. v. w. gleichmachen. Zum N. dienen die Nivellierinstru—
mente; von diesen sind üngenau die Pendelinstrumente und
die Kanalwage (s. d.), sehr genau die Libelleninstrumente.
bestehend aus einem Fernrohr, das durch eine Röhrenlibelle
gjenau horizontal gestellt wird.
Nivernais (spr. niwärnäh), chemal. frauz. Provinz,
bildet jetzt das Dep. Nievre und Teile der Vep. Loiret
und Cher — Über das Hzat. N. oder Nivernois (spr. -nöä)
.Nevers.
Nivolet, Deut du (spr. dang dü niwoleh), Aussichtspunk:
n der Beaugesgruppe der Juraalpen (Westalpen), 1558 mm.
Nivose irz spr. niwohs', d. i. Schneemonat), der vierte
Monat des franz. republikanischen Kalenders (21. Dez
bis 19. Jan.). [der Wassergeister.
Nir, Neck Nöck, weibliche Nixe, alter, german. Nam—
Nirblunte, s. Nuphar. .
Nirdorf, Industriedorf in Böhmen, (1900) 7109 E.
Niza, r. Rebenfluß der Tura (zum Tobol) in den
uss. Gouv. Perm und Tobolsk, schiffbar bis Irbit
Nizam, s. Nisam.
Nizämi, s. Nisami.
Nizza (frz. Nice, das alte Nieaa), Hauptstadt des
franz, Depart. Alpes-Maritimes lKarte! Frankreich I,51
am Mittelländ. Meer und der Mündung des Paillon,
(1901) 105 108 E.; klimatischer Luftkurort (im Wintei
von 10—15000 Kurgästen besucht; mittlere Jahrestem⸗
peratur 15,2, des Winters 9,8) in amphitheatralischer Lage,
durch den Paillon in einen ältern, östl. Teil mit dem kleinen,
aber sichern, 1751 angelegten Hafen Port de Limpia, und
die westl. Neustadt mit schönen Plätzen, Promenaden, Ka—
sinos, Theatern ꝛc. getrennt; ferner Lyzeum, Bibliothet,
Kunstausstellung, Sternwarte; Anbau von Wein und Süd—
früchten, Kunsttischlerei, Seidenspinnerei, Blumenkultur,
Handel mit Oliven, Fischen, Seide u. a. — N., 800 v. Chr.
von den Massiliern gegründet, im Mittelalter und später
(bis 1708) wichtige Festung und Hauptort der Grafsch
N., 1793 — 1814 zu Frankreich, dann zu Sardinien ge—
hörig, 1860 mit dem westl. Teile der Grafschaft an Frank—
reich abgetreten; neuerdings als Hauptstützpunkt der Lan—
desverteidigung in den Seealpen aufgebaut.
N. J., offizielle Abkürzung für New Jersey (s. Neujersey)
Njam⸗am, afrik. Voik, s. Niam-Niam.
Njangwe GRyangwe), arab. Handelsuniederlassung im
dongostaate, am obern Kongo, im Lande der Manjema.
Niansa Gyanza, Niandscha), in der Bantuspracht
J. v. w. großes Gewaͤsser; s. Albert-Niansa. Alhert-lEduard⸗
Njansa und Vittoria-Njansa.
Niassa GMyassa, Niandscha), See in Ostafrika, 487 m
ü. d. M. 26 450 4km, von hohen Bergzügen (Livingstone⸗
gebirge, Beja- und Usafagebirge) umschlössen, bis 7850 m
tief, durch den Schire nach S. abfließend; von N. münden
Rukurn und Songwe; zum größten Teil zu Brit.-Zeutral—
afrika-Protektorai, zum kleinern zu Deutsch-Ostafrika und
PortugesOstafrita gehörig; engl. Stationen unter an—
dern Fort Johnston ünd Karonga, deutsche Langeuburg und
Wiedhafen, Der N. wurde 18609 durch Livingstone entdeckt.
Niassaland, bis 18908 Name von Britisch-Zentral⸗
ifrika-Protektorat (s. d.).
Nijegusch Gijegos, RKjegosch), Beiname der in Monte—
egro herrschenden Familie Petrovie.
Njemez (xuss.), slaw. Bezeichnung der Deutschen.
Niefhin (Gezin, Neschin), Kreisstadt im russ. Gouv
Tschernigow, am Oster (zur Desna), 32 108 E. histor.⸗
ohilol. Institut (früher Lyzeum des Fürsten Besborodko).
Njommelsaska, Härspraͤnget, gröseter Fall des
chwed. Flusses Lulea⸗Elf.
Njong, Sluß im südl. Kamerun, entspringt an der Ost—
grenze südl. von Kunde, mündet, 750 üwIlg., bei Klein—
batanga in den Golf von Guinea. — N.-Houie, OQuellfluß
es Sanaga (oder Lom; Kamerun).
Njördihr, in der nord. Mythologie der Gott des
Meers, der Schiffahrt und des Reichtums, ein Vane.
Nkole, afrik. Landschaft, s. v. w. Ankori.
Nkraän, Stadt an der Goldküste, s. Akkra
Nkutn, s. Kassal. 2
X. N. - homen nesclo (lat., „den Namen weiß ich
nicht“), Abkürzung, die irgend einen Namen ersetzen soll:
ei Höhenangaben Abkürzung für Normalnullpunkt (1. d.)
