Nür

abgehoben, daß der den Gasstrom ringförmig umgebende
Sauerstoffstron am Brennerrande re auf den Gas—
strom trifft und dort eine Einschnürung der Flamme be—
wirkt [Abb. 1265; 1 Eintritt des Leucht⸗
gases, s Eintritt des Sauerstoffes, ẽ ein⸗
geschnürte Flamme, g Glühstrumpf]. Das
gt. erzielt gegenũber dem gewöhnlichen
Auerlicht 75 Proz. Gasersparnis.
Nürschan, Stadt in Böhmen, (1900)
5609 E.; Mittelpunkt des Pilsener Stein⸗
tohlenbeckens.
Mürtingen, Oberamtsstadt im würt—
teiub. Schwarzwaldkreis, am NReckar, (18906)
3742 E., Amtsgericht, Reallyzeum, Lehrer⸗
seminar, Taubstummenanstalt.
Nusairier, s. v. w. Rossairier. —*
Nusle, Maͤrltflecken in Böhmen, bei —
Brag, (1800) mit Pankratz 20122 6.
Nuß, einsamige, nicht von selbst aufe 1265. Nürn—
spriugende Frucht mit holziger Fruchtschale beralicht.
Tafel: Botanik 1J, 40).
Nußbaum (Juglans L.), Pflanzengattg. der Juglan—
dazeen, Bäume im nördl. gemäßiaten Asien, Amerika und
Europa, mit gefiederten
Blättern und zweitlappigen
Steinfrüchten, welche von
einer fleischigen Schale um—
schlossen werden und einen
wohlschmeckenden, gefalte⸗
ten Samen enthalten. Ge—
uteiner Wal⸗N. (J. regia
I. [Abb. 1266; 4 männ⸗
liches Blütchen von der
Seite, b von unten, o weib⸗
liches Blütchen, d halb
entschälte Frucht), heimisch
am Kaspischen Meere, in
Japan und Nordchina, kul⸗
tiviert bes. in Südeüropa
wegen seiner Früchte (Wal⸗
nüsse oder welsche Nüsse);
die Blätter sind oöffizinell. Sie sowie die fleischige Frucht⸗—
hülle sind Haarfärbemittel; das Holz ist sehr schönes
Tischlerholz, wird übertroffen noch von dem des schwarzeun
N. (J. nigra I.) aus Nordamerika, der bei uns nebst
I. cineréa L. dierbaum ist.
Nußbaum, Joh. Nepomuk von, Chirurg, geb. 2. Sept.
1829 in Müunchen, 1860 Prof. das., gest. 31. Okt. 1880,
oerdient als Kliniker und Operateur; schrieb: „Pathologie
und Therapie der Ankylosen“ (1862), „Leitfaden zur anti—
septischen Wundbehandlung“ (5. Aufl. 5
„Kleine Hausapothete“ (83. Aufl. 1882),
„Uber Chloroformwirkung“ 8 „Neue
Heilmittel für Nervenkranke“ (7. Aufl.
1892) u. a. Tannenhäher.
Nußbeißer, der Kernbeißer und der
Nußbohrer gog der
RKüsselkäfer, mit langem, fadenförmigem
Rüssel. Hierher: der kleine GB. turbatus 8
24.) und großze (B. glandium Marsh.)
Fichelbohrer und der Hasel-N. (B. nucum L. [IUlbb
Nüßschen, s. v. w. Achene (s. d.). 11267)]).
Nußdorf, Vorort von Wien (XIX. Bezirk), an der
nonau, Zahnradbahn auf den Kahlenberg.
Nußgelenk, s. Enarthrose.
Nußhäher, s. Raben.
RNußhardt, Bergs Fichtelgebirge, bei Wunsiedel
Nußkuacker, s. Raben. [8972 m
Nußkoks, s. v. w. Gaskoks (s d.).
Rußloch, Flecken im bad. Kr. Heidelberg, (1800)
Nußöl, s. Walnußöl. [3100 E.; Galmeigruben.
Nußrani (richtig: Naßräni, „Nazarener“), Benen⸗
aung der Christen im Orient.
Nut, Rinne in einem Arbeitsstück, in welche ein vor⸗
pringender Teil (Feder) eines zweiten genau paßt.
Nut, ägypt. Himmelsgöttin, Mutter des Osiris und
Set, der Isis und Nephthys.
Nutation (lat.), Schwanken der Erdachse, die perio⸗
dische Veränderung in der Nichtung der Erdachse, hervor—⸗

