Neg

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Ratzel, „Völkerkunde“ (Bd. 1, 2. Aufl. 1894); Thomas
„THe american negro“ (1801). (S. auch Menschenrassen.
Reger, weiße, am Albinismus (s. d.) leidende Neger
Negerhandel, s. Sklaverei.
Negerkorn, s. Sorghum.
Regerpfeffer, s. Xylopia.
Negieren (lat.), verneinen, leugnen.
Neglektion (lat.). Vernachlässigüng. Neglektengelder
Strafgelder für Versäumnisse.
Negligẽé (frz., spr. Ascheh), Nachte oder Morgengewand
Negligence (spr.schaängß), Nachlässigkeit; negligieren, ver
nachlässigen.
Negociateur (frz., spr. HFiatöhr), Unterhändler.
Negoi (rumän. Reagoiu), höchster Berg Rumänient
und der Transsylvanischen Alpen, 2844 m.
Negötin, Hauptstadt des serb. Kr. Kraina, (1901
6621 E.; Weinbau, Stapelplatz.
Negotium (lat.), Geschaft; Negotiörum gestio, Ge⸗
ichäftsführung; Aegotidrum gestor, Geschäftsführer.
Negoziabel (neulat.), begebbar, geeignet für den kauf⸗
männischen Verkehr; negoziable Papiere, Handelspapiere
(s. d.). Negoziieren, den Abschluß eines Geschäfts ver—
mitteln, handeln; Negoziant, Geschäftsmann; Regozia—
tion, Unterhandlung.
Negra, Hafen der span. Stadt Albuñol.
Negrettis, span. Schafe, s. Merinos.
Negri, Ada, ital. Dichterin, geb. 3. Febr. 1870 in
Lodi, früher Lehrerin, seit 1896 mit dem Fabrikanten
Garlanda in Mailand vermählt, schildert in kraftvollen
Gedichten das Leid der Enterbten; sie veröffentlichte die
auch ins Deutsche übersetzten Sammlungen „Fatalità“
(1882), „Tempeésto“ (1886) und „Mateérnitâ“ (1904)
Negri, Christoforo, ital. Schriftsteller, geb. 13. Juni
1809 zu Mailand, 1848 -48 Prof. der Staatswissen⸗
schaften in Padua, gest. 18. Febr. 1896 in Florenz; Haupt⸗
wert: „La storia politica dell' antichità“ (1866).
Meégrier (spr. deh), Francois Oscar de, franz. Ge—
neral, geb. 2. Okt. 1839 zu Belfort, befehligte 1834 — 87
als Brigade- und Divisionsgeneral in Tongking, wurde
dann Kommandeur der 14. Division, 1889 kommandierender
General des 11., 1890 des 7. Armeekorps, 1894 — 1904
Mitglied des obersten Kriegsrats und Armeeinspekltor.
Negri Sembilan, einer der Malaiischen Schutzstaaten,
auf der ostind. Halbinsel Malaka, Dependenz der brit
Straits Settlements, 7000 qkm, (1901) 86028 GE.
Negritos (d. i. herend Aita, Akta, Eta, die
Ureinwohner der Philippinen, Bwergvolk, der Melane—
sischen Rasse zuzurechnen. — Vgl. Blumentritt (1882),
A. B. Meyer Dine 1899).
Megro (engl., spr. nihgro), s. v. w. Neger.
Negrophil, Negerfreund.
Negroponte, ilal. Name von Eubba (s. d.).
Negros, Buglas, eine der VPhilippinen, im N. von
Mindanao, 12098 qkw, (1903) 460776 E.; im Canlaon
oder Malaspina 2497 m hoch.
Negus (athiop. „König“), Titel der abessin. Herrscher
N.Negesti oder Negüsa-Ragast, „König der Könige“
Negus (engl. spr.nihgöß), Glühwein. Oberkonig
—
Nehalennka, altgerman. Göttin, verehrt am unterr
Rhein, wahrscheinlich Göttin der Fruchtbarkeit.
Neheim, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Arnsberg, (1800
2118 (1805: 10075) E., Amtsgericht.
Nehemia (hebr. „Gottestrofi“), jüd. Mundschenk des
Persertonigs Artaxerres JT. 444483 Statthalter zu Jeru⸗
salem, verdient um die Befestigung der Stadt, die Reini—
Jung der Gemeinde von Fremden und die Einführung des
Besetzes Moses. Aus den Aufzeichnungen N.s ging das
Buch M. hervor, als Fortsetzung von Chrouika und Esra,
daher auch zweites Buch Esra.
Neher, Bernh. von, Historienmaler, g38 16. Jan.
1806 zu Biberach, 1867579 Direktor der Kunstschule zu
Stuttgart, gest. das. 18. Jan. 1886. — Seiu Bruder
Michael N.,Architekturmaler, geb. 81. März 1798 zu
München, gest. das. 4. Dez. 1876.
Neéhou (spr. neuh), Louis Lucas de, Erfinder der
Glasgießerei (s. d.!.
Nehring, Alfred, Zoolog und Paltddontolog, geb.
29. Jan. 1845 in Gandersheim (Braunschweig), seit 1881

Professor an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin,
gest. daf 80. Sept. 1904; jchrieb uͤber Haustiere und über
die deutsche Diluvialfauna, „Vorgeschichtliche Steininstru⸗
mente Norddeutschlands“ (1874) u. a.
