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Muͤnstereifel, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Köln,
an der Erft, (1905) 3000 E., Gymnasium, Lehrerinnen—
dildungsanstalt; Streichgarnspinnerei, Weberei.
Muünstermaifeld, Flecken im preuß. Neg. Bez. Kob⸗
enz, (189050) 1711 E., Amtsgericht, Lehrerseminar.
Wunsterscher Friede, s. Westfälischer Friede.
Maünstertal, Si. Gregoriental. Tal in den Vogesen,
»on der Fecht durchflossen; viel Industrie, im obern Teil
Alpenwirtschaft (Miünsterkäse); Hauptort Münster.
Muünstertal. 1) Val Moutier, von der Birs durch—
trömter Engpaß im JZura des Kantons Bern; Hauptort
Münster. — 2) M., roman. Val Mustair, Tal im schweiz.
danton Graubünden, 16 Kmulg., vom Rambach durchlossen;
 Hauptort Münster (1248 m, 1900: 699 E.).
Munstertaler Alpen, östl. Teil der Spölalpen (Ost⸗
Apen, Rhätische Alpen) bis 3250 m hoch (Waldaschlikopf).
Muntaner, En Ramon, span. Chronist, geb. 1265
u Perelada, gest. um 18328, schrieb eine Chronik des
aragon. Hauses (1558, 1814 u. ö.; deutsch 1842
Vunthe, Ludw. Land⸗
chaftsmaler, geb. 11. Mürz
1841 zu Aarden bei Ber—
gen, seit 1893 Prof. gest.
30. März 1896 in Düssel⸗
dorf; . Winter⸗ und
Herbstlandschaften.
Muntjiak, Kidang
(Cervulus muntjac Zimnerm.
 [IAbb. 1212)), zur
Familie der Hirsche gehö—
cendes, rehbockgroßes Tier
der großein Sundainselu,
nit sehr langem Rosenstock.
Buntor, Hauptort der niederländ.-ostind. Insel Banka,
wruntz, kuůgene, franz. Kunstschriftsteller geb. 11. Juni
1875 iu Sulz, Bibliothekar an der Schule der schönen
unste in Paris, gest. das. 80. Okt. 1802; schrieb: „Les
arts à la conr deés Papes pendant le XV. et le XVI.
ecls“ (4 Bde., 18378 98), „Histoire générale de la
Apissorse“ (1878 - 86; 4. Aufl. 1891), „Hisstoire de
art pendant Is Renaissance“ (1888 — 94), „Léonard
le Vinci“ (1889), „Precursori e propuguatori dol ri-Muntzmetall,
 s. Messing. Inascimento“ (1902)
Munychia, s. Munichia.
Munychivn, 10. Monat des attischen Kalenders.
Muünzbilletts (holländ. muntbiljeten), niederländ.
Staatspapiergeld, auf 100, 50 und 10 Sl. lautend.
Münze (GMinze), Pflanzengattg., s. Months.
Müuͤnzen, das in bestimmte Gewichtsstücke geteilte und
nit einem Gepräge versehene Metallgeld, aus Gold,
Silber, Kupfer, Nickel, Bronze, auch Platin hergestellt
Tafeln: Muüͤnzen Lu. II bei Numismatik.] Die Technik
des Münzens besteht im Schmelzen Aud Legieren des
zu verarbeitenden Rohmaterials (alte M. oder Metall⸗
zarren), das dann zu prismatischen Stäben, den Zainen,
ausgegossen wird. Die Zaine werden in Streifen aus—
ewalzt, und aus den in passende Stücke geschnittenen
—— kreisrunde Scheiben (die Münzplatten) aus⸗
zestückelt, diese geprüft, ob sie das gesetzliche Gewicht
jaben Gustiert)y, geränbert (bei geringern M. der Rand
jeglättet, bei wertvollern außerdem mit einer Inschrift in
»ertieften Buchstaben versehen), endlich in Prägmafschinen,
Prägwerken oder Prägpreffen (früher Klippwerk und Ba⸗
ancierpresse, jetzt Kniehebelmechanismus) durch stählerne
Stempel mit Gepräge versehen. Dasselbe (die eine Seite
Avers, die andere Revers genannt) enthält neben Nenn⸗
vert, Wappen, Umschrift (Legende) uͤnter anderm auch einen
Münzbuchftaben zur — der Munzstätte (Präge⸗
yrxt) wobei A gewöhnlich die Landeshauptstadt bedeutet;
n Deutschland ist &amp; Betlin, B Hannover (1878 aufge⸗
oͤst), d Frankfurt a. M. (1880 aufgelöst), P München,
7 Dresden (seit 1887 Muldner Hutte bei Freiberg), F
Stuttgart, CsKarlsruhe, R Darmstadt (seit 1883 außer
Betrieb), J Hamburg. Das ganze Gewicht einer M. heißt
hr Schrot, das Gewicht des darin enthaltenen reinen
Silbers oder Goldes ihr Korn; beides bestimmt der
Muͤnzfuß (s. d.) doch sind kleine Abweichungen davon (in
Tausendfieln) nicht zu vermeiden, daher erlaubt (Reme⸗
dium oder Tolerauzd. Schlaa⸗- oder Prägschatz, Unter—

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Mun

hied zwischen dem Nenn- und faktischen Golde oder
eicen M., dient zur Deckung der Herstellungsosten.
