RNagykanizsa spr. naddj⸗), s. Kanizsa.
Nagykärolh (jpr. naddstahrolj), Stadt im ungar.
Komitat Szatmaär, Komitatssitz, (1860) 16 3882 E., Schloß
des Grafen Kärolyi; Baumwoll-, Leinenindustrie.
Nagykaͤta (spr. naddi⸗), Großgemeinde im ungar. Ko⸗
mitat Pest, (1900) 7560 E.
RNagyrikinda (spr. naddj), Stadt im ungar. Komitat
Torontal, (1000) 21848 E. Kommunal-Obergymnasium.
Nagytkomlös (spr. , Banatkomlös,
Großgenieinde im ungar. Komitat Torontäl, (1800) 4856 G.
RNagytsrös (sor. naddikörösch), Stadt im ungar.
Komitat Peft, (1900) 26638 E., Staatshengstendepot.
Ragykrüukünus (spr. naddi-⸗), ungar. Komitat, s. Kokel⸗
urg.
—E (spr. naddi⸗), Großgemeinde im ungar. Ko—
mitat Tfanad, an der Maros, (1800) 18631 E.
Naghléta (spr. naddj⸗), Großgemeinde im ungar. Ko—
mitat gue (500) 6126 E.
RNagymnaros (spr. naddimarrosch), Großgemeinde im
ungar. Komitat Hont, an der Donau, gegenüber von
Videgrad, (18900) 4175 E.; Schaumweinfahbrik.
Nagyröcze —8 naddjröhze), Großrauschenbach, Berg⸗
stadt im ungar. Komitat Gömoͤr, (1900) 1812 E., Handels⸗
schule; Eisen- und Sägewerke.
Nagyszalonta (spr. naddjßäͤ⸗), Großgemeinde im un⸗
gar. Komitat Bihar, (1900) 14107 E. [mannstadt.
Nagyszeben (spr.naddißebben), ungar. Name für Her⸗
Nagyszentmiklös (spr. naddjßentmiklohsch). 1) Ser
bifch⸗ oder Raiczisch⸗M., Großgemeinde im ungar. Komitat
Torontäl, (1900) 10720 E. — 2) Nemet⸗(Deutsch⸗)N.
Großgemeinde ebenda, 1918 E., landw. Lehranstalt.
Nagyszöllss (spr. naddjßöllösch), Hauptort des ungar.
Komitats Ügocsa, am Fuße des Schwarzen Berges, (1900)
5750 E.; Weinbau. Tirnau.
Nagyszombat (spr. naddißom-⸗), ungar. Name von
Nagytapolesany (spr. naddjtapoltschahni), Großge⸗
meinde im ungar. Komitat Neutra, an der Neutra, (1000
1952 E.; Hausindustrie. lwardein
Nagyvaärad (spr. naddjwah-), ungar. Name von Groß—
Naha, japan. Hafen, s. v. w. Nawa (s. d.).
Naharro, Bartolome de Torres, span. Dramatiker, geb
um 1480 zu La Torre, einer der Begründer der span. Buͤhne
erhalten: „Propaladia“ (acht Komödien, 1517 u. ö., ner
hg. von Cañete, 1881).
Nahe, J. Nebenfluß des Rheins, entspringt bei Birken—
feld, mündet ugg 112 Kmebei Bingen. Das Nahetal
ist reich an Weinbergen; die Naheweine sind den Pfälzer
Weinen verwandt. — Bgl. Schneegans (5. Aufl. 1882)
Nahe Inseln, Gruppe der Alẽuten (s. d.).
Näherrecht, s. Retrakt.
Näherung Wethen s. v. w. Approximation (s. d.)
Nahije (tuͤrk.), Bezitk, Kreis.
Nahl, s. v. w. Narwal (s. d.).
