Nea
Pfarrer das. Unter seinen 71 geistl. Liedern (1679) ist
„Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren“ das
bekaunteste. — Biogr. von Iken (1880)
Neander, Michaͤel, Humanist und Pädagog, geb. 1828
u Eyrau, seit 1589 Leiter der Schule zu Ilfeld, gest. das
26. April 1686, der Normallehrer seiner Zeit. Seine Lehr⸗
zůcher hatten lange Zeit Geltung. — Vgl. Klemm (1884)
Reanderhöhle, Höhle im Reandertal, bei Mettmanu
nit NResten des Homo primigenius (s. d.) oder Neander
Neapaphos, s. Paphos. —
Neãpel, Königreich, s. Sizilien nn eider).
Neapel (ital. Napoli), bis 1860 Residenzstadt des
Königreichs beider Sizilien, jetzt Hauptstadt der ital. Prov.
N. (908 qkm, 1905: 1187 106 E., Kampanien), am Goli
von N., in herrlicher Lage westl. vom Vesuv sKarte: Italien
 J, 6], volkreichste Stadt Italiens, (18901) 3863 340 E
(mit den Vororten über 700 000 E.); Hauptstraßen: To—
sedo (jetzt Vig Roma), Strada di Duomo, Corso Garibaldi,
Niviera di Chiaja (Spaziergang am Meere); Plätze: Largo
della Vittorig, Piazza Uümbertö J., del Plebiscito, Piazza
Dante, Piazza Cavour, Piazza del Mercato (hier Konradin
von Hohenstaufen enthauptet); 400 Kirchen und Kapellen,
davon am bedeutendsten der Dom (1272 — 1314 erbaut
dem heil. Januaris geweiht; got. Basilika), Monte Oli—
veto (seit 1411, mit ehemal. Kloster, dem Zufluchtsorte
Torquato Tassos 1088), Sta. Chiava (seit 1310, mit Grä⸗
bern des Anjouschen —— San Domenico Mag⸗
giore (seit 12809), San Giovanni a Carbonare 3 erbaut
mit Denkmal des Königs Ladislaus), San Lorenzo (seil
1266), Kartäuserkloster San Martino (seit 1825), Sat
Francesco da Paola (Nachahmung des Pantheons, 1831
vollendet), Sta. Maria del Carmine, Gesu Nuovo (1584
und San Filippo Neri (1592 -1618), heide mit Schmud
überladen. Weltliche Gebäude: Porta Capuana (schönet
Renaissancetor), fünf Kastelle: Castello Capuano, del Car—
mine, dell' Ovo, Nuovo, Sant' Elmo (jetzt Militärgefäng—
nis); tönigl. Schloß (seit 1600), Teatro San Carlo, Muni⸗
cipio, Galleria Umberto J., Palazzo Cuomo (mit Samm⸗
lungen des Fürsten Filangieri), La Vicaria (Sitz der Ge
richtshöfe). Universität (1224 gestiftet, 1780 reorganisiert
füf Fakultäten); Ingenteurschule, Tierarzneischule, orient
Fustitut, astron. Observatorxium, Äkademie der Wissenschaf⸗
sen, Marineschule; Universitätsbibliothek, Nationalbiblio⸗
thet, Reichsarchiv; Nationalmuseum (Museo Nazionale
jruher Reale Borbonico), eine der ersten Sammlungei
der Welt mit den Ausgrabungen von Herculanum und
Pompesi; von Weltruf die von A. Dohrn gegründete Zoolog.
Slatlon; vorzůgliche Wasserleitung aus dem Apennin (sei
1885); die alien Hafenanlagen (Kriegshafen und alter und
neuer Handelshafen IsJ. Beilagen: Italien und Europa]
neuerdings- wesentlich erweitert (Molo Curvilineo). In⸗
dustrie in Schiffbau, Maschinenbau, Eisengießerei, Glas
drennerei, Baumwoll⸗, Seiden-, Leinens und Wollwaren
Handschuhen, Korallen-, Porzellan⸗ und Majolikawaren
isenwert det Firma Arinstrong, Mitchell &amp; Ko., Marinearfenal,
 Geschütgiederen. — R. im Altertum Neapolis
pon Cuma aus begründet, blühende griech. Kolonie, seit
280 v. Chr. Prusin 536 durch Belisar byzant. durch
Rogert TAIsz0 den Byzantinern entrissen, teilte seitdem die
Geschicke Siziliens (s. d). — Bgl. Norway (2 Bde., eugl.
I80), Rispoli (ital., 18002), Rolfs („Kunststätte“ 1805).
Reapel, Prinz von, früherer Titel des Könias Viktor
ẽmanuel II.
Reapolis (d. i. Neustadt), im Altertum Rame vieler
zriech. Städte; am betanntesten das heutige Neapel.
Nearchus, Jugendfreund Alexranders d. Gr., führte
in dessen Feldzuge naͤch dem westl. Indien 327 326 v. Chr.
die Flotte den Iudus herab durch den Ozean bis zu der
Mündungen des Cuphrat und Tigris. Bruchstücke seines
Reiseberichts Paraplus“ in Arrians „Ind. Geschichte““
Rearthrsse (grch), Bildung eines neuen Gelenks.
