—— L., Pflanzengattg. der Nymphäaqzeen,
Wasserpflanzen mit schwimmenden“ Blattern und gioßer
ro seuhnlichen Bluͤten, N. albpa TZ (weie Seerofe IAbb
1268), in tiefen Teichen
häufig, mit weißen Bluten.
N. thermsalis DG., in war—
men Quellen Ungarns, mit
rötlichweißen Blüten. N. 1otos
 L. (ägypt. Lotosblunte)
n F —
gypten, beide zu den von 268. Weiße Geerose.
den Alten als dhe (..) s. Weine 6
bezeichneten Pflanzen gehörig. — Vgl. Conrad (engl. 1905)
Nymphäazeen, Pflanzenfamilie der Polykarpen,
krautige Wasserpflanzen der warmen und gemäßigten Zo—
nen: Nymphaea, Nuphar, Victoria regio.
Nymphaion (lat. Nymphänm), ursprünglich ein
Heiligtum der NRymphen, wo sich meist eine Quelle be—
fand; dann kühle, mit Ruhebänken und Quelle oder
Wasserbassin versehene Räume oder Gebände.
Nymtphaliden (Nymphalidae), Unterfamilie der
Tagfalter, meist große, bunte Arten mit gezähnten oder
eckigen Flügeln, Hinterflügel den Leib umfassend. Hier—⸗
her Admiral, Tagpfauenauge, Trauermantel, Fuchs, Perl⸗
mutterfalter, Eispogel, Schillerfalter ꝛc.
Nymphäum, Nymphaion.
Nymphen, in der griech. Mythologie weibliche Na—
turgottheiten niedern Ranges, die im Meer (Nereiden)
in Quellen und Bächen (Raiaden). auf Bergen (Ored—

293

Obe

»en) und Wiesen, in Tälern, Wäldern und Baumen
Dryaden, Hamadryaden) wohnen. — In der Anatomie:
die kleinen Schamlippen.
Nymphenburg, ehemal. Dorf, seit 1000 zu Müuchen
gehörig, königl. Lusischloß mit Park, nach Versailler Mufter
(1668), königl. Porzellanfabrik; 28. Mai 1741 Vertrag
wischen Bayern und Spanien. — Val. Heigel (Geschichte
18915, Ortel (1809).
Nymphomanie (ogrch.), Aundromanie, Mannstoll⸗
jeit, unnatürlich gesteigertes Verlangen nach Geschlechto—
zenuß bei Frauen
Nyon (spr. niong), deutsch Neuß (Neus), Stadt im
hᷣweiz. Kanton Waadt, am Geufer See, (1900) 4882 E.
Nyrobi, sspr. nei), afrik. Ort, s. Nairobi.
Nyrop, Martin, dän. Architekt, geb. 11. Nov. 1849;
Lusstellungsbauten (1888), Rathaus (1902). Villen n
dopenhageũ.
NyxSss aquatios L., Pflanzenart, s. Tupelo.
Nystad, finn. Unsikaupunki, Hafenstadt im finn. Län
AWbo⸗ Björneborg, am Bottnischen Meerbusen, 4192 E.; im
rrieden zu N. 10. Sept. 1721 Abschluß des Nordischen Krie-Vystaͤgmus
 (grch.), s. Augenzittern. [ges (s. d.).
Nyvel, belg. Stadk s. Nivelles.
Nyr (lat, Rox), die Nacht, nach Hesiod Tochter des
Chaos und Schwesier des Erebos (s. d.) dem sie Aither
ind, Hemera (Tag) gebar.
Nzadi (Gfadi), Fluß in Afrika, s. Kuango.
3 Msñilofälle), Fälle des afrik. Flusses Lualabo
Kongo)

D.

