(2. Aufl. 1883), Die deutsche Erpedition in Ostafrika
1866 - 3 Keller⸗Zschokte (1891).
Minzkabinette, s. Münzsammlungen.
wiunzkonventionen, Verträge diger Staaten
über nn eines bestimmten Munzfußes (s. d.) und
die gegenseitige Annahme der gleihmnani geprägten Münzen
bei —32 Kassen der vertragschließenden Staaten
S. guch Konventionsfuß, Lateinische Münzkonvention
Staudinavische Münzkonvention.)
Münzkunde, s. Numismatik und Tafeln: Münzen
Münzpokale, s. Münzhumpen. I u. I.
Muͤnzregal, das ausschließliche e des Staates,
esd zu prägen und den Schlagschatz zu beziehen, früher
zaiferl, oft an Fürsten, Städte, Abte uͤbertragenes Reser⸗
atrecht, jetzt überhaupt mit der Souveränität verbunden.
Muͤnzsfammlungen, Munztabinette, wissenschaftlich
angeordnete Sammluugen von Münzen; die bedeutendsten
ind die des Brit. u in London, der Bibliotnèque
atlonalo in Paris und des Berliner Museums, ferner
n Petersburg (Eremitage), Wien, Dresden, Madrid ꝛc
Wünzstãtte, s. Munzen.
Maüunzsteine, s. Nummuliten IAbb. 1261].
ünztarif, Balvationstabelle, J. Valvätion.
Muüunzverbrechen, s. Münzfälschung.
Munzvertrag, s. Münzkonventionen.
Drunzwardein, Münzbeamter, welcher für die rich—
ige Legierung der Münzen zu sorgen und sie auf ihren
Feingehalt zu, prüfen 5
Munzwesen, s. Münzen.
Diunzzeichen, auf Münzen (s. d.) die Andeutung
der Münzstatte, des Stempelschneiders oder des Münz⸗
neisters durch Buchstaben oder Figuren.
Muonto, schwed.-finn. Grenzfluß, mündet J. in den
Tornea⸗Elf bei Pajala, 830 xm lang.
Muvdta,t. Nebenfluß der Reuß im schweiz. Kanton
Schwyz, entspringt am Ossabhang der Windgälle (2572 m),
Hurchfließt das Muotatal (12 Rn lg., Hauptort Muotahal,
 621 m ũ. d. M., 2015 E.), muͤndet nach 27 Rin bei
Brunnen in den Vierwaldstätter See.
Mur, s. Muren.
Mur, J. Nebenfluß der Drau, entspringt im Salzburgi⸗
chen, fließt durch Steiermark, von Radkersburg ab schiff⸗
har, mündet in Ungarn nach 488 km bei Legräd; Zuflüsse
die Muͤrz, r. die Kainach und Sulm.
Murad türk. Sultane. — M.J. 1869-89) z8 1319,
rroberte ee Bulgarien und Kleinasien, le 15. Juni
1389 in der Schlacht auf dem Amselfelde. — M. I. (1421
6)), * 1401, unterwarf die Walachei und Serbien
owie Morea, sqhlug die Christen 10. Rov. 1444 bei
Barna, 19. Okt. 1418 auf dem Amselfelde. — M. III.
—
— M. v.. Sohn Abd ul⸗Medschids, geb. 21. Sept. 1840,
nach dem Sturz Abd ul-Asis' 30. Mai 1876 auf den Thron
erhoben, 81. — für regierungsunfähig erklärt und durch
feinen Bruder Abd ul-Hamid ersetzt, gest. 29. Aug. 1904
Muradabad (engl. Moradabad), Hauptstadt im Distr.
M der brit.ind. Div. Rohilkhand der Vereinigten Pro⸗
hinzen (Rordwestprovinzen, jetzt Agra), an der Ramganga,
(1901) 76 128 E.; Metallindustrie.
Muͤrad Efendi, eigentlich Franz von Werner,
Sgrriftsteller und türk. Diplomat, geb, 80. Mai 1836 in
Wien, rat jung in türk. Kriegsdlenst, 1814277 türt
Generaltonsul in Dresden, gest. 14. Sept. 1881. als Mi⸗
nisterresident im Haag; cuier Iyrische und epische Gedichte
Klange aus Often“, Balladen und Bilder), „Türk
Stizzenꝰ (1878) ua. Dramat. Werke“ (8 Boe. 1881)
Murgadfu, östl. Quelfluß des Euphrat, entspringt am
Muräne, s. Aale [Abb. 2)]. [Ala⸗Dagh.
Murano, Stadt in der ial. Prop. Venedig, auf der
Jusel M. in den Lagunen, (1901) 5150 E., Dom (San
Donato); Glaskunftindustrie sKarte; Italien 1.1.)
Murat (spr. mürah), Joahim, König von Reapel,
ranz. Ma dh geb.“325. Marz 1767 zu Bastide be
Fahoͤrs, begleitete Bonaparte Agypten, unterstützte
ihn 18. Brumaire, 1800 mit dessen Fe Carolina
vermählt, 1804 Webeh 1808 kaiserl. Prinz und Groß—
admiral; führte bei Austerlitz und 1806 im dun gegen
Preußen die Wgte Kavallerie, ward Großherzog von
Zerg, 1808 Oberbefehlshaber in Spanien, bestieg 1. Aug

