Nas

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N. (Nasenhöhle) wird durch den Pflugscharknochen in zwei
Hulften geteilt, in deren jeder sich die drei Nasenuuscheln
Tafel: Sinnesorgane II, 7 u. 81 und zwischen dieser
die Rasengänge befinden. In dem obern Teil der N.,
der sog. Riechgegend (Riechbezirk II, , breiten sich die
Enden der Geruchsnerven aus, die als Endorgane die Riech—
zellen [III, 91] haben. Im untern Teil der N., der sog—
Atmungsgegend, ist die Schleimhaut mit reichlichen Flim⸗
mierzellen ausgekleidet, wodurch Staubpartikel zurückgehal⸗
ten werden. Außerdem hat die N. großen Einfluß auf die
Modnlation der Stimme. Krankheiten der Nasenhöhle:
Nasenbluten, katarrhalische Entzündung der Schleimhauf
(Schnupfen), Geschwüre, oft mit üblem Geruch (Stink-M.
Ozäna), Wucherungen der Schleimhaut (Polypen), die die
Nasenhöhle teilweise verschließen können (Stockschnupfen)
und Syphilis. Letztere führt bisweilen zur Zerstörung der
äußern N. und macht künstlichen Ersatz (Rhinoplastik) not⸗
wendig. Zur Untersuchung der hintern Nasenhöhle dient
der Nasenrachenspiegel (Rhinoskop). UÜber Küpfer-⸗N. s
Kupferrose. — Vgl. Reiß (Krankheiten, 2. Aufl. 1898),
Gerber (Atlas, 1802), Snodi und Rofenberg GBehand⸗
lung der Krankheiten der N., 1906).
NRase, beim got. Maßwerk, die in das Lichte oder die
umrahmte Fläche einspriugenden, häufig blattförmigen An—
sätze Abb. 1228; s. auch Dreipaß nebst
Abb.451].
Nase, Näsling (Chondrostöma
nasus 4.), Fisch der Karpfenfamilie,
oben schwärzlichgrün, mit kegelförmig
hervorragender Schnauze, graͤtenreich
ihdufig im Rheingebiet.
Naseby (spr. nehsb), Flecken in
der engl. Grafsch. Northampton; hier 14. Juni 1645 Sieg
der Parlamentstruppen unter Cromwell und Fairfax über
Rasenaffe, s. Schlankaffe. [König Karl J
Nasenbär, s. Coati [Abb. 363)].
Nasenbremse, Nasenbremsflicge, s. Biesfliegen.
Nafenkakadu (Lometis), austral. Papageicugattg.
weiß, mit stard verlängertem Oberschnabel [Tafel: Austra⸗-sche
 Tierwelt, 41.
Nasenkrankheiten, s. Nase.
Nasenlaute, Nasale, s. Laut.
Masenpolypen, s. Nase.
Nafenspiegel, s. v. w. Nasenrachenspiegel (s. Nase)
Mash sp näsch), Thomas, engl. Dramatiker und Sa—
iriker, geb. 1558 zuͤ Lowestoft, gest. um 1602 zu London.
—— (Ruinoesros), Säugetiergattg. der Un—⸗
zaarzeher, sehr große, pluinpe Husftiere mit dreizehigen
Füßen und 122 Hörnern (hintereinander) auf der Nase
Haut sehr dick, derb; Schwanz kurz, mit Haarpinsel,
Angen klein; bewohnen fäamilienweise die trop. Gegen⸗
den der Alten Welt. Haut zu Schilden und Stöcken,
Horn zu Gefäßen verarbeitet. Einhörnige: ind. N. (R
indicus Cuꝝx. sTafel: Asiatische Tiexwelt, 28)), wird
2000 kg schwer, Indien, Südchina; japan. N. (Wara.
R. javanus Cuv.), Java. Zweihörnige: afrik. oder zwei⸗
hörniges N. (R. africanus Comp. Tafel: Afrikanische
Tierwelt, 11)), vorderes Horn größer als das hintere,
Mittelafrika; vielleicht nur eine Abart hiervon ist das eben
dort lebende Keitloa (R. Keitloa Sm.), mit umgekehrtem
Größenverhältnis der Hörner oder gleichgroßen Hörnern;
Sumatra⸗N. (R. suwatrensis Cue.), auf Sumatra;
Stumpf-N. (R. simus Burckhell), größte lebende Art,
vorderes Horn fast 1w Ilg., Südäfrika. Ausgestorben ist
das wollhaarige N. (R. tichorhinus Guv.), stark behaart,
mit knöcherner Nasenscheidewand; Exemplare mit Haut und
Haar wurden im sibir. Schwemm—
lande eingefroren gefunden.
Nashornkäfer, Riesenkäfer
Dynastidae), uUnterfamilie der
3 deren Männchen auf
dem Kopfe oder Halsschild Hörner
Spieße) zeigen; —— nnd 1240. Vohlater.
säferformen, wie Hertuleskaͤfer (Dynastes Heroules L.),
in Mittel- und Südamerika; in Deutschland der auch
Lohkäfer genannte N. (Oryétes nasscornis L. [IAbb.
1280), braun, Larven in Humuserde, Gerberlohe ꝛc.
Nashornvögel (Bucérotidae), Familie der Kuckucks-»ögel,
 mit gekrümmtem, meist mehr als kopflangem, fast

