vurger See (220 qkm, 38 kmeIlg., bis 158 mm tief, mit
Pfahlbauten) begrenzt; lebhafte Industrie, bes. in lühren.
—N., früher eigene Grafschaft, kam 1707 nach dem Er—
löschen des Haufes Longueville an Preußen, war 1807
14 im Besitze des Marschalls Berthier (Herzog von N.),
trat dann als Besihtum des Königs von Preußen in die
Eidgenossenschaft; 30. April 1848 wurde eine republika—
nische Verfassung eingeführt. Nachdem ein Aufstand der
Royalisten (2. bis 3. Sept. 1886) mißglückt war, kam ein
Bergleich zustande, und der König verzichtete auf seine Sou—
verünitätsrechte. — Vgl. Maier, „Geschichte des Fürstent,
N.“ (1857). — Die Hauptstadt N, am Neuenburger See,
1800) 20813 E. altes Schloß, Stiftstirche (12. Jahrhy,
Faufhaus, Museum, Akademie, Gymnasium, Sternwarte,
Irrenanstalt; Fabrikation von Uhren, elektr. Apparaten,
Bijouteriewaren.
Menenburg. 1) N. in Baden, Stadt im bad. Kr.
dörrach, r. am Rhein, (1905) 1441 E. — 2) N. in West⸗
preußen, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Marienwerder, an
der Weichsel, 5144 E., Amtsgericht, Schloß.
Neuenbürg, Oberamtsstädt im württemb. Schwarz—
waldkreis, an der Enz, (1805) 2380 E. Amtsgericht, Schloß,
Burgruine, Latein- und Realschule.
Neuenburger See, s. Neuenburg (Schweiz).
Neuende, Gemeinde in Oldenbuürg, bei Wilhelms
javen, (1905) 6131 E.
Neuendettelsau, Dorf im bayr. Reg.-Bez. Mittelranken,
 (1900) 1461 E., Missions-, Diakonissen-, zwei
ẽrziehungsanstalten, Rettungshaus, Idiotenanstalt.
Neuendorf, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Potsdam, bei
Potsdam, nahe der Mündung der Nuthe in die Havel,
1905) 6877 E.; Baumwoll-, Kammgarn-, Seidenspinnerei
Nenengland (engl. New England), Neuengland—
staaten, der nordöstl. Teil der Ver. Staaten von Amerika,
die Staaten Maine, Neuhampfhire, Vermont, Massachu—
fetts, Rhode Island und Connecticut umfassend. — Vgl
Palfrey (engl., ß Bde., 1869 -90).
Neuenhaus, Stadt im preuß. Neg.⸗Bez. Osnabrück,
an der Vechte, (1905) 1235 E. Amtsgericht.
Neuenkirchen, Wigbold (Flecken) im preuß. Reg.⸗
Bez. Münster, (1905) 4088 E. [((1805) 2115 E.
Neuenrade, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Arnsberg,
RNeuenstadt am Kocher, Stadt im württemb. Neckar—
reis, (1905) 1305 E., Schloß, Lateinschule.
Meuenstadt, frz. Neuveville, Bezirksstadt im schweiz.
santon Bern, am Bieler See, (1900) 2248 E., Pfahl
autenmuseum; Uhrenindustrie.
Nenenstein, Stadt im württemb. Jagstkreis, Ober⸗
amt Ohringen, (1905) 1465 E.
NMene Preußische Zeitung (Kreuzzeitung), wöchentrich
 zwölfmal in Berlin erscheinende hochkonservative und
tirchlich orthodore Zeitung, 1848 gegründet.
RNeuerburg, Stadt im preuß. Neg.-Bez. Trier, an der
Enz, (1805) 1583 E., Amtsgericht.
RNeue Republik, von Buren am Blood Ripver im
Zululand 1884 gegründete Repuhlit, mit der Hauptstadt
Vryheid, zuerst bis zum Untlatusi und zur St. Luciabai
ausgedehnt, später (1886) auf den W. von Zululand be—
ichruͤnkt, 1888 mit der Südafrik. Republik vereinigt.
RNeuer Stil, die Zeitrechnung nach dem Gregoriani—
schen Kalender (s. Kalender).
Neuerung (iurifst.), s. Novation.
Neues Testament, s. Bibel.
Neue Weit, s. Alte Welt.
Neufahrwasser, Hafen und Vorstadt von Danzig,
an der Weichselmündung, mit der Ostsee durch einen
Hafenkanal verbunden, zwei Leuchttürme. Am rechten
Weichselufer Festung Weichselmünde; nahebei das Seebad
Westerplatte. sKarte: Ostpreußen ꝛc. J, 8.1
Reufchategu (spr. nöschatoh), Stadt im franz. Dep.
Bosges, am Einfluß des BRouzon in die Maas, (1801)
3963 E. [Stadt, s. Neuenburg.
Neufchätel (Nenchätel, spr. nöschatell), Kanton und
Neufchaͤtel⸗en⸗-Bray (spr. nöschatell ang bräh),
Stadt im franz. Dep. Seine-Inferieure, an der Bethune,
1801) 4179 G; Bereitung von Neufchateller Käse.
Neuffen, Stadt im wuͤrttemb. Schwarzwaldkreise, an
der Steinach, (1905) 1800 E., Realschule; dabei die dtuine
Hohenneuffen (s. d.).