Nähmaschine, Mechanismus zur Herstellung von
Nähten in den verschiedenen Webstoffen sowie in Leder
and andern Materialien vermittelst einer an der Spitze
zeöhrten Nadel und entweder eines fortlaufenden Fadens
lüberwendlicher Stich, Reihnaht, Kettenstich) oder zweier
Fäden, deren einer sich unterhalb des zu nähenden Hegen
landes vermöge eines Schiffcheus oder Greifers mit dem
Oberfaden verschlingt (Doppelketten-, Doppelsteppstich)
—7— mit mannigfachen Hilfsapparaten für besondere
Naͤhte, wie Suumen, Einfafsen, Wattieren, Benähen von
Knopflöchern ec. Die Bewegung geschieht mittels Hand⸗
kurbel (Handmaschinen), Triktvorrichtung ¶Tretmaschinen)
oder Motor (z. B. Elekiromotor). Nachdem das Prinzip
der Rischon früher erfuuden, gilt als Schöpfer derselben
Flias Howe, der fich 1846 eine Schiffchenmaschine paten⸗
tieren eß. Gegenwaͤrtig gibt es mehrere tauseud Patente
Am gebräuchlichsten sind noch immer die Systeme von Sin⸗
ger Zaushaltungen), Whecler &amp; Wilson (für gewerb⸗
liches Weißnähen), e — —
Nahr (arab), Fluß. N. Baͤrada, Fluß in Syrien, J
Chrhforrhoas. NMeer. Ast syr Fluß, der alte Orontes (s. d.)
M. Na amen, Fluß in Palästina, s. Belus.
Naͤhrpraparate, fabrikmüßig hergestellte Zubereitun⸗
en von Nahrungsmitteln, die einen oder mehrere Nähr⸗
sje hes. reichlich und in leicht verdaulicher Formm enthalten.
Sie dienen ur Schonung und Anrequna des kranken Ver⸗—

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Näh

)auungsapparats oder zur Erhöhung des Nährstoffreichtums,
dei unwesentlicher Volumpergrößeruug der Nahrung. Aus⸗
angsprodukte der Fabrikation sind ier— und Bluteiweiß,
Zleischfibrin, Milchkasein, Pflanzeneiweiß. Die wichtigsten
P. sind in folgenden 8 Gruppen zusammengeflellt. T. Prupa—
ate mit vorwirgendem Eiweiß oder dessen Verdauungs⸗
produkten (Peptonen): Fleischpeptone (von Kemmerich,
Denaeyer ec.), Somatoͤfe, Tropon, Eukasin, Nutrose, Plas—
mon. II. Vorwiegend Kohlehydrate neben Eiweiß eunt—⸗
haltende Präparate: Getreidemehlpräparate (präpariertes
Gersten⸗ und Hafermehl von Weibezahn und von Knorr,
präpariertes Maismehl sMaizena, Mondaminh], Kinder—
mehl, s. d.), Iueeie Hülsenfruchtmehl (Hartensteins
Leguminose, Knorrs Bohnenmehl, Maggis Leguminosen).
IJ. Eiweiß, Fett und verdauliche Kohlehydrate bietende
Bräparate: Kraftschokolade, Kalao Prometheus, Thein⸗
ardts Hygiama, Casseler Haferkakao, Lahmauns Nährsalz⸗
akao, Plasmon⸗Haferkakas, Rahmkonserve.
Nährsalze, s Nahrungsmitlel.
Nährfalzkakao, s. Hafertatao.
Rährstoffe, s. Cruãhrung und Nahrungsmittel.
Nahrungsbrei, Speifeobreis. Chymus.
Nahrungsmittel, die zur Ernuͤhrung des Menschen
dienenden Naturprodukte und Zubereitungen. In allen Nahs
rungsmitteln sind bestimmte chem. Gruppen (Nährstoffe) ver⸗
treten, Eiweißarten, Fette, Kohlehydrate, Wasset und Salze.
