Vandsturm), 1 Garde- und 2 Kompanien Radfahrer
3.Korps leichter Kavallerie (2 Eskadrons), 1Abteilung
Mitrailleusen (4 Geschütze) für sede Brigade, Garde, für
die nördl. Gegenden und für das Kavallekiekorps, 8 Feld—
artilleriekorps mit 27 Batterien und 1 Parkkompanie,
2 Gebirgs-, 1 Positionsbatterie, 6 Festungsartilleriebatail⸗
lone, Telegraphentruppen, Mineure, Sappeure ꝛc. Die
gesante Friedensstärke der Linie und Landwehr erhöht sich
zeitweilig bis auf 28s—85 000 Mann; die Kriegsstärke soll
50000, die des Landsturms wenigstens 20000 Mann sein.
Die Jufanterie führt das 633s mu-Magazingewehr Krag-Jörgensen,
 die Artillerie 8,4 em-Hinterladegeschütze. Die
Marine zählt je 4 kleine Panzerschiffe und -monitore
11 Kanonenboote, 34 Torpedofahrzeuge.
Geschichte. N.s Urgeschichte ist durchaus sagenhaft; die
Bewophuer (Normannen, s. d.) kamen durch ihre Seezüge
(Wikingsfahrten) mit dem übrigen Europa in Berührung.
Olaf J. führte gegen Ende des 10. Jahrh. das Christentum
ein. Olaf II. wurde 1028 durch Knut von Dänemark ver—
trieben. Die dän. Herrschaft endete 1035, und RN. blieb
unter einheimischet Königen bis 1318, wo der Manns-—
stamm derselben mit Hakon V. ausstarb uͤnd dessen Tochter
sohn, der schwed. König Maguus Erikssohn, geiwählt ward
Derselbe trat N. an seinen Sohn Hakon VIĩ. ab, dem 1380
sein Sohn Olaf V. folgte. Als dieser 1387 starb, ver
einigte seine Mutter, die dün. Prinzessin Margarete, in der
Kalmarischen Union 1397 die Kronen von N., Dünemarf
und Schiweden. Letzteres trennte sich 1628 für immer,
während N. mit Dauͤnemark vereinigt blieb, bis es 1814
au Schweden abgetreten wurde; es unterwarf sich aber nur
nach der Gewährung der Verfassuug vom 4. Nov. 1814
die es seitdem gegen alle Unionsbestrebungen wahrte. Ein
langjähriger Verfassungskonflikt wegen der Teilnahme de
Minister an den Storthingsverhandlungen endete 188
mit Versetzung des gesamten konservativen Ministeriumt
Selmer in Anklagezustand und Verurteilung zu Amtsent—
setzung, worauf der radikale Sverdrup ein Ministerinn
bildete, das aber 1889 einem konservativen weichen mußte
1891 erlangte die radikale Partei wieder die Mehrheit,
1897 sogar die Zweidrittelmehrheit, und arbeitete unent—
wegt auf die Trenuung von Schweden hin. Das ge—
mäßigte Ministeriunt Stang und Hagerup (1892 —88
wurde durch den Radikalen Steen (bis 1902) ersetzt. Diese
—
rechts und der reinen Flagge durch. Unter dem Ministe—
rium Hagernp (1903 bis 1. März 1905) neuer Konflit!
mit Schweden, der unter dem Ministerium Michelsen 7. Juni
1905 zur Auflösung der Union führte, durch Volksabstim—
mung 13. Aug. bestätigt. Eine weitere Volksabstimmung
entschied 13. Nov. für Beibehaltung der Monarchie; darau
18. Nov. Prinz Karl von Dänemark (als König von N
Hakon VII.) zum König gewählt. — Vgl. Hellaitd (nor—
weg., 1884 f9. u. 1893), Vibe (norweg., 1883fg.), Magnus
—— 1898), Ruge (1899; 2. Aufl. von Nielsen
1905), La Norvège“ (19060), Deckert u. a. (See—⸗
fischerei; 1801); zur Geschichte Munch (uorweg., 8 Bde.
18263 deutsch 186351), Sars (norweg. 4 Bde.
873-91), Overland (uorweg., 5 Bde, 188887).
Norwegische Missison, 1642 begründete Geselischaf!
u Stavanger, wirkt in Ratal, Zulnland, Madagastar
nie ca. 20 Stationen mit 50000 Christen.
Rorwegische Nachtigall, die Rotdrossel (s. Drossel).
Norwegische Sprache und Literatur. Das Ält—
norwegische ist seit der Kalmarischen Union in seiner Weiter—
entwicklnug durch die dan. Sprache gehemmt worden, so
daß heute in Rorwegen das Danische Schrift- und Um—
hangssprache ist. Die altnorweg. Sprache lebt fort in
8 großen Anzahl Dialekte, aus denen die Partei dees
Maalstrev nach Aasens Vorgaäug eine noxweg. Literatur—
prache zu schaffen fuchte. Viele'norweg. Dialektausdrücke
snd jetzt in die Schriftsprache eingedrungen. Die Aus-Diane
 des Norwegischen ist der des Schwedischen ähnlich
ehrbuch von Poessiun (2. Aufl. 1000).
aie uorweg. Litergtur blühte schon um 800: Bragi der
Thiodolf u. a. Die Kolonisten nahmen sie mit nach Is—
a Islandische Spruche und Literatur). Im 13. Jahrh.
Samnilungen zahlreicher Voltsgesehe, Geschichts- und UÜber—
ngeuitergtun unter König Sperrir (1177—1202) und
Aakon dem Alten s1217639. UÜbersebung der Triftans—

