Nad

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weiblichen Blüten und Zapfen unterscheidet man: Tari
neen, Kupressineen, Tarodineen, Abietineen, Araukarieen.
Radelhoizwickler, die Gattg. Retinis sowie eine
Art (Tortiũx piceana .) der Gattg. Tortrix (s. Wickler)
Nadelkap, afrik. Kap, s. Agulhas.
Radeln der Kleopatra, zwei altägypt. Obelisken
20 und 22 mm hoch), ursprüuglich in Heliopolis, dann
zu Alexandria; der eine wurde 1878 nach London, der
andere 1880 nach Neuyork gebracht.
Nadelstein, s. Beigkristall.
Nadelstuhl, Webstuhl zur Verfertigung der in Platt⸗
3 gewebten Stoffe.
adir (arab.), Fußpunkt, der dem Zenit oder Schei⸗
In genau gegenüberliegende Punkt an der untern
unsichtbaren Hälfte der scheinbaren Himmelskugel. N
und Zenit sind die Pole des Horizonts und überall um
30 von ihm entfernt.
Nadir,/ Schah von Persien (1736—47), geb. 1688 in
Chorassan, unter Thamasp 1TI. Oberbefehlshaber des
Heers, entthronte diesen zugunsten des minderjährigen
Sohnes Abbas III., beseiugte diesen und ließ sich selbst
Marz 1736 krönen, dehnte die Grenzen des Reichs bis
an den Indus, den Orus, das Kaspische Meer und den
Fuphrat aus, grausamer Vespot, 20. Juni 1747 ermordet.
— 3 von Fraser (engl., 4 Tle. 1742- 48).
Nadirspiegel, s. Horizont.
Radiert, Karl E Gottfried, Dialektdichter, geb
.9. Aug. 1809 in Heidelberg, gest. das. 26. Aug. 1849 als
Advokat; seine Gedichte in Pfälzer Mundart erschienen
u. d. T. Fröhlich Pfalz, Gott erhalts“ (1847 u. ö.).
Nadoweffier, Indianerstamm, s. Sioux.
Nadrauen, Wnen im alten Preußenland, an der
Quellflüssen des Pregel, mit der Opferstätte Romowe.
Nädson, Semjon Jakowlewitsch, russ. Dichter, geb.
26. Dez. 1862 in Petersburg, gest, 31. Jan. 1887 in
Jalta. Aus dem Ertrag seiner Gedichte (1886; 20. Aufl.
1805; deutsch 1898) ist die „Nadson-Stiftung (50 000
Rubel) in Petersburg gegründet. [(1900) 8952 E
Nädudvar, Ienne im ungar. Komitat Hajduͤ,
Nadwörna, Martt und Bezirksort in Galizien, au
der Goldenen Bistritz, 7391 E.
Nafa, japan. Ort, s. Nawa.
Rafalan, aus destillierter kaukas. Naphtha und, &amp; Proz
reiner neutraler Seife bestehendes Präparät gegen Entzün⸗
dungen, Verbrennungen, Wundsein, Hautkrankheiten ꝛc
Haus⸗N. besteht aus ge Zinkweiß, Landlin und Paraffin.
Näafels, Vorf im schweiz. Kanton Glarus, l. an der
Lint, (1800) 2667 E.; Bauimwollspinnerei, Kattundrucke—
reien; hier 9. Äpril 1888 Sieg der Schweizer über di⸗
Ssterreicher. Gegenüber Dorf Mollis (2020 E.).
Naftalan Naphthalan), fraktioniertes seifehaltiges
Rohnaphthaprodukt, Teerersatz; Antirheumatikum.
Raga Bergstümme in Assam und den angrenzender
Teilen Birmas ethnologisch zwischen Tibetern und Bir—
manen stehend; Kopfjager. — RN. Hills, Distrikt der indo⸗
orit. Prov. (Osibengalen und) Assam.
Nagaipattan, s. Negapattan.
Ragajka, Peitsche der russ. Kosalen, besteht aus einem
Bundel dunner Lederriemen an einem kurzen Stiele.
Nagana, die Tsetsekrankheit (f. Tsetse).
RNagari, gewöhnlich fälschlich Devanggari genannt,
Name des jüngsten unter den alten ind. Alphabeten, in
dem das Sanskrit geschrieben wird.
Nagafaki Gangafati), Hafenstadt an der, Westküste
der japan. Insel Kiushiu sKarte; Ostasien IJ, Hauptstadt
 des KenN. (in der ehemal. Prov. Hizen), (1903
153 293 E.; bis 1854 einziger dem fremden Handel ge⸗
iffneter Hafen Japans; Docks, Schiffswerften. [;S. Bei—
Nagekäfer, s. Holzfresser. stage: Japan.]
Nagel (Ungunis), die an drei Seiten in einen Falz
Mageifalz) der Lederhaut eingesenkte schütende Hornplatt
der Finger und Zehen. Die Hautstelle, auf der der N
mit seiner innern Fläche aufliegt, heißt Nagelbett, der
hinterste Teil des N. Nagelwurzel, die weichere halbmond
ene Stelle Möndchen (Lunula). Reid-N. oder Nied
R. kleine, sich ablösende Oberhautpartikelchen am Nagel
rande. — VBgl. Schultz, „Haut, Haare und N.“ (4. Aufl
1808), Heller (1808). — R. Gnyy) heißt auch eine Eiter
fentuig im Auge bei Hornhautabszessen.