 Kurant-⸗M., genau im Münzʒfuß geprugte Silber⸗
N.Scheide-M., die deringhaltigern kleinern Sorten aus
Szilber und unedelm Ran bei der Goldwührung uͤber⸗
aupt alle M. außer den Gold-⸗M. Rechnungs⸗ fiugierte
deale M. oder Rechnungsgeld, Werteinheiten im geschäft⸗
ichen Berkehr, die nicht geprägt sind (3. Mark Vento,
bfund Sterling u. a.). Haudels oder Fabrik⸗M., die
ur für den Verkehr mil dem Auslaude geprügten (Dutaten,
Speziestaler u. a.). Uber die gegenwürtig geltenden M.
Beilage: Münzen. — Bgl. NRoback, Runß-, Maß- und
Hewichtsbuch“ (2. Aufl. 18379); Treuber, Allgemeines
Nünz⸗, Maß- und Gewichtsbuch““ (2. Aufl. 1881) Schlösser,
Münztechnit“ (1884). JI(1905) 863 6G.
Münzenberg, Stadt in der hess. Prov. Oberhessen,
Munzentiere, s. v. w. Rummuliten (s. d.
Münzer, Thom. religiöser Schwärmer, geb. um 1489
zu Stolberg am Harz, 1520 Prediger in Zwickau, 1523
24 in Allstedt, forderte radikale Reformen in Kirche und
Staat, trat mit den schweiz. Wiedertäufern und süddeuͤtscheu
Bauern in Verbindung, sammelte 1825 in Mühlhausen
die unzufriedenen Bergleute und Bauern um sich, wurde
15. Mai 1625 von den Fürsten bei Frankenhausen ge—
schlagen, gefangen und 30. Mai bei Mühlhaufen hinge⸗
richtet. — Biogr. von Stein (1900).
Muͤnzfälschung, Falschmünzerei, die widerrechtliche
Herstellung falschen Melall⸗ oder Papiergeldes, fowie die
betrügerische Wertverringerung echter Muͤnzen und deren
Berausgabung. Das Deutsche Strafgesetzbuch (gg 146fg.
hedroht 1) dne 2) Münzverfälschung; 8) wissent⸗
iches Verausgaben (Einführen) falschen oder gefälschten Gel—
»es (Münzbetrug) mit Zuchthaus nicht unter 2 Jahren.
Muͤnzfuß, Hesetzliche Bestimmung über Gewicht und
Feingehalt der Ne insbes. Angabe, wie viel Münzinheiten
 aus der Gewichtseinheit (in Deutschlaud bis
18857 die Kölnische Mark, seit 1857 das Pfund zu 800 8)
Feingold oder Feinsilber hergestellt werden sollen. Altere
deutsche M.: der Zinnaische (1667 in Zinna zwischen
Brandenburg und Sachsen verabredet, 102 Rtlr. aus
der Mark Silber), der Leipziger (1690; 12 Rtlr. aus
der Mark Silber), der preußische oder Graumaunsche
»on 1750 (140 The, aus der Mark), der Konventious-»der
 20-Guldenfuß, 1748 in Ostexreich, seit 1768 in
Bayern, Sachsen ꝛc. eingeführt (20 Fl. oder 39 Rtlr.
us der Mark), der 24.Guldenfuß, seit 164 in Bayern,
ann in fast gänz Süddeutschland eingeführt (unterschied
ich von den dorigen dadurch, daß dessen Furantmüngen,
„ie man nach dem 205Guldenfuße weiter prägte, eine um
höhere Geltung als ihr Nennwert erhielten), 1837 in
cu NhGuldensuß oder die füddeutsche Währung um—
ewandelt (der süddeutsche Gulden —, 179, Silbergr.
reußisch, 2014 14 Tlr.). Seit p gel für Nordeutschland
 der 30.Talerfußz, für Osterreich der 45.Gul⸗-enfuß,
 für Süddeutschland der 5212.Guldenfust, wodurch
as Münzwesen Deutschlands nur unbedeutend veründert
vurde. Seit Einführung der neuen Markrechnung in
Deutschland werden aus einem Pfund Feingold 1395 ⸗
eprägi, seit Einführung der Kronenrechnung in sterreich
ugarn 3280 Kronen aus einem Kilogramm feinen Goldes.
Roch dem Lübischen M. wurden 34 (seit 1866: 80) Kurant⸗
nart oder 11243 Thr., nach dem Schleswig⸗hoisteinschen
411116 Mark, nach dein Hamburger Baukfuß 27/, Bant-*
 aus dex Mark fein Silber 3 (S. Banko.)
Münzhoheit, der Inbegriff der auf das Münzwefeü
h beziehenden staatlichen Hoheitsrechte.
Muͤnzhumpen, Muͤnzpokale, wmietallene Triukgefäße,
n deren Wandung und Deckel echte Münzen (bes. Taler,
aher auch Talerhumpen) eingelassen sind.
Munzinger, Weruer, Afrikareiseüder, geb. 21. April
832 in Olten (Schweiz), bereiste 1884 Massaua, seit 186565
as Land der Bogos in Nubien, 1861 Nordabeffiuen, be—
uchte Chartum, seit 1868 brit. Konsul, nahm an dem Feld⸗
uge gegen Theodor von Abessinien teil, 1868 franz Konsul
Massaua, bereiste 1870 Arabien und wurde ägypt. Gou—
erneur, 1872 Pascha und Generalgouverneur des oͤftl. Su—
an, auf einer Erpedition gegen die Abeffiner 14. Nop. 1876
ei Aussa schwer verwundet, gest. 16. Nov, 1878; schrieb:
Sitten und Recht der Bogos“ (1859), .Afrik. Studien“
JJ