bay, 1288 4melg. — Die Diviflon N. der hrit. ostind.
Zentralprovingen. 47 4400 qkm, (1001) 1788 487 6.
Narbe (cicatrix), das bei der Heilung von Wundern
v Vereinigung der getrennt gewesenen Teile sich neu⸗
ildende Gewebe, schrumpft allmühlich zusammen GVarben.
retraktion), wodurch Kontrakturen und edeeneen
¶Strikturen) entstehen können. —, Niin der Botanit,
Gynazeum und Tafel: Botanik II, 22, 24 u. 25.
Narbenflechte, s.Lupus.
Rarbengeschwulft, s. v. w. Feloid G. d.)-Rarbonne
 ipr bonn), Stadt im franz. Dep. Aude,
am Kannivon Noder Canal de la Robine (Arm des Canal
du Midi), (19001) 28 852 E., hydrogr. Schule;
Hafen ist Nouveile (s. d.).
Narcissus T., Narzisse, Pflanzengattg.
der Amaryllidazeen, Zwiebelgewächse mit
großen, lebhaft gefärbten Blüken im mitt—
kern Europa und in den Mittelmeerländern.
Biele Arten Gartenzierpflanzen: N. poëtlqus
T. Cechte Narzisse [Abb. 1226]), mit weißen
Bluten, und N. pseudonareissus La(gelbe 1926 Tite
oder gemeine Narzisse), mit gelben Bluͤten, ——
in Süddeutschland wild, N. jonquilla L.
(Jonquille) aus Spanien, N. tazetta L. (Tazette) und
. sexrotinus aus Griechenland ꝛc.
Narcissus, in der griech. Mythologie, s. Narkissos.
Narootica, s. Narkotische Mittel.
Narda, Stadt und Nomos in Griechenland, s. Arta
RNarde (Nardus), bei den Alten und im, Mittelalter
wohlriechende Wurzelstöcke mehrerer Pflanzen, bes. der Va—
lerlanazeen. Am angesehensten die indische N. (I. indica)
von der ostindischen echten R. (Nardostaohys Jatamans:
DO, Valerisũna spica Vanal), aus der das kostbare Nar—
denoͤl und die Nardensalbe bereitet wurden; außerdem die
Wurzelstöcke von Valeriana celtica L. (telt. Balbrian oder
Speit) u. a. Ital. N., s. v. w. Lavendel (s. Lavandula).
Nardenbartgras, s. Andropogon.
Nardenöl, s. Geraniumöl.
Nardð, Stadt in der ital. Prov. Lecce, (18901) 14887 E.
Nardu, Frucht, s. Marsilia. Baumwollweberei
Nardus L., Pflanzengattg. der Gramineen. X. striets
C. Gorsten- oder Bocksgras, Bocksbart), an moorigen
Orten. — X., Wurzelstock, s. Narde.
Narenta, Fluß, entspringt in der Herzegowina, mün—
det nach 1890 km in 12 Armen ins Adriat. Meer.
Nares (spr. nährs), Sir George Strong, engl. Ad⸗
miral und RNordpolfahrer, geb. 1831, leitete 1872 -74
die Challenger-Expedition (s. d.), 1876-76 die Nordpol⸗
expedition der Schiffe Alert und Discopery, bei welcher er
auf Schlitten den 83. Breitengrad überschritt („Report“,
1876, und „Narrative“, 2 Bde., 1878).
Närew, r. Nebenfluß des westl. Bug, mündet unter—
halb Pultusk, 385 kmelg., schiffbar, durch den Augustowo—
kanal (s. Augustow) mit dem Niemen
verbunden.
Nargen Margö), Insel im Finn
Meerbusen, vor dem Hafen von Reval,
13 qkm, Leuchtturm.
Rargileh, Wasserpfeife, tũrk. Ta⸗
bakspfeife, bei der der Rauch vom Pfeifen—
rohr in den obern Teil eines meist reich
verzierten vasenförmigen Gefäßes und
dann durch Wasser geht, ehe er in der
langen Saugschlauch kommt (Abb. 1227)]
Rarino (sr. injo), Departamento
von Kolumbien, 29 720 km, 264 000 E.:
Hauptstadt Pasto.
Rarkiffos (lat. Narcissus), in der griech. Sage ein
schoöner Jüngling, der zur Strafe für verschmähte Liebe
beim Anbli feines Bildes im Wasser eine so heftige
deidenschaft zu sich selbst faßte, daß er sich den Tod gab
Aus seinem Blute erwuchs die Narzisse.
Rarkose (Narkösis, grch.), Betäubung, Gefühllosig—
teil nach Anwendnng von Noarkotischen Mitteln (s. d.).
Narkotika, s. Narkdotische Mittel.
Rarrkotin, Opianin, Derosnesches Salz, Alkaloid des
Opiums Eglefmittel; gegen Malaria und Migräne gegeben.
Narkotisch (grch.), betäubend, schmerzlindernd; nar
kotisteren. durch betäubende Mittel empfindunaslos machen.

