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u
3.

Numeralla (lat.), Zahlwörter.
Numeri (late, d Inen das 4. Buch Mose
veil es mit einer Volkszähluug beginnt.
Numerieren Gat.)zuͤhlen, mit Ziffern bezeichnen.
RNumerisch (von Rumetus), was sich auf bestimmte
Zahlen bezieht, im Gegensatz zu algebraisch, wo nur all—
zemeine Buchstabenzeichen zur Anwendung Helangen.
Numerus (lat), Zahl, Zifser; in der Grammatik die
Unterscheidungsform der Cinzahl (Singular), der Zwei—
ahl (Dual) uͤnd Mehrzahl (Rlural); die melanes, Spra⸗
hyen haben auch einen Ausdruck fur die Dreizahl (Trial)
AM. aursus, s. Goldene Zahl.
Numidlen, altes Koönigreich in Nordafrika, ursprüng—
lich etwa das heutige Algerien.“ Masinissa vereinigte 201
v. Chr. die Nuͤmidier zu einem Reich mit der Hauptstadt
Hippo (Hippo Regius, heute Sebus), später Cirta (beute
Constantsne), Nadh der Schlacht bei Thapsus (46 v. Chre
wurde N. röm. Provinz.
Numismatik (grch), Münzkunde, die Wissenschaft,
welche das Studium der Münzen und Medaillen zuni
Gegenstande hat, bildet einen wichtigen Zweig der Archäo—
logie. Man teilt sie ein in die alte N., die mit dem
weströnt. Kaiserreich endet, die mittelalterliche, die mit den
Byzantinern und init den Münzen aus den Zeiten der
Völkerwanderung beginnt, und die moderne, von der Re—
naissancezeit an. Besondere Abteilungen bilden die vrieut.
und die überseeischen Münzen. [Hierzu Tafeln: Münzen
Lu. II.) — Bgl. Halke, „Einleitung“ (2. Aufl. 1889);
Dannenberg, „Grundzüge“ (2, Aufl. 1808); Stauler
Lane- Pool, Coins aud medals“ (1882). Kirmis,
„Münzen und Medaillen“ (1906).
Numittor, in der röm. Gründungsfage
König von Alba, von seinem Bruder Amu—
lius entthront, von seinen Enkeln Romulus
und Remus wieder eingesetzt.
Nummuliten, Münzsteine, Linsen-⸗ 1261. Rumsteine,
 flachlinsen- oder scheibenförmige bis mulites laevitalergroße
 Schalen einer ausgestorbenen gata.
Gattung der Wurzelfüßer [Nummulites laevigata Lam.
flach durchschnitten, die entstehenden Hälften etwmos ver
schoben, Abb. 1261], für gewisse Schichten
der Tertiärformation (Nummulitenforiug⸗
tion, Nummulitenkalt sAbb. eines Stückes
12621. alpine Fazies des Eozäus) wichtig.
Nummus (lat.), Geldmünze, insbes.
der Sestertius (s. d.).
Nun. Kap N. Kap Draa oder Los
Morrelos, Vorgebirge an der Südwestspitze d“
Marokkos. — 2) Hauptmundungsarnmi des ——
Riger. — 3) Marotk. Landschaft, südl. vom 1262. Numnmin-Anti⸗Atlas.
 litentalf
Numneaton (spr. nönniht'n), N. and Chilvers Cotton
Stadt in der engl. Grafsch. Warwick (1901) 24995 6.
Nunkupieren (lat.) nanmhaft machen, in rechtlichen
Form erklären; Nuntupation, Etnennung, bes. Einsetzung
zum Erben. [spruch des Welfenhauses
Xunquam rotrorsum (lat.), niemals zurück; Wahl
Nunziaut (lat.), wer von etwas Anzeige macht
Nunziat, der, gegen deu eine Anzeige eingereicht ist: Nuu
ziation, Anzeige, Meldung. V
Nunzium (iat), in Osterreich-Ungarn die schriftlich
Mitteilung der Beschlüsse zwischen den Delegationen.
Nunzlrus (lat.) papst!. Gefandter (nur in den wich
tigsten Faͤllen Kardindle“ als Pronunzien); früher Lega⸗
d)z Nunziatur, Amt und Sih eines Rl, nac der Re—
sormation im Interesse der Gegenreformatiom errichtet zuers
in Wien, Köln, Luzern, Brüssel, zur Vertretung des Papstes
als geistl. Richters, wie zut Propaganda; feit 1622 der
senjregation de propagands tde unterstelit. 1785 kan
die N. von Muͤnchen hinzu. Konflikte mit den Erzbischö—
fen fuͤhrten zur Emser Punktation (s. d.). Heute die di⸗
Vman Verlreter des Papstes in Wien, Paris, Madrid
isabon (ersten Ranges), Vruͤssel, Runchen (zweiten Ran⸗
dazu Internunzien im Haag, Lurxemburg und, Rio de
Janeirs und apostol. Delegaten in Judien und Amerika.
—bgl. Pieper (18o4, 18837)
Juoro, Stadt auf Sardinien, (1901) 7272 E.
beupe Fulbereich (Haussastaat) im westl. Sudan, zu
eiden Seiten des Niger, furnsn Basalensut v lot

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Nür
eit 1887 unter hrit. Schutzherrschaft (Nordnigeria); In—
»ustrie; Hauptort Bida.
Nuphar Sma. Pflanzengattg. der Nymphäazeen, Wasser—
flanzen mit großen gelden Blüten. Neiuccun So (gelbe
Teich⸗ oder Srerose, dixblume, Mumtmel, mit herzförmigen,
chwimmenden Blättern.
Nuptial (lat.) hochzeitlich; Pacta nuptialia, Ehepakten;
upturienten, Brautleute.
Nurhags Grurhagen), festungsartige Bauwerke auf
Sardinien aus vorröm. Zeit. — Bgi. Spano (ital. 1867).
Nürnberg, unmitielbare und Bezirksstadt im bayr.
VFeg.Bez. Mutielfranken sKarte Bauern ꝛc. IJ, an der
Pegnitz und dem dudwigs⸗Donau⸗Main⸗ Kanal (1900)
261081 E. (178 719 Evangelische, 73711 Ketbonten
3356 Israeliten), (1005) 294344 E, Gat—
nison, Generalkommandö (3. bayr. Armee⸗
korps), Oberlaudes⸗ Land-s, Amtsgericht,
Oberbahns, Oberpost-, Hauptzollamt, köuigl.
Hauptbank, Reichsbaukstelle, Handels und
Bewerbekainmer, Handwerkskammer; alte
Befestigungen, viele mittelalterliche Ge— —
oude: die Burg (seit 1050 nachwelsbar), UNeg Nürn⸗
zäufiger Aufenthaältsort deutscher Kaiser, mit erg.
wei roman. Kaͤpellen und Altertümersammlung sTafel:
Bahern ?c. II, 1], Rathaus (161622; ital. Stil, 1884
80 erweitert), mit Wandgemalden nach Dürers Entwürfen;
Stadttheater (1905); viele Privalgebüͤnde nach altnürnberg
Art; schöne Kirchen: Sebalduskirche (18. Jahrh.) mit Grab⸗
nälern des heil. Sebaldus (von Pet, ge der Familie
Schreyer (von Adam Kraft), Lorenzkirche (13. Jahrh.), mit
ꝛem Sakramentshäuschen (von Adam Kraft), dem Englischen
Vruß (von Veit Stoß), Glasgemalden (von Hirschvogel
a. g. ) tath. Frauen⸗(Harien⸗) lirche (13535 61) Egidienirche
 (1711 518; mit Altarbild von van Dyck), Jakobs⸗
kirche (12. Jahrh.; 1824 und 1892 xenoviert), Heilig—
geistkirche (133339; bis 1796 Aufbewahrungsoct der
Feichskleinodien) n.a. Brunnen: Tugendorünnen (1589),
Schöner Brunien (1888 96), Gaͤnsemannchenbrunnen
(1530, von Labentwolf [Tafel Genrekunst II, 83)
Grübelsbrunnen (1881), Minnesängerbrunnen (1905) u. ac;
vor dem Johannisfriedhofe die 7 Stationen in Steinrelief
und die Kreuzigung von A. Kraft; Sammlungen: Gere
manisches Museum (s. d.), Bayr. Gewerbemuseum, Stadt⸗
bibliothek; ZGymnasien, Realgymnasium, 2 höhere Mäd⸗
chenschulen, Industrie-, Kunstgewerbes, Musik-⸗. Handels⸗,
Baugewerkschule. Bedeutende Industrie (berühmte Kurz⸗
und Spielwaren Nüruberger Warenl, Lebkuchen, Metalle,
Holz⸗, Horn⸗, optische Waren, Bleistifte, Ultramarin
Maschinen, Margarine, Pinsel, Bursten, Tabak), Erzgießerei,
Llektrizitäts⸗ Altiengesellschaft Wormäls Schückert Kon,
Bierbrauereien; bedeutender Handel. — N., feit 1229 Freie
eichsstadt, kam 1806 au Bayern. Burggrafen von N. waren
eit Kaiser Heinrich VI. die Hohenzollern, bis Friedrich VI.
1427 die Burg an die Stadt verkaufte Mürunerge;
Religionsfriede 28. Juli 1632. —
Beschichte von Reicke (1806), Mum—
menhoff (1898).
Nürnberger Eier, Benennung
er in Nürnberg zu Anfang des 16. Jahrh.
yon P. Hele exfundenen (eiförmigen)
daschenuhren [Abb. 1264].
Rürnberger Gold, s. Gold.
Nürnberger Grünm, Anstrich—⸗
rbe, Chromhydroxyd (s. Chrom).
Nürnberger Pflafter, das Mut⸗
erpflaster (s. d.).
Nürnberger Rot, rote, bolus— *
artige Erde, dei Nürnberg gefunden, 1264. Nürnberger
ient als Maueranstrich. Ei.
Nürnuberger Trichter, scherzweise für eine Lehr⸗
methode, die keine selbständige Bemühung des Lernenden
rfordert, nach dem Buch von Harsdörfer (s. d.): „Voet.
Trichter, die Dichttunst einzugießen“.
Nüruberglicht, ein von Nürnberg in Berlin 1904
rfundenes Gasglühlicht, bei welchem Sauerstoff statt atmo⸗
vhärische Luft zur Verbrennung des Leuchtgases dient.
die etwa 3000 0. heiße Flamme erfordert eine besondere
ZBrennerkonstruktion, damit der Brenner nicht schmilzt; zu
iesem Zwecke wird die Flamme dadurch vom Brennekrande
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