Nor

Norrland, der nördlichste und voltsärmste der drei
isior. Hauptteile Schwedens.
Nort (spr. nohr), Stadt im franz. Dep. Loire-Infe⸗
ieüre, an der Erdre, (1901) 13428 E.
Nörten, Flecken im preuß. Reg.-Bez. Hildesheim,
i00) 1611 E. [IV. ꝑ.).
North, Christopher, Pseudonym von John Wilson
North, Frederick, Lord, Graf von Guilford, brit
Staatsmann, geb. 183. April 1733, seit 1770 am Staats—
ruder, rief durch seine hartnäckige Beibehaltung' des Tee⸗
——
1782 zurück, im Koalitionsministerium 1783 Staats
sekretär des Innern, gest. 5. Aug. 1792.
North Adams, Ort im nordamerik. Staate Massa—
husetts, am Hoosacflusse, (1900) 24 200 E.; Industrie
Northampton (spr. nohrthämmt'n). 1) Grafschaf
im mittlern England, 2598 4km, (1801) 338064 E.
meist eben und gut bewässert. — Die Hauptstadt N. am
Nen, (1904) 91946 E.; normann. St. Peterskirche; Schuh
fabrikation; Eisen- und Messingwarenindustrie; Handel (bes
Holz und Kohlen); hier 1460 Sieg Richards von Vork über
Heinrich VI. — 2) Stadt im nordamerik. Staate Massa
chusetts, am Connecticutfluß, (1900) 18643 E.; Groß
handel, Industrie.
North Attleborongh (spr. ättl'börd), Ort im nord⸗
amerik. Staate Massachusetts, (1900) 7253 E.
North Bierley, Bierly Epr. bihrle), Stadt in der
engl. Grafsch. Hork (West Riding), (1901) 22151 E.
Northbrook (spr. bruck), Thomas George Baring
GBraf von, liberaler brit. Staatsmann, geb. 22. Jan.
1826 als Sohn Sir Francis Barings, 1872—76 Bize⸗
tkönig von Indien, 1880—585 Marineminister, gest. 16. Nov
904 iun London. llina
North Carolina, nordamerik. Staat, s. Nordkaro
North Channel (spr.tschännel), s. Nordkanal.
North Daktota, nordamerik. Staat, s. Norddakota.
RNorth Devon, Insel, s. Norddevon.
North Dowuns, Kreidehügel in Südengland, s. Downs
Northeim, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Hildes
geim, an der Rhume, (19085) 79884 GE., Amtsgericht, Real
broghnasium, Lehrerseminar, Gewerbe-, Handelsschule
Rorthern Territöry, s. Nordaustralien.
Northfleet (spr. flihtz), Stadt in der engl. Grafsch
Fent, an der Themse, (1501) 12913 E.; Zementfabriken.
Northfolt, engl. Grafschaft, s. Norfolk.
Rorth Foreland, englt. Vorgebirge, s. Foreland,
Rorth Fork, Teilname des Oberlaufs des Nebraska
Rorth Ridiung (spr. rei⸗), der nördl. Distrikt der engl
graffch. Hort, 55150 Jem, (100) 303 148 E.
NorthShields (spr. schihlds), Gem. in der engl. Grafsch
Northumberlaud, am Tyne, Vorhafen von Newcastle.
Rorth nift (spr. eusth, Norduist, brit.⸗schott. Insel
eine der AÄußern Hebriden (Long Island), 207 4km
(1901) 3862 E.; Viehzucht, Fischerei.
Rorthumberland (spr. nohrthömmb'rländ), nörd—
lichste Graffch. Englands, 3218 gicn, (1901) 602859 E.
Haͤuptstadt Newcastle (on Tyne).
Northumberland (spr. nohrthömmb'rländ), Grafen;
und Herzogslitel mehrerer beruͤhmter Geschlechter Eng
lands, bes. der Familie Perch. — Heury, Lord Percy
1377 Graf von N., erst Anhäuger, dann Feind Hein—
richs IV. suchte diefen mit Hilfe der Schotten zu stürzen,
wobei sein Sohn Henry de Percy (GHotspur) 21. Jul
1408 bei Shrewsbury fiel. Später beteiligte er sich an
der Verschwörung des Erzbischofs von Vork gegen, den
König, fioh nach Schottland und Wales und fiel be—
einem Einfall in Englaund 19. Febr. 1408. (S. auch Dudley.
Northumberlandstraße, Meerenge zwischen der
PBrinz-Eduard-Insel und Britisch-Nordamerika.
Northumbrien, das nördlichste der drei größert
angel sächs. Königreiche, 829 von König Egbert von Wesse—
unkerworfen. swestliche Grenzprovinz
North West(ern) Frontier Province, s. Nord—
North West Territories, s. Nordwestterritorien.
Northwich (spr. witsch), Stadt in der engl. Grafsch
Cheshire, am Zusammenfluß des schiffbaren Weaver und
Daué und am Grand-Trunk-Kanal, (1901) 17 609 E.
Hauptsitz des Salinenbetriebes in England; Industrie.
Nortonbrunnen, s. Abessinischer Brunnen [Abb. 8]

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Nortonsund, Busen des Beringmeers, in den der
ikon mündet; air ihm das Kap Rome.
