Schwanz; hintere Gliedmaßen länger als die vordern;
Pelz weich. Naͤchtuche, paarweife lebende Tiere. Be—
kannteste Ärt der Miritina (N. trivireatus Grau IAbb
1220)), graubraun, im mittlern
Südamerika. scés. Ehrentage).
Nachtage, s. v. w. Respelttage
Nachtblindheit, s. Hemera⸗
opie.
Nachtbogen, der unter dem
Horizont des Beobachters liegende
Bogen des von einem Stern be⸗
chriebenen Parallelkreises.
Nachtfalk, s. Nachtschwalben.
Rachtfalter, alle größern
Sqchmetterlinge, die erst nach der Dämmerung fliegen und
m Tage versieckt sitzen, die meisten Spinner, Eulen und
eas s. v. w. Wilde Jagd (s. d.). [Spanner.
Rachtgleiche, s. Äquinoktium.
Rachthund, s. Fledermäuse.
Rachtigal, Gust. Afrikareisender, geb. 28. Febr. 1834
zu Cichstedt bei Stendal, Arzt, ging 1881 nach Algerien,
1863 nach Tunesien, bereiste 1869 Tibesti, erreichte 1870
Kuka in Bornn, bereiste von dort aus 1871 Kanem und
Borku, 1872 Bagirmi und kehrte über Wadai (1873),
Därfur (1874) und Kordofan nach Kairo, 1875 nach
Deutschland zurück; 1882 Konsul in Tunis, stellte, 1884
als taiferl. Kommissar nach der Küste von Oberguinea
geschickt, das Togogebiet und Kamerun unter —XRC
Schutz, gest. 20. — 1888 auf der Rückreise; schrieb:
„Sahara und Sudan“ (Bd. 1u. 2, 1879-81; Auszug
von Fraͤnkel, 2. Aufl. 1887; Bd. 3, hg. von Groddeck, 1880).
Vgal. BerlinErinnetungen än Gustav N.“ (1887).
Nachtigall (Lascinta), zur Familie der drosselarti—
gen Vogel dehörige Singvogelgattung mit spitzem, pfrie⸗
menförmigein Schnabel, großen Augen, mittellangen Flü—
eln und Schwaͤnz, hohem uud schlankem Lauf. Zwei
Nen eigentliche R. (. philomela Bp. sTafel; Sing⸗
vögel, 26)), oben rostrotgrau, unten leicht gelblichgrau,
Echwauz rofixot; Europa, nordwärts bis Dunemart, bei
uns — gern in dichtem Gebüsch und in Wasser—
nähe, übertrifft mit ihrem melodischen Gesang alle andern
Singvögel. Au⸗N. (große N. Sprosser, ungarische oder
polnische N., L. major Brehm), etwas dunkler wie vorige,
in Polen, Osterreich- Ungarn, Böhmen, Schlesien, Zugvogel
singt stürker und schmetternder als die vorige. Virginische N.
heißt der Kardinal, norwegische N. die Rotdrossel (s. Drossel),
Wald⸗N. die Heidelerche, Peking⸗N. der Sonnenvogel.
Nachtjäger, s. v. w. Wilde Jagd (s. d.).
Nachtkauz, der Waldkauz (s. Eulen).
Nachtkerze, Pflanzenart, s. Oenothérs [Abb. 1280).
NRachtmahl, s. Abendmahl; Nachtmahlsͤbulle, s. In
XXX scoena Domini
Nachtpapagei, s. Eulenpapageien [Abb. b34)].
Nachtpfauenauge (Saturnia), Schmetterlingsgattg
der Spinner, Nachtfalter mit stark entwickelten, arau ge—
zeichneten Flügeln, wovon jeder
mit Augenfleck; Raupen grün
oder si nde behaarten War⸗
zen. Großzes N. (Wiener Ne8.
pyri Borbh.), größter deutscher
Schmetterling, 180 — 146 mn
nnn ——— vng
is Wien, Prag, auch in Süd— J
——— — enen
spini Hubn.), tleiner, ebenfalls auge nebß pr
fuͤdeurvpaisch; kleines N. (8. earpini Borbh. [Abb. 1221)
fast in ganz Deutschland, in Buͤchenwäldern. — N. wird
ruch das Abendpfauenange (s. d. nebst Abb. 7) genannt.
RNachtrabe, s. Reiher.
Rachifchatten, Pflanzen, s. solanum Cafel: Gift—
oflanzen, 13] und Hesperis. — N.. Voael. s. Nachtschwalben.
 FJ
Nachtschwalben (Caprimulgidae), Familie der
Langhänder, mit sehr kurzem, dreieckigem, tief gespaltenem
Schuabel, breitem, niedrigem Kopf, kammartig ausge⸗
schnittenet Kralle der Mittelzehe und meist brauñem oder
rauem, eulenartigem Gefieder. Woemgpetiscgergrenne
si famtlich von Insekten lebende nächtliche ögel. Ge
Rline oder eurppäische N. (Ziegenmeitker. Nachtichatten

