, 8. Aufl. 18904), geb. 13. April 1778 gest.
I. Dtt, isio.
Müller, Friedr., Kupferstecher, Sohn des Kupfer—
stechers Joh. Gotthard von Ma(1747 - 1830), geb.
11. Dez. 1782 in Stuttgart, seit 1814 Prof. an der
unstakademie in Dresden, gest. 8. Mai 1816 auf deni
Sonnenstein bei Pirna; außer Bildnisstichen als Haupt—
stich Raffaels Sirtinische Madonna.
Muͤller, Friedr., Sprachforscher, geb. 5. März 1834
zu Jemnik (Bohmen), gest. 24. Mai 1898 als Prof. in
Wien; Vertreter der linguistischen Ethnographie Karte;
Bevölkerung VU, 3); schrieb: „Grundriß der Sprach—
vissenschaft“ (3 Bde. 1876 -88).
Muüller, Fritz, Naturforscher, geb. 31. Mürz 1821 in
Windischholzhausen bei Erfurt, seit 1852 in Brasilien,
erst Lehrer in Desterro, dann als Privatmann in Blu—
menau, gest. das. 21. Mai 1897, wies zuerst in seinem
Zuche „Fur Darwin“ (1864) das Wesen des biogenetischen
Brundgesetzes nach. — Sein Bruder Hermann M., geb.
23. Sept. 1829 zu Mühlberg, 18585 Lehrer in Lippstadt,
gest. 26. Aug. 1883 bei Meran, schrieb „Die Befruchtung
der Blumen durch Insekten“ (1878) u. a.
Müller, Iwan von, Philolog, geb. 20. Mai 1830 zu
Wunsiedel, 1864 Prof. in Etlangen, jeit 1808 in München
chrieb: „Griech. Privataltertümer“ (2. Aufl. 1892) in sei⸗
nem „Handbuch der klassischen Altertumswissenschaft“ u. a.
WMüller, Joh., Mathematiker, s. Regiomontanus.
Müller, Johannes von, Geschichtschreiber, geb. 8. Jan.
752 zu Schaffhausen, 1786 Bibliothekar in Mainz, 1791
geadelt, 1792 Geh. Hofrat in der Geh. Hof- und Staatszanzlei
 zu Wien, seit 1800 Kustos der kaiferl. Bibliothek
das, 1804 Historiograph in preuß., 1807 Staatssekretär
ind dann Generaldirektor des Unterrichts in westfäl.
Dieusten, gest. 29. Mai 1800 zu Cassel; Hauptwerk:
„Schweizergeschichte“ (neue Aufl. Bd. 125, 1786 1808),
ortgesetzt —* Bd. 15) von Glutz-Blozheim, Hottinger,
Butliemin und Monnaärd (1816 53). — Vgl. Wahͤlei
1809) Roth (1811), Döring (18885)
Weuller, Johannes, Naturforscher, geb. 14. Juli 1501
u Koblenz, gest. W. April 1858 als Prof. zu Berlin,
deeee der physik.- chem. Schule in der Vhysiologie
„Handbuch“, 8. Mufl. 1837 — 44), bahnbrechend durch
sein, Werk, Uher den feinern Bau der Geschwülfter (1838).
— Bgl. Virchow (1088), Du Bois-Reymond (1860)
Nutler, Zobcanes Phyfitet, geb. 80 April 1868 in
AInd gest. 3. Ott. 1873 Als Prof. in Freiburg i. Br.;
en der Physik“ (8. Aufl, von Pfaundler 8 Bde.
886 538; 10. Aufl., Bden Iodil fge urfprunglich Be⸗
Wicneß von Pouillets, Elements ae physique“) u. a.
Müller, Karl, Sistorienmaler, deb 8. Oit. 1818
J odt Direktor der Důsseldorfer Alademue, gest.
15. — 1898 in Neuenahr; bes. Darstellungen der Jung⸗
guu aria Geilige Familie, NRadonna, Himmelskönigin
Verkündigung u. a.). — Blioar. von Flute Aso69

