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hintern Fläche der zwischen beiden, Gläsern befindlichen
dünnen Luftschicht reflektiert worden, sind eine Reihe farbige—
Ringe Mewtons Farbenringe), deren Mittelpunkt die
Beruͤhrungsstelle der Gläser ist; in ein—
farbigem Licht zeigt sich der dunkle Fleck
abwechselnd von hellen und dunkeln
Ringen umgeben.
Newtonus Farbenscheibe, New⸗
tons Farbenkreisel, eine kreisförmige Scheibe, in sieben
Sektoren geteilt, die mit den sieben Hauptfarben des
Spektrums bemalt sind. In rasche Rotation versetzt, er—
scheint die Scheibe weiß. Auch zu einem Spielzeug (Zau—
derkreisel) verwendet, derart, daß eine Scheibe aufgeleg!
wird, die nur einen Bruchteil der Farben frei läßt, fo daf
eine sich bei Verschiebung der Scheibe während der Rotatio—
blitzschnell ändernde — entsteht.
Newtons Gravitationsgesetz, das Fundameutal.
zesetz der Bewegung der Himmelskoͤrper, von Newton ent—
deckt (s. Gravitation).
Newtons Metall, Legierung von 8 Teilen Wis
mut, 5 Teilen Blei und 3 Teilen Zinn; schmilzt bei 94,80
Newtown aud Llaullwhaiarn (spr. njuhtaun änd
hanchuchaiern), Stadt in Wales, am Severn und Mont—
Jomerykanal, (1901) 6500 E.
Newtownards (spr. njuhtaunahrds), Fabrikstadt in
der irischen Grafsch. Down, (1901) 8110 E. sulm
New Ulm (pr. njuh ölnm), nordamerik. Stadt, s. Neu—
New Westmuiinster (spr. njuh), Stadt in Brit.
Folumbia (Kanada), am Fraser River, (1901) 6489 E
New York (spr. njuh jort), s. Nenyork.
New Zealand (spr. niuh sihländ), s. Neuseeland.
Nexus (lat.), Band, Zusammenhang, Verbindung.
RNey, Jenny, Sängeriu, s. Bürde-Neh.
Ney (spr. nä), Michel, Herzog von Elchingen, Fürs
oon der Moskwa, franz. Marschall, geb. 10. Jan. 1768
zu Saarlouis, seit 1788 in der Armee, 1804 Marschall,
nach seinem Siege bei Elchingen (Ulm) 14. Okt. 1808
Herzog, kämpfte bei Jena, Eylau und Friedland, 1808
in Spanien, 1812 ruhmvoll bes. an der Moskwa, be—
fehligte auf dem Rückzuge die Nachhut des Heers, ward
6. Sept. 1813 bei Dennewitz geschlagen, focht dann bei
Leipzig und 1814 in Frankreich mit Äuszeichnung. Unter
Ludwig XVIII. Pair, schloß er sich 1816 dem zurückgekehrter
Kaiser wieder an, kümpfte bei Waterloo; auf der Fluch
verhaftet, 7. Dez. 1815 als Hochverräter zu Paris erschosfen
AMbmoires“ (1833). — Biogr. von Nießen (1902).
Nez percées (ftz., spr. neh perßeh, „durchbohrte Nasen“
oder Sahaptin, nordamerik. Indianerstamm, 8000 Köpfe
n vier Reservationen in Idaho, Washington und Oregon
Nezsider (spr. neschi⸗), ungar. Name von Neusiedl amsee
Nfuma, brit.⸗zafrik. Hafen, s. v. w. Dircove (s. d.).
Ngamifee, Schilfsumpf im brit. Betschuanenland—
Protettorat, nördlich von der Wüste Kalahäri, 930 m
ü. d. M., 770 qkm groß.
Ngan⸗hwei Ggan-⸗huei, An⸗hnei), Prop. im mittlern
China, am untern Jangetse-kiang, 142800 4km, (1894)
18,3 Mill. E.; Hauptstadt Ngan-king.
Ngan-king (An⸗king), Hauptstadt der chines. Prov
Ngau-hwei, am Jang-tse-kiang, ca. 40600 E.; seit 1897
Bertragshafen.
Ngäundere, befestigter Ort an der Südgrenze von
Adamaua (Westfudan, Kamerun), 26—30 000 E.
Ngoko, Goko, r. Nebenfluß des Sanga (zum Kongo),
zutstehend aus dem Dscha und Bumba, in Südostkamernun
Am N. die 1898 gegründete Regierungsstation N., spüten
weiter nach N. verlegt.
Ngoo, japan. Hohlmaß — O,is J.
Ngornu (Angornu), größte Handelsstadt im ehemal
Negerreiche Bornu, 20000 E.
Mguru (unguu), Landschaft in Deutsch-Ostafrika, zwi—
chen Usegua und der Massaisteppe, bewaldete Binnenland—
errasse; Bewohner Bantuneger und Wakuafi (Massai).
N. K., Abkürzung für den Staat NRew Hampshire
Nhd. I(s. Neuhampshire)
, chem. Zeichen für Nickel.
Niadi, der Oberlauf des Kunilu (s. d.).
Niagara (engl. meist neitiggere gesprochen), der
nördl. gerichtete Verbindungsstrom zwischen dem Eries und
Ontaribsee. auf der Grenze von Kanada und dem nord—