3. Miirikina.

237

Nad

Brissennase, Caprimulgus europaeus L. IAbb. 1222 a)),
oben grau, punktiert, Mundspalte bis unter die Augen
ceichend, Schnabelrand mit Borsten besetzt. bei uns Zug⸗
vogel; Leier⸗N.
(Aydropsalis for
cipatus Magl.),
dunkelbraun, mit
stark verlängerten
äußern Steuerfä⸗
den, im trop. Suüd⸗
amerika; amerika⸗
nischer Nachtfalt
Chordeiles vir
ziniunus Sæcins.), 22. Nachtschwalb
222. Na walben: aà europaisue
—æe— — —
Nordamerika; Guacharo (Fettvogel, Steatornis caripensis
umb. eh, kastanienbraun, Mittelzehenkralle nicht kamm—
artig; Vesiczuela, Trinidad, Guadeloupe.
VRachtschwalbenschwanz, s. Spanner.
Nachtsehen, s. v. w. Tagblindheit (s. d.).
Rachtviole, Pflanzenart, s. HResporis.
Nachtwache, s. Vailien.
Nachtwandeln, Somnanmbulismus oder Schlafwan⸗
»elu, traumartiger Zustand im Verlaufe gewöhnlichen
Schlafs, in dem verwickelte Handlungen trotz Aufhebung
»es Selbstbewußtseins ausgeführt werden.
RVach uns die Sintflut, s. Après nous Je délugo.
RNachvermächtnis, diefjenige lettwillige Anordnung,
urch welche dem Bedachten ein Vermächtnis zugewendei
vird, das er erst von einem nach dem Erbfall eintreten
den bestimmten Zeitpunkt oder Ereignis an erhalten soll,
während bis dahin der — Gegenstand einem andern
ils Vermächtnis zugewiesen ist.
Nachwehen, die schmerzhaften Zusammenziehungen
»er Gebärmutter nach erfolgter Geburt, wodurch die Ruͤck—
ildung derselben zur gewöhnlichen Größe befördert wird.
Nachweisebureaus, s. v. w. Auskunftsstellen (s. d.).
Nacken, Genick (Cervix), der hintere Teil des Halses
»om Hinterhaupte bis zu den Schultern; seine Gruͤdlage
zilden die e Halswirbel, deren Zertrümmerung mit
Quetschung des Rückenmarkes (Genickbrechen) sofortigen
Tod herbetführt. Nackengrube, der obere (wertiefte) uͤnd
nittlere Teil des N. Die Nackenmuskeln bewirken die
Bewegungen des Kopfes, des Halses und der Schulter,
ind 8 Genickktrampf. in dauernder Zusammenziehung
Nackenstarre); das Nackenband dient zur Befestiaung des
dopfes und seiner Muskeln.
Nacktfarn, s. (ymnogrammo.
Racktfrüchtig, sJ. v. w. npctar G. d).
Racktschnecken, Schueckenformen, die ee meist
inch in nerlich der Schale eutbehren; landbewohnende Lingenchnecken
 mit innern Schalenrudimenten B. unsere Acker⸗
uuͤd, Wegschnecken) und meeresbewohnende Hinterkiemer.
Nackzähner, s. Haftkiefer.
RNadar, Pseudonym von Felir Tourngchon (s. d.).
Radasdy (spr. nahdaschdi), ungar. Grafeugeschlecht.
Frauz N. Verteidiger der Rechte des ungar. Adels, wurde
uuter Leopold J. 80. April 1674 in Wien enthauptet. —
—ä
ini Osterr. Erbfolge- und im Siebenähr. Kriege auͤs, gest.
22. März 1783. — Uber die Gräfin Glifabeth N.s. Bathoͤry.
Nadaud (spr. doh), Gustave, franz. Volksdichter und
domponist, geb. 20. Febr. 1820 zu Roubaix, gest. 28. April
1888 zu Paris, der Liederdichter der Studeuten (Onan.
zons“, 8 Bde 1879-80); schrieb auch Operetteu u. a.
Nadelbank, gefährliche Saudbank beim Kap Agulhas.
Nadeldiorit, Diorit mit langsäulenförmiger Hörn—
Nadeleisen, Goethit. Ibleude.
Nadelfifche, J. Büschelkiemer [Abb. 303p].
Nadelgeld, die vom Mann der Frau oder vom Vater
ꝛer verheirateten Tochter gewährte Geldsumme für ihre
leinen Ausgaben; auch die einer ledigen Tochter des Sous
veräns vom Staate gezahlte Rente.
Nadelgrund, s. Spihen.
Nadelhölzer, Koniferen oder Zapfeuträger, Familie
der Gymnospermen, Bäume mit nadel- oder schuppen⸗
ürmigen, selten breiten, meist immergrünen Bläitern und
getrenntgeschlechtigen Blüten. Rach der Ausbildung der