Rebenwort, s. v. w. Adverbium (f⸗ D.)
Rebireh, Ruinenstätte bei Naukratis (s. d.) in —7 —
No bis in idom (lat.), im Strafprozeß der rund⸗
satz, daß, wenn eine Tat rechtskräftig abgeurteilt worden
ist, wegen derselben nicht noch einmal ein Strafverfahren
eingelestet werden kann.
Neb⸗Neb, Fruchtschoten, s. Bablach.
Rebo, im A. TeRame einer Stadt und eines Berges
im Offjördanlande. Die Stadt gehörte zum Stamme
Ruben, der Berg zum „jenseitigen Gebirge“ (Abarim)
hier starb Moses, nachdem ihm Jahve das Land der Ver—
heißung gegeigt hatte (8 Mos. 84,2.70. L
Rebo, dadylon. Gott der Weisheit, Prophetie und bes.
der Taselschreibekunst (Tafel: Religionen IJ, 15).
Nebra, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Merseburg, an der
Unstrut, (1905) 2426 E., Amtsgericht; Sandsteinbrüche.
RNebraͤsska. 1) R. (Platte River), Nebenfluß des
Missouri in Nordamerika, entspringt im Felsengebirge
(Eolorado), mündet südl. von Omaha, 2445 kR Ig. —
2) Einer der, westl. der Ver, Staaten von, Amerila,
z00 707 kM, (1900) 1066 300 E., vom N. und seinen Ne—
benflüssen bewässert, meist fruchtbares Prärieland. Haupt⸗
stadt Lincoln. 1854 Territorium, seit 1867 Unionsstaat.
Nebraska Cith (spr. ßitti), Stadt im nordamerik
Staate Nebraska, am Missouri, (1900) 7380 E.
Nebrodi, Mouti, Gebirge auf Sizilien, im Pico An—
enna in der Gruppe Le Maͤdonie 18765 mm hoch.
Nebthot, ägypt. Göttin, s. Nephthys.
Nebukadnezar Geebuchadnezar), biblische Form des
habylon. Nabukudurrusur, babylon König 604 -6562. Chr.,
Sohn des Nabopolassar, schlug den AÄgypterkönig Necho be
Karchemisch, eroberte Syrien und Palästina, zerstörte 5386
Jerusalem und führte die Juden in die sog. Babylon. Ge⸗
faugenfchaft, ließ prächtige Bauten in Babylon aufführen.
sRebul, bulgar. Stadt, s. Nilopoli.
NGoo aSpeèra terrent (lat.), auch Widerwärtigkceiten
schrecken nicht; Inschrift aui dem Spruchband des braunschw.
Landeswappens.
Necessaire Erz., spr. neßessähr, das „Notwendige“),
ästchen mit Nähgerätschaften, Toilettesachen c.
Secho (Neko, Rechao), König von Ägypten, 609 —-695
v. Chr., Sohn Psammetichs J. eroberte Syrien, wurde
604 von Nebukadnezar bei Karchemisch geschlagen, begann
den Kanal von Sues zu bauen und liekß Afrika umfahren.
Neck, s. Nir.
Recar, r. Nebenfluß des Rheins, entspringt auf dem
Schwarzwald im württemb. Oberamt Rottweil bei Schwen⸗
ningen (695 m hoch), wird bei Cannstatt schiffbar, mündet
nach 387 Km bei Mannheim. Bedeutendste Nebenflüsse
lints: Enz, rechts: Kocher, Jagst. Danach benanut der
württemb. Neckarkreis, 3380 qkxm, (1900) 746 669
(1905: 811 35 E., 17 Oberämter; Hauptstadt Stutt⸗
dart, Sitz der Kreisregierung Ludwigsburg.
Reckarbischofshe im, Stadt im bad. Kr. Heidel⸗
berg, am Neckar, (1005) 1886 E., Amtsgericht.
vieckargartach, Dorf im württemb. Neckarkreis, an
dein und Reckar, (1905) 38803 6
Neckargemünd, Stadt im bad. Kr. Heidelberg, an
—A0——— E.
N. wird als Luftkurort viel besucht.
Neckarkreis, s. Necar.
Reckarfteinach, Stadt in der hess. Prov. Starken⸗
hurg, an der Mündung der Steinach in den Neckar, (19085)
16878 E. vier Burgen (daruunter die Mittelburg).
Neckaͤrfulm, Oberamtsstadt im württemb. Neckar⸗
kreis, an Suim und Neckar, (1905) 48313 GE., Amtsaericht,
Schloß; Fabrikation von Fahrrädern.
Reder, Jacques, frang. Staatsmann, geb. 80. Sept.
1732 zu Genf, Bankier in Paris, dann Genfer Minister⸗
tesident daf 1777 frang Generaldirektor der Finanzen,
1781 wegen seines „Compte rendu“ entlassen, 1788
zurückberufen, führte die Berufung der Generalstände
hurch, irat Sept 1700 zurück; gest. 8. April 1804 u
Coppet bei geiß Vgl. Nourrisson (ranz. 2. Aufl.
1886), Gomel (franz.,, 1892). — Seine Gemiahlin Su
sanne, geborene Curchoöd, geb. 1789 zu Crassier Waadt),
g ndi 1784 zu Toppet, gelehrte Schriftstellerin. —
gi. d' Soufsonville (franz. ẽ Bde. 1882). — Seine Toch
ter wor Frau von Staël-Holstein (IJ. d.).