228

Mül

Müdller, Karl, Schriftsteller unter dem Psendonym Ot⸗
ried Mylius, geb. 8. Febr. 18190 in Stuttgart, seit 1885
sedakteur des Ausland“, gest. 28. Nov. 1880 in Stutt⸗
jart; veröffentlichte eine Reihe histor. und sozialer Romane
„Graveneck“, „Die Türken vor Wien“, „Das Testament
on St. Helena“, „Neue Pariser Mysterien“ ꝛc.) u. a.
Müller, Karl, prot. Theolog, geb. 8. Sept. 1852 zu
dangenburg (Württemberg), feit'is1 Prof. in Breslau;
ee „Der Kainpf Ludwigs des Bayern mit
der röm. Kurie“ (2 Bde., 1879 80)9,, Die Waldeuser“
1886), „Kirchengeschichte“ (2 Bden 1882-97).
Mürller, Karl Friedrich, Maler, Sohn des Kupfer—
techers Friedrich M. geb. 1813 in Stuttgart, gest. 27. April
881 in Frankfurt a. M.; Hauptbilder; Oktoberfest in
er Villa Borghese bei Rom, Rom. Karneval.
Müller, Leopold, Maler geb. 1834 in Dresden, Prof.
in der Akademie in Wien, gest. 4. Aug. 1892 in Weidingen
 bei Wien; Historienbilder, spater Darstelluugen
us Sizilien und Agypten (Kameimartt u. a.).
Mütller, Lucian, Vhilolog, geb. 17. März 1836 zu Merse⸗
urg, 1870 Prof. in Petersburg, gest. das. 24. April 1898;
eroͤffentlichte: ‚DPe v etrieg poetarum latinorum“
2. Aufl. 1894), „Geschichte der klassischen Philologie in
en Niederlanden“ (1860), Nusgaben dat, Autsren ua.
Muüller, Mar Sprachforscher und Sanskritist, geb.
. Dez. 1833 zu Dessau, Sohn' des Dichters Wilh. M.,
854-76. Prof. in Orford, gest. das. 28. Okt. 1900
hauptwerke: Ausgabe deb Rigbeda“ (2. Ansg., 4 Bde.
8839 - 92), „History of ancient Sanskrit Uterature“
2. Aufl. 1860), „Lectures on the scienee of language“
deutsch, 2 Bde, 1892 08), Solence ot thought
deutsch 1888), ——— Arbeiten Cauch
eutsch), die Erzählung“, Deutsche Liebe“ (12. Aufl. 1901),
Auld lang syne“ (deutsch 1801), „My autobhiogra puy“
deutsch 1902) u. a., auch leitete er die Herausgabe der
Sacrsd poojs of the Rast (1879 fg.).“ Ausgewahlte
Perke“ (1898 - 1901). — VBgl. Iase anä lottenp“ o
Jax M.“ (2 Bde., 1802).
Müller, Morten, norweg. Landschaftsmaler, geb.
8. Febr. 1828, seit 1874 Mitglied der Akademie“ in
Stockholm; bes. noxweg. Fiord- und Waldlandfchaften.
Müller, Otfried, Philolog, geb. 28. Aug. 1797 zu
Brieg, 1818 Prof. zu Goͤttingeun, gest. 1. Aug. 1840 auf
iner Reise zu Athen; schricb; „Geschichte hellenischer
SZtümme und Städte“ (2. Ausg. 1844), „Die Etrusker“
neu bearbeitet, 1877), „Handbuch der Archöologie der
dunst“ (3. Aufl,,‚ von Weldker, 1878) und „Denkmüler der
ilten Kunst“ (183439; fortgesetzt von Wieseler 1846 54
i. v. .„Griech. Literaturgeschichte“ (4. Aufl. 1382 80) u. a.
Müller, Otto, Schriftsteler geb. 1. Juni 1816 zu
—„chotten (Oberhessen), gest. 6. Aug. 1894 in
chrieb die Romaͤnc: „Burger“ (1815), „Charlotte Acker⸗
nann“ (18584), „Der Stadtschultheiß von Frankfurt“
1356).Der Wildpfarrer“ (1866) u. a.
Müller, Paul, Bildhauer, geb. 1843 in Mergelstetten;
züsten hervorragender Württemberger, Graf Eberhard⸗
vruppe und Bronzestandbild Herzog Christophs in Stutt—
art, Achillesschild.
Müller, Pet. Erasmus, Theolog und nord. Alter—
umsforscher, geb. 29. Mai 1776 zu Kopenhagen, geft.
b. Sept. 1834 als Bischof von Seeland; ihet
Sagabibliothek“ (1816218) u. a. — Sein Enkel Sophus
N. Archäolog, geb. 24. Mai 1846 in Kopenhagen, feit
8092 Ditektor des Rationalmuseums daf.; schriebe Vor
Iltid“ (1887; deutsch als „Nord. Altertumskunde2 Bde.,
8 rgeschichte Guropas“ (deutsch 1do8) 4
Müller, Wilh. Dichter, geb.7. Ott. 1794 zu Dessau,
eit 1818 Gymnasiallehrer das., gest. 30. Sept. 1827
chrieb: „Gedichte eines reisenden Waldhornisten „Griechen⸗
ieder“, „Gedichte; „Müllerlieder“ und „Winterreise“
zes, berühmt durch Franz Schuberts Kompositionen.
Muner, WilhGermanist, geb, 270 Mañ 1812 zu
Zolzminden, seit 1845 Prof.zu Göttingen, gest. daf.
z. Jan. 1800; mit Zarncke Bearbeiter des „Mittelhoch⸗
eutschen Wörterbuchs“ (1834-67); schrieb auch: „My⸗
hologie der deutschen Heldensagen“ (1886) u. a.
Müller, Wilh., Geschichtscreiber, geb 2. Dez. 1820
n Giengen (Württenbergh, 1863.64 Gymnasialprof. in
übingen, gest. 7. Febr. I892 in NRavensbura; schrieh: