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Hharakter) aufprägt. Nationalität, die Zugehörigkeit zr
einer bestimmten N. Nationalitätsprinzip, das Ver⸗
langen, daß jede N. ein Staat und daher Volk werde
Rationale (das), Angaben über Namen, Alter, Größe
Religion und andere Verhältnisse einer Person, bes. Zu—
sammenstellung der Personalien von Soldaten. — N.ist
auch s. v. w. Kokarde (s. d.).
BRationalfarben, Landesfarben, die als polit. Ab⸗
zeichen dienenden, in Fahnen, Kokarden ꝛc. verwendeten
Farben eines Staates oder Volkes sTafel: Flaggen]).
Nationalflagge, Handelsflagge, in den Farben des
Heimatslandes des Schiffs JTasel: Flaggen], an einem
Flaggenstock am Heck, an der Gaffel oder am hintersten
Mast geheißt; dient als Ausweis der Nationalität eines
Schiffs der Handelsmarine. Über Berechtigung der Han—
delsschiffe zum Führen der N. s. Zertifikat.
Nationalgarde, eine Art Volksbewaffnung in Frank—
reich, 1789 entstanden, nur zum Dienst im Innern be—
stimmt, infolge der polit. Ereignisse öfter aufgelöst und
nen organisiert, seit 1872 anfgehoben.
Nationalhymnen, Voltshymnen, Lieder mit volks—
tümlicher Melodie, die als Symbol der Zusammengehörig⸗
keit eines Volks gelten. Über die wichtigsten N. s. die
Beilage. [nehmen, einbürgern.
Nationalisieren (neulat.), in eine Nation auf⸗
Nationalität, Nationalitätsprinzip, s. Nation.
Nationalkonvent (ftz. Convention nationale), in
der Franz. Revolution die Volksvertretung vom 21. Sept
1792 bis 26. Okt. 1795.
Nationalliberale Partei, polit. Partei in Deutsch⸗
sand seit 1866, als zahlreichste Partei im Reichstag aus—
schlaggebend bis zum Umschwung in der Wirtschaftspolitik
infolgedessen 1880 die Sezessionisten ausschieden, zühlt
(18903) im Reichssstage 47, im preuß. Abgeordnetenhause
79 Mitglieder.
Nationalliga, Irische (Irish National League),
oolit. Verbindung der Iren, an Stelle der 1882 aufge⸗
östen Landliga gegründet, 1887 aufgelöst.
Nationalökonomie, s. uneene
National Range s(spr. näschönell rehndsch), Hauptkette
)es nordamerit. ahe nee s. v. w. Sawatch Range
Nationglrat, in der Schweiz Abteilung der Bun—
)esversammlung, auch Titel von deren Mitgliedern.
Nationalsozialer Verein, 1896 von Friedr. Nau—
mann gegründete polit. Vereinigung, die, auf nationalem und
christl. Boden stehend, die Lage der arbeitenden Klassen heben
vill, neuerdings großenteils mit der Freisinnigen Vereini—
Rationalsynoden, s. Konzil. sgung verschmolzen
Nationalverein, Deutscher, liberaler polit. Verein,
der die Einigung Deutschlands unter preuß. Führung an⸗
strebte, 1839 in Eisenach gegründet, mit Sitz in Cobur
erlangte 30—40000 Mitglieder, löste sich Herbst 1867 14
Nationalversammlung (Erz. Assemblée natio
nale), in Frankreich die aus Volksbewegungen hervorge⸗
gangenen verfassunggebenden Parlamente: 1789 -82, 1848
v81 und 1871 755 jetzt Bezeichnung der zu gemeinfamen
Beschlußfassung zusammentretenden beiden Kammern (auch
Kongreß genannt). Den Namen N. führten auch die Deutschi
N. zu Frankfurt a. M. 1848 -49 und die Preuß. N. 1848
Nationalwerkstätten (frz. Ateliers nationaux)
die nach der Februarrevolution 1848 zu Paris eingerich—⸗
teten Werkstätten zur Beschäftigung der arbeitslofer
Massen; ihre Aufhebung rief den Junikampf (1848) hervor
RNatisone, Oberlauͤf des Isonzo (s. d) zur Roͤmerzeit.
Natives (engl. spr. n in Nordamerika eine
Partei, die nur die Eingeborenen als vollberechtigte Staats⸗
bürger anerkannt wissen wollte. — Auch kleine enql. Austern,
die nicht in Parks gezüchtet werden.
Nativisnus (vom lat. natiyus), Lehre von den an⸗
geborenen Grundvorstellungen; die Ansicht, wonach aller
Inländischen und Eingeborenen der Vorzug gebührt.
Nativität (lat.) die Prophezeiung der Schickfal⸗
eines Menschen aus den Aspekten bei seiner Geburt.
Ratolien, s. Anatolien.
Natorp, PVaul Gerhard, Philosoph, geb. 24. Jan
1854 in Düsseldorf, 1881 Dozent, 1886 Prof. in Mar⸗
burg, schrieb „Einleitung in die Pfychologie nach kritischer
Mekhode“ (1888) und mehrere andere neukantianisch⸗
Schriften sowie über Sozialpädagogik.

