Murger (spr. mürschähr), Henri, franz. Schriftsteller,
geb. 24. März 1822 zu Paris, gest. 28. Jan. 1861; schrieb:
Seenes as in vie“e Bobeme“ und „Le pays latin-I851),
 Schilderungen der Parifer Literaten ünd Künstler,
igrische Gedichte ( Des nuits d'hiver“, 1861) u. a. —
Bgl. Delvau (1866).
Meuri, Hamarun, Landschaft im westl. Sudan, am
mittlern Binuec, bewohnt von Fulbe; Hauptstadt Muri.
Muriatifch (latt), salzsäurehaltig; muriatisches Pulver,
Rerthvllets Schießpuiver, Berthollet; muriatisches Wafser,
Wiuriazit, s Anhydrit. lktochsalzhaltige Heilquellen
wviurichi (xpr. Atschi), Palmenart, s. Manritis.
Diurius Vspr. iijo), Bartolomé Esteban, span
Maler, geb. 31. Dez. 1617. zu Sevilla, gest. das. 8. April
6s goauptmeister der Malerschule von Sevilla; malte
Heiligenbilder und sonstige religiöse Stoffe, so: Engels
uche (oder Wunder des heil. Diego), Vision des heil
AUntonus JTafel: Histotrienmalerei I, 4], Moset
schlägt Wasser aus dem Felsen u. a., heil. Antonius vor
hadua das Christkind herzend (Berlin), Johannesknabe
mit dem Lamm, Christuskind und Johannesknabe (Ninos
ãe ja conons; Madrid), Christus als guter Hirte Tasfel:
Christus, 21); ferner Szeuen aus dem Leben der Maria:
Geburt Maria (Paris), Unterricht der Maria bei der
Mutter Anna TTafel: Madouna, 1], Unbefleckte
Empfaängnis (mehrfach; Madrid, Paris u. a.), Ruhe aus
der Fluͤcht (Petersburg); sodann, span. Gassensungen
(unter andern Melonenesser, Würfelspieler; in München)
ind Madchen. — Bgl. Justi (1882), Knackfuß (1896).
Murinsel, fruchtbarer Landstrich zwischen Drau und
Sau, im ungar. Komitat Zala; Hauptort Csakathurn.
Vitüritz, vorf in Mecklenb.⸗Schwerin, an der Ostsee
1900) 218 E., Seebad, Hospiz für Kinder.
uritzsee, See auf dem Mecklenb. Höhenrücken,
135 qum, von der Elde durchflossen und mit der Elbe durch
die M.⸗Havel-Wasserstraße verbunden; zum Plauer See
die M.Elde-Wasserstraße.
Murmansche Küfte, die Nordküste der Halbinsel
sola (s. d.) im russ. Gouv. Archangelsk, von der norweg.
Brenze bis zum Vorgebirge Swatoj Noß.
Murmeltier (Arctömys), Gattg. der Hörnchen,
Nagetiere mit gedrungenem, schwerfälligenn Körver, kurzem,
buschig behaarkem Schwanz,
kurzen Ohren, zum Graben
geschickten, zusammengedrück⸗
ken Krallen; Backentaschen
fehlen. Ihre Stimme ist ein
schrilles Pfeifen. Hierher das
UAlpen⸗M. (A. marmoöta
Schreb.) [Abb. 1218)), Pelz
dicht, oben braunschwarz, Seiten gelblichgrau; Alpen,
Pyrenäen, Karpathen, gern in der Nähe der Schneexregion
emeinsam in Felshöhlen hausend, zähmbar und zu Kunstsagen
 eanr Bobak (. pobac Scareb.), graurostgelb,
in Polen, Rußland, zähmbar. Dem M. nahe berwandt ist
der Präriehund (s. d.).
Murnaͤu, Marktflecken im bayr. Reg.⸗Bez. Oberbayern
im Staffelsee, —— 2040 E.; südl. das Murnauer Moos
Murner, Name des Katers in der Tierfabel.
Murner, Thom., Satiriker, geb, 24. Dez. 1475 qu
Oberehnheim bei Straßburg, Franziskaner, origineller
Prediger und Jurist, gest. 16837; heftiger Gegner der Re⸗
formation, schrieb: „Vom großen luth. Narten“ (1552
hg. von Kurz, 1848) u. a.; die humorvollen Kultur⸗
bisderNarrenbeschwöruug“ (1512; neue Ausg. 1894)
„Schelnienzunft“ (1512; neue Ausg. 1890), „Gduchmatt“
(1618; neue Ausg. 1896) ꝛc.; vielleicht Verfasser des
hochdeutschen ——— (s. d.). Auswahl seiner Werke
bon Ballke (1880 fg.). Bal. Kawerau (1890 u, 1881).
Muro Lucand, Stadt in der ital. Prov. Potenza,
19011 83270 6 sder Ola, 12874 E.
Muürom, Kreisstadt im russ. Gouv. Wladimir,an
Murowana-Goslin, Stadt im vreußz Rea.-Bez
Posen, (1905) 1516 6E.
Murphybrot, Caprivibrot, Brot aus 55 Proz. Wei⸗
zenz, 86 Proz. Roggen⸗ und id Proz. Wigismehl.
Murr, r. Zufluß des Neckars im wurttemb. Neckar⸗
kreis, entspringt im Murrhardter Walde. mündet, 153 kw
lq., unterhalb Marbach

— uUrnieltier.