1266. Gemeiner Walnußbaum

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zerufen durch die veränderte Anziehungskraft des Mondes
uf die abgeplattete Erdkugel zufolge der Bewegung der
Mondinoten Die verlangerte Erdochfe beschreibt dabei
nnerhalb 182/3 J. am Himmiel eine kleine Eilipse, deren
Achsen 18,4 und 18,7 Bogensekunden betragen.
RNutkafund (engl. Rorita Sound), fiordartige Bucht
an der Westküste der Vancouperinsel.
Nutria, s. Trugratten.
utrieren siatß, ernahren; untritiv, nährend, nahr⸗
Rutrose, s. Kastimn. shaft; Nutrition, Ernührung.
Nuttgummi, Nuttharz, das Alaroidharz . d. Ac
Růhchte irsprinzip! Ruhlichteitssftein,s. Utill—
Nutznießuug, s. v. w. Nießbrauch. starismus.
Anßpflanzen, pflamen, die fuͤr'die Bedürsnisse des
Menfchen drauchbare Produtle liefern, entweder schoun im
vilden Zustande, oder angebaut (Kulturpflanzen: Feld⸗
früchte, Obstbäume, Forstkulturpflanzen, Gartenpflanzen —
Nag Uct der Verrendung ihrer Erzeuhisse unterscheidet
man: Nahrungspflanzen (Getreide, Obst, uchen gewachse
Getränke (Kaffee, Katao, Tee, geistige Getrünke 2c) und
Geuußmittel liefernde Pflanzen (Gewürzpflanzen, F abat)
Futterpflauzen (Futterkräuter, -gräser ec.), technisch nuntz
bare Pflanzen (Gespinstpflanzen, Ölpflanzen, Funbe⸗ Gerbe⸗
pflanzen, Holz, Kork, Stärke, Zucker, Gummirc. ůefernde)
Arzneipflanzen (Sußholz, Raudeln, zahlreiche Teepflanzen
fieberwidrig wirkende, narkotische, harntreibende ac.), die
zum Teil Giftpflanzen sind. sTafeln: Nutzpflanzen 1
u. II; Karten der einzelnen Erdteile und Länder.,
Nutzungspfand, das dem Gläubiger eingeräumte
Pfandrecht an einem natürliche Früchte oder andere Er⸗
trügnisse gewährenden Gegenstande, mit dem Rechte, die
Nußzungen zu ziehen. J
RNuthungsfteuern, Abgaben, die sich an die Be—
utzung von Gebrauchsgütern knüpfen; Gegensatz: Ver⸗
rauchssteuern. Brechnuß.
Xux (lat.), Nuß. X. moschata, Muskatnuß; N. rom ien⸗
NMunyiens (spri neuens), Willem, niederländ. Geschicht⸗
chreiber, geb. 18. Aug. 18283 zu Avenhorn Rordholland)
Arzt in Westwoud, gest. das. 10. Dez. 1894; sqhrieb
„Algemeene Geschiedenis des Nederlandschen Volxs
20 Bde. 1871 -82), „Geschiedenis des Nederiandohen
 Volkxs sedert 1815“ (2. Aufl. 1886 fg.) u. a.
NW. Nordwest. ——
N. X., Abkürzung für den nordamerik. Staat New Vor
Nyaugwe, Ork am obern Kongo, s. Njangwe.
Nyaunza, Seen in Ostafrika, s. Njansa.
Nyassa, See in Ostafrika, s. Rjassa.
Nublom, Karl Ruprecht, schwed, Dichter und asthe⸗
iker, geb. 29. März 1832 zu Upsala, 18672897 Rros,
das.; iet „PEsteètiska studier“ (1873), „Dikter
(18600) u. a. — Seine Gattin (seit 1869 Heiene Auguste.
geborene Roed, geb. 7. Dez. 1848 zu Kopenhagen, schrieb
Noveller“ (à Bde. 1878— 81) Digte“ (18381) 4. 4.
Ryborg, Siedt auf der Ofttüst der dün Jusel
Fünen, am Großen Belt, (1901) 7790 E. Hier 28 Nop.
I1659 Sieg der Dänen, Brandenburger, Polen und Kaiser—
lichen über die Schweden (24. Nov. Kapitulation).
Ryiregyhaza (spr mrevdsahsad Hauptstadt des
ungar. Komitats Szabolcs, in der Nyir, (18000) 33 088 E.
Obergymnasium; Landwirtschaft, viele Salzteiche.
Nyitra (spr. nii), ungar. Name von Neutra . d..
Ryftjsbing (pr. kor) i) Hafenfladt im NW. der
dän, Insel Secland, (1901) 2000 F. — 2)N. paa Falster—
Stadt auf der Westküste der dän. Insel Falster, am Guld⸗
sorgsund, 7318 E. 3) N. paa Mors, Stadt auf der
Ae im en 4492 E. d. Lan
yfköping (spr. dschö⸗), Hauptstadt des schwed. La
N. oder Södcrmanland VRbe der der Ny⸗
tüpingsä in die Ostsee, (1900) 7375 E.
Nyktagingzeen, Pflauzenfamilie der Zentrospermen,
neist im trop. Ameritka; einige Sierpflanzen, wie Mirabilis.
Vgl. Heimerl (1900).
Nyktalopie (grch.) s. Tagblindheit.
Nyland, finn. Unsimag, Län in Finnland, am Finn.
Meerbusen, 11872 4km, 270 118 E. Hauptstadt Hel fingfors
Nylaͤst (Nenlaseh, schwed, Schiffsgewicht zu 100 31r.
4250 xg. asiatishe Tierwelt,
Nylgau, Nylsgauantilope, s. Antilopen und Tafel!
NRumegen (sor neimg, niederländ. Stadt, s. Nimwegen—