Nic

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Nickelhydrorydüul, Nickellarbonyl, s. Nickel.
Nickelin, Arsennickel, Kupfernickel, Rotnickelties
zexagonales, licht kupferrotes, sprödes Mineral, bestehend
aus Nickel und Arsen; eius der wichtigsten Erze zur Dar
stelluug des Nickels.
Nickelkies, Haarkies, Millerit, hexagonales, messinggelbes
 Mineral in haarförmigen, spröden Kristallen, be—
steht aus Nickel und Schwefel.
Nickellegierungen, s. Nickel.
Nickelmünzen, meist aus Nickelkupfer geprägt, gibr
es im Deutschen Reiche (10-0 und 5-Pfennigstücke, 1887
—1802 auch 20-Pfennigstücke), in der Schweiz (202, 105,
5 Centimesstücke, die 20-Centimesstücke seit 1881 aus
chemisch reinem Nickel), Osterreich⸗ Ungarn (200 und 10—
Hellerstücke), Serbien (202, 105, 50Parastücke) und mehrer:
außereurop. Staaten.
Nickelocker, s. Nickelblüte. Nickel
Nickeloryd, Nickelorydul, Nickelpyhosphat, s.
Nickelsmaragd, Emeraldnickel, Mineral in smaragd⸗
grünen, warzigen Krusten auf Chromeisen, wasserhaltiges
Rickelkarbonat.
Nickelspießglaserz, s. v. w. Nickelantimonkies.
Nickeelftahl, Nickelsulfat, Nickelsnlfid, Nickel⸗
fulfür, Nickelvitriol, s. Nickel.
Rickfänger, Genickfänger, Nicker, starkes Messer zum
Abunicken (Stich in das Gehirn über dem ersten Wirbel—
tnochen), Aufbrechen und Zerwirken des Wildes.
Nickhaut, Blinzhaut, durchscheinende, vom iunern
Augenwinkel über das ganze Auge verschiebbare Haut—
falte, bei den Vögeln, gneen Echsen, Schildkröten,
den meisten schwanzlosen Lurchen.
Nickkrampf, Salaamkrampf, ein Krampf im Bereich
des elften Gehirnnerven namentlich bei Kindern, üußeri
sich in ruckweisen zuckenden Bewegungen des Kopfes
Niclaes (spr. las), Heinrich, s. Familisten.
Nicodé, Jean Louis, Komponist und Dirigent, geb.
12. Aug. 1853 in Jersitz bei Posen, lebt seit 1878 in
Dresden; schrieb sinfonische Dichtungen (Sinfonieode „Das
Meer“) und Suiten, Kammermusikwerke, Klavierstücke u. a
Micolai, Stadt in Schlesien, s. Nikolai.
Nicolai, Christoph Friedr. Schriftsteller, geb. 18. März
1733 zu Berlin, Buchhändler das., gest. 8. Jan. 1811;
——
schaften betreffend“ (1755; neu hg. 1884), vn mit Men⸗
delssohn die„Bibliothek der Schönen Wissenschaften“
(17597260), mit ihm und Lessing „Briefe, die neueste
Literatur betreffend“ (24 Bden, 1761 - 67), daun die
„Allgemeine deutsche Bibliothek“ (1766 -91; 1801 -6
heraus; peröffentlichte auch flache Romane („Leben und
Meinungen des Magisters Sebaldus Nothanker“, 1773
—76; vgl. dazu Schwinger, 1887) u. a., auch Schriften gegen
Goethe, Schiller, — Fichte uHa. „Herders Briefwechse!
mit N.“ (1887). — Biogt. von Goͤckingk (1820).
Nicolai, Otto, Komponist, geb. 9. Juni 1810 in Kö—
nigsberg i. Pr. 1841 Hoftapellmeister in Wien, 1848 in
Berlin, gest. das. 11. Mai 1849; Hauptwerk die komisch⸗
Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“.
Niecvlai, Phil. geistl. Liederdichter, geb, 10. Aug. 1556
zu Mengeringhaäusen, gest. 26. Okt, 1608 als Hauptpastor
zu Hamburg, Verfasfer von „Wie schön leuchtet der Mor—
ern Wachet auf, ruft uns die Stimme“ ꝛc. — Vgl
Curtze (1869).
Nicold de Malte, Komponist, s. Isouard.
Nicolsche Prismen, zwei au den Treunungsflächen
mit Kanadabalsam aneinander gekittete Doppelspatprismen
dienen zu Polarisationsapparaten.
Nicosita. 1) Stadt auf Sizilien, 867 m ü. d. M., auf
dem Monte San Giovanni, (1901) 16 004 E., Salz, Schwe—
felguellen. — 2) Hauptstadt pon Cypern, s. Levkosia.
Nicot (spr. Koh), Jean, franz. Biploͤmat, geb. 1580
zu Nimes, brachte 1560 vom portug. Hofe die Tabakspflanze
 (VYicotiana) nach Frantreich; gest. 8. Mai 1600
Nicotera, Stadt in der ital. Prov. Catanzaro (Ka
abrien), am Golf von Gioja, (1901) 8791 E.
Nicotera, Giovanni, Baron, ital. Staatsmann, geb
9. Sept. 1828 zu Sambiase (Prov. Catanzaro), weger
Teilnahme an einem Aufstand gegen die Bourbonen 1857
zu lebenslänglicher Galeereustrafe verurteilt, 1860 durch
Garibaldi befreit, im ital. Parlament Mitglied der bro—

ressistischen Partei, März 1876 bis Dez. 1877 und Febr—
8o lbis Mal 1802 Minister des Innern, gest. 13. Juui
894. — BVgl. Mauro (deutsch 1886).