25

Neu

Reufreiburg, brasil. Stadt, s. Nora Friburgo.
RNeufundland (engl. New Fouudland), Inselan der
—A
zor dem Sankt Lorenzgolf, 110 670 qkm, (1803) 220 245 E.
franz. und engl. Muschoolt), bildet mit AÄucos und
er Küste von Labrador als Dependenz (18 000 qkm,
3947. E.) ein eigenes brit. Gouvernemeait. Die Kuůsten
zerxissen und steil aufsteigend, die Häfen oft durch Eis
ind Nebel unzugänglich; das Innere von Seen, Flüssen,
Sümpfen und Wäldern erfüllt, höchster Gebirgszug Long
Range, bis 600 m; größter Fluß Exploit River, 320 kni
ig. Wichtig der Fischfang (bes. Kabeljau); am ergiebig—
fen die Große Baut (120 d00 qkm) im O. und SO.
zer Insel und die Flämische Kuppe. Haudel s. Beilage:
Tdordamerika; Eisenbahnenf. Beilage: Eiseubahnén.
zerwaltung unter einem Gouverneur, gesetzgebenden Kör—
er und Unkerhaus. Hauptstadt Saint JoͤhnsSeit 1583
rit. IS. auch Beilage: Entdeckungsreisen. — Vgi.
Irowse (engl. 2. Aufl 18097), Harvey (engl. 1897 u. 1900)
Neufundländer, der größte
ter den Seidenhunden (s.
Zunde), langhagrig, meist schwarz,
vahrscheinlich Bastard des großen
budels mit dem franz. Flei⸗
cherhund, in Neufundland
uerst entstanden [Abb. 1244].
Renfurstliche Häuser⸗
ee 1244. vteufundländer.
alioia), ehemals span. Königreich im jetzigen merxik.
Neugelb, s. Königsgelb. [Staate Jalisco.
Neugeorgla, Rubiana, Marovo, eine der bruß Sa—
omoninseln, südl. von der Insel Cyhoiseul, 2000 qkm.
Neugersdorf, Dorf in der sächs Kreish. Bautzen, am
csprung der Spree, (1900) 10913 (190085: 11457) E.;
Neugewürz, s. Pimenta. Tertiliudustrie.
Neugläubige, Sette, s. Nazarener.
Neuglieuidke, s. Altglienicke.
Leugotische Schrift, s. v w, Mönqoschrift (s. d.).
Neugradiska, Gemieinde, s. Gradists.
Neugrangda, südamerik. Republit, s. Kolumbien.
Nengriechen, die mit slaw., albanes., roman. und
uͤrk. Elementen gemischten Abkömmlinge der alten Hel⸗
enen im Königr. Griechenland, der südl europ. Türtei,
m Griech. Archipel und an den Küsten Kleinafiens, be—
ennen sich zur orient.zorthodoxen (Griech.) Kirche.
Neugriechische Literatur. Den ersten Platz
rehmen die urwüchsigen Volkslieder ein; in der Nuust⸗
vesie (früher unbedeutend, bes. Nachbildungen frenider
Ritterromane von Cornaro u. a.) beginut mit dem Frei⸗
eitsstampf (1821) eine nene Epoͤche, ar deren Spitze der
———
lex. Rangabe stehen. Der folgenden Generation ge⸗
jören an: Tantalides, Karasutsas, Laskaratos, Tertzetis,
Zalaoritis, Varaschos, A, Blachos; nenere Lyriker:
Drossinis, Privilegios, Palamas, Kristallis. Schwach
vertreten sind das Drama (Bernardakis, Vlachos, Kozo—
nilas), die Novelle (Nangabe, Bitelas, Kazkavitsas,
Blachojannis), von den Wissenschaften am meisten Ge—
chichte (Paparrigopulus, Trikupis, Kutsonikas, Lambros,
Sathas u. a.). — Bgl. Nicolai (18726), Raugabt und
Sanders (1884), Dieterich (1902), „Archiv für mittel⸗
ind neugriech. Philologie“ (1880 fg.), Chrestomathien von
tind (1835) und Vlachos (E. Aufl. 1883), Ellissen (8 Bden,
855—62), Manaraki (6 Tle., 1877 79).
Neugriechische Sprache. Die N. S.ist aus der alt⸗
griech. ( Griechische Sprache). von der sie sich bef. durch die
lussprache (Itazismus), durch veründerte Bedentung man—
her Wörter, durch Wegfall von Deklinatious⸗ und Konju—
sationsformen sowie vieler syntaktischer Züge, andernteils
urch die in Wort. und Syntar aufgenommenen sremden
ẽlemente unterscheidet, insbes. aus der sog. allgemeinen
Sprache Koine), die sich in der alexandrimischen geit das
en verschiedenen griech. Dialekten bildete, hervorgegangen.
zIhr heutiges Gepräge erhielt die Schriftsprache duͤrch
dorais, der zwischen der gelehrten, an dem Altgriechischen
esthaltenden und der volkstüinkichen Nichtung einen glück⸗
ichen Mittelweg einschlug. — Wisseunschaftliche Grammatiten
on Foy (1879), Psichari (frang, Bden 18öB8 un