—X— O——

27

Nob
I0. Namero (ital.), Nummer; zuweilen auch — netto
NO. —⸗ Nordost. F
RNoack, Aug. Historienmaler, geb. 27. Sept. 1822 zu
Darmstadt, großherzogl. Hofmaler und feit 1871 Prof.
un der Techmischen Hochschule das., gest. 12. Nov. 1905;
Hauptwerke: Religionsgesprüch zu Marburg (1870), Pasionsbilder
 Christi (als Altarbilder), auch Bildnisse.
RNoah, Sohn Lamechs, durch feune Söhne Sem, Ham
uud Japhet Stammypater der Menschheit nach der Sint—
lut, nach 1.Mos. 9, 20 Urheber des Weinbaues
Noailles (spr. noaj), franz Adelsgeschlecht. — Adrien
Maurice, Herzog von vi. frauz. Marschall und Staats
mann, geb. 28. Sept. 1678, 1738 Oberbefehlshaber am
Rhein, im Osterr. Erbfolgektiege 27. Juni 17143 vei Det.
tingen geschlagen, dann dis 1758 als Stactorc Leiter
aller auswärtigen Verhältnisse, gest. 24. Juni 1766.
Aecmoires“ (1777). — Panl ve R, geb. 4. Jan. 1802,
849 Mitglied der Akademie, Geschichtschreiber, gest. I2. Mai
885 in Paris; schrieb: „Hictoine do Moe. de Maintenon“
1848 — 58), Histoirs de In mο d St.· Oyxrꝰ
1865). — Emmannel Henri, Marquis de N. geb. 15. Sept.
1830, 1876 Botschafter in Rom, 188286 Konstanti⸗
iopel, 1896 1802 in Berlin; schrieb: „Henri de Valeie
et la Pologne en 15725 (1867)...
Nobbe, Friedr. Pflanzenphyfiolog, geb. 20. Juni 1830
zu Bremen, seit 1868 Prof. an der Forstakademie zu
Tharandt, Gründer der ersten Samenkontrollstation ud
um die Theorie der Stickstoffsammler und deren praktische
Verwertung verdient; schrieb: „Handbuch der Samen—
inde“ (1876) u. a. Tierfabel Name des Löwen.
Nobel (ftz. nohle), adlig, edel, hochsfinnig; in der
Nobel Goble), engl Goldmünze, 1818 1586 geprägt
ind nach den regierenden Fürsten benannt (Eduard-M,
Zeinrich? N. 2c.); nach dem Gepräge hießen sie Rose⸗e
der Schiffs-N. Sie waren auch in Deutschlaud verbreitet.
Nobel, Alfred, Chemiker, geb. 21. Okt. 1833 in Stock⸗
jolm, versuchte seit 1862 das Nitroglyzerin als Spreng⸗
toff einzuführen, erfand 1867 das Dynamit, ferner die
Belatinierung der Schießbaumwolle durch Nitroglyzerin,
ründete Fabriken für rauchloses Pulver in Düneberg an
der Elbe und in Schweden, auch Geschützaeßereien in
zchweden und Ztalien, gest. 10. Dez. 1886 in San Remo;
estimmte. den Ertrag seines Vermögens (144 Mill. Frs.)
ür wissenschaftliche und humanitäre Zwecke Mobelstiftung:
ährlich 3 Preise, Nobelpreise, zum erstenmal verteilt Dez
901; BPreise werden verliehen für Leistungen auf dem
Hebiete der Physik, Chemie, Medizin, Literatuͤr, Fricdens⸗
estrebungenß. Sein Bruder Ludw. M., geb. 1831 in
-tockholm, wandte sich 1874 mit seinen Brüdern der NRaphtha—
ndustrie in Baku zu führte die Versendung des Naphthas
n Tanks und Tanbkschiffen ein, gest. 12. April 1888 in Caunes.
drie Anlagen der Gebrüder N. sind die größten in Baku.
Nobelgarden, Leibwachen ohne kriegerischen Zweck
Nobelite, sJ. Dynamit.
Nobelpreife, s. Nobel (Alfred).
Nobels rauchschwaches Pulver, Nobelpulver, in
Ztalien Ballistit genannt, von Alfred Nobel erfundenes rauch—-chwaches
 Schießpulver aus gleichen Teilen Kollodium und
sditroglyzerin (vielfach auch Kollpdium überwiegend), ist
ornartig, vom spez. Gewicht 1,60, wird in Form von Wür⸗
eln verwendet, gegen Witterungseinflüsse, Stoß oder Rei—
ung unempfindlich, verbrennt ohne Rüuͤckstände.
Robels Sprengöl, s. Nitroglyzerin.
Nobels Sprengpulver, zu den Robeliten gehöriges
Dynantit aus 20 Teilen Nitroglyzerin, J Kohle, 7 Pa—
raffin oder Vaphthalin und 60, Ratronsalpeter.
Nobeistiftung, „Nobel (Alfredd).
Nobiles (lat.), Edle, bei den Römern die Nachkommen
)erienigen, die ein kdurulisches Amt bekleidet hatten;, sie
ildeten die Nobilität, einc Art erblichen Anmitsadel. No⸗
zitis, im Mittelalter s. v. w. Adliger. Nobiti ital.), in
er Republik Venedig der zur Teilnahme an der Regierung
erechtigte Adel. Nobilitieren, in den Adelsstand erheben.
Nobilis Farbenringe, Interferenzfarben dünner
Blättchen, die sich zeigen, wenn man auf eine blanke Nenusil⸗
erplatte durch die Elektrolyse Bleisuperoryd niederschlägt.
Nobility, Noblemen (spr. nohblmen), engl. Bezeich⸗
ung des hohen Geburtsadels; fünf Stufen: Dakes (Her—
zaeln. Mardnesses, Karis (Grafen Fieenntse ßRarüs