Oberkriegsrat (Conseil supérieur de Is guerre), in
Frankreich Verciniging hoher Offiziere zur Gutscheidung
wichtiger, Armee uͤnd Festungswesen betreffender Fragen
Oberkunnersdorf, Dokin der sächs. Kreish. Bauten,
(1800) 2588 C.; Lein-Baumwollweberei.
Oberlahnsiein, Stadt im preuß. Reg«Bez. Wies—
baden, an der Mundung der Lahn in den Rhein, (1805)
3472 E., Schloß; Kohlensäurewerk, Farben-, Maschinen—
Seifenfabrikativn; dabei Burg Lahneck.
Sberland, s. Hockerland.
Oberlaͤnder, Adolf, Zeichner, geb. 1. Olt. 1845 in
Regensburg, sebt in München, bes. für die „Fliegenden
Bluͤtter“ kutig (,‚Oberlünder-Album“, 1879 88); audh
Olgemülde; Noahs Weinschenke, Resianation (München)
Bgl. Eßwein (1905).
Dberlandesgerichte, Gericht.
Sberlandeskulturgericht, in Preußen die Gerichts—
und Verwaltungsbehörde, welche in Auseinandersetzungs—
angelegenheiten (Ablösungen, Gemeinheitsteilungen, Zu—
jammenlegungen 2c.) gegenüber den Generalkommissionen
die-zweite Instanz bildet; Sitz Berlin. Kanal⸗
Oberländischer Kanal, s. Elbing-Oberländischer
Oberlandjägermeister, s. Oberjähgermeister.
Sberlastig ist ein Schiff, dessen Schwerpunkt durch
ehlerhaftes Stauen (Laden) zu hoch liegt.
Dberlausitz, s. Lausitz.
Oberleder, Fahlleder, bei Schuhwerk das den Fuf
mhüllende dünne geschmeidige Leder.
Dverlehnsherrlichkeit, s. Suzeränität.
Oberleutensdorf, Siadt in Böhmen, (1900) 12 928
*. teramische Fachschule.
Oberleutnant, s. Leutnant.
Oberlin, Joh. Friedr., Philanthrop, geb. 81. Aug
1740 zu Straßhurg, seit 1767 Pfarrer zu Waldersbach
im Steintal, arbeitete bis zu seinem Tode an der geistigen
wie materiellen Hebung der Bebölkerung, gest. 1. Juni 1826.
In seinem Sinne wirken die Oberlinveresne. Gesammielte
Schriften (4 Bde. 1848). — Biogt. von G. H. von Schu
dert (11. Aufl. 1890), Bodemann“ (3. Aufl. 1879).
Oberloire, frauz. Departement, s. Loire (Depart.).
Dberlößnitz sächs. Dorf, s. Lößnitz. —
Oberlungwitz, Landgeineinde in der süchs. Kreish
Chemnitz, an der Lungwiß, (1905) 8711 E.; Tertil
industrie. Dabei Dorf Nicder⸗L. (1879 E.).
Oberlutter, sKonigslutter.
Dbermais, Genmeinde (2443 E.) bei Meran.
Obermärtker, s. Markgenossenschaften.
SObermarne, franz Departement, s. Marne.
Dbermarsberg, Stadt in Westfalen, s. Marsberg
Dbermeidliug, s. Meidling.
ODbermoschel Siadt im bayr. Reg.-Bez. Pfalz, an
der Moschel, (1805) 1893 E., Amtsgericht. —
Obermüuͤllner, Adolf, Landschaftämaler, geb.8. Sept
1833 zu Wels, gest. 29. Okt. 1898; bes. Hochgebirgshilder
 und Nordpollandschaften (nach Payers Aufnahmen)
Obernai (fpr. nhn franz. Name von Oberehnheim.
Obernburg, Bezirtksstadt im bayr. Reg.⸗Bez. Unter—
iranken, am Main, (1903) 1768 E., Amtsgericht, Alter—
tumsmuseum (röm. Funde).
Dberndorf am Reckar, Oberamtsstadt im württenib
Schwarzwaldkreis, (1900) 4044 E.. Anitsgericht: königl
Gewehrfabrik.
Obernil, upper Nile Province, seit 1904 Name des
Distrikts (Gouv) Faschoda von Agyptisch-Sudan.
Dbermitz, Hugo vön, preuß. General, geb. 16, April
1819 zu Bischofswerder, 1866 Kommandeur der 1. Garde—
iufanteriebrigade bei Königgrg, 1870 der württemb.
Felddivision, 1871 der 14. Division, 1878 Kommandeu
des 14. Armeekorps in Karlsruhe, seit 1888 im Rubestand
gest. 18. Sept. 1901 in Honnef.
Obernkirchen, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Cassel
(1805) 4212 E., Amtsgericht, Bergamt, Dameustift.
Obernzell, Hafuerzeul, Markt im bayr. Reg.-Bez
Niederbayern, au der Donau, (1900) 1427 E.; Schmelz
tiegelfabrikation (Pafsauer oder Hafnerzeller Tiegel).
Oberon (vom franz. MAuberod, Alberich), Elfenkönig
zuerst genannt in dem altfranz. Gedicht „Huͤon von Bor—
deaur“ aus dem Ende des 183. Jahrh., in Shakespeares
„Sommernachtstraum“ und Wielaude Eoos Oberou“

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Obe

vonach der Text zu Webers Oper bearbeitet ist. Gemahl
der Elfenkönigin Titania.
