Nor

281

Nordmann, Johannes, Schriftsteller, eigentlich
Rumpelmaier, geb. 18. März 1820 zu Landersdorf be
Krems, Journalist in Wien, gest. das, 20. Aug. 1887; schrieb
Gedichle (1847 u. 1882), Romane, Frühlingsnächte in Sa
amanca“ (8. Aufl. 1880), „Meine Sonntage“ (2. Aufl
880), die epische Dichtung „Eine Römerfahrt“ (18764
Nordmannen, s. Norntannen. [77) u. a
Nordmark, s. Altmark.
RNordostkap, s. Tscheljuskin.
Nordostland, Nordlaud, zweitgrößte Jusel von Spitz
dergen, nordöstlich von der Hauptinsel Westspitzbergen
durch die Hinlypenstraße, von ihr getrennt, 10462 qkm
Nordöstliche Durchfahrt, Seeweg längs der nördl
Küsten von Europa und Asien, durch die Beringstraße
zum Stillen Ozean. J[Beilage: Entdeckungsreisen
Karte: Polarlünder Tu. L.1.] [Passate)
Nordostpassat, der Passat der nördl. Halbkugel
Nordostseekanal, s. Kaiser-Wilhelm-Kanal.
Nordpaͤzifische Sporaden, die zwischen den Sand
vichinselu und Japan liegenden unbewohnten Inseln (außer
Bonin- und Vulkauinseln).
Nordpol, s. Pol.
Rordpolarländer, Arttische Polarläuder, Arktis.
die Länder nördlich des Arktischen oder Nördl. Polarkreises
(6620 n. B.), von Europa Lappland, die Halbiuseln Kola
und Kanin, der nordöstlichste Teil des Europ, Rußland
mit der Petschoramündung; von Asien die Tundren Nordsibiriens
 mit der Taimyrhalbinsel; von Amerika die Nord⸗—
küste vom Forkanal bis zur Beringstraße mit der Halb—
iufel Boothia Felir; dazu die Inseln nördlich vom Nördl.
Polarkreis. Die arktifschen Inseln ca. 3860 000 qkm
91500 E. — Nordpolexpeditionen, Forschungsreisen zur
Erreichung des Nordpols und Erforschung der Länder und
Meere um den Pol. [O. Karte und Tafel: Polarlän-—
der Lu. II und Beilage: Entdeckungsreisen.] — Vgl
von Hellwald, „Im ewigen Eis“ (1881), Löwenberg (1886)
Andrec, „Der Kampf um den Nordpol“ (5. Aufl. 1889),
Weber (1898), Dittmer (1901), Hassert (1902), Sievers
ind Kükenthäl, „Australien, Ozeanien und Polarlünder
Nordpolarmeer, s. Eismeere. [(2. Aufl. 1902)
Nordpunkt, s. Mitternacht.
Rordre Bergenhus, Amt im südl. Norwegeu, an
der Füste, I8 181 4km, (1800) 89 041 E. mit dem Sogne⸗
fjord und Jostedalsbrä; einzige Stadt Florö, 937 E.
Nordre Throndhjem, Amt im mittlerüu Norwegen,
22 hee ”ν (4000) 88433 E.
Nordsee, Dentsches Meer, bei den Dänen und Nor⸗
wegern Westsee, engl. German Ocean, mit dem Grit.)
Kanal durch die Straße von Calais, mit der Ostsee durd
das Kattegat (und deu Kaiser-Wilhelm-Kanal) verbunden,
cac sod ood qen. Tiefe gering, in der Mitte auf der
sroßen Doggerbant nur 20—40 mn, sonst meist 3052100 2
m Rordosten tiefe Rinne längs der norweg. Küste (260
809 m). sKarte: Europaã.]
Nordfeekanal, Verbindung Amsterdams (des Zui—
dersees) iit der Nordsee (Jimniden), 18656 — 76 gebaut
27 XmIg., 120 125 mm, vor Amsterdam
300 m ubri, 4-0 mm tief sKarte: Niederlande
 zc. I‚A.
Nordsomerset (engl. North Somer⸗
fet), Insel im Arktischen Archipel von
Amerita, südlich von der Barrowstraße,
24680 qkm.
Nordstemmen, Dorf im preuß. Reg.
Bez. Hildesheim, Bahnknotenpunkt, (1900)
1506 E.; Zuckerfabrik.
Nordstern, der Polarstern (s. d.). 6
Rordfiernorden (das sog. Schwarze 1257. Nord⸗
Baud), schwed. Zivilorden, 28. April 1748 sternorden.
von König Friedrich J. gestiftet IAbb. 12571].
Nordstrand, nordfries. Insel an der Westküste
Schleswigs, 46 qkw, (1805) 2096 E., Amtsgericht, früher
mit der ZJusel Pellworm (58 qkm, 1757 E) zusammen—
dängend, durch Sturmfluten (1862, 1634) zerrissen.
Nordterritorium, s. v. w. Nordaustralien.
Rordtiroler Kalkalpen, Teil der Rördl. Kalkalpen
vom Fernpaß bis zur Saalach; im Zugspitz 2963 m; der
Hochgebirgszug zerfällt in die Wetterstein-, Karwendel—
Fruphe, Brandenberger Alpven und Kaisergebirge: der Vor—

ilpenzug zerfällt in das Vilser Gebirge, die Ammergauer
ind A Alpen.
Norduist, Insel, s. North Uist. A36
Rordwesikompanie, eine 1783 gegründete Rivalin
jer Hudsonbaikompanie (s. Huͤdsonbailaͤnder), 1821 mit
hr vereinigt. J
Nordwestliche Durchfahrt, der Seeweg vom nördl.
Atlant. Ozran durch den Arktischen Archipel von Amerita
ind die Beringstrahe in den Stillen Ozean. Beilage:
ckntdeckungsreisen; Karte: Polarländer 5.)
inesihe Grenzprovinz(engi RorihWestlern]
zrontier Province), brit-ostind. Frovinz, 42 646 qkm,
1801) 21285480 E.; Hauptstadt Pischawar.
Rordwesiprovinzen, seht Agra, brit.-ostind. Pro⸗
inz, s. Vereinigte Provinzen von Agra und Oudh.
dordwestterritorien (engl. North West Terri⸗
ories), früherer Nanme des Teils von Brit.Rordamerita
istl. vom Felsengebirge, schwach bevölkert.
RNoreja, die Hauptstadt des alten Nuricum (s. d.)
etzt Nenmarkt in Steiermark, 118 v. Chr. Sieg der
ximbern über die Römer.
Nöorenberg, Stadt im preuß. Neg.-Bez. Stettin, am
ẽEnzigsee, (1805) 2633 E., Amtsgericht.
strant(cugl, spr. rehnt, „Nichtbeschräu—
fung“), von Conolly (s. d.) eingeführtes System der Be⸗
handlung der Geisteskranken ohne niechan. Fesselung durch
Zwaugssacke, Riemennn. 9. vergns
Rorfoltk (pr. uöhrfock), auch Northfolk. 1) Graf⸗
chaft im östl. England, an der Nordsee, 5295 4km, 4901)
60040 6E.; meist Tiefebene; Hauptstadt Norwich. ꝓ.2) Ha⸗
fenstadt im uordamerik. Staate Virginien, am Glizabetn
usfe (1000) 46 624, mit Bertley und Portsmouth 6s os⸗ 6.
31 R. Norfolkinsel. brit, Juͤsel im Stillen Ozean, ost⸗
nordöstl. von Sydney, Kronkolonie unter dem Goͤuverneur
don Reufüdwales, 11,8, mit der Philipiusel 43,5 qkni,
1901) 827. E.; früher Verbrecherkolonie.
Rorfolt (sor. udhrfock), Herzogstitel der engl. FJa⸗
milie Howard. — Thomas Howard, dritter Herzog den
N. geb 1474, Gunstling, Heinrichs vIII. der N⸗
Richten, Anna Boleyn uud Katharins Howard, heiratete.
1546 in den Tower geworfen, entging der. Hinrichtung
durch den Tod des Königs, erhielt unter Maria J. die
Feihein goft 28. Aug. 1864. Sein Entel, Zhoma⸗
Howard, vierter Herzog von N., geb. 1636, Gůnstling
Elisabeths, erstrebte als Bewerber üm die Hand der ge⸗
fangenen Maria Stuart deren Befreiung, 2. Juni 167
hingerichtet. — Jetziger Inhaber: Heury Fitzalan Howard,
nnfzehnter Herzog von N., geb. 27. Dez. 1847, eifrige
ꝛatholik, 1888 —1900 engl. Generalpostmeister.
Rorfolkiusel, s. Norfolk, 3.
Norfolktanne, s. Araucaria.
Morge sspr. norie), norweg. und dän. (auch schwed.
Name für Norwegen. sportgefäßen
Norka (spau.), Paternosterwerk mit Kästen als Trans⸗
Roricum, sm Altertum das Land zwischen Donau—
Inn, den Karnischen Alpen und dem Wiener Wald (Süd⸗
Merreih Salßbueg, Stelermart, Karnten), von den kelt.
Taurislern (spüter Noriker genannt) bewohnt, 15 vp. Chr.
kaiferl. Hausprovinz; Hauptstadt war Noreja (1. d
außerdem wichtig Juvavum (Salzbura), Lentia (Linz),
Laureacum (Lorch) u. a.
Rorische Alpen, Teil des Gneisalpenzugs der Ost⸗
alpen, inm S. des Murtals, zerfällt in Gurktaler Alpen
im W., Lapanttaler Alpen und Bacher- und Posruckgebirge
im SO., im Eisenhut 2441 mm hoch.
Norifche Stufe, Mergel-, Schiefer-, Dolomit⸗ nud
zaltsteinschichten, unterstes Glied der Obern Alpinen Trias.
MNorki, Norten, Fuchsfelle, s. Nornik.
en and chtß, eine Regel, die nicht aus
den Erscheinungen durch Beobachtung entnommen, sonderu
hnen als Anforderung auferlegt wird, Muster; normal.
egelrecht, musterhaft. — Im Buhhdruck heißt R. der abge⸗
uͤrzte Buͤchtitel am Fuße der ersten Seite jedes Bogens;
m Strafrecht wird von einzelnen N. der Teil genaunt,
n dem die Voraussetzung für die Strafandrohung gegeben
st (vgl. Binding, 2. Aufl. 1880).
Rormalarbeitstag, Maximalarvbeitstag, die gesetz⸗
ich bestimmte höchste tägliche Arbeitsdauer der Fabrit⸗
reiter oder der Gewerbsgehilfen überhaupt, in der