mit rosenrotem Auflug, Schwingen und Steuerfedern grün—
schwarz, Mittelafrikaä; amerit. N. (T. loculator L),
weiß, Schwingen und Schwanz schwarz: Nord- und Süd—
amerika, namentlich in Brasilien.
Nimmersatt, Dorf im preuß.
Reg.-Bez. Königsberg, nördlichster
Ort des Deutschen Reichs, unweit
der Ostsee, (1900) 262 E.; dazu
Poststation Immersatt.
Ninmptsch, Kreisstadt im preuß.
Reg.-Bez. Breslau, an der Großen
Lohe, (1505) 2216 E., Amtsgericht.
Nimrod GMimrud), Sohn des
Kusch, Enkel Hams, sagenhafte
Grüuder des Babylon. Reichs, sprichwörtlich als gewalti—
ger Jager; nach spüterer Sage auch Erbauer des Babylon
Turms (Birs Nimrud) und der Stadt Ninive (s. d.).
Nimwegen (niederländ. Nymegen oder Nijmegen)
Stadt in der niederländ. Prov. Geldern, an der Waal
(1804) 49 342 E., Rathaus (1554 erbaut), Stephanskirche
(13. Jahrh.), Reste einer karoling. Kaiserpfalz. Der Friede
von N. den Frankreich 11. Aug. 1678 mit den Niederlan—
den, 17. Sept. 1678 mit Spanien, 5. Febr. 1679 mit Deutsch
laud und Schweden abschloß, brachte die Frauche-Comtte und
hiele Städte in Flandern und im Elsaß au Fraukreich.
Ninge⸗po, Hafenstadt in der chines. Prov. Tsche-kiang
am Jung-kiang, 260 000 chines. E.; Vertragshafen.
Ninguta, Stadt in der chines.- mandschur. Prov
Kirin, an der Hurka (zum Sungari), 10000 E. Mittel—
punkt des mandschur. Pelzhandels.
Ninive (assyr. Ninug, gricch. Ninos), Hauptstadt dee
Assyr. Reichs (seit dem 9. FJahrh.), J. am Tigris, gegen—
über dem heutigen Mosul, um öös v. Chr. von den Me—
dern und Babyhloniern (Nabopolassar) zerstört. Auf—
deckung der Paläste N.s von Layard, G. Smith und
F. A. W. Budge. — Vgl. Bezold (1902).
Ninon de Lenclos (spr. -bng), s. Lenclos.
Minvve, fläm. Nieweuhoven, Stadt in der belg
Prov, Oftflandern, an der Dender, (18904) 8190 E.
Ninus, sagenhafter Gründer des Assyr. Reichs und
Erbauer der Stadt Ninive, Gemabl der Semiramis
Niob, s. Niobiuni.
Niobe, Tochter des Tantalos, Gemahlin des theban.
Königs Amphiou, wagte sich in ihrem Mutterstolze der
Leto, der Mutter des Apollon und der Artemis, zu ver⸗
gleichen. Zur Strafe töteten diese mit ihren nie fehlen—
den Pfeilen sämtliche 12 Kinder vor N.s Augen, während
Zeus die verzweifelnde Mutter in einen Fels verwan—
delte, den man bei Maguesia am Sipylus zeigte. Die
berühmte Niobidengruppe wurde 1588 zu Rom ansge—
graben, jetzt in Florenz.
Miobium (chem. Zeichen Xb), sehr selten vorkommendes
 Element vom Atomgewicht 834; findet sich immer mit
Tautal zusammen (im Kolunibit und Pyrochlor).
Nioro, Handelsplatz der afrik. Landsch. Kaarta.
Miort (spr. ohr), Hauptstadt des frauz. Dep. Deux—
Sevres, an der hiet schiffbaren Sepre-Niortaise, (18014)
238987 E., Notre-Dame-Kirche (1491 — 15349. — Val
Favre (franz., 1880).
Nios, eine der Zykladen, s. Jos.
Nipigon, inseltcicher See in Brit.-Nordamerika,
oo xin Ig., 7500 qkm groß, bis 165 mm tief, fließt nach
S. durch den Nipigoufluß in den Oberen See.
Nipissing, See in Brit.-Nordamerika, fließt durch
den French River in die Georgianbai des Huronsees.
12000 q4kxm groß, 80 Kmla.
Nipon, s. Nippon.
Nipperdey, Larl, Philolog, geb. 13. Sept. 1821 zu
Schwerin, gest. 2. Jan. 1875 als Prof. zu Jena, lieferte
Ausgaben des Eäsar, Repos, Tacitus. Seine „Opus
oulaꝰ hg. von Schöll (1877). — Vgl. Schöll (1875).
Nippes (frz., spr. nipp), s. v. w. Nippfachen.
MNippold, Friedr. prot. Kirchenhistoriker, geb. 15. Sept.
838 zu Emmerich, 1867 Prof. in Heidelberg, 1871 in
Bern, 1884 in Jenao. Hauptschriften: „Handbuch der
neuesten Kirchengeschichte“ (4 Bde., 8. Auflt, 1880-96
Bd. 5, 1908 5 Richard Rothe“(2 Bde., 1874), „Die
theol. Einzelschule ĩm Verhältnis zur evang. Kirche“ (gegen
Ritschlund dessen Schulen6 Abteit 180303. 10001

