Nomina (lat.), Mehrzahl von Nomen (s. d.). J
Nomtinal (lal), den Ramen das Romen) betreffend,
ur dem Namen näch. 4
Nominalismus (mittellat.), die philos. Ansicht, wo—
nach die allgemeinen Begriffe (Univerfalien) als subiektive
Produkte der Abstrattion vbloße Namen, nicht wirkliche
Dinge (Realien) sind (Gegenfah: Realismus), Nomina—
ist. Anhänger dieser Ausihht.
Nomingalwert, Nenunwert, der einer Sache (Obli—
gation, Papiergeld, Scheidemünze ꝛc.) zahlenmäßig bei⸗
gelegte (aufgedruckte, aufgeprägte) Wert imt Gegensatze
zum wirklichen Werte (Real- oder Sachwert) oder Preise
Nomina sunt odissa (sat.), Namen sind gehässig
9. h. es ist besser, keinen Namen zu nennen.
No mittation (lat.), Rennung, Ernennung; Nominatso
auetdris, Benennung des Auktors, im Zivilprozeß die Be—
nennung des Vertreters der Sache durch den Verklagten
Nominativ (lat.), Reunfall, der Deklinationskaͤfus
der im Satze das grammatische Subjekt oder das Prädita
wenn dieses ein Nomen ish) bezeichnet.
Vomingtivpapiere, s. v. w. Ramenpapiere (s. d.)J.
Vominöll, s. ve w. nominal (f. d).
RNominieren (latt), nennen, ernennen.
Nomos (grch), Gefetz Ordnung, Herkommen; Weise,
Mußikstück der alken Griechen, auf der Kithara oder Flöt⸗
borgetragen; dann Verwaltungsbezirk im' alten Agypter
ind im heutigen Griechenland
Nona (Noue, lat.), Gebetsstunde in Klöstern, s. Horen.
Nonae, im altröm, Kalender, s. Nonen!
Nonagon (grich.), Neuneck.
Nonuchalance (frz, spr nongschalängß), das Sichgehen—
issen, lässiges Wesen; nouchalant(spr. nongschaläng) Lässig
None lat. Nona), s. Horen. lunbekummert
Nonen (lat. Nonge), der füͤnfte oder (im Marz, Mai,
Juli, Oktober) siebente Monatstag des altröm. Kalcuders
Nonidi, der neunte Tag der Dekade des fram,
republikanischen Kalenders.
Nonintrusionisten, Partei der schott. Kirche, welche
das Recht der Pfarrerwahl der Gemeinde zusprach und
deshalb 1848 aus der Kirche ausschied.
Nonlus (nach dem Portugiefen Petrus Nonius oder
Pedro Nuñez, 14621577) verschiebbare Vorrichtung ar
Dehim trumnten zur Bestimmung sehr kleiner Maßgroöͤßen,
ie nicht mehr direkt 0 7 38
von der Einteilung —5 ———
Rhelesen werden —V——
onnen, nach dem 5—
eigentlüchen nen ——
auch Vernier (s. d) genaunt Abb. 1255; M Hauptmaßstab
Noerschiebbarer R. bei welchem 1d Teile gleich 9 Teilen
von Msind; da Teilstrich z von Xmit einem Teilstrich (47,
»on AM zusammenfällt, so steht 0 von N auf 42,5 von M].
Nonkonformiften, s. Kouformers und Dissenters.
Xon liquet (lat), es ist nicht klar. [dern viel
Non multa, sed multum (lat.), nicht vielerlei, son—
Nonme (kopt. „BGottgeweihte“), weibliche Kloster—
insassin; erste Nonneuklofter um 340 Lön der Schwester des
Pachomius (f. d.) begrndet R ron Dülmen, s. Emme—
rich, Anna Katharing Nounenorben.r Sien eint
Nonune, Jichten⸗
spinner (Ooneiita vober
Liparis mongcha ,
Tafel: Schmetten
linge T4P), zur Fa⸗
milie der Spinner ge—
höriger Nachtschmetter⸗
ling Vorderflůgel weiß,
mit vielen tiefzackigen,
schwarzen Querlinien,
Sinterflügel weißgrau,
Sinterleib meist osen?
rot. Oft massenhaft auf⸗
tretend und durch seine gefräßigen bräunlichgrünen oder grauen
Raupen den Waldbäunmen, bes. Fichten, verderblich. Gegen⸗
mittel: Sammeln der Fiet im Winter, Töten der ausgekro—
henen, noch zusammensitzenden Raupen, Sammeln von Rau—
den und Puͤppen. sAbs 1256: 8 Eier, b noch zusammien⸗
itzende Räupcheu, — Puppe, d erwachsene Raupe.] — Val
Wachtlsce Ann e 083

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Nor
Ronnenaffe, s. Meerkatze und Tafel: Affen 1,6.
A der kleine Säger (s. d.).
Nonunengeraͤufch „Nonuensauseu (frz. bruit de
ablo), mit dem Hoͤrroht wahrnehmbares sausendes Ge—
üusch in den dußern Drosseladern d.) des Halses, bes
ei blutarmen Perfouen. (336 m.
Ronnenstromberg, Gipfel des Siebengebirges
Nonnenwerth, Rheininsel bei Koblenz, Rolandseck
jegenüber, ehemal. Benedittinernonnentlofter (1802 sätu—
arisiert), jetzt Mädchenerziehungsanstalt
Nonnus, griech. Dichter aus Panopolis in Agypten,
m 4. oder zu Anfang des 8. Jahrh. u. Chr., verfaßte
„Pionysiaka“, hgꝗ. von Köchln (1858) und eine Umn—
chreibung („Metabols“) des Johannesevangeliums in
dersen, hg. von Pafsow (1834) und Graf Marceuus (1861).
Nonvostanz (nenlat), Wiedereinsekungs⸗ Wiader
jerstellungsurkuüͤde.
Non ꝓlet (lat.), es (Geld) stinkt nicht, nach Sue—
tonius Ausspruch Vespasians, als man ihn wegen der
Abortsteuer taͤdelte.
Nonpareil frz., spr. nongparetj, unvergleichlich“),
VBogel, s. Papstfink Nonparrille, kleiͤe Schriftgattuug
oon sechs typographischen Puntten. Nouparce Bezeich
nung großer Brillanten.
Nonplusultra (lat., d. h. nicht darüber hinaus):
»as Höchste, Unübertrefflichste in seiner Art
Non possumus (lat. wir können nicht“), auf Grund
⸗on Apostelgesch. 4, 20 Autwort Clemene! VII. auf die
»rohende Auffordexung Heinrichs VIIT. von Eungland, ihn
»on seiner Gemahlin Kathariug zu scheiden; Weigerungs⸗
ormel der röm. Kurie der weltlichen Macht gegenüber.
Non⸗Resident (engl.), anglikan. Geistlicher der nicht
m Ort seiner Pfründe wohnt.
Non-rostraint (engl.), s. v. w. No-restraint.
Nonsberger Alpen, Gruppe des Etschbuchtgebirges
den Südl. Kalkalpen, im Großen Langenspin ua hoͤch.
Nonsbergtal, s. Noce.
Non soholae, sed vitae disoimus (lat.), nicht sür
e Schule, sondern für das Leben lernt man—
Nonsens (engl. vonsense), Unsinn.
Nonum prematur in annum (lat.), bis ins 9. Jahr
werde es (ein Schriftwerk) zurückgehalten, nach Hora;
Ars poetica“) Regel für die Feile einer literar Arbeit!
Nonvalenz (lat.), Bahlungsunfühigkeit.
Non-valeur (frz. spr. nong wälöhr), Unwert, Wert—
osigkeit; Mehrzahl: NXon-valours, nicht einzutreibende
lußenstände, uͤnbertäufliche Waren.
Noorden, Karl von, Historiker, geb. 11. Sept. 1883 in
Zonn, gest. 25. Dez. 1883 als Prof. in Leipzig Hauptwerk:
„Enrop, Geschichte im 18. Jahrh.“ (Bd, 13, 1879-82).
Noordwijk aan Zee (spr. weit, „eb), Dorf in
der niederländ. Prov. Südholland, mit Noordwükbinnen
889) 5171 E., Badeort.
RNopalpflauze, s. Opuntiæ
Nopalfchildiaus, s. Schildläuse.
Noppen, in der Samtweberei die kleinen aufrecht
tehenden Maschen, welche, aufgeschnitten, den, Flor bil⸗
den; auch die in das Gewebe gekommenen Knötchen und
die Arbeit zur Entfernung der N.
Rorbert, Heiliger, Kanoniker zu Tanten und Köln,
weltlichem Leben zugetan, durchzog nach plötzicher Be⸗
kehrung, seit 1118 Deutschland, Frankreich und die Rieder—
lande als Bußprediger, gründete 1120 deun strengen Pra—
moustratenserorden, 1126 Erzbischof von WMagdebuͤrg, gest.
6. Juni 1134; 1582 heilig gesprochen Is. Bälage:“ Heis
lige ꝛc. J. — Bgl. Hertel, „Leben des heil. R.“ (aus den
Monnments Germanice“ überfetzt, 1880), Zak (1900)
Rorberuner, Prämonstratenser.
Norburg (düän. Nordborg), Flecken im preuß. Reg.⸗
Bez. Schleswig, auf der Insel Alsen, an' eintm See,
(1805) 1134.6., Amtsgericht.
Norcia (spr. -tscha), das alte Nursia, Stadt in der
tal. Prov. Perngia, ani Fuße der Monti Sibillini, (1001)
3722 E.; Tuchfabriken, Handel.
Nord sspr. nohr), noͤrdlichstes und industriereichstes
Dep. Frankreichs, 5774 4km, (1901) 1866 904 E.; flach
ind von der Schelde und ihren Zuflüssen wie von Kanälen
240 xm) reich bewässert; hoch eutwickelt die Laudwirt
Haft, aroße Steinkohlenlager