mmer mit hornigem Aufsatz versehenem, großem Schna⸗
del, langem Schwanz, straffem, einfach gefärbtem Gefieder.
Das in Baumloͤchern brüteude Weibchen wird vom Münn⸗
yen bis auf eine kleine
Offnung eingemauert
und gefuͤttert. Bewoh⸗
ner der äthiop. und
orient. Region. Hier⸗
her der Doppelhorn
vogel (Bucéros bicornis
 L.), schwar:
und weiß, Südasien,
Sumatra; Rhinoze⸗
rosvogel (gemeiner
N. B. rhinocsros L.)
auf Java und Suma—
tra häufig; Jahrvogel
(Faltenhornvogel,
Ruyticsros plicatus Rohb. IAbb. 1231)]), schwarz, Sen
weiß, mit queren Hornwülsten an Stelle des Hornauf atzes
Sundainseln und Malaka; Hornrabe (Bucorvus abysgs
nleus Bp.), schwarz und Merucweit, Schnabelaufsat
lüugs ulet, vorn offen, Mittel- und Südafrika.
Rashua (spr. gascne Stadt im nordamerik. Staate
pie an der Mündung des Flusses N. in den
Merrimack (1900) 23 898 E.
Nafhvile (syr. naschwill), Hauptstadt des nordamerik.
Staates Tennessee, am schiffbaren Cumberland, (1908)
82711 E.; hier 16. und 16. Dez. 1864 Niedetlage der
Konföderierten durch die Unionstruppen.
Nasik, Distriktshauptstadt in der Nördl. Division der
hrit.s ostind. Präsidentsch. Bombay, an der Godawari,
(1901) 21490 E.; Baumwollinduͤstrie.
NRafir (Nazir, arab.. Auffeher“). Titel höherer türk.
Nasira, s. Nazareth. [Berwaltungsbeamter.
Nafiräer (vom hebr. nazr, d. h. ausgesondert, gee
veiht), bei den Juden eine Art Aszeten, die das Haupthaar
vachsen ließen und sich aller berauschenden Getränke und
der Berührung von Toten enthielten; entweder lebens⸗
nin wie Simson (s. d.), oöder auf Zeit, und dann
durch bestimmte Opfer sich bon ihrem Gelübde lösend.
Näsling, s. Nase (gfisch).
Nafsmyth (spr. néhsmiih), James, Ingenieur, geb.
9. Aug. 1808 in Edinburgh, in Maschinenfabriken zu Lon⸗
don und Manchester tätig, gest. 7. Mai 1890 in London;
Erfinder des Dampfhammers, der Dampframme ꝛc., kon⸗
struierte Telestope, veröffentlichte mit Carpenter wertvolle
Mondbeobachtungen („Der Mond“, deutsch, 8. Aufl. 1883).
Selbstbiographie (4. Aufl. 1885).
Naso, Beiname des Dichters Ovidius (s. d.).
Raforaer, Selbsthezeichnung der Mandaer (s. d.)-seit
 der Zeit ihrer Berührung mit dem Christentum.
Nasr eddin, s. Naßir ed⸗din.
Nassau, Kap, Vorgebirge an der Nordwestküste von
Nowaja Semlia.
Nafsan, ehemals sonverünes Herzogtum des Deutschen
guůndes, 12708 qx mit (1863) 468 639 E. feit 1866
Zauptbestandteil des Reg.-Bez. Wiesbaden der preuß ·
aͤrow. Heffen⸗R. — Das Haus N. stammt von den Grafen
son Laurenburg. Walram I. und Otto süfteten 125 die
Walramische und die Ottonische Linie. 19 Die Walra⸗
mische Linie, die bis 1866 in N. regierte und 18090 in
Luxemburg nachfolgte, teilte sich in mehrere Zweige, von
denen N. üsingen durch Beitritt zum Rheinbunde 1806 die
Sonverumtut und den Herzogstitel und 1815 durch Tausch⸗
vertrag mit Preußen fast aue Besihungen der Ottonischen
Linie erlangte. NRach Aussterben des Zweiges N.⸗Usingen
vereinigte 1816 Herzog Wilhelm von N. ⸗Weilburg älle
Lünder der Walranuschen Linte. Ihm solgte 1888 sein
Sohn Herzog Adolf, unter dem vilelfache Verfassungb⸗
ampfe wischen der Rtegierung und den Kammern stattfanden.“Er'
 fiellte fich“ 1800 auf Selle fterreichs und
heranlaßte dadurch die Einverleibung Nis in Preußen
durch Hatent voni 8. Ott. 1866). — Aus der jüngern
Ottonischen Linie, die sich ebenfälls mehrfach teilte,
varb Wilhelm J. 1644 das Fürstent. Oränien (s. d.) un.
nannte sich Prinz von Oransen. Er und seine direkten
Nachtommen waren Statthalter der Niederlande (.
Nach ihrem Aussterben mit Wilhelm III. (1702), der sei

—31. 44rDo qel.