27

No

aga, Percevalssaga, Karlamagnussaga, Barlaamssaga,
Elissaga, Thidrelsfaga, (j. d.) der lehrhafte Diglos
des „Speenlum regate“. “ Aufblühen der norweg. Lite—
atur seit 1814; den Anfang bezeichnen die Dichter Werge—
and, Welhaven und Andreas Rulch, denen sich Monsen,
Blont Moe, Jensen u a. anschließen. Einen größern
Aufschwung hat neuerdings die Literatur, bes. die dra—
matische, unter Ibsen und Biöruson genonimen. Hervor—
ragende Romanschriftsteller sind CTannlla Collett, Magda⸗
sene Thoresen, Jonas Lie, Elster, Kielland, Arne Gar—
borg, Amalie Skram, Kr. Janson, Gima Heiberg, Wilh.
und Thom. Krag, Finne, Hamfun u. a.; Lyriker: Vinje,
Aasen. Geschichtsforscher: P. M. Munch, R. Keyser, Lange,
Zars, Daae, G. Storm S. Rihot, Undset; Unger,
b. Bugge, Fritzuer; Rechtshiftoriker Aschehong, Anhert;
Lhilosophen; Trescher, Monrad; Mathematiker Galberg,
S*. Lie. — Vgl. Halvorfen., Norst Forfatter-Lexiton⸗
i881 fg.); Jaeger (norweg, 1896), Mogk (1908)
Norwich (sr. norritsche ) Baupistadt“bet engl.
Krafsch. Norfolt, nahe der Mündung der Weusum in die
Hare, (1804) 115538 E. Kathedrale (1006 1510 a
aut). — 2),.N. (spr. nörritsch oder noͤhrwitsch), Stadt
m nordamerik. Stagte Connecticut, an dem Themiseflusse,
1800) 17 251 E, Fabriken von Wollwarem, Feuerwaffen?c.
Norwopod (spr. wudd; Upper und Lower oder Sonth
2.).südl. Vorort von London, in der Grafsch. Surrey,
Nörz, s. Stinkmarder. [(1801) 33887 E.
Noscoe te psum (lat.), Erkenne dich selbst Uber—
ung des griech. Gnothi seauton (s. d).
Nosean, Mineral, s. Haünn.
Nösen, ungar. Stadt, s. Bistritz.
Nosogenie (grch.), Entstehung einer Kranukheit; Noso—
jzeographie, Darstellung der geogr. und klimatischen Ver—
reitung der Krankheiten; Nosokomte, Kraukenpflege; Nofo⸗
ominm oder Nosodochium, Kraukenhaus Nosologre, Krank⸗
eitslehre; Nosophobie, Krantheitsfurcht, Hypochondrie.
Nossairier (fälschlich Anfarier oder Anßarier), eine
er grabisierten Völtkerschaften Nordsyriens, befondere
chiitische Sekte mit vielen Elementen des alisyr. Natur-„ienstes,
 ungefähr 75 000 Seelen. J
Nossa Senhora da Victoria (spr. ßenjo-), Stadt
Brasilien, s. Victoria. lin Brasilien, s. Desterro.
Nossa Senhora do Desterro (spr. genjs), Stadt
Nößel, älteres Flüssigkeitsmaß, die halbe Kaune.
Noffen, Stadt in der süchs. Kreish. Dresden, an der
rreiberger Mulde, (1908) 4876 E. Amtsgericht, Ver—⸗
orguugsanstalt für blödsiunige Kinder, Lehrerseminar.
Rofsi Béẽ, Rossi Varin, franz. Insel an der Nordwest—
küste Madagaskars, fruchtbar, 65 akKm. 8000 E.; Hauptille.

rdihdee Varah, Jusel, s. Sainte-Marie de Madagaskar.
Nosowts, Zeen im us. Gouv. Tschernigow, 147 13 E.
algie (grch.), Heimweh.
—28 e Adelsgeschlecht der Oberlausitz, in drei
zräfl. Linien blühend. — Graf Aug. Ludw. Ferd. von N.,
zreuß. General, geb. 27. Dez. 1777 zu Zessel bei Ols,
1813 und 1815 Adjutant Blüchers, 1849 General der
davallerie, 1830 —60 Gesandter in Hannover, gest. 28. Mai
1866. Sein „Tagebuch“ hg. 1884 und 1888. — Gräfin
Maͤthilde Pauline von N. Gattin des Grafen Josepthh
dittmar von N. (gest. 1871), in erster Ehe vermählt mit
»em Naturforscher Johann Wilhelm Helfer aus Prag (von
sen Eingeborenen auf den Andamauen 30. Jan. 1840 ge⸗
Itet), beschrieb dessen Reisen in Vorderasien und Indien
1873), gest. 12. Juli 1881 in Meran.
Nostiiz⸗Wallwitz, Hermann von, süchs. Staatsmanu,
jcb. 30. März 1826 zu Oschatz, 1866—01 süchf. Minisiet
es Innern, 1876—v82 auch des Äußern und 1882 95
Minister des königl. Hauses, gest. 10. Jon. 1906 in Dresden
NXOStoo Vaoucs., Sitter⸗ We
aige, Gallertalge, Algengattg. vbe
der Nostochazeen. N. com. e
nũne 3 ceunratn- *
iche, von farblosen Grenz⸗— —— .
g unterbrochene Fäden — —
Abb. 1260) einzelliger, blau— A
zrüner Algeu, auf feuchtem Boden gallertige Lager bildend,
ie bei Regen aufquellen und sichtbar werden. Viele Arten
zilden die Gonidien der Gallertflechten (5 Bbei Collema)