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Miedermendig, Dorf, im preuß. Reg.⸗Bez. Koblenz,
1805) 34183 E.; Fabrikation flüssiger Kohlensäure.
Riedernau, Dorf und Bad im württemb. Schwarz⸗
waldtreis, am Neckar, (18900) 419 E., bittersalzhaltig⸗
Mineralquellen. [IKocher, (1905) 1164 E., Solquelle.
Niedernhall, Stadt im württemb. Jagstkreis, am
Niederolm, Dorf in der hess. Prov. Rheinhessen, an
der Selz, (1905) 1869 E., Amtgericht.
Niederssterreich, Osterreich unier der Enns, Erz⸗
herzogtum, Kronland des zisleithanischen Teils der Osterr.⸗
Ungar. Monarchie Karte: Osterreichisch-Ungarische
Mönarchie 111), 19825 qkm, (1900) 3100483 meist
deutsche E. (92,8 Proz. Katholiken, d Proz.
Israeliten, 2,1 Evangelische), von Ungarn
durch die Maxch und Leitha, von Oberöster—
reich durch die Enns geschieden, wird von
der Donau in zwei Teile geteilt und ist
zum größten Teile gebirgig, bes. im S.:
Alpenland und Alpenvorland (mit Schnee—
berg, 2075 m, und Semmering), Wiener F
Wald (im Schöpfl bis 893 m), Bucklige ——
Welt (im Rosaliengebirge bis 744 m); ——
im N. (den Waldvierteln) der Greiner 1251. Nieder
Wald (bis 1000 m), Weinsberger Wald üserreich
(1039 mn), das Manhartsgebirge (536
Ebenen zu beiden Seiten der Donau: PYbbs-, Tullner Feld,
Wiener Becken, Steins⸗, Marchfeld. Ackerbau, Weins und
Obstbau bedeutend. Bergbau auf Eisen, Braun-, Stein—
kohle. Industrie und Gewerbe (bes. in der Hauptstadt
Wien) in hoher Blüte. Der Landtag zählt 78 Mitglieder,
im Abgeordnetenhause ist N. durch 46 Mitglieder vertreten.
An der Spitze der polit. Verwaltung steht der Statthalter
in Wien. Drei Städte mit eigenem Statut und 28 Be—
zirkshauptmannschaften. Oherlandes-, Landesgericht in
Wien. Wappen: blauer Schild mit fünf goldenen Adlern,
auf dem Schilde der Erzherzoͤgshut [Abb. 1251]; Landes⸗
farben Blau⸗Gold. — Val.Topographie von N.“ (6 Bde.
1871 1903); „Die Ssterr.⸗Ungar, Monarchie in Wort und
Bild“, Bd. Lu. Bd. 4 (1886— 88); Rusch, „Landeskunde
von N.“ (2. Aufl. 1900).
Niederplanitz, Dorf in der sächs. Kreis⸗ und Amtsh
Zwickau, (1900) 11388 (1805: 11800) E.; Steinkohlen⸗
dergbau. spartement, s. Pyrenées
NRiederpyrenäen (Bastses-Pyrénées), franz. De—
Niederrhein (Bas Rhin), bis 1871 franz, Departe
ment mit Hauptstadt Straßbutg, jetzt der Bez. Unterelsaß
Niederrheinischer Kreis oder Kurrheinischer Kreis
iner der zehn Kreise des ehemal. Deutschen Reichs, um—
jaßte die Erzstifte Mainz, Trier, Köln, die Pfalz, am
Rhein, das Fürstent. Arenberg und andere Gebiete; 1797
—814 zum größten Teile ini Besitz Frankreichs.
Niederfachfen, der zwischen der untern Weser und
Elde liegende Teil des alten Sachsen, bildete bis 1806
den Rieberfächf. Kreis des Deutschen Reichs: Kurbraun⸗
schweig, Mecklenburg, Magdeburg, Holstein, Lauenhurg ec.
Niederfächsisch, die in Nörddeutschland östl. vom
Niederrhein dis zur Insel Usedom herrschenden Mundarten.
Niederschlag, atmtosphärischer, Ausscheidungen des
Wassers aus der Atmosphäre in flüssiger oder fester Form
sErdkarten V, 4, u. Karte: Europa II, 2.]
Niederschlag, Prazipitat, in der Chemie alles, was
sich aus einer Flüssigkeit in fester Form von selbst oder
durch Zufatßz einer andern Flüssigkeit (des Fällungsmittels
abscheidet. Gefärbte N. von ristallinischer, pulveriger
flockiger, küsiger, dichter, gelatinöser Beschaffenheit diener
in der analytischen Chemie zur Erkennung der Köürper
Sehr fein verteilte Ne(Trübungen), die sich nur lang⸗
jam absetzen, bringt man durch Erwärmen oder Zentri—
fugiexen zum Zusammenballen. Man trennt die N. von
der Flüssigkeit durch Abgieken oder Kiltrieren JTafel
Chemie gj.
Niederschlagende Mittel Sedativa), Arzneimittel,
die das aufgeregte Gefäß- und Nervensystem beschwichti—
gen: Zuckerwasser, verdünnte Pflanzensäuren, das Brause⸗
pulver, niederschlagendes Pulver (aus Weinstein und Sal—
deter), Bromsalze ꝛc.
MNiederschlagung, s. v. w. Abolition (s. d.).