Mün

228

808 als Joachim J. Napoleon den Thron von Negpel⸗
13 mieder Oberbefehlshaber der Kavallerie, ging nach der
Schlacht dei Leipzig nach Neapel zurück, schloß mit Oster⸗
eich einen ve griff dieses aber nach der Rückkehr
sapoleons von Elba an, ward 2. Mai 1818 bei Tolentino
saen Dti. iund in Reapei erschossen. — Bol.
chavanon und Saint-Npes (franz., 1805).
aeeri, Doborie Antonio, ital, Gelehrter, geh
u Dit ore zu Vignola (Modena), geft. 28. Jan. 1750
als Bibliothekar des Herzogs von Modena; veröffent⸗
ichte Rerxum Italicarum veriptores (25 Bde, 1726
hi; eue Ausg. 1000 fq.), „Annali d Italia“ (12 Bde.,
7ανα
Muratorisches Fragment (Canon AMuxatorũũ)/
in bon Muratori (s. dy) entdecktes Verzeichnis der neu⸗
Natneatchen Schuften“ aus dem Ende des 2. Jahrt
der Anfang (Matthaͤus und Markus) fehlt. Es kennt nach
Fen vier Evangelien und der Apostelgeschichte bereits dreizehn
Paulinische Briefe, erkennt die Apokalypse des Petrus an,
winft den Hirlen des Hermas (f. d.) hat gußerdem den
zudasbrief, zwei Zohanuegnefe, Welbheit Salomos und
die Apokalypse des Johannes. — 8 Kühn (1882).
Murawjew (pr. Joss), russ. Adelsfamilie. — Nitolaj
M. geb. 1783, zeichnete fich im russ.-türk. Feldzuge 1828
Isgin Polen, 1868 durch Eroberung von Kark
ꝛus, wofür er den Fürstentitel erhielt, 1884 656 Statt⸗
jalter von Kaukasien, gt Rov. 1866; Michail M.
geb. 1795, 18637562 Domänenminister, 18683 General⸗
jouverneut von Wilna, 1868 seiner Strenge wegen ab⸗
zerufen, aber in den Grafenstand exhoben, gest. 10 Sept⸗
I8o6; Memoiren (deutsch: „Der Diktatör von Wilng
8883). Hitola Rikeiajewitsch, Graf Me., Amurstn.
geb. 1809, exoberte als Generalgouverneur (1847 -62) von
fisibirien 1868 das Amurland und schloß den Vertraa
on Aigun, gest. 19. Nov. 1881 in Paris. — Michail Ni⸗
vlajewisch, Graf M., Enkel von Michail M., geb. 19. April
815, 1893 Gesandter in ——— sd1 Minister deb
Uußern, t 21. Juni 1900 in Pelersburg.
Murbach, Gemeinde im Beg Obercisaß, (1000) 295
s*., Reste der ehemal. Benediktinerabtei (1789 zerstört).
BVgl. Gatrio (2 Bde., 1895).
Murchison Epr. mörkis'n), Fluß in der brit.⸗austral.
dosone Westaustralien, mündet in den Ind. Ozean.
Biurchison (spr. mörkls'n), Sir Roderick Impey,
— und Geograph, geb. 1s. Febr. 1792 zu Tarraʒale
 ode vparmutete 1844 das Vortommen von Gold
n Aufirallen, 1888 Genexaldirektor der geolog. Aufnahmen
er Brit. Infeln, gest. 22. Okt. 1871 zu London. — Vol
Geule Ne Bhen engi, 1876) —Nach ihm benaunnt
——
Monie Westenstratien, ca. b6 dod en groß, Bevölke
ung ca. 4000 Köpfe; Hauptort Cue (1901: 1619 E.)
Karte: Australien ⁊c. 1, 8.4
Miurcia, bis 1211 maur. Königreich, dann Königreia
der Kiene Kastilien in Spanien, die jehige Prov, W,
n e, obο 677öτE)und die Prov. Albacet
imfassend. — Die Hauptstadt M., am Segura, 111539
xF.; Pulver⸗ und Salpeterfahriken, Seidenweberei.
Viurdoch pr. mordoth, Rieschsverwaller Schottlands,
Stuart.
Muren, gewaltige Schlamms und Schuttströme, in die
ich die Wildbůche nach andauernden Regengüssen oder infolge
olötzlicher een verwandeln; auch Murbrüche.
Binxet Epr. mürch; Murktus), Marc Antoine, neuai.
 Suilift, geb. 1526 zu Muret bei Limoges, gest. 4. Juni
hs als Prester zu Rom. „Soripta seleota“, hg. von
zrey (A887 88). J
WMuretto, Passo del, Paß der Rhätischen Alpen, zwi⸗
chen dem Bernina⸗ und dem Disgraziastock, 2557 m doch,
»erbindet Engadin und Beltlin.
Dalege giecbensiuß des Riheins, entspringt am Fuß
— ————
omantischwilde Murgtal, mündet unterhalb Rastatt, 96 xw
g. (28 xw flößbar); siagtliche Murgtalbahn Raflatt⸗Gerns⸗
Vrurgs, Vorf am Walenfeei. . —
Dwiurgab GMurghab), Fluß in Zentralafien, entspring
m nördl. Afghanistan, verliert sich im russ. Gebiet Zrane
safpien unterhalb Merw, 1880 xmIg.; längs der M. geh
die M.Eisenbahn (318 Km) bis Kuschla.