Das Eiweiß besteht aus Kohlenstoff, Wasserstoff. Sauerstoͤff
und Stickstoff (Schwefel und Phosphor in geringen Men—
gen). Die Eiweißarten verhallen sich ziemlich verschieden;
manche lösen sich in Wasser, manche nue in Salzlösung, in
esättigtern Salzlösungen wieder werden sie ausgeschieden.
* der Verdauung der Eiweißkörper bilden sich aus ihnen
Albeumosen und Peptone. Den Eiweißarten ähnlich ist auch
der tierische Leim (Gelatine) zusammengefeht. Die Fette
ind meist flüssig, nicht in Wasser löslich“ Bekannie Nah⸗
rungsfette sind: Butter, Gänse- und Schweinefeit, aber auch
der Lebertran und das Olivenöl sind vorzügliche R. Die
dohlehydrate enthalten wie die Fette nur Kohlenstoff, Wasser⸗
itoff und Sauerstoff. Die bekanntesten Kohlehydrale find das
Stärkemehl und der Zucker; andere sind noch Dextriu (im
Bier), Malzzucker, Traubenzucker. Ein Kohlehydrat ist
auch die den holzigen Bestandteil der pflauzlichen N. bil⸗
dende unverdauliche Zellulose. Auch die Salze —A
ind, zum Leben notwendig, so namentlich das Kochsalz, die
Kalkfalze, und zwar hauptsächlich dhosphor saure (als Stütz⸗
substanz für die Knöchen), und die Eisensalze (zur Her⸗
gellung des Blutfarbstoffs). Das Wasser dient dazu, die
Nahrungsstoffe im Körper gleichmäßig zu verteilen, das Blut
dünnflüssig zu erhalten. Vie N. entnimnmit der Mensch teils
dem Tierreich (animalische N.; Fleisch, Milch Eier Fett),
eils dem Pflanzenreich (vegetabilische N.: Stärke, Ole,
ruͤne Gemufe ec.). Rein vegetabilische Ernührung ist ebenso
uͤnzweckmäßig, wie ausschließliche oder vorwiegende Eiweiß—
nahrung; nach der Gestaältung des Gebisses und des VBer—
auͤungoͤkanals ist der Mensch auf gemischte Rahrung an—
zewiesen. (S. auch Ernährung). UÜber den Nährwert der
N. und die gesetzlichen Bestimmungen über den Verkehr
nit N. s. d. Beilgge. Außer den N. genießt der Mensch
Substanzen, die nicht zum Ersatz von Körpersubstanz dienen,
ondern bestimmte angenehme Wirkungen auf das Gefäß—⸗
und Nervensystem haben, auch die Ausuutzung der N. be⸗
ördern, das sind die Genußmittel (Gewürze, geistige Ge—
ränke, Tabak 20),. Aber Verfälschungen der Nß. Ver—
alschungen. —. VBal. König, „Chemie der menschlichen R.“⸗
4. Aufl., 3 Bde., 1903 f9.); Rubner (1904)
Nahrungsmittelchemiker, Chemiler, die auf Grund
ines besondern Eramens (Gesetz vom 28. Febr. 1884)
das Recht haben, Untersuchungen von Nahrungs-, Genuß—
uind Gehrauchsartikeln mit oͤffeutlicher, bes. gerichtlicher
Zültigkeit auszuführen und Gutachten abzugeben. Die
Prüfung zerfällt in eine Vorprüfung (nach sechs Semestern
Hochschulstudium) und Hauptprüfung nahh drei Semesteru
rbeit in staatlichen chem. Unterfuchungbanstalten).
Nahrungspflanzen, Pflanzeu, die zur Ernährung
»es Menschen heitragen, bes. die Getreide⸗, Gemüuses, Obst⸗
tlanzen, die Ol, Fett, Stärke, Gewurze licfernden Pflau—
Nahrungssaft, Speisesaft, s. Chylus. lzen ꝛc.
RNahrungsverweigerung, s. Silophobie.
Nährwert, s. Nahrungämiiel (Beilaae