Niederschlefiscghes Steinkohlenbecken, Kohlen—
hecken in den Bezirken von Waldenburqg und RNeurode in

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Schlesien, nur wenige Quadratmeilen groß; Heizwert der
Kohle geringer als der der besten engl. und deutschen, vor⸗
viegend begehrt für die Koksbereitung. J *
RNiederfschlesisch⸗Märkische weahn preuß.
Ziaatsbahn Berlin⸗Frautfurt⸗Kohlfurt-Breslau (358 kn).
Niederschönhausen, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez.
Bolsdam, sn Ri von Vverlin, (19005) 1170 E., Sgloß
Niederfeine, franz. Departemeüt, s. v. w. Seine⸗
Infkrieure. n⸗
Riederselters, Dorf im preuß. Reg.⸗-Bez Wies⸗
baden, am Emsbach, (1800) 1314 E., beruͤhmte Miueral⸗
quellen (s. Selterset Wasser); in der Nähe Dorf Ober⸗
selters mit ähnlicher Quelle.
Niedersteigende Zeichen, s. Tierkreis.
Rieverstenen, Suͤdt mn waͤrtiemb. Jagsttreis, C90.)
1731 E.; Realschule, Schloß des Fürsten Hohenlohe⸗Jagst⸗
— [us0d) o87 E. Schloß.
Riederstotzingen, Stadt im württemb. Donaukreis
Riederungsvieh, die Niederungsrasse des Rindviehs
(s. Rinder). —
Rieder wald, bis 300 m hoher Bergrücken am Süd⸗
westrand des Taunus, r. am Rhein, zwischen Rüdeshein
uind Aßmannshausen Tafel: Kartographie 1,2u. 3)J·
In 300 m Höhe das 1883 enthüllte Niederwalodentual
zur Erinnerung an die, Wiederaufrichtung des Deutschen
Keichs (101. n hohe Germania auf 25 m hohem, nmit
Reliefs und allegorischen Figuren geschmücktem Sockel,
on Johs. Schilling).
Niederwildungen, Badeort, s. Wildungen.
Niederwörth, Donauinsel bei Regensburg.
Riederwüͤrschnitz, vorf in der süchs. Kreish. Chem⸗
ub, an der Wuͤnschnige (1005) 4248 E. Maschinenfabri—
den, Steinkohlenbergban.
Niederwüstegiersdorf, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez.
grelauinm Weisteigtal, (1005) zas3 E. Amisgericht;
Wollspinnerei und Weberei, Leinwandfabrikation.
iederyssel Gederyssehy. Kleine voder, Holländische
yffel (spr. eißel), schiffbaret Arm des Lek, zweigt bei
Vianen ab, müñndet oberhalb Rotterdam gegenüber der
Insel Ysselmonde in die Maas.
Riederziulerthal, Tirolerkolouie bei Erdmannsderf
Niednagel, s. Ragel lin Schlesien.
Riedrige Jufeln, Inselgruppe, s. Tuamotn.
Rieheim, Stadt im preuß Reg.-Bez. Minden, (1906)
334 E., Amitsgericht.
Niel, Ort in der belg. Prov. Antwerpen, an der Ru⸗
»el, (1904) 8056 E.; Portlandzementfabrikation.
Hlei inn net), Adelphen franz Warschall, geb,
. Din. Woöe zu Muret (Obergaronnch, 1850Chef, des
Zeniedepartemeuts im Kriegsministerium, leitete seit April
18508 die Belagerung von Sewastopol, 1887 Senator
8589 nach der Shhlacht bei Solferind MRarschall, führte, seit
1867 Kriegsminister, die Reorganisation der Armee durch,
gest. 13. Aug. 1869.
gRieilo Ctalt, bom lat. nigellum), eine duutle, aus
usammengeschmolzenem Silber, Kupfer, Blei, Schwefel
und Boxar gemischte Masse, verwertet zur Ausfüllung
zon in Gold und Silberplatten gravierten Berzierungen
Nielldarbeiten). Die Kunst des Riellierens erreichte im
3. Jahrh. in Italien eine hohe Vollkommeuheit, wurde
ifrig geuͤbt im östl. Europa, namentlich in Rußland
Tnlaarbeiten), und im Orient und kam neuerdings auch
in Mitteleuropa wieder in Aufnahme. Moderne Niello⸗
arbeit in Verbindung mit Einlagen in verschiedenfarbigem
Bolde nennt man Goldmosait.
Niem Gieheim), Diettich von, Historiker, geb. um
810 in Nieheim in Westfalen, 1386 Bischof von Bremen,
306 in der päpstl. Kanzlei zu Rom, ,das. Grüuder des
Rationalhospizes der Deutschen, gest. im März 1418 in
Maastricht; schrieb: „De chismate“ (hg. von Erler, 1880)
vVitâ Johannis XXIII u. a — Val. Sauerland (1875)
Erler (1887).
Niemann, Albert, Tenorist, geb. 165. Jau. 1831 w
Erxleben, 1866—89 an der Berliner Hofoper; 1858v68
i Matie Seebach (sj d), feit 1871 nit Bedwig Raabe
. d) vermählt. — Vgl. Sternfeld (1804).
Niemann, Aug. Schriftsteller, geb. 27. Juni 1880
u Hannover, lebt als Haunptmanu ä, D. bei Dresden
Hricbe Der frang, Feldzug 1870 719 (1871), „Militär