Oberösterreich, Osterreich ob der Enns, Erzherzogtum,
dronland der OsterrUngar. Monarchie, 119874km (1900)
310 246 meist dentsche E. (97,8 Proz. Katholiken 2 Proz.
ẽwangelische), von Böhmen, Niederöster—
ceich, Steiermark, Salzburg und Bahern
degtenzt, von der Donau in Zwei Teile ge—
eilt; größtenteils gebirgig: Alpen (im Dach⸗
ttein bis 2996 m), Alpenvorland (Hausruch
300 m), im N. der Böhmerwald. Fbenen?
Welser Heide und Linzer Ebene; zahlreiche
Alpenseen (Traun⸗, Mond-, Sankt Wolf—
ang⸗, Atter-, Hallftätter Se Acker⸗ und
Obstbau, Viehzucht in hoher Blüte. Berg—
bau auf Braunkohle (im Hausruck) und
Salz (Hallstatt, Ischl). Industrie: Fabri—
tation bes. von Eisenwaren (Sensen, Sicheln,
Messer) und Waffen (in Steyr), Leinen⸗, Baumwollwaren
bei Linz), Papier. Laudtag 650 Mitglieder, im Abgeord⸗
ietenhause durch 20 Mitglieder vertreten. An der Spitze
der polit. Verwaältung steht der Statthalter in der Haupt⸗
tadt Linz. Landesgekicht in Linz. 2 Stadte nut eigenent
Statut und 18 Bezirkshauptmanuschaften. Wappen: rechts
joldner Adler in Schwarz, links dreimal in Silber und
Rot gespalten [Abb. 1271]; auf dem Schilde der Erz—
erzogshut. Landesfarben: Weiß⸗Rot. Vgl. Die Osterr.⸗
Ingar. Monarchie in Wort und Bild“, Bos (1886 88);
ẽdlbacher, „Landeskunde von O.“ (0. Aufl. 1883).
Oberpfalz, amtlich O. und Regeusburg, bayr. Reg.⸗
Beʒ. 8632 qna, (1900) 583 81 (Iιεν εινε,
unmittelbare Städte, 19 Bezirksämter; Hauptstadt Re⸗
gensburg. — Über das Hegt. O. s. Pfalz (Staaten).
Oberplanitz, Dorf in der süchf. Kreishe Zlckau.
1905) 118382 6E.
Oberpostdirektionen, im deutschen Reichspostge—
hiete die (41) Verwaltungsbehörden für das Posi- und
Telegraphenwesen, mit einem Oberpostdirektor an der
*vite; in Bayern entsprechen ihnen die Oberpostämter (7).
Oberpräasident, in Preußen der Vorstand der obersten
»rxwaltungsbehörde einer Vrovinz; sein Vertreter der
ZAyeerpräsidialrat.
Dberprisengericht, Oberprisenrat, s. Prise.
Oerprokuror, s. Prokuror. Hautes⸗.
Dberpyrenäen, franz. Departement, s. Phyrkntes
Oberquartiermeister, 5 Generale im preuß. Großeu
Zeneralstabe, die im Kriegsfalle als Chefs des General⸗
tabs bei den Oberkommandos der Armeen dienen sollen;
er älteste führt den Titel Generalquartiermeister.
Oferrealschulen, s. Realschulen.
Oberrechnungskammer, in Preußen eine unmittel⸗
ar unter der Krone stehende Behörde zur Prüfung und
Uberwachung des gesamten Staatshaushalts, zugleich Rech⸗
mngshof des Deutschen Reichs. In andern deutschen Staa—
en (z. B. Bayern) wird eine solche zentrale Behörde auch
aberster Rechnungshof genannt, ebenso in Osterreich- Ungarm
Oberreichsanwalt, der oberste Beamte det Staͤats—
anwaltschaft beim Reichsgericht.
Oberrhein Gaut Nyin), ehemal. franz. Departement,
)urch den Frankfurter Frieden 1871 geteilt; der französisch
— —
ort, der deutsch gewordene den Bezirk Oberelsaß.
Oberrheinische Kirhenprovinz, ein 1821 vom
Kapste gebildeter, 1827 durch Ernennuͤng der fuͤnf Bi—
chöfe errichteter, 1830 von den Regierungen anerkannter
Zprengel der kath. Kirche in Deutschland, der Baden nebst
Hohenzollern (Erzbistuni Freiburg), Württemberg (Bistum
Rottenburg), Hessen-Darmstadt Mainz) und die preuß.
brop, Hessen⸗Nassau (Fulda und Limburg) umfaßt.
Oberrheinischer Kreis, einer der Io Kreise des
·hemal. Deutschen Reichs, die Rheinpfalz, Elsaß, Hessen ꝛc.
Oberrheinische Tiefebene, die oͤstl dom Schwarz⸗
wald und Odenwald, westl. von den Vogesen uud der Hardt,
südl. vom Schweizer Jura, nördl, von Taunus begrenzte,
om Rhein durchflossene, tiefe Einsentung von Basel bis
Mainz (10000 4qkun). lin den deuütschen Kolonien.
Oberrichter, Amtstitel für die hoͤhern Richterbeanten
Oberrieringen, Stadt im wuüͤrnktemo Neckttreis,
Oberamt Vaihingen