27

Nis

Nippon, — Dainippon, weniger gut Ripon, Nihon,
igentlich der Gesamtname des Japan. Reichs, jetzt als
anie für die Hauptinfel Honto (Hondo) vbet Hoönschiu
226510 qkxm, 1903: co. 35 156 000 E) berwendet. (S.
zapan.) sTischen, Etageren.
Rippsfachen, kleine Figuren ꝛc. zum Aufstellen auf
Niris, Bachtegan, abflußloser Salzsee in der pers.
Krov. Farsistan, bis 28 km br, T20 Fn Ig.; unweit des
Nordwestendes die Ruinen von Persepolis.
Nirwana (sanskrit. das Vedoshen auf Grund
alter brahmanischer Spekulation im uddhismus und
Dschainismus das Endziel dieser Religionen. Im Bud—
ohismus ursprünglich das Ende der Wiedergeburten, das
Aufhören jeder Existenz, spüter im nördi Buddhismus
ein seliges Leben in einer prachtvollen Buddhawelt, im
Oschainismus das Leben im Himmel des Dschina.
RNis, serb. Stadt, s. Nisch
Nisäa (altpers. Nicayãa), Landschaft im nördl. Me—
en, berühmt durch ihre Pferdezucht
Risam Gizam), das steheude kürk. Heer.
Nisam (Nizam), Reich des, größter brit.zostind. Va—
allenstaat, im Dekhan, nach der Hauptstadt auch Haidara⸗—
»ad genannt, 214183 4km, (1801) 11141 142 E.5 fruchtbares,
 kohlenreiches, vom Godawari und Kistna durchlossenes
 Hochland, 880 m hoch. Industrie in Golde ung
Silberarbeiten, Baumwollwaren, Papier u. a.; Hauptstadt
Haidarabad. — Von dem Reiche des Großmnoguls los
zetrennt (1717 24), blieb das Reich den Englaändern im
nd. Aufstande 1837 treu und wurde 1860 eweilert.
Nisaämi (Nizami), einer der fiebeu Hauptdichter Per⸗
iens, geb. 1141 zu Tafrisch bei Kum, bebte in Gendsche
Jelisawetpol), gest. 1202; verfaßte außer fseinem Diwan
ünf größere Dichtungen, darunter „Iskender-nami“
In deutsch von Rückert). — Bal. Bacher, (1872).
Nisan, der 7. jüd. Monat (März bis April).
Nisani, ein Gau der Mark Meißen.
Nisard (pr. -ahr), Desirt, frauz. Literarhistoriker, geb.
O. März 1806 zu Chätillon- sur-Seine, 1843 Prof, in
PBaris, zuletzt bis 1876 Oberaufseher des höhern Unter—
ichts; gest. 27. Mürz 1888 in San Remo. Hauptwerke:
Histoipe de la littérature française“ (4 Bde., 1844 -
I), „Les quatre grands historiens latins“ 115751 2c.
ngenirs· ⸗ yey 1888).
Nisari, Jnsel, s. Nisyros. —
er, —— r. Rebenfluß der Südl. oder Bul—
r. Morava. (1901) 14680 6.
Niscemi (spr. nisch⸗), Stadt auf Sizilieu, an der Gela,
Nisch (serb. Nis, auch Nissa), das alte Naiffus, Haupt⸗
adt des serb. Kreises N. an der Nisava, (1901) 21603 63
is 1878 türkisch; hier 23. Sept. lssu Sieg des Mark—
rafen Ludwig von Baden über die Türken.
Nischan (pers., d. i. Zeichen), Orden; Ramensʒug des
zuültans auf Diplomen; N.ai-Inttias, türt. Verdienst⸗
den; Nischaͤne-schirre-churschid, der pers. Sonneunorden.
Nischapur, Stadt in der pers. Prop, Chorassan,
00 E.; jetzt in Verfall.
Nischawa, Fluß, s. Nisava.
Nishnekolymstk, s. Sreduekolymsl.
Rishnetaägilsk, Nishnetagilstiz Sawod, Hüůttenwert
n russ. Gouv. Perm, am Tagil (zur Tura), 30000 E.
Nifhneudinsk (spr. nischne-u-), Kreisstadt im russ.—
vix. Gouv. Irkutsk, an Der Uda, 6019 6.
Nifhnij Lömow, Kreisstadt im rnss. Gony. Vensa—
am Lomow, 8277 E. 3
Nishunis Nöwgorod, Gouveruement im Europ. Nuß⸗
sand, zu den Wolgagouverucments gehörig, 51274 qkm,
584 774 6G. Die Hauptstadt N. äan der Mündung, der
Ota in die Wolga, 95 124 E. Flußhafen, Fabriken, Schiff⸗
vau, Handel, bedentende Messe iäbrlich vom 15. Kuli bis
25. Aug. a. St. Wr he Wethen
Nisib GMesbi), Flecken im türk.⸗syr. Silatet Haleb,
2000 E.; hier 24. Juni 1839 Sieg der Ägypter untet
Ibrahim Pascha über die Türken.
MNisibis, Hauptstadt von Mygdonia in Mesopota⸗
uten, am Flusse Mygdonins (ietzt Hirmas), Grenzfestung
zer Römer gegen Parther und Perser; jetzt Nisibin.
Nisida, offiziell Nisita, das alte Nesis, Insel von
xmn Umfaug in der ital. Prov. Neapel, am Gotf von
Wzzuoli, ein erloschener Krater, ca. 1300 6*