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Mus

Murran (spr. mörre), Gulwa, größter Tluß Austra⸗
iens, entspringt in den Äustral. Alpen, trennt Neusüd⸗
vales von Vickoria, mündet nach 2800 kͤm durch den See
Alexandring (Viktoriasee) in die Encounterbai des Stillen
Ozeans; Stromgebiet gĩo oo0 qkm; r. Zuflüsse der Dar⸗
ling und der Murrumbidgee; 2 Goulburn, Campaspe,
VSoddon u. a.; Dampferverkehr von Gulwa bis Alburv. —
Bgl. Murray (engl. 1898).
Murrau oder Moray (spr. mörrt), James Stuart,
Fraf von, Regent von Schottland, geb. um 1688, natür—
licher Sohn Jakobs Y., durch Maria Stuart 1561 legiti—
miert und Graf, verband sich mit der prot. Kartei gegen
dieselbe, klagte 1567 sie und Bothwell des Mordes “an
Darnley an, nahm die Königin gefangen, zwang sie zur
Abdankung, ließ sich die Regentschaft yp den jungen —*
ob XYI. züsprechen, besiegte 18. Mal 1568 ihre Anhänger
bei gighee 23. Jan. 1670 zu Linlithgow ermordet.
Murray, Firma: John Murray (spr. dschonn mörrk),
Berlagsbuchhandlung in London, gegrundet 1768, nameni⸗
ich bekannt durch die Reisehandbücher (Aandboota tor
ragellers“), die sie 1828 1901 herausgab.
Murrahj, (spr.mörrt), Sir John, Geoͤgraph (Ozeano⸗
xaph) und Naturforscher, geb. 2. Mürz 1841 in Cobourg
Onktario, Kanada), 1872 76 Mitglied der Challenger⸗
ẽrxpedition (s. da), lebt in Edinburgh.
Muürren, Bergdorf im e ton Bern, mit Lau⸗
terbrunnen durch Adhüsions- uind Seilbahn (Lauterbrunnen-Mürrenbahn)
 verbunden, 1636 mm hoch, am Ostabhauge der
eete Luftkurort.
urrhardt, Stadt im württemb. Neckarkreis, an der
Murx, (1805) 4202 E., Lateinschule.
Murrunibidgee (spr. mörrembiddschih), r. Nebenfluß
—— ra Flusses Murrau. 2150 KnIq. (1100 km
iffbar).
Murschidabad, engl. Moorshedabad (Muxadabad),
Stadt im Distr. M. der vrit.ind. Präsidentschaftsdivifion
Kalkutta) von Bengalen, am Gangebarme Bhagirathi,
ohne Asimgandsch (15 385 E.), (19001) 16 168 E.
— (Mlurzul), Hauptstadt der Oase Fessan in
Nordafrika, etwa 6500 E., Lederarbeiten, Weberei.
Murten, franz. Morat, Bezirksort im schweiz. Kanton
Freiburg, am östl. Ufer des von der Broya durchflossenen
und mit dem Neuenburger See verbundenen Murtener
Sees (28 4km), (1900) 2263 G.; altes Schloß; Uhren⸗
industrie; hier 22. Juni 1476 Sieg der Schweizer über
darl den Kühnen. — VBgl. Wattelet (1894).
Murviedro⸗span. Stadt, s.v. w. Sagunto (s. Sagunt).
Mürz, l. Zufluß der Mur. Steiermark.
Mürzsteg, baiserl. dogosche bei —— — in
Durzut, Hauptstadt der Oafe Fessan, . Mursul.
Mürzzuschlag, Markt und Bezirksort in Steiermark,
ader Mur und der Mürz, (1800) 4856 G.; Luftkurort,
Mus (lat.), die Maus (s. Mäuse). sEisenhämmer.
NMuss T., Pisang, Pflanzengatta. der Musazeen, Stauden
der Tropen der Alten Welt, mit
riesigen, langlichen Blättern
ind langen Blütenkolben. M
daradisiaoa L. (gemeiner Pi⸗
ang, Paradiesfeige, Adamsrpfei
 Abb. 1214; 8 Blüte,
d Fruqhhtstand]), nebst seiner
Barietät, dem Bauanenpisang,
mit gurkenähnlichen, stärke—
ceichen Früchten, den Eß- oder
Obstbananen, in den Tropen
wichtige Kulturpflanzen; die
— der Blatter und des
Stengels von M. textllis
Nees ee —*
banane eben anilahan
. —9 ntets Goen 2u. Gememer Pisang.
Enzeih, Enseth), in Abessinien, liefert Gemüse. Diese
uind andere Arten, wie M. Cavondüshu Tan (Zwerg⸗
uusa), wegen der großen, prächtig grimen Blätter Zier—
Musafaser, s. v. w. Manilahanfe(f. d.). spflangen.
Musaffarnagar, brit.ind. Stadt, s. Muzaffarnagar.
Musaffer ededin (Muzaffer ed⸗din), Mirza, Sqhah
'on Persien seit 1. Mai 1896 geb. 25. März 1853 zu
Teheran, Sohn und Nachfolger des Nafsred-din Schab.