244

Nas

Rarkotische Mittel, betäubende Mittel (Narcotoa),
Stoffe, die in geringen Mengen beruhigend, in größkern
ähmend auf Gehirn und Rückenmark einwirken und da⸗
urch Bewußtlosigkeit erzeugen, weshalb sie als anasthesie⸗
cende Mittel bei Operationen Anwendung finden. Die
weisten gehören dem Pflanzenreich an, so die Alkaloide
(Atropin, Daturin, Hyoszyamin, Morphin ꝛc.) und die
Blaustiure, andere sind künstlich hetgestellte chem. Produlte,
so Ather, Chloroform, Chloralhydrat, Stickoxydul u. a.
Infolge der leichten Gewöhnung des Körpers an alle N. N.
muß bei deren öfter wiederhollem Gebrauch zur Erzielung
der gleichen Wirkung die Gabe vergrößert werdeu; an—
dauernder Gebrauch (bei Morphiumfucht, Kokainismus
z. B.) führt zu Ernährungsstörungen, günzlicher Zerrüt—
lung des Nervensystens, ftühzeitigem Tode
Narni, Stadt in der ital. Prov. Perugig, an der Nera,
19801) 12725 6. —D——
Varo, Stadt auf Sizilien, am Fluf N. (18001) 12 866
Narswa, Abfluß des Peipusfees in die Narwabucht
des Finn. Meerbusens, 74 kIg. schiffbar.
Narragansett (syr. närreguinnset), Bai des Atlant.
Dzeans, an der Kuͤste des nordamerik. Staates Rhode
Island, mit mehrern Inseln (Rhode Island).
Narrata ressro (lat.), Ich sage nur Erzuhltes wieder.
Narren, durch Axoascus (s. d) hervorgerufene Frucht⸗
Narrenschiff, s. Brant, Sebaflian. [mißbildungen.
Rärrischer Thomas, Vogels. Thomas, närrischer.
Narses, byzant, Feldherr des Kaifers Justinan'T.,
roberte 63626554 das NReich der Ostgoten in Italien,
zerwaltete es als kaiserl. Statthalter, wurde 567 untert
Justinius II. abgesetzt, gest. bald darauf in Rom.
Narthecium Molring, Ahrenlilie, Beinbrech, Pflan—⸗
zengattg. der Liliczeen; auf Torfwiesen häufig Noscifrazum
 L Geinheil, Heidgras), mit arünlichgelben Bluͤten
ind schwertförmigen Bläüttern.
Narther (grch.), Doldenpflanze (Feruls), in deren
Stengel Promekheus die Feuerfunken dom Himmel holte;
dästchen zur Aufbewahrung wertvoller Gegeüstände; in der
Baukunst schmale, viereckige Vorhalle der Basiliken.
Narvakz, Ramon Maria, Herzog von Valencia, span.
Parschall und Staatsmann, geb. 4. Ang. 1800 zu Loja
Andalusien), verbündete sich 1843 mit Maria Christine
sum Sturz Esparteros, seit 1844 öfter Ministerpräsident,
juletzt seit 1866, gest. 28. April 1868 zu Madrid.
Narvik, Victoriahavn, eisfreier Hafenort am Ofoten⸗
jord (Fortsetzung des Westfjords), im nördl. Norwegen,
Amt Nordland, Endpunkt der 1902/3 eröffneten Lulea—
Ofoten⸗Bahn, (Ende 1902) ca. 8000 E. Erzausfuhr.
Narwa Gdarva), Hafenstadt im russ. Gouv. Peters—
zurg, mit der Vorstadt Iwangorod, an der Narowa,
16377 E.; hier 20, Nov. 1700 Sieg Karls XII. von
Schweden über die Russen. — Vgl. Hansen (1858).
Narwal, See-Einhorn (Monödon monocros [Abb.
2281). au den BRahnwalen gebörendes Woltier des nörd—

1228 Naorwal.

ichsten Eismeers, bis 6 milg., weiß, braungefleckt, Männ⸗
hen mit bis 3 mm langem, schraubenförmig gewundenem,
jeradem Stoßzahn von härtestem Elfenbein.
Narzein, Alkaloid des Opiums, wirkt dem Mor—
nium ähnlich, aber schwücher.
Rarzisse, s. Narcissus IAbb. 1226)].
Näs (standinav., Aar s. v. w. Kap.
Nasäl (lat.), auf die Nafse bezüglich. Nasale, Nasen⸗
aute sind m, nz Nafalvokale, Vokale, hei deren Hervor⸗
ringung der Nasenraum geöffnet ist, franuzösisch en, in, on,
in, werden durch untergesetzten Haken bezeichnet a, 8.
Nase (Nasus), das Geruchsorgan. Es besteht aus
Hasenwurzel, Nasenrücken, Nafenspitze und Nafenftügeln.
Zzwischen den Nafenlöchern befindet sich die Nasenscheide⸗
wand. Dem obern Teil der N. dienen die Nasenknochen,
em untern die Nafentnorvel zur Grundlage. Die innere