25

Neg

Nooxsra Hedio, Saubmoosgattg., ziemlich große Arten
nit zusammengedrückten Stengeln und zweizeilig angeord⸗
ieten Blättern. Bekannte deutsche Arten Nerispa LAedao.
Abb. 1237] und complanata Sckimp., auf
haumstaͤmmen.
Nedenäs (Nedenes), Amt im sfüdl. Nor
vegen, gebirgig (bis 1300 m), 8348 qkm
1800) 70 933 E.
Nederlandaoh-Amerikaanshα toomvsart-Maatsohappi,j
 (Niederlündischæ Ame⸗
rilanische Dampfschiffahrtsgesellschaft), Schiff⸗
ahrtsgesellschaft in Rotterdam. 1237
Redernysssel, s. Niederyssel. N e
Nedschd, Hochland im mittlern Arabien, mit —
dem Reich der Wahhabiten. — N. auch Rame des
üdlichsten der vier Sandschaks des türk.-afiat. Wilajets
Basrä, etwa entsprechend der arab. Landschaft El⸗Hasa.
Redschef, türk.-afiat. Stadt, s. Meschhed Ali.
Reefs, Pieter, der Altere, Architetturmaler, geb. um
1580 zu Antwerpen, gest. vor 1661. — Sein Sohn pieter
M.geb. 1620, gest. nach 1675, Architekturmaler.
Veefscher Hammer, s. Wagnerscher Hammer.
RNeer, Aert van der, Landschaftsmäler, geb. 1603 zu
Amsterdam, gest. das. 1677, malte bes. Kanulec mit Monde
veleuchtung, Feuersbrünste u. dgl. — Sein Sohn Eglon
dan der R., geb. 1648 zu Amsterdam, gest. 1703 zu Dünsselorf,
 Historicuez, Landschafts⸗ und Genremaler.
Reers, Nebenfluß der Maas, s. Niers.
Neerwinden, Ort in der belg. Prov (1904)
332 G.; hier 29. Juli 1603 Sieg der Franzosen unter
Zurembourg über die Engländer und Niederlander unter
Wilhelm 1117. 18. März 1783 Sieg der Osterreicher unter
dem Prinzen Friedrich Josias von CTohurg über die Fran—
zosen unter Dumouriez.
Nees von Esenbeck, Christian Gottfr., Botaniker
und Naturphilosoph, geb. 14. Febr. 1776 aitf Reichen—
derg im Odenwald, 1818 Prof. zu Erlangen, 1818 in
Bonn, 1831 in Breslau, 1848 aus Berlin ausgewiesen,
1852 als Prof. in Breslau wegen polit. Tätigteit ent—
etzt, gest. das. 165. März 1858; bes. um die Systematik
der Botanik verdient. — Sein Bruder Theodor Friedr.
Ludw. N., geb. 26. Juli 1787, Prof. und Inspektor des
Botan. Garlens zu Bonn, gest. 12. Dez. 1837 zu Hyeres.
Meftgil, ein Ozokerit von der Jusel Tschelekän im
Kaspischen Meer.
Refud, Groste und Kleine, Wüsten in Arabien, s. Dehna.
Negapattaän (Negapatam), engl. verderbt aus Nagai⸗
paltan Gtagaipattam), Hafenstadt in der brit.-ind. Präs
identschaft Madrab, am Meerbusen von Bengalen, im
aweridelta, (1001) 37180 E. J
Negatidn (lat.), Verneinung; negativ, verneinend,
nn Positiven entgegengesetzt. I. 2a.
Negativ, negatives Bild, s. Photographie nebst Tafel
Regativdruck, Verfahren zur Herstellung von Drucken,
zei denen Schrift oder Bild in der Farbe des Papiers,
die ungebundene Fläche im Tone der verwendeten Druck⸗
arben exscheint; auch das Verfahren. von einem photogr.
Pegativ direkt zu drucken.
RNegative Größen, s. Entgegengesetzte Größen.
Negatorienklage (A0tio vegetoria), Klage eines
dinglich Berechtigten, insbes. Eigentümers, zur Abwehr
eines widerrechtlichen Eingriffs in sein Rechtsgebiet.
Negda, auch Kigidalzen oder Neidalzen, tungusischer
Volksstamm am Amgun (IJ. Zufluß des untern Amurt).
Neger, Nigritier, Äthiopier (Äthiopische Rasse Blu—⸗
menbachs), Afrik. Rasse, schwarze Rasse, die Bewohner
Afrikas von der Sahara bis zum Kapland, bilden sprachlich
südl. vom 5.“ n. B. eine einheitliche Gruppe, deren Idiome
man als Bantusprachen (s. Bantu) zusammenfaßt, wahrend
die Stämme der nördl. Gruppe als Sudanneger (s. d.) oder
Misch⸗N. bezeichnet werden. Körperlich sind die R. harat—
terisiert durch deegee Prognathibmus, breite meist
Naite Nase, dicke wulstige Lippen geringen Bartwuchs,
Dunkelheit der Hautfarbe (vom tiefsten Schwarz bis zum
Braubraun), lurzes, walliges Haar (von elliptischem Ouer⸗
chnitt). Die Zahl der R. in Äfrika und Amerite (von den
Suropüern dorthin verpflanzt) beträgt einschließlich der
Nischlinge ca. 160 Mill. — Vgl. Waiß (1860), Hartmann
1876 u. 1879), Lepsius, „Nubische Grammalite (1880)