Nagelbrand, s. Brand (des Getreides).
Nageifleck, Schieferdecker Aglia Tau L. Abb. 1228)),
infehnlicher deutscher Spinner, gelbbraun, mit einem dun⸗
elblauen, D-förmig gekernten Fleck auf jedem Ober⸗ und
interflügel; fliegt zeitig im
Frühjahr; die grüne Raupe lebt
auf Buchen.
Nagelfluh (Nagelflue),
Nagelftein, der Tertiärforma—
ion angehöriges Konglomerat⸗
gestein der nördl. und nord—
vestl. Alpenvorberge, bestehend
zus Rollstucken verschiedener, meist jurassischer Kalksteine
Kalt ged, die durch kaltiges Zement verkittet sind und oft
wie Nagelköpfe an den mochtigen Felswänden hervorragen
Nageli, Karl Wilh. von, Botaniker, geb. 27. Můrʒ
817 du Kilchsberg. 1848 Prof. in Zürich, 1862 in Frei⸗
burg, 1858 in Mülichen, gest. das, 10. Mai 1881 schricb:
Pflanzenphysiol. Unterfuchungen“ (186568), „Mechau.⸗
Hysiot Theerie der Abssammungelehre“ (16881), „Die
Hierazien Mitteleuropas“ (1885) u. a.
RNagelkalft, Tutenmergel, Platten aus kegelförmigen,
meinander sieckenden Schalen von mergeligem Kalkbstein;
„es. imn Muschelkalk und Lias.
HRägelsbach, Karl Friedr., Philolog, geb, 28. März
i8os in Wohrd bei Kürnberg, gest. 1 Adril 1860 als
Prof. zu Erlangen; schrieb: „Lat. Stilistik“ (.s. Aufl.
889), uaeee Theologie“ (8. Aufl. 1884).
Nageschnäbler, s. Trogons.
Rageliere, Rager (Rodentta, Gures), Ordnung der
Suͤugeiere mit jederseits oben und, unten einem großen,
neißelförmigen, wurzellosen Schneidezahn (Gagezahu);
zẽczuhne fehlen; Backenzahne (ederseits 226) mit queren
Emelzfalten, von den Schneidezähnen durch eine große
ducke getrennk; vorn und hinten meist 5 bekrallte Zehen.
Meist —* mehr ein nächtliches als ein Tagleben führeude,
vorwiegend bon Vegetabilien lebende Tiere. Hierher die Fa⸗
milien der Hörnchen, Bilche, Biber, Spriugmäuse, Mäuse,
Wuͤhlmause, Stachelschweine, Hufpfötler, Hasen ꝛc.
Ragler, Georg Kaspar, Kunstschriftsteller, geb. 6. Jan.
1801 in Untersüßbach bei Freising, ee Buch⸗
hundler, gest. 20. Jan. 1886 in München; be annt sein
Neues allgemeines Künstlerlerikon“ (22 Bde., 1835 62;
icn srarbeilet bon J. Meyer u. a., nur Vd. 31870-86)
Nagler, Karl Ferd. Friedr von, preuß. Staatsmaum,
geb. 1770 zu Ansbach, als Generalpostmeister (seit 1823)
Zegründer des moderiien Postwesens in Preußen, seit 1836
Staatsminister, gest. 13. Juni 1846. [(. d..
RNago, einheimischer Name des Negervolks der Jorubo
Ragoja, Hauptstadt des japan. Ken Aitschi (ehemal.
drov. Dwari), auf der Insel Nippon, an der Buͤcht von
Dwari, — 288689 E.; Emailleindustrie.
Ragold, Oberamtsstadt im württemb. Schwarzwald⸗
reis, am Fluß N. (zur Euz), (1905) 8312 E., Amts⸗
gericht, Lehrerseminar, Taubstummenanstalt.
Nagpur (engl. Nagpore), ehemal. Mahrattenstaat im
aördl. VDethan, in Vorderindien, jetzt Division der brit.
Zentralprovinzen, 62486 qku, (1801) 27167418 E. die
hauptstadt N. des Distr. N. und der Div. N., am Nag,
38 Rm Umfang, 127 734 E.
Ragyag (spr. näaddjahg), Kleingemeinde in Sieben⸗
ürgen, Komitat Hunyad, (19800) 1547 E., Bergamt,
Bergschule; Gold- und Silberbergwerke.
Ragyagit, Blättertellur, Graugolderz, rhombisches,
laͤgraues sart giünzendes Mineral, aus Gold, Blei,
dellur und —5 bestehend, oft autimonhaltig.
Ragybanya (fpr. nabdjbahnja), deutfch Frauenbach
önigl. Freistadt im ungar, Komitat Szatmaͤr, (4900)
1183 E., Münzstätte; Gold-, Silbers, ———
Nagnbeecskerek (sgr. naddij), s. Becskeret.
Nagybocskö (spr. naddibotschko), Kleingemeinde im
ingar. Komitat Maͤrmaros, an der Theiß, (1900) 6294 E;
roͤße chemische und Sodafabrik. I. d.
Ragydisznoͤd (spr. naddi), ungar. Name von Heltan
Raghenyed (spri naddjentijed), deutsch Straßburg,
Siadt in Siebenbürgen, an der Maros, (18900) 7494 6.
ceformierte theol, Lehranstalt, Lehrerseminar, Winzerschule,
Nagykäallö (spr. naddj), Großgemeinde und Hauptort
des ungar. Komitats Szabolcs, (1900) 7325 6G.