Nekraͤssow (spr. soff), Nikolaj Alexejewitsch, russ
Dichter, geb. 4. Ip 1821 dꝑ Hodolien, gest. 8. Jan. 1888
in Petersburg; vorzüglicher Lyriker, vollsfreundlicher, fast
soziglist. Richtung:“ Gedichte““ (8. Aufl. 1802: mehr⸗
mals deutsch übersetzt).
Nekrobivose (g140) krankhafte Entartung bei der die
Zellen unter dem Ablauf des Prozesses selbst zugrunde
gehen und auch in ihrer Form nicht erkennbar sind (im
Gegenfatz zur Netrose); geht meist in Erweichung aus.
Nekrolatrie Gech Totenverehrung.
Rekroidg (ord). Biographie eines kürzlich Gestorbe—
nen, auch Sammlung solcher Biographien. Nekrologien,
Totenbůcher, im Mitlelalter Kalender mit den eingetrage⸗
nen Ramen Verftorbener, die an den betreffenden Tagen
in die öffentliche Fürbitte einzuschließen waren.
Rekroͤmantie (grch.), Weissagung durch Totenbe—
schwörung, Totenorgkel; Nekromant, Geisterbeschwörer.
Rekroͤpole (grch. Rekropblis), Totenstadt, die Be—
zräbnisplätze alter Städte; am berühmtesten die ägypti—
schen von Memphis und Theben und die etruskischen,
RNekröse (grch), diejenige Art des Absterbens von Ge—
weben und Organen, bei der der ergriffene Teil mehr oder
weniger in seiner Form erhalten bleibt: im engern Sinne
der Knochenbrand.
Nekrotisch (grch.), brandig, bes. von Knochen gebraucht;
Netrotomie, operative Entfernung eines abagestorbenen
Knochens, auch Leichenöffnung.
Nektar (grch.), Göttertrank.
Nektarten, Honigdrüsen, auf dem Grunde der Blüten
oder auch außerhalb derselben befindliche Drüsen, welcht
uckerhaltigen Saft abscheiden zur Aulockung von Insekten
RNektarinen, s. Brünellen und Pfirsich.
RNektarinien, s. Sonnenvögel.“
Neélaton (spr. ng), Auguste, Chirurg, geb. 17. Juni
1807, Prof. in Paris, gest. 21. Sept. 1873; verdient um
die Lehre der Steinoperation; schrieb; „Eléments de
pathologie chirurgieale“ (2. Aufl., 6 Bde. 1867-85).
Nelidöw, Alexander Iwanowitsch, russ. Staatsmann.
geb. 1835, 1879 Gesandter in Dresden,
1883 Botschafter in Konstantinopel, 1897
in Rom, 1803 in Paris.
Nelte (Dianthus I.), artenreiche Pflan⸗
eageta. der Karyophyllazeen, schönblühende
raͤuter der gemäßigten Zone. Garten⸗N.
(D. caryophyllus L), bes. aus Dalmatien,
mit zahlreichen Spielarten (Pikotten, Band-,
Zwerge, Remontant-, Margareten-N.,
Feuerfare, Flameusen); Chineser-N. (D.
chinensis T.), mit ihren Varietäten, der
Kaiser⸗, Hedwigs- und Schlitz⸗N.; Feder⸗
N. (D. plumarius L.), zur Einfassung der
Beete; Baum-⸗M. (D. fruticõösus I.),
strauchartig; Bart- oder Studenten⸗ N. DP.
barbatus L.), mit büschelig gehäuften Blü— Vee
ten. In Deutschland wild wachsend: Bluts— eite.
tröpfchen oder Heide-N. (D. deltoĩdes I.), die Kartäuser⸗
R. (G. carthustanörum L. sAbb. 1288: a Blüte im
Längsschnitt]) u. a.
Nelkennüsse, s. Ravensars. Nelkensl, s. Gewürznel⸗
kenöl. Reitenpfeffer, s. Pimenta, Nelkensäure, s. Eugenol.
Nelkenwurz, Pflanzenart, s. Keum [Abb. 680]. Nellen
zimt. s. Dieypellium. [Llorente . d.)
Nellerto, M. Pseudonym des span. Geschichtschreibers
Rellur 6(nellore), Distriktshauptstadt in der brit.-ostind.
Präfidentfch Madras, am Pennar, (1901) 32040 6.
Nelson (spr. neils'n). 1) Fluß in Brit.⸗Nord⸗
amerika, kommt aus dem Winnipegsee, mündet — 650 Km
in die Hndsonbair — 2) Stadt in der engl. Grafsch. Lau⸗
caster, ain Calder, (1901) 32816 E.; Baumwollspinnerei. —
3) Sladt auf der Südinfel von Neuseeland, (109041) 70006
Nelson (spr. nells'n), Horatis, Viscount, brit. Admiral,
geb. 29. Sept 1758 zu Burnham Thorpe Norfolk), vers
nichtete 1. Aug. 1798 die franz. Flotte bei Abulir, fͤrderte
in Reapel mnt Lady Hamilton (s. d.) die blutige Re—
Ationspolitit des Hofes, befiegte April 1801 die dän.