amerik. Staate Neuyork, 55 km Ig., bildet 33 kKm nach
feinem Ausfluß den Niagarafall Karte: Nordamerika
ß und Abbe 1248, gedlog. Profil, zur Andeutung des

oiesee
—
—D

—— 22

Levistom u Queenstin

1248. Niagarafall.

allmählichen Zurückweichens des Falls], nächst den Viktoria⸗
füllen des Sambesi der großartigste Stromfall der Erde,
durch die Ziegeninsel in den östl., 8330 m breiten, 47 m hohen
Amerikanischen oder Fort-Schlosserfall und den westl., 378m
hreiten, 44 1 hohen Großen oder Hufeisenfall (Horseshoe
Fall) geteilt. Unterhalb der Fülle mehrere Brücken. Die in
ciner Stunde herabstürzende Wassermasse wird anf 30 Mill.
m geschatzt den durch die Fülle unterbrochenen Verkehr
zu Wasset vermittelt der Wellandkanal; Ausnutzung der
Wafferkraft durch bedeutende Elektrizitütswerke. — Vsgsl.
Bilbert (engl. 1895), Grabau (engl., on
Niagara Falls spr. neitggere fahls), Ort im nord—
amerik. Staate Neuyork, am r (1600) 19467 E.
—AR
Niaiserie (frz., spr. niäs'rih), Albernheit.
Niam⸗MNiam, (A⸗)Sandeh, afrik. Reger(misch)voll
Tafel: Menschenrassen, 7] im Gebiete der nördl. Zu—
lüsse des Mobangi⸗-Uelle, kupferfarbig, mit feingekräuselten
Zaar und starken Kinnbärten, Anthropophagen; Spracht
samitisch. — Vgl. von Schweinfurth, „Im Herzen von
Afrika““ (1874); Junker, „Reisen in Afrika“ (3 Bde—
Niandscha, s. Njansa und RNjassa. [1889 -91).
Niari, Oberlauf des Kuilun(s. d.).
Nias, Pulo N. niederländ. Insel an der Westküste von
umatra, 4772 qku, 280-500 000 E. ; Hauptort Gunung
Niassa, See in Ostafrika, s. Njassa— Eitoli—
RNiausta (Ringusta), Agoston, Stadt im türk. Wilaiet
-aloniki, am Agostosgebirge, an der Arabica, 6000 E.
Nibelungen, mythisches Zwerggeschlecht, benannt nach
dönig Nibelung, im Besitz großer Schätze, des Nibelungen—
hortes, der nach der Überwindung des Zwerges Alberich
in Siegfried, uag dessen Tode au die (daher auch N. ge⸗
riannten) Burgunden konunt, von Hagen aber im Rhein
»ersenkt wird. — Vgl. Heinzel (1885).
Nibelungenlied Der Nibelunge Nöt), das be—⸗
deutendste mittelhochdeutsche Volksepos, erzählt mit Be—
iutzung alter Mythen und histor. Sage in seinem ersten
Teile die Werbung Siegfrieds von Niederlanden um
Kriemhild, die Schwester des Burgundenkönigs Gunther,
seine Bezwingung Brunhildes für Gunther und seine Er—
mordung durch Hagen auf Anstiften Brunhildes, im zweiten
Teile die Rache Kriemhildes an den Burgunden oder Ni—
belungen (s. d.) die sämtlich an Etzels Hofe im Hunnen—
lande' fallen. Das Gedicht, in seiner erhaltenen Gestalt
aus dem Ende des 12. Jahrh. stammend, ist nach Lach⸗
mann (s. d.) von einem Ordner aus 20 noch deutlich er⸗
kennbaren alten Volksliedern zusammengesetzt, nach audern
auf Grund volkstümlicher UÜberlieferung von einent uube—
kannten Kunstdichter (nicht dem Kürenberger oder Heinrich
»on Ofterdingen) in dem 3— Geist der
Zeit verfaßt. Duͤrch Bodmer (1751), Myller (1782) und
die Romauntiker der Vergessenheit entrissen, wurde es neu
hg. von Lachmann (1826 u. ö.) nach der Hohenems-Mün—-hener
 Handschrift (mit A bezeichnet), von Zarncke (6. Aufl.
1887) und Holtzmann (1857) nach der Hohenems-Laß—
bergschen (0)-Handschrift, von Bartsch (mit Anmerkungen,
5. Aufl. 1886; große kritische Ausg. — und Piper
1891) nach der Sankt Gallener (P)-Handschrift, ins Hoch—
ʒeutsche übertragen von Simrock 86. Rufl. 1006), Bartsch
(2. Aufl. 1880), Schröter (2, Aufl 1902), Freytag (3. Aufl.
1896). Dramatisch wurde der Stoff behandelt von Rau—
pach Geibel, Hebbel, Wilbrandt, dramatisch-mufilalisch
bon R. Wagner, episch von W. Jordan u. a.5 berühmt die
Nibelungenfresken von Jul. Schnorr von Carolsfeld in
her Residenz zu München sTafel Historienmalerei 1I,61.
Nibelungenstrophe, die Strophenform, in der das
Nibelungenlied abgefaßt ist, besteht aus vier paarweife
eimenden Langzeilen, deren letzte um eine Hebung länger
st als die drei ersten.