Natrfkum (chem. Zeichen. Na), das verbreitetste Alkali⸗
netall, findet sich hauptfaͤchlich in Kochsalz (Steinsalz), im
Meerwasser, in Salzquellen, im Kryolith, Chilesalpeter, in
bielen Sililaten ꝛc., dargestellt aus Natriumkarbonat durch
Erhitzen mit Kohle und Kreide oder aus Chlornatriumi
durch Slettrolyfe, silberweiß wachsweich. Spez. Gewicht
d br Atomgewicht 23,o, schmilzt bei 60, siedet bei etwa 00.
oxydiert sich an feuchter Luft schnell, zersetzt Wasser unter
Wasserstoffentwicklung, verbrennt beim Erhitzen an trocner
dust mut gelber Flamme zu Ratriumsuperorhd; dient, als
nergijches gtedutftionsmiltel bei der Darstelung des Alu—
miniums 2c., muß unter Steinöl aufbewahrt werden. F
Natriumoxyvb (Natron) entsteht aus dem Hydroxyd und N.
— Natriumhydroxyd (Natriumoxydhydrat, Natronhydrat)
wird aus Soda duͤrch Ahtalt, bei der Sodafabrikation oder
durch Elektrolyse von konzentrierter Kochsalzlösung gewon⸗
nen; weiße, kristallinische Masse, kommt in Stangen g
ossen oder in Stuͤcken' (unrein, blau und rotlich gefürbt
s Soda- oder Seifenstein, auch kaustische Soda) in den
Zandel, ist fehr hygroftopisch, fark ahend, löst sich unter Er—
varung in Wasser und Weingeist zu Natronlauge, zieht
aus der Luft Kohlensäure an und dieut bes. zur Darstellung
on harten Seifen. Die Natriumsalze sind fast durchweg in
Wasser leicht löslich, farblos und kristallinisch. Uber Chlor⸗
und Bromuatriums. Chlor und Brom. Jodnatrium Ma⸗
triumjodid), farblose, zerfließliche Kristalle, auch in Wein⸗
Jeist löslich, wird in der Medizin und zum Ausbringen von
ẽdelmetallen verwendet. Unterchlorigsaures N. (Chlor
iatronlauge) ist Tannde Tabarraque. Rairiumsulfat
schwefelfaures N.), wasserfrei Sulfat genannt, aus
Lhlornatrium beim Erhitzen mit Schwefelsaure fuͤr die Soda⸗
darstellung gewonnen, findet sich in Mineralwässern, Salz⸗
olen und im Meerwasser, krisiallifiert mit 10 Molekülen
Wasser (Glaubersalz) in farblosen, durchsichtigen Prismen,
derwittert an der Luft, dient zur Darstellung von Soda,
ultramarin, Glab, in der Farderei als Arzueimittel und
zu Kältemischungen; liefert mit schwefelsaurem Aluminium
den in Wasser leicht löslichen Natrium-(GRatron⸗) Alaun-Natriumdi(bi)
 sulfat (saures schwefelsaures N.) entsteht aus
Thlornatrium und aus salpetersaurem N.durch überschüssige
Schwefelsäure, verwendet in der Analyse und Färberen,
um Entzinken von Blei. Natriumthiosulfat (thiofchwefel⸗
'aures N., früher bezeichnet als Natriumhyposulfit, unter⸗
chwefligsaures N.) entsieht aus Ratriumfulfit beim Kochen
nit Schwefel, technisch aus den Rückständen der Leblanc⸗
Soda gewonnen, große, wasserhelle, zerfließliche Kristalle,
dient zur Entfernung des Chlors bei Bleicherei (Anti⸗
hlor), löst die in Wasser unlöslichen ie
dungen, daher in der Photographie benutzt (Fixiernatron—
Fixiersalz). Natriumnitrat (salpetersaures Re.) ist Chile⸗
salpeter (s. d.). Natriumchromat (chromsaures Re.) und
Natriumbicdi⸗)chromat (saures [pyrv⸗Ichromsaures N.
Thromnatron) sind den Kaliumchromaten ähnlich, aber leich⸗
ter löslich; das zerfließliche Natriumbichromat wird wegen
einer Billigkeit viel an Stelle des Kaliumfalzes benutt-Ratriumtarvonat
 ist Soda (f. d.), Natriumbi(di)tarbonat
(saures kohlensaures oder doppelttohlensaures N., auch
chlechthin Bikarbonat oder Natron) scheidet sich aus Soda⸗
osung beim Einleiten von Kohlensaͤure ab, wird im großen
ʒei der Darstellung der Soda nach Solway gewonnen, weißes
kristallpulver oder Krusten, löst sich erst in 12 Teilen Wasserzraust
 mit Säuren stark auf, verwendet zum Reinigen der
Wolle, Entschulen der Seide, zu Heineral vässern, als Bad
pulver, nd zu Brausepulvern, als säuretilgendes und
uretisches Riittel Ratriumfiurat (iesclfaures N.) aus
Soda und Quarz oder Natriumsulfat, Kohle und Quarz
gewonnen, ist Natronwasserglas. Phosphorsaures N. (ge
wöhntiches Natriumphosphat) findet sich im Harn der
Fleischfreffer, wird aus Kuochenasche durch Soda dargestellt.
farblose, verwitternde Kristallprismen, in der Färberei und
als Abführmittel verwendet. Die Natriumfulfide entspre⸗
hen durgeg den Schwefelverbindungen des Kaliums(. d.
Natrium⸗ eeeee s. Phosphor.
Natriumazetät, s. Essigsäure. Natriumbromid, —5*
Natriumchlorid, s. Chlor. Natriumfluat, s. Fluate. Na
rinmgoldechlorib,f. Gold, Natriummetaphosphät, s. Phos
phor. Natriumuitrat ist Chilesalpeter (f. d.) Ratriumsatt
zylät, s. Salizylsäure. Natriumsilität, s. Wasserglas un
Natrium. Natriumstannãt, s. Finn. Natriumsfulfantimo