O, der 15. Buchstabe unseres Alphabets. O. als Abkür—
uung — Ost; O, chem. Zeichen für Oxygen (Sauerstoff);
O' vor irischen Familiennamen s. v. w. Sohn.
O., Abkürzung für den nordamerik. Staat Ohio.
O/ im Wechselperkehr Bezeichnnng für Order.
Oahu, zweitgrößte, aber wichtigste der Sandwichinseln
1554 qkmm, (1900) 538 504 E.; von vnlkanischen Gebirgs⸗
ketten (bis 1228 m) durchzogen; am Hafen O. die Haupt⸗
stadt Honolulu. [Oaxaca
Dajaca (spr. oach), mexik. Staat und Stadt, J
Dakham (spr. ohkümm), Hauptstadt der engl. Grafsch
Rutland, (1001) 10745 E.
Dakland (spr. öhlländ), Stadt im nordamerik. Staate
salifornien, an der San-Francisco⸗Bai, San Francisco
gegenüber, (1903) 70386 E.; 1906 großes Erdbeben.
Oaus (spr. ohls), die vom Grafen Derby begründeten,
nach dessen Schlosse benaunnten, ebenfalls wie die Derby⸗
Neunen in Epfom stattfindenden Rferderennen.
Oakum (engl. spr. bhtömm), ein durch Zerfasern ge—
eerter Tauenden hergestelltes, namentlich in England und
Amerika fruͤher viel gebrauchtes und wie Scharpie benutz
tes Verbandmaterial. —
Dasen (altägypt.), anbaufähige und bewohnte Stellen
in den Wüsten, bes. Nordafrikas; teils Flußtäler, teils
beckenartige Verliefungen, in denen sich ein Bach dder Regen—
wasser anfannnelt oder Quellen entspringen; neuerdingẽ
)urch Erbohren Artesischer Brunnen quch künstlich geschaffen.
Datafu, Koralleniusel, s. vd. w. Duke of Nort.
Dats (engl., spr. ohts), Hafer.
Daraca ane, spr. oach.), südl. Staat Mexikos
am Stillen Ozean, 91664 qkmn, (1900) 948638 E.
ueist Mestizen und Indianer), die Hauptitadt O.. am
Atoyac und Tlacolula, 30 d407 E.
Db Obj), Hauptstrom Westsibiriens, entsteht am Altai
durch Vereinigung der Bija und der Katunza, mündel
nach 2688 kmin den Obischen Meerbusen des Noͤrdl. Eis—
meers, schiffbar bis Bijst; mit dem Jenissei durch Kanal
verhunden (s. Ob⸗Jenisseifches Kanalsyftem); Hauptneben⸗
luß der Irysch Stromgeblet 2 Mil uzn.
——A
tleinen Propheten; feine Drohtede gegen die Edomiter
berührt sich min FJerem 19

Obbligo (ital.), s. Obligo.
Dbrovazzo, Gemeinde in der Bezirksh. Benkovar
Dalmatien, (1900) 14332 E.
Obdorien, Landschaft zwischen dem Unterlaufe des Ob
ind dem Uralgebirge (hier Obdorsches Gebirge genannt).
Obduktion (lat.), Besichtigung und Seklion von
Leichnamen, insbes. die gerichtliche mediz. Untersuchung
eines Leichnams zur Ermittlung der Todesursache, wenn
der Verdacht vorliegt, daß der Tod nicht in natürlicher
Weise eingetreten ist; über den Befund wird ein Proto—
koll (Obduktionsprotokoll, Fundbericht, Fundschein) auf—
genommen. Obduzent, der die O. ausführende Arzt;
bduzieren, die O, ausführen.
Obduration (lat.), Verhärtung; Verstocktheit.
Obecse, ungar. Großgemeinde, s. Becse.
Obedienz (lat.), Gehorsam, insbes. in der kath. Kirche
der durch den Obedienzeid gelobte Gehorsam der Kirchendiener
 gegen ihre Kirchenobern, also der Geistlichen gegen
die Bischoͤse und dieser gegen den Papst (obedièntiu eaaonlea),
 sowie der durch das Klostergelübde (votum obelientiae)
 beim Eintritt in einen Orden ver⸗
prochene vollkommene Gehoxrsam der Mönche
und Nonnen gegen die Ordensobern (obé—
lientis religiosa, tlösterliche O.); dann auch
die an die Untergebenen (obeédientiarii) er⸗
eilten ümter, wie z. B. Pfarrämter in Stif⸗
ern und Klöstern (Obedienzvfarren). — Val.
Heiner (1882).
Obeid, El⸗, Lobed, Lobeit, Hauptort von
dordofan (Sudan); 7000 (früher bis 40 000)
E.; Handel; hier 3. bis 4. Nov. 1883 Ver—
nichtung der ägypt. Truppen unter Hicks
Lascha durch den Mahdi.
OBein, s. Bein.
Obelisk (grch. „kleiner Spieß“), Spitzäule,
 hohe, schmale, viereckige, nach oben sich
»erjüngende und in eine besondere Spihe —
Pyramidion) auslaufende Pfriler aus Gra —
nit, Sandstein, Gußeisen u. dgl. s 1269] ehnn
es. im alten Ägypten paarweise vor dem Eingange der
empel errichtet, meist mit Hieroglyphen verfehen JTafel:
»iteratur J, 144J. (S. vuch Nadeln der Kleopatta.)