Rehrungen, die langen und schmalen Landstreifen,
weiche die Haffs vom Meere trennen (z. B. Frische und
sturische N.d. Entfprechend die ital. Lidi und russ. Veres⸗
ips. sKarte: Ostpreußen ac. L]
Neidalzen, Volksstamm, s. Negda.
Reide, Emil, Maler, geb. 28. Dez. 1843 in Königs⸗
zerg i. Pr., seit 1884 Prof. an der Kunstakademie das.;
unker anderm die Senfationsbilder; Am Ort der Tat
8885), Die Lebensmüden (1886), Vitriol (1891).
Neidenburg, Kreisstadt im preuß. Reg.- Bez. Allew⸗
stein, am Ursprung der Neide. (1905) 4710 E., ee
richt, Schloß, Realschule; Maschinenfabriken.
Reidhart von Reuenthal, Dichter, aus Bayern
zebuͤrtig, dichtete am öͤsterr. Hofe um 1210 —45; Be⸗
zründer der hoͤfischen Dorfpoesie (s. d.); kritische Ausg. von
Zaupt (1888), Auswahl (1889). — Vgl. Bielschowsty
Ape Gusinde (1899), Pfeiffer (1908).
Neidnagel, s. Nagel.
Neige (Erz., spr. nähsch), Wollstoff mit eingestreuten
weißen Noppen, die Schnee nachahmen sollen.
Neigung, astron. und mathent., s. Inklination.
Neigungsmesser, s. v. w. Klinometer (s. d).
Reilgherry Hills, Reilgherries (spr. nihlgerris),
Nilgiri. sReufrew, (1001) 13714 6
Reliston (pr. nihlstu), Stadt in der schött. Grafsch.
Neinstedt, Dorf' im preuß. Reg.-Bez. Magdeburg, au
der Bode, (1900) 1887 E., Rettungshaus (Lindenhof) für
verwahrloste Kinder, begründet von Ph. von Nathusius,
Anstalt (Gnadenthal) für Gpileptische.
Neipperg, schwäb. Grafengeschlecht. Graf Wilh. Rein⸗
jard von N. kaiserl. Feldmarschall, geb. 27. Mai 1684,
chloß 1739 den Frieden zu Belgrad, verlor 1741 gegen
ʒtiedrich d. Gr. die Schlacht bei Mollwitz, gest. 26. Mai
774 als Hofkriegsgrat und Kommandant von Wien,
Sein Enkel Graf Adam Adalbert von N., geb. 8. April
1775, österr. General, 1815 Oberstallmeister der Erkaiseriu
Maria Louise (der Gemahlin Napoleons J.), 1821 mit ihr
morganatisch vermählt, gest. 22. Febr. 1829 zu Parma.
Beider Sohn war Fürst Wilhelm von Montennovo (geb.
1821, gest. 1885).
Reira, Banda, eine der beiden größern Baudainseln;
an der Südküste die befestigte Hauptstadt der Gruppe—
der Hafen Banda.
Meiffe, drei Flüsse im Odergebiet. 1) Glatzer N.l.
Nebenfluß der Oder, kommt von den Klappersteinen in den
Sudeten, mündet nach 195 Km unterhalb Schurgast. 7
Zauersche oder Wulende N. r. Nebenfluß der Kabbach,
mündet, 37 *m2Ig., oberhalb Liegnitz. — 3) Lansitzer oder
Börlitzer N., J. Nebenfluß der Oder, kommt vom Iser⸗
———
Prov. Brandenburg.
Neifse, Kreisstadt und Fortsfestung im preuß. Reg
Bez. Oppeln, an der Glatzer N., (1900) 24267 (1806:
23 3183) E. Garnison, Land-, Amtsgericht, neun Kirchen,
darunter die got. Jakobuskirche, ehemal. bischöfl. Residenz—
Bymnasium, Realgymnasium, Kriegsschule; Fabrikation
on Möbeln, Spitzen, Maschinen ꝛc. Das Fürstent. N.
am T201 an das Bistum Breslau, wurde 1742 3wischen
Ssierteich (00 qkx) und Preußen (1231 quew) getellt.
Bgl. Kastner (1864267), Schulte (1881, 18999.
Neisser, Albert, Mediziner, geb. 22. Jan. 188565 in
Sqhweidni 1882 Prof. und Direttor der Dermatolog Klinit
u Breslau, entdeckte den Erreger der Gonorrhöe und, den
deprabazillus; schrieb: Einreibuüngskur“ (18807) u. a. Her⸗
uget des — Atlaͤsses“ (1804 7.)
eißer Schneeberg, s. v. w. Altvater (s. d.).
Neith, ägypt. Göttin, Gefährtin des Ptah, ursprüng⸗
lich Lokalgottheit von Sais.
Neithardt, Aug.Heiur., Liederkomponist, geb. 10. Aug.
1793 in Schleiz, sut I846 Dirigent des Bomchors z
Berlin, gest. 18. April 1861; Komponist des Liedes Ich
din ein Preuße“ ꝛc.
Nejwa ewja), l. Quellfluß der Niza am Ostabhange
des Ural; daran Newjanstij-Sawod (s. d.).
Neko, ägypt. König, s. Necho.