Nen

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Nenundorf, Bad N. Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Cassel,
im Galenberge, (1800) 1000 E., vier kalte une
Schwefelquellen, Schlammbäder, Inhalationen (gegen Gicht
Sautkrantheiten ꝛc.) — Vgl. Ewe (9. Aufl. 1883).
RNenner, . Bruch (in der Arithmetit).
gRennig, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Trier, an der Mo—
el, (18005 741 GE., bekannt durch eine 1883 ausgegrabene
cöm. Villa; die 1866 gefundenen Inschriften sind gefälscht.
Nennwert, s. Nominalwert.
Nenutershausen, Flecken im preuß. Reg.-Bez. Cassel,
1805) 718 E., Amtsgericht; Bergbau.
Neoarktische Region, s. Tierverbreitung.
Neobrahmanismus, s. Hinduismus.
Neocäsarea, s. v. w. Kabira (s. d.) und Niksar (s. d.).
Neodym (chem. Zeichen Nd), stets mit Praseodym
(s. d.) zusammen vorkommendes chem. Element vom Atom⸗
gewicht 148,6. Salze rotviolett. sPliozün).
Neogenformation, s. v. w. Jungtertiär (Miozän und
Neograd (ungar. Nögräd), Komitat in Ungarn, 4124
qxm, aoꝙ 289 097 E.; Hauptort Balassa-Gyarmat
Der Name N. stammt von der früher bedeutenden, 1688
zerstörten Festung N. (Kleingemeinde, 1807 E.).
Néæo-greo (frz.), der Stil, der eine Fortbildung von
Klassizismus (Empirestil) zu den edlern und reichern griech
Kunstformen darstellt; blühte unter Napoleon III.
Neokastro, griech. Ort, s. Navarino.
Neokom, geolog. Schichtengruppe, s. Hils und Beilage
Beologische Formationen, nebst Tafel.
Neolithisch eg s. v. w. Känozoisch.
Neolithisches Zeitalter, s. Steinzeit.
Neologie (grch), Einführung von neuen Wörter
und Redensarten (Reologismen), oder von neuen Reli
zionslehren; Nevlög, Neuerer.
Neomyst (grch., „neu geweiht“), ein kath. Priester
der eben die Weihen erhalten hat.
Neon, chem. Element vom Atomgewicht 20, gasförmig, in
der Luft in geringer Menge enthalten, dem Argon ähnlich.
Neophyten Geo, „Neugepflanzte'““), in der kath. Kirch
die erwachsenen Neugetauften, zuweilen auch die Kloster⸗
novizen und neugeweihten Vriester.
Neoplasma greh.), Neubildung. splatoniker).
Neoplatonismus, s. v. w. Neuplatonismus (s. Neu—⸗
Neoptolemos oder Pyrrhos. Sohn des Achilleus und
der Deidamia, nahm an der Eroberung Trojas Anteil, wurd⸗
der Stammvaͤter der Könige von Epirus.
Neospinozismus, philos. Richtungen, die sich au
Spinoza anschließen, bes. Schellings Identitütssystem.
Neoterisch (arch.), neuerungsfüͤchtig,
Neotropifche Region, s. Tierverbreitung.
Neovitalismus (lat.), die in neuerer Zeit wieder
auftretende Ansicht, daß zur Erklärung der Naturerschei⸗
nungen, namentlich des Lebens, die mechanische (materia⸗
listische) Weltanschauung nicht ausreiche, sondern daß in
lebenden Organismus noch Kräfte oder Energien anderen
Art wirken. — Vgl. Ostwald, „Uberwindung des wissen⸗
schaftlichen Materialismus“ (1805).
Meozoisch (grch.), s. v. w. Känozoisch (s. d.).
Nepal (engl. Nepaut), unabhängiges Reich (Großfürsten⸗
tum) an der Südseite des Himalaja, 154000 4km, ca.
3 Mill. E., meist brahman. Gorkha (der herrschende Stamm)
und huddhist. Newar (die ältesten Bewohner). Handel
s. Beilage; Asien; Hauptstadt Kat—
mandu.“IKarten: Assen Tu. I, 3.)
Nepaul, das Satyrhuhn (Cerionis
satyra Spains. s. Hühner und Tafel
Asaͤatische Tierwelt, 185).
Nepenthazeen, Pflanzenfa—
milie der Zistifioren mit der ein⸗
zigen Gattung Nepenthes (s. d.).
Noepenthes L, Kannenträger,
Pflanzengattg. der Nepenthazeen,
meist ostind. Halbsträucher, deren
lederartige Blätter zu oft fuß⸗
großen, kannenförmigen Schläu—
chhen umgewandelt sind zum Zwecke 1240.
des Insektenfanges (s. Infekten⸗
fressende Pflanzen). NM. destillatorsa T. bei uns Warm⸗
hauspflanze, ebenso N. Mastersians Hort. [Abb. 1240]
nit großen, dunkelblutroten Kanuen.

rentrader.

Neper, Mathematiker, s. Napier, John.
Repersche Rechenstäbchen, s. Rechenmaschine.
Nepsta T., Katzenminze, Pflanzengattg. der Labiaten,
tatt nechende Kränter, bet uns N cotaris, die gemeiuet
datzenminze, als Hausmittel benutzt. ⸗
Nephelin, hexagonales, farbloses, alasglunzende
Mineral, besteht zus Hiefelfälure Tonerbe Ratron, Fali
und wenig Kalk. Gemengteil basaltischer und phonolithi⸗
scher Gesttine Die grurliche oder roblliche, feltglänzende
Barietät (Eläolith) ist Gemengteil der Elaͤolithsyenite.
RNephelinbasalt, s. Basalt.
Rephelinit, asaltisches Eruptivgestein, aus Augit,
Magneteisen und Nephelin bestehend.
Nepneu D, Pllanzengatig. der Sapindazeen. S
appaosëum T., der Rambutan, wird im Malagiischen Ar⸗
vipel dulupvierl wegen der ebaten Früchte. Fruher rechnete
man auch die * Litfchi· und Longanpflaume (Litschi
hineneis Somn, und Lophorie Topans Tam.) hierher.
Nephralgie (grch.), Nierenschmerz.
Rephrit veitsein, Rierenstein, ane dichte, wirr oder
ilzig faserige Varietät des Aktinoliths oder Tremolits
hatt und zah, lauchgrun bis grünlichweiß, dient, wie der
iußerlich hnliche, Tonerde und Natron haltende Jadeit.
im Orlentꝰ zu Siegelsteinen, Säbelgriffen ec., auf, Neu—⸗
eeland als Punamustein zu Streitürten. In vorhistor.
Zeit schon Material für Steinbeile. — Vgl. Fischer 1876)
¶. B.Heeher (1882 83 u. 1802), Helerli (18023.
Rephritis (arch), Rierenentzundung; nephritisch, die
stieren betreffend, nlerenkrank; Nephrophthisis, Nieren⸗
schwund, Nierentuberkulose; Nephropyelitis, Rierenbecken⸗
entzündung; Nephropyöse, Niereneiterung; NRephrorrhagie.
Rierenblutung; Nephrorrhaphie, operative efestiguu⸗
Naht) der Wanderniere; Nephrotomie, Rierenfieinschnitt
Nephrops, Gattung der zehnfüßigen Krebfe, dem Hum⸗
ner aͤhnlich, aber zierlicher üund schlanker. N. nor yeglon
egen lichtiötlichbraun, an der Küste von Skandinavien un
Ostenglaud und im Adriat. Meer; wohlschmeckend. 4*
Nephthys Giebthohh agypt. Goltin, Gemahlin des
ryphon, Schwester des Osiris, Mutter des Anubis.
Reporko, r. Rebenfluß des AÄruwimi (zum Kongo).
Repomur, Johaun von Pomut, Haͤliger, Schut
patron Böhmens, aus Pomuk, geb. um 1840, Genera
dikar und Mitglied des Prager Nelrgpolitantapitels al
Anhänger des Prager Erzbischofs in dessen Streit mit stön
Wenzel auf des letztern Befehl mißhandelt Gesoltert
nd 20. März 1893 in die Moldau gesturzt. Nach der er
um 1150 aufgekommenen Legende ließ ihn Wenzel erträn⸗
en, weil er sih weigerte, dad Beichtgeheimms der Königin
zu verraten. 173290 kanonifiert, Gedächtnistag 16. Mar.
S. Beilage: Heiligenc. — Vgl. Frind (1879). g
Nepos, Cornelius, röm. Geschichtschreiber, geb. um
v. Chr. in Oberitalien, gest. um 24 v. Chr., Verfasser eine
iogt. Wertes De vitis Uustribus“, wovon 26 vitae,
ein viel benutztes Sauihuq, erhalten sind.
Nepolismus (vom ital nopoto, Enkel, Neffe), unge⸗
rechte Bevorzugung der eigenen Verwandten bei Verleihung
oon Würden, Umtern ꝛc.
Nepitun, der von der Sonne am weitesten entfernt
Planel unsres Sonnensystems; er wurde auf Grund 7
Storungen der Uranusbahn 1828 von Bessel vermuten
rine Bahn wurde aus diesen Storungen 1845 von Adam
Cambridge) und Leverrier (Paris) berechnet und er selb
Sas pon⸗ Challis (Cambridge). und Galle (Berlin) nin
Fernrohr wirklich gesehen; Durchmesser 56 600 km; mit⸗
sete Eutfernuug von der Sonne 1178 Nül, kan; Umlaufs
zeit 164 Jahre 288 Tage; er wird von einem —8
Neptun Gott, s. Reptunus. sgleitet.
Neptunische Gesteine, s. Gesteine. c⸗
Neptunisten, die Geologen, die mit Abraham Gott
lob Werner die Bildung der Erdrinde nur durch Rit
wirken des Wassers ertluͤren GReptunismus), im Gegen
satz zu den Vulkanisten (s. d.). ß—⸗
Neptunsgürtel, ein unm den Bauch gelegter Prieß
nitzscher Umschlag (s. d.), wird angewendet bei Magen
und Darmtrantheiten, ünlerleibskrautheiten der Frauen
Neptunus MNepinm) der altital. Gott des stiemenden
Wassers und des Meers dem griech Poseidon gleichgeste
—X Ipd, in mals u dielangeblich
Veisheitsspruch des Chilon (s. d.).