Flotte vor Kopenhagen, schlug 21. Ott. 1808 die span.⸗
franz. Flotte bei Trafalgar, wobei er fiel. Die „Lettore
and“ despatohes ot N.“ gab Nicolas (T Bde, 18457
6 bheraus. BVal. Mahan (engl., 2. Aufl. 1889). Beres⸗

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Nen
ord und Wilson (18908), Laughton (1900), Jeaffreson,
„Lady Hamilton and Lord N.“ (2 Bde., 1887).
Nolumbpium Juss., Nelumbo, Pflanzengatta. der Nym⸗
häazeen, Wasserpflanzen mit
childförmigen Blaͤtlern und rofer
»der gelben Blüten. Be—
annteste Art N. speciõösum
V. (Seerose, ind. Lotos⸗
blume [Abb. 1239; a Blüte,
b Frucht, e Same]), die
uaan pi n
denen sie heilig ist (s. Lotos),
im euhte beinuis 1239. Indische Lotosblume.
rüher auch im Nil vorhauden Gillilie, bei Theophrast
igyptische Bohne). Die Samen dieser sowie der vordmerik.
 gelbblütigen N. lutsum Iis find eßbar.
Nematheiminthes, s. Rundwürmer.
Nemats den (Nematodes), s. Haarwürmer.
RNemeéa, Tal und Flecken in Argolis, berühmt durch
einen Zeustempel, die Nemelschen Spiele (j. d.) und den
demeischen Löwen (s. d.).
Nemeen, s. Nemeische Spiele..
Nemeischer Löwe, naqh der griech. Sage ein Unge⸗
)euer, das die ganze Gegend um RNemea verwüstete, bis
es von Herakles erlegt wurde.
Nemeische Spiele, Nemeen, eins der vier großen
altgriech, Nationalspiele, die im 6. Jahrh. v. Chr. zu allge⸗
neiner Anerkennung gelangten.
Nemesis (grch.Jdie Verkörperung der ausgleichenden
zöttlichen Gerechtigkeit, die keine Glücksüberhebung duldet.
Nemetesanad i d. h. Deutsch⸗ Csanaͤd, Groß⸗
jemeinde im ungar. Komitat Torontal, früher Stadt und Bi—
chofssitz, an der Maros, gegenüber von Szerbesanaͤde(f. d.)
1900) 1679 E., Reste des bischöfl. Schlosses.
Nemetesiklova, ungar. Großgemeinde, s. Csiklova.
Nemi, Dorf in der ital. Prov. Rom, in den Albaner
Bergen, (1901) 1118 E., über dem Nemisee (früher
Kraker, b kme Umfang; neuerdings Fundstücke röm. Schiffe).
Nemirswitsch⸗Dantscheuko, Wassilij Jwanowitsch,
russ. Schriftsteller, geb. 1848 in Tiflis, schrieb geographifche
und Reiseskizzen, zahlreiche Nomane (manche 'auch deutsch
übersetzt), kleinere Erzühlungen.
Nemo ants mortom bestus (lat.), niemand ist vor
einem Tode glücklich (zu preisen), angeblicher Weisheits⸗
pruch Solons. . V
(Remonin), Dorf und Oberfsrsterei im
oreuß. Reg.⸗Bez. Königsberg, am Flust N. (zum Kuri—
chen Haff), (1900) 8807 6.
Nomophais Naæt. Haiuschonchen, Triftenblume, Pflan⸗
zengattg. der Hydrophyllazeen, kaliforn. einjährige Kräuter.
N. insignis Benth. und N. maculuts Benth. mit himmelolauen
 Blküten u. a. Arten Gartenpflanzen.
Nemoralien (lat.), Waldfeste. lobligatur.
Nomo ultra poase obligatur, J. Vltra Posse nomo
Remours (spr. muhr), Stadt im franz. Dep. Seine—
d⸗Marne, am Loingkanal und -flusse, (1901) 4861 E.;
altes Schloß (jetzt Gefängnis); hier 7. Juli 1585 Vergleich
zwischen Heinrich III. und der Ligue (Editt von N.). Das
hemal. Hzgt. N.wurde 1689 von Ludwia XTV. der Familie
Orltans verliehen.
———— *. muhr), Prinz Lonis von Orlkans,
Herzog von, zweiter Sohn Ludwig Philipps von Frank⸗
aich geb. 26. Olt. 1814, gest. 36. Juni 1886 in Versailles,
eit 1840 vermählt mit der Prinzessin Victorie Kugufte
Antoinette (geb. 14. Febr. 1822, gest. 10. Nov. 1867) von
S.aCoburg-Gotha. Zwei Söhne: Gaston, Graf von Eu,
Eu; Ferdinaud, Herzog von Alencon, geb. 12. Juli
814, seit 1868 permaͤhlt mit Sophie, Herzogin in Bauern
verbrannte 4. Mai 1897 in Paris).
Nen, schiffbarer Fluß in England, entspringt in der
Brafsch. Northampton, mündet nach 113 kmein den Wash.
Reitagh (spr.na), Stadt in der irischen Prov. Mun⸗
ter, nahe am Flusse N. (zum Shannon), (1901) 4704 65.
Nena⸗Sahib Mana⸗Sahib), Führer des oftind. Auf⸗
tandes 1883758, Erbe des Maharadscha Badschi⸗Raos
on Bithur, wütete 1857 in Kaupur unmenschlich, führte
3508 in Oudh den u seitdem n e
RNengoné, Mart, eine der Loyaltyinseln. 7608 .
Nenie, Trauerlied. s. Nnie