Nicotiana, s. Tabak.
Nicoya, Halbinsel in Costa Rica, am Golf von N.
es Suillen Ozeans, mit dem Ausfuhrhafen Punta Areuas
Nictherony, Stadt inbrasil. Staate Rio de Jaueiro.
in der Bai von Rio, (19002) ca. 35 000 E. sKarte: Süd—
amerika 1, 8.]
Nidau, Bezirksstadt im schweiz. Kanton Bern, gu
Ausfiuß der Fihl gus dem Bieler Sec, (1000) 1678 E.
estes Schloß der Grafen von N. —
Nidda, r. Zufiuß des Mains, entspringt am Tauf⸗
tein im Vogelsgebirge in Oberhessen, mundet nach 98 kui
ei Höchst. Zuflüsse r. Horloff und Wetter, l. Nidder.
Ndda, Stadt in der hess. Prov. Oberhessen, an der
N., n 2004 E., Amtsgericht.
Niddui (hebr.), der kleinere jünd. Bann, der 30 Tagt
»om Besuch der Synagoge ausschließt.
Nideck, Schloßruine bei Niederhaslach (s. d.).
Nideggen, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Aachen, un—
veit der Roer, (1900) 750 6E.
Nidelbad, Bad im schweiz. Kanton Zürich, 1kw
eftl. vom Züricher See, mit erdig-falinischer Stahlquelle.
Nidwalden, Halbkanton von Unterwalden.
Rieberding, Rudolf Lirnoid Staatsfetretär, geb—
. Mai 1888 in Konih, 1878 vortragender Rat im Reichs—
angleramt, 1880 Adteilungsdirektor im Reichsamt des
nuern, 1803 Staatssekretär des Reichsjustizamtes, schrieb
Wasserrecht und Wasserpolizei in Preüßen“ (2. Aufl. 1889)
Miebuhr, Barthold Georg, Geschichtsforscher und
Philolog geb. 27. Aug. 1776 zu Kopenhagen, Sohn de⸗
zurch seine Forschungen über Arabien bekannten Etate⸗
cats Carften N. (geb. 17. Maͤrz 1783 zu Ludingwortt
in Hannover, gest. 26. April 1813 zu Meldorf in Süder⸗
dithmarschen), 1816—23 preuß. Gesaudter in Rom, seit⸗
dem Prof. zu Bonn, gest. 2. Jan. 1831; durch sein Haupt⸗
verk: Röm. Gefchichte“ (3 Bde. 1811 — 32), neue Ausg
873 7), Haupibegrunder der eigentlichen histor. Kritit
Rach seinein Tode erschienen: „Geschichte des Zeitalters
der Revolution“ (2 Bde., 1845), Sistor. und philolog
Vortrage (8 Bde 181658) u. a. Vgl. „Lebensnach⸗
richten über N.“ (3 Bde., 1838 39), Eyssenhardt 1886).
Sein Sohn Markus von N., preuß. Staatsmann und
ronservativer Pudlizist, geb. 1. Äprit 1817 zu Rom, 18651
dabinettssetreitür des Königs, 1851 Kabinettsrat, seit 1867
seisteßtraut, gest. D. Aug. 1860 zu Oberweiler (Baden):
chrieb: „Geschichte Assurs uud Babels“ (1887) u, a.
—AD———
1972 E., Amtsgericht; Essigfabrikation.
Nied, l. Nebenfluß der Saar, mündet unterhalb Saar—
ouis, 98 kxmm Ilg.
Nied, Dorf im. preuß. Reg.⸗Bez. Wiesbaden, an de'
stidda, (1900) 4018 E., Schwefelquelle.
Niedenstein Stadt im preuß. Reg.-Bez. Caffel, ar
»er Wiehoff, (1905) 597 E.
Niederalpen, franz. Departement, s. Alpes.
Riederaula, Flecken im preuß. Reg.-Bez,. Cassel, gu
der Mündung der Aula in die Fulda, (1905) 1078 E.
Amtsgericht.
Niederbaden, Stadt, s. Baden (in der Schweiz).
Niederbayernt, Neg.-Bez. in Bayern, im W. vor
Osterreich, zu beiden Seiten der Donau, 10757 qkm.
1900) 678 192 (1805: 706345) E., vier unmittelbar:
2tädte und 22 Bezirksämter; Hauptstadt Landshut.
Niederbeuthen, preuß. Stadt, s. Beutheu.
Niederbromibach, Gemeinde im oldenburg. Fürsten—
um Birkeufeld, (1900) 3607 E.
Niederbronnmi, Sladt im Unterelsaß, (18005) 3120 6.
Amtsgericht, zwei kochsalzhaltige Quelleu mit Bad; Eiseu—
und Stahlwerke; hier 25. Juli 1870 erster Zusammen—
toß der Deutschen (bad.-württemb. Vatrouille) mit den
drauzosen. Inferieure.
Nieder⸗Charente, franz. Departement, Charente—
Niederdeuntsch, Piatweuntsch, die Sprache des Nord—
»eutschen Tieflaudes, im weitern Sinne auch die niedez—
änd. und fläm. Sprache; durch den Mangel der toch⸗
heutschen Lautverschiebung vom Hochdeutschen unterschicden
S. Deutfsche Mundartent) sKarte;: Deutschtum 1.1