Neath (spr. nihth), Stadt in Wales, am Flusse N.
(1801) 13732 E.; Bergbau.
Nobp., offizielle Abkurzung für den Staat Nebraska.
Nebalien, Ordnung, Familie und Gattg. der Lepto—
itraken (s. Malakostraken).
Nebeibilder (engl. Pissolving views), Bilder einer
Laterna magioa (s. d.), die unter Anwendung starker
Finsengläser und der intensiven Hydroorygengas- oder

—250

lektr. Beleuchtung auf einer Wand erscheinen und durch
Beründerungen in der Stellung der Latorna magies
um allmahlichen oder plötzlichen Erscheinen, zum nebel⸗
aften Verschwimmen oder Verschwinden gebracht werden
Phantasmagorien. Besondere Effekte lassen sich mit den
als Diorama oder Chromatrop ausgeführten Rebelbilder⸗
apparaten hervorbringen.
ereeeeeartige, am nächtlichen Himmel
mit duattem Lit bemertbare Steuen; einige lösen sich im
Fernrohr in Siernhaufen auf und geben im Speltrostop
in zusammenhängendes Spektrum, die unauflöslichen .
im engern Sinne) geben ein Linienspektrum. Jedoch lassen
euere Unlerjuchungen, vermuten, daß sich schließlich alle
R in Sternhaufen auflösen. Bis jetzt find über 8060 N.
entdeckt; größere mit bloßem Auge sichtbare N. sind der in
der Andromeda und im Orion, Die Form der R, ist mane
nigfach; haufig sind Spiralnebel und Ringnebel Tafel:
e DV, 14 u. 15)]. h
Rebelhohle gerße Tropfsteinhöhle der Schrüb, Alb—
hei Boerhanfen im württemb. Oberamt Reutlingen, 188 w
g., 28 2. hoch, bekannt durch Hauffs „Lichtenstein“.
Nebelhoͤrn, s. Sirene.
Nebelkappe, Tarnkappe,
n den german. Volkssagen ein
insichthar machender Anen
Nebelkrähe, s. Raben.
Nebelparder (Felis ma
rososlis Temm. Abb. 1236])
zin zur Gruppe der Tiger ge⸗
—A bis 80 *
9., wanz 70 om, oben
weißlich⸗ bis roͤtlichgrau, unten vervarder · in
lohsarben, Kopf und Rücken schwarz gestreift, Seiten mi
zroͤßen schwarzen Flecken; Siam, Sumatra, Borneo.
Rebelsignalstation, meist in der Rähe von Leuch —
ürmen und auf Feuerschiffen, gibt Schallsignale zur —
ung der Schiffe vor Anuäherung an Land oder Untieft
ind zur Ortsbestimmung.
Nobenadresse, .bew. Notadresse bei Wechseln.
Rebenangen, Punkttaugen, Ozellen, Stemmata. kleine
infache Augen, finden sich bei Insekten neben den
ammengesebten und liegen oft in zweis oder dreifacu
zahl auf dem Scheitel, dienen wahrscheinlich nur für
Sehen aus nächster Nähe, vielleicht bloß zum Unterschie
der Grade der Lichtstärke.
Nebenbahnen, s. Eisenbahnen.
NRebenbewohner, s. Antipoden.
Rebenblätter, s. Blatt.
Rebenhoden, s. Hoden. d
RNebenius, Karl Friedr., bad. Staatsmann v
Nationaldtonomnn, geb. 20. Sept. 1788 zu Rhodt be
dandau, Verfasser der Verfassungsurkunde vom 22. Aug
Isl mehrmals Minister des Innern, wirkte für zch
Zollverein und die deutsche Einigung, gest. 8. Juni 18
zu Karlsruhe. — Vgl. Böhtlingk (I808). in
Nebenkiage, der Anschluß an die vom Staatsanwa
erhobene oͤffentliche Klage seilens des Verletzten
nötig bei Beanspruchung einer Buße; in andern Fällen *
Reser Anschluß zwar micht notwendig, aber zulässig
Nebenmonde, s. Hof (meteorolog.). ü⸗
Nebennieren (Gianädiae suprarenales), zwei dr —
ige gefaß⸗ und nervenreiche, halbmondförmige Organ
pdcihab der eren sTafen Eingeweide IU, 7), ve⸗
unbekannter Funktion. Sie enthalten Adrenalin (s. vzu
hre Kanthafte Entartung findet sich fast, ständig dei
Addisonschen Krantheit 4 v Bal. Neufser. Krau
jeiten der N.“ (1887). die
Rebenplaneten, Monde, Trabanten, Satelliten,
Zörper unsers Sonnensystems, welche sich um die Heurn
hlaneten und mit diesen um die Soͤnne drehen. Belann
ind: I R, der Erde (Mond, sd, 2des Mars In
Wrr id des Saturn, 1 bes Uranus, 1 des Neptun.
Rebensonnen, s. Hof (meteorolog.).
Rebenströme, eiettrische, s. Induttion elettrische)
Nebentöne, sJ. Obertöne. n
RNebenwintkel, der Winkel, der durch Verlangenun
des einen Schentels eines Winkels über den Schen
hinaus mit dem andern, Schenkel gebildet wird, ma
mit dem Hauptwinkel zusammen zwei Rechte.