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Rückenmark durch andere Fäden in vielfacher Verbindung
stehen. Die Schnelligkeit der Fortpflanzung eines Reizes
m R. betxügt 83 w in der Sekunde. Jeder Reiz erzeugt
die der Ratur des N. entsprechende Vorstellung (Gbeim
SeheR. Licht, beim Gehör-N. Sdall zc.), die ——
dungs⸗N. verlegen den durch den Reiz erzeugten Schmer;
an die Nervenendigungen (Gesetz der peripherischen oder
exzentrischen Lokalisation). Die Lehre von den N. die
Reurologie, ist ein Zweig der Anatomie. Über Erkran⸗—
tungen der N. s. Nervenkrankheiten. — Vgl. Bethe, „Ana⸗
lome und Phyfiologie des Nervensystems“ (1903); Krafft⸗
Ebing, „Gesunde und kranke N.“ (5. Aufl. 1803); Forel
„Hygiene der N.“ (2. Aufl. 1905).
Bei den wirbellosen Tieren ist ein Gehirn vicht vorhan⸗
den und die Anordnung des Nervensystems sehr verschie—
den. Beie den Armfüßern findet sich als Zentralorgan uw
den Schlund ein Nervenring (Schlundring) mit Ganglien
bei Tieren, die Kolonien bilden, besteht züm Teil ein Zu—
sammenhang zwischen den der Einzeltiert
Kolonialnervensystem), bei den Kopffüßern ist der Schlund⸗
rng machtig entwickelt, die von dem obern Teil desselben
entspringenden Seh-R. bilden vor dem Eintritt in das
Auge eine große Anschwellung, das Sehganglion, wůhrend
fich noch verschiedene kleinere Ganglien an den Kiemen
groͤßen Gefäßen und Eingeweiden finden. Bei den Wür⸗
dern find neben dem Schlundring zwei Bauchstruünge (Bauch—
mark) vorhanden.
Nerven, in der Botanik, s. Blattnervatur.
Rervendehnung, chirurg. Operation, bei der der
erkrantte Ncerv bloßgelegt und stark gedehnt wird. Er—
folg unsicher; meist durch Ausschneiden eines Stückes vom
Rerven (GRervenresektion oder Neurektomie) ersetzt.
Nervenelektrizität, die eleltr. Erscheinungen am
sebenden Nerven. Verbindet man den Laͤngsschnitt und
Querschnitt eines frisch aus dem Körper geschnittenen Nerven
durch Elektroden, so eutsteht ein elektr. Strom, der verändert
wird, wenn man einen konstanten, galvanischen Strom durch
den Nerven leitet. In diesem Zustand (Elektrotonus ge⸗
naunt) veründert sich auch die Erxegbarkeit des Nervensie
 vetriugert fsich am posiliven Pol Auelektrotonus) und
steigert sich am negativen Pol Gatelektrotonus).
Rervenentzündung (Neuritis), mit Schwellung und
Rötung des Nervenstammes einhergehende Entzündung, die
zu mehr oder weniger ausgedehntem Zerfall der Nerven—
sasern führt; tritt meist nach Vergiftungen (Arsenik, Blei,
Alkohol), ferner im Anschluß an Infektionskrankheiten
Diphthetie, Typhus, Syphilis u. a) auf. Folge ist Mus⸗
kelschwuͤche bis zur volllommenen Lähmung, Parüsthesien
Ernaͤhruugsstörungen in den befallenen Gliedern.
Nervenfieber, s. Typhus.
Rervengeflecht, Nervenplerus, Verbindung zweien
oer mehrerer Rerven und Verflechtung zu einem Netz.
Nervengeschwulst, s. Neurom.
Nervengifte, s. Gift.
Rerventerne, Anhäufung von Ganglienzellen im
Gehirn und verläͤigerten Mark, in denen die Nerven ihren
Arsprung nehmen.
Rervenkitt, weiche Substanz im Gehirn, die die
Banglienzellen und Nervenfasern verbindet.
Nervenknoten, s. Ganglien.
Rervenktrankheiten, Neuropathien, das Nerven—
system beeinträchtigende Gesundheitsstörungen (außer der
Geisteskrankheiten), betreffen bald nachweisbar den Bau
die Substanz der Nervenmasse oder ihrer Hüllen (mate⸗
rielle, organische N.), bald nur die Nervenfunktionen
ohne bis jetzt nachweisbare Veründerungen des Nervenmarke
(funktionelle N. oder eurosen); sie beruhen auf einem
abnornien Reizungs- oder Schwächezustand und üußern
sich bald als Ubermaß der Empfindung (Hyperästhesie)
oder Bewegung (Krampf), bald als —* derselben
(Anästhesie; Laͤhmung), bald als Störung der Reflex⸗
erregbarkeit u. a. (S. auch Nervenentzündung, Nerven⸗
schwuüche, Neuralgie.) Nervenärzte oder Neuropathologen,
Arzte, die die Rervenheilkunde als Hauptfach betreiben
Vgl. Eulenburg (18808, 1800), Hirschkotrn (1800)
Goldscheider (8. Auͤfl. 1903), Baelz, Binswanger u. «
s3. Aufl. 1903), Oppenheiin (4. Aufl., 2 Bde, 1805)
Nervenpapillen, s. Haut.
RNervenresfektion, s. Nervendehnung.

Nervenschmerz, s. Neuralgie.
e hehie auch reizbare Schwäce,
bermaßig leichte Erregbarkeit des diervensystems mit nad⸗
olgendem großen Sqhiotchezustand, äußert sich durch agt
hnerzen, Schwindel, Gedaͤchtnisschwäche, Edchlaflosigkeit.
sefuge Rückenschmerzen, häufiges Erschrecken, Betlenimun⸗
Ind Herztlopfen, trübe Gemütsstimmung. Ursachen: geistig
uͤberanftrengung, Exschöpfung durch schwere Krantheiten
oder gefchlechtliche Exzesse, übermäßige Blut— und Suofte⸗
berluste, deprimierende Affekte, Vererbung. Behandlung
rperliche und geistige Ruhe, leicht verdaͤuliche Nahrun
duft, Kaltwafserturen, Massage, Elektrizität. — —
uswanger (1896), Krafft-Ebing (2. Aufl. 300), Wic
nann (3.Aufl. 1004), Loewenfeld (4. Ausl. 1904) n. Su—
Rerventinktur, Nerventropfen, s. Bestushews Eier
Rervenzellen, . Ganglien. sinltun
Rervi, Stadi in der ital. Prop. Genua, am Golf vo
Benua, (1901) 6766 E.; Winterkurort. end
Rervier, im Altertum gallisches, aber anscheing
statk mit german. Elementen durchsetztes Volt, an de
bern Echade und Sambre, mit dem Hauptort Bagacun
Getzt Bavay), von Cäsar 57 v. Chr. besiegt.
Rervös ifrz), die Nerven betreffend; an den Neroet
leidend, nervenschwach.
Rervositat, s. vw. Nervenschwäche (s, d.)
Nervus (iat.), der Rerv; dann Macht, Kraft. R. pre
ban, der Hauplbeweisgrund. X. 1drm goronderum,
der Nerv der Unternehmungen, d. h. das Geld.
Nerz, s. Stinkmarder.
Resbi, türk.«syr. Flecken, s. Nisib.
Reschi, andere Schreibung für Neskhi (s. d.)-Neschin,
 Stadt, s. Njeshin. v
HReskhi, im Unterschied, von der Kufischen Schr
d.), Rame der arah. Kursipvschrift.
RNesble, de (spr. nähl), Trouvere, s, Blondel. n
Resper, Joseph, ShHhauspieler, geb. 2. Juli —
Wlien, 1874 84 an Meininger Hoftheater, seitdem u
—— Heldenrollen. ß
RNeßß Lunch di. See in der schott. Grafsch. Invenn
am Kaledon Kanal, 86 kmelg. bis 1,6 4*M br. Ir
Zurch den Fluß Ri. (11 Am) dum Moray Firth ab Kar
Froßbritannien und Itland, JI, 41.
Reffa, ostfries. Insel, s. Nesserlaud, and⸗
Zehe Nedenfluß ver Soͤrsel in Thüringen, mün
ach b3 km bei Eisenach.
Nefsel, Pflanzengattg., s. Urtica.
Reßfelaus schlag, Nefseifucht (Orticarla), Hautla
den, vistehend in flachen, start juckenden Quaddeln
Heilen von Fieber Gesselfieber) begleitet, erfcheiut F
nanchen Personen nach dem Genuß von Krebsen, disht
bilzen, Erdbeeren ꝛc. Beim Nesselfriesel sind auch
auůtbaͤlge zu roten Knötchen angeschwollen.
Refselbatterien, Nesselfaden, s. Nesselorgane.
Refßseifalter, s. Fuchs (Schmetterling). aler der
Refselfafer, die wie Flachs zubereitete Bastfaset
zroͤßern Brennesselarten, welche vor Einführung der —7
volie zur Erzeugung von Garnen Nesselgarn) und da
ecben Meffeltuch) diente; jetzt neunt man Nesse
nittelfeine und gröbere ungehleichte Baummwolze
Schirting, Futter⸗ oder Hemdenkattun).
Reffelfieber, Neffelfriesel, s. Ressel⸗
Rehselgarn, s. Nesselfaser. Jausschlag.
Refselorgane, bei den Nesseltieren (. d.)
ruppenweise (in Resselbatterien) zusammen⸗
tebende Zellen (Nesselzellen) mit einer gif⸗
ligen Fluͤssigkeit und einem spiralig aufge⸗
rollten, am Aehn Ende mit Widerhaken ver—
sehenen, hervorschleuderbaren Faden GMesselsaben)
 im Innern [Abb. 12348]. Können will- 1243. Nessel
kuͤrlich entleert werden und dienen zum Lähmen drgan.
der Beutetiere und als Waffen. Ähnliche Ge— en
bilde finden sich bei gewissen Würmern und Seenacktschue 5
Reffelrode, darl Rodert, Graf, von, rusßs, —
ncuin, deb, 14. Deg. INsd u Lissabon, wo sein Rya
Fraf Max Jul. Wich. Franz von N. (geb. 24. Okt. *
gest. 8. Martz 1810 zu Frankfurt) rusßß. Gesandter wi
pielte bei Abschluß der Verträge der Alliterten 1818 Zen
päter als Minister des Äußern (seit 1816) auf den —*
effen Aachen, Troppau, Laibach und Verona

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