Roriorfglecken im preuß. Reg.eBez. Schleswig,
1900) 2252 E. Amtsgericht. t
Rorwaikt (jpr. wahth. 1) Hafenstadt im nordamenit
Saale Apnnecteut an der Mündung des Korwaltflufes
n den Loug⸗Island-Sund, (1900) 6125 E.; Seebad. —
) Stadt im nordamerik. Staate Ohio, 7074 E.
Norwegen, dan, norweg. und schwed. Norge, das
vestl. Königreich der Skandinavischen Halbiusel Karte·
Schweden, Rorwegen und Dänemart J, bei Skan⸗
dle uboο 224Oä3 G., große, durd
tief eingeschnittene Meeresbuchten (Fijorde)
gegliederte Hochgebirgsmasse (Mittelhöhe
190 m, höchste Erhebung der Galdhöpig⸗
gen 2560 w) mit zahlreichen Seen (ins—
gesamt 7694 4km0) und Flüssen (Glom—
men 567 kmelg.), voller unbewohnbarer
Fels- und Schneewüsten (240 000 4k700);
klima durch die Westwinde und Meeres—
strömungen feucht und gemäßigt mit mil⸗
den Wintern und kühlen Sommern. Ge—
werbe. Der Ackerbau, etwa von der
Hälfte der Bevölkerung betrieben, deckt
uüücht den Bedarf [s. auch Beilage: Ge—
réide]J; zunehmende Viehzucht; gewinn—
reich die Forstwirtschaft (68 2004km) und die Jagd auf
Pelytiere, Sechunde Walrosse, Cidetgünfe ung.; ichti—
ger Erwerbszweig die Fischerei, bes. Hochseefischerei auf
dabetsau (Vorschj und Hering, hauptsachtich zwischen den
ꝛofoten und dem Festlande im Westfjord, dem besten Fisch⸗
ag Enropas (2030 ood Fischer); es sind jährlich etwa
00 000 Personen mit der Fischerei auf Kabeljau Dorsch)
ind Hering beschäftigt; Fischereiertrag jährlich im ganzen
ca. 30 Mill. Kronen. Judusirie unbedeutend, erwühneus⸗
wert Holz-, Tertil- und Metallindustrie, Papiermühlen
und Sägewerke; Bergbau (auf, Eisen, Silber, Kobalt,
Kupfer und Chrom) wenig ergiebig; Handel durch gute
Zandungsplätze gefördert; s. Beilagen: Europa und Han⸗
del und'sßsandelsmarine; Schiffsverkehr im Eingang
1904) 11866 Schiffe mit 3951960 Registertons. Wich⸗
ige Handelsstüdte: Kristiania, Bergen, Drammen, Sta⸗
anger, Kristiausand, Frederiksstad; Eisenhahnen meist
Staatsbahnen) (1905) 2490 xm Is. auch Beilage: Eisen
zahneu)]; Staatstelegraphenlinien (1904) 9785 km. Die
gzevölteruug, außer 181478 seßhaften und 1202 nomadi—
chen Lappen sowie 7777 Kvänen (Finnen), nordgerman.
Stammes,; größenteils Lutheraner mit bischöfl. Verfassung—
1868 Römisch-Katholische, 642 Israeliten; Universitãät zu
ristiania; verbreitete Schulbildung, in den entlegenen,
ünn bepölkerten Gegenden Wanderschnlen. [S. auch Bei⸗
agen: Berufs- und Gewerbestatistik und Aus⸗
vanderung.]
Die Verfassung von Eidsvold (4. Nov. 1814, geändert
7. Juni 1905) trügt unter monarchischer Form demokrat,
Charakter mit fast republikanischer Regierungsweise, doch
inter faktischer Auerkennnng der Aristotratie des bäuerlichen
Besitzes; verfassungsgemäß ist N. ein Königreich, das his
1905 mit Schweden durch Realunion verbunden war. Ge⸗
ehgebung durch den Storthing (117 indirekt gewählte Mit⸗
Meder) 'und den König (mit beschränktem Veto), Be⸗
teuerung durch den Storthing allein; oberste Regierungs⸗
hehörde der Staatsrat, bestehend aus 10 Ministern 26.
inter ihm 20 Amtmänner, Vorsteher der 20 ümter;
Finteilnug in die beiden Städte Kristiania und Bex—
gen und 18 Amter; höchstes Gericht in der Hauptstadt
Fristianig. Finanzen s. Beilage: Finanzen. Wappen im
roten Felde ein 8 aufgerichteter Löwe mit der Helle⸗
harde des heil. Olaf [Abb. 12591; Flagge rot mit blauem
dreugz fTafel Flaggen s Heerwesen. Seit 1888 besteht
allgemeine Wehrpflicht vom 28. Jahre an, in der aktiven
Armee und in der Landwehr je 6, im Landsturm 4 Jahre,
Die Dienstzeit im ersten Jahre (Retruteuschule) beträgt
18 (Train) 48 (Infanterie und schwere Artillerie), 60 Ge⸗
irgsartillerie), 72 (Genie), 82 Seldartilleries und 192
Kopallerie) Tage. Jeder waffenfühige Mann gehört pom
ig. his 80. Kebendjahre zum territorlalen Landstuͤrin. Glie—
derung im Frieden: 5 Jufanteriebrigaden zu 4 Korps mit
Batalilonen der 3 Aufgebote (slebendes Seer, Landwehr.