Neutieai Almanao (engl., spr. nahtitel ahlmenäch,
Nautisches Jahrbuch; Xautical mile (spr. meil), Seemeile.
Nautik (gich), RNavigation, Schiffahrtstunde, Zusam—⸗
menfassung aller der theoretischen und praktischen Kennt—⸗
nisse, deren der Seemann bedarf, um das Besseck (s. d.
zu bestimmen und ein Schiff auf dem kürzesten Wege ficher
uͤber See zu fuüͤhren, begreift in sich Seemannschaft (F. d,)
und Steue mannskunst (j. d.). — Bgl. Bolte (2. Aufl. 1805)
Albrecht und Bierow (8. Aufl. 1800), „Lehrbuch der Navi⸗
gation“, hg. vom Reichsmarineamt (3 Bde., 1801), Breu⸗
sing (7 Aufl., hg. von Snining 1804). — Nantiker, des
Seewesens Kuudiger, insbes. Lehrer der Seemannskunst
nautifch, auf das Seewesen bezüglich,
Rautiliden (Nautilidae), Familie der vierliemigen
Kopffüßer, foffil mit mehrern Tausend Arten vertreten,
im Silur und Devon
entwickelt, formenreich, Schale ent⸗
weder getade (Orthoceras), oder
gebogen (Cyrtoceras), oder in einer
Ebene gewunden (Gyrocéras, Lituites,
 Nautalus), oder schneckenför⸗
mig (Trochocsras). Alle haben
gekammerte Schale; die Scheide—
wände stehen quer zur Längsachse
der Schale und sind von einer Kalk—
röhre, dem Sipho, durchsetzt. Einzige
lebende Gattg. das Schifisboot (XNauttlus), mit scheibenförmig
 in einer Ebene aufgerollten, sich berührenden und
umfassenden Windungen, zentralem Sipho, großer Wohn—
kammer s[Abb. 1234); betkannteste der vier Arten; das
gemeine Schiffsboot (Persboot, N. pompillus L.). Schale
milchweiß, innen perlmutteralänzend.
im Ind. Ozean.
Nautllusbecher, Nantilusschale,
ein kostbares Ziergerät oder Trinkgefäß
[Abb. 1235), bestehend aus der kunst⸗
voll gefaßten und auf einem goldenen
oder silbernen Fuß ruhenden Perlmut—
terschale eines Nautilus (s. Nautiliden).
Nautische Abteilung, s. Hydro⸗
naphie.
Nautische Meile, s. Meile.
Nautisches Jahrbuch, Nautieal
Almanse, Ephemeridentafeln zum Ge—
brauch bei Bestimmung der Breite und
dänge zur See, enthält für jeden Tag die
Gerade Auffteigung und Abwẽeichung der hanptsächlichsten
für astron. Ortsbestimmung auf Schiffen benutzten Gestirne.
Nanvoo (jspr. nahwüh), Stadt im nordamerik. Staate
Illinois, am Missfissippi. (1800) 1321E., 1840-46 Haupt⸗
ütz der Mormonen. [(1800) 6148 E.
Nava vel Rey, Stadt in der span. Prov, Valladolid,
Navaãl (lat.), das Schiffs-, Seewesen betreffend.
Navarino, offiziell Pylos, Stadt im griech. Nomos
Messenien, an der Südwestküste des Peloponnes, an der
Bucht von N., mit Neu-Ravarin oder Neotastro (1896)
54038 En; hier 20. Okt. 1827 Vernichtung der ägypt.⸗
türt. Flotte durch die engl.⸗franz.⸗russische.
Ravarra, Provinz im nördi Spanien, am Südfuße
der westl. Pyrenden, 19806 qkm, (1900) 807 669 6. Be⸗
wohner Navarrẽsen, Nachkommen der alten Basken und
Westgoten; Sprache kastilisch; Hauptstadt Pamplong. —
Das ehemal. Königr. N. entstand, aus der span. Mart Karle
d. Gr kam 12885 an Frankreich, 1425 an Aragonien,
1481 an Johann von Albret. der 1519 das füdl. Ober—
N. an Spanien verlor.
Navigare neodesseo est, vivére non est nooesse
lan Schifahrt zu treiben ist notwendig, zu leben ist
nicht sotwendig, Juschrift am Hause Seefahrt in Bremen
Navigatäon (lat), s. Nautik.
Ravigationsakte, engl. Wesetz zum Schutz der Schiff⸗
fahrt, bes. gegen den niederländ. Zwischenhandel, zuerssl
1651 vom Laugen Parlament erlassen, 1848 aufgehoben.
Navigationsoffizier, Observationsoffizier, ein
älterer Seeoffizier, der nach Anweisung des Kommandan⸗
—DO
m Gefecht die Manöver des Schiffs leitet.
Navigationsschulen, s. Schiffahrtsschulen.
Navidatoren, Inselgruppe, i. Samoginseln.

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Nea

Navigaziòne generasle Italians (spr. dsche-), ital.
ampfschiffahrtsgefellschaft, s. v. w. Florio⸗-Nubattino (s. d.d
Navigierung e die Gesamtheit der durch die Rautik
. d.) gebotenen Maßnahmen, die sich auf den Schiffsweg
und seine Sicherheit beziehen. Alles die N. Betreffende in
in das Schiffssournal einzutragen.
Raviglis Grande (spr. nawiljo), Kanal in der Po—⸗
bene, von Tornavente am Teffsin bis Mailaud, und von
Abbiategrasso nach Pavia, 50 àn lg.
Navikular (lat.), schifförmig Ravikularbein, s. v. w.
Kahnbein (s. d.)
Nävius, Guäus, röm. Dichter, gest. um 200 v. Chr.
in Utica, verfaßte Dramen (in Roͤͤbecks „Fragmenta
soasnieage Romanorum poesis“, 8. Aufl. 189788) und
das epische Gedicht „Ds dollo Punnico“ im faturnischen
Versmaße (Fragmente hg. von duk. Müller, 1884).
Navy Bai spr. nehwi), Hauptkriegshafen am Onta—
ciosee, in der britzkanad. Prop. Ontacio, bei Kingston.
Nawa, Handels- und Hafenort auf der Insel Okina—
washima (Liu-kiu), (1903) 13132 E.
Nawab⸗-Wesir, seit 1858 Titel des Vizekönigs und
Generalgouverneurs von Judien.
Naxvs, jetzt Naxia, größte der Zytladen, fruchtbar,
dis 1003 mn hoch, 449 qkm (1896) 16 608 E.; Hauptaus⸗
uhrartitel Schmirgel; die Hauptstadt N. an der Rordwest⸗
üste, 1944 E. N. hatte 1207 1566 eigene Herzoͤge.
Nan (spr. näh), Stadt im franz. Dep. Basses-Kyrknees.
am Gave de Pau, (1901) 3670 6.
Nazarener, Beiname Jesu von Nazareth (der N.); dann
auch Benennung der ersten Christen (Apostelgesch. 24,8), noch
jetzt bei den Mohammedaneru Raßraͤni (Mehrzahl Rtaßara),
jeit dem 2. Jahrh. (auch Nazarüer oder Nazoräer) eine
Partei der Ebioniten (s. d.); in nenerer Zeit eine in Bafel
vom Seidenweber Wirz (gest. 1858) gestiftete apokalyp—
tische Sekte (auch Neutirchliche und Reugläubige genannt),
welche sich gegen die Kirche erklärt und Christi baldige
Wiederkunft erwartet; nach diesen N. nannten sich die von
einem ungar. Schmiedegesellen Hencsey seit 1810 begrüu—
deten N. in Ungarn; sie bilden eine täuferische (Taufe erst
zwischen 7514 Jahren), den Mennoniten vielfach ähnliche
Gemeinschaft; in Krogtien heißen sie Johannisbrüder. —Val.
L. Szeberenyi (deutsch 1880). — N. auch Name von gleich—
zefinnten deutschen Malern, die zu Aufang des 19. Sahrh.
su Rom in religiös-romant. Richtung tätig waren.
Nazäreth Gazara), jetzt EnNafira, offenes Land—
tädtchen in Niedergaliläa, im türk. Wilajet Beirut, 11 o
5.; Heimat „Jesu von Nazareth“. [Karten zur Bibli—
chen Geschichte J, 4, bei Palästina.]
Nazarethinseln, Cargados Garajos, Saint Bran⸗
poninfeln, Inselgruppe im Ind, Ozean, Dependenz von
Mauritius, 83 qæᷣm, (18001) 87 E.
Nazir, s. Nasir. — Notabene.
Nb, chem. Zeichen für Niobium. Nb. oder u. b. —
n. B., Abtürzung für nördl. Breite.
F. o. Abkürzung für North Caroling Nordkarolina).
n. Chr. — nach Christo; n. Chr. G. — nach Christi
N. D. Abkürzung für Norddakota. Geburt.
N. B. S engl. North East, franz. Nord Est, Nordost.
Reagh, Lough N. (spr. lock neh), See in der irifchen
Prov. Ulster, 396 qkmm, bis 34,4 mm tief, fließt durch den
Rann in den Nordkanal ab.
Nea Kaimeni, griech. Insel, s. Santorin.
Nea Korinthos, s. Korinth.
Reamtu (Neamtfu), Stadt im rumän. Kr. N. (3998
Xm, 1885: 148 711 E.; Moldau), am Flusse N. 8578 E.
Neander, Aug., prot. Kirchenhistoriker, geb. 17. Jan.
1789 zu Göttingen als Jude (David Mendet), 1806 ge⸗
rauft, seit 1818 Prof. in Berlin, gest. das. 14. Inli 1850;
»on Schleiermacher beeinflußt, betonte er in der Kirchen,
Jeschichte vor allem das Hervortreten der religiösen Per—
dnlichteit. Hauptwerle: Allgemeine Geschichte der chrifil.
Religlon und Kirche“ (bis 1431; 4. Aufi 8 Bde., 1863
—685), „Jultan und sein Zeitaltet“ (2. Aufl. 1867), „Ge⸗
chichte der Pflanzung und Leitung der qristl. Kirche durch
die Apostel“ a Bde. neue Ausg. 1800), Leben Jesu
5hristi (T. Ausg. 1873) u. a. A Biogt von Wienand
1889), Schneider (18949.
Neander, Joachim, Kirchenliederdichter, geb. 1830 zu
HBremen, Freund Sbeners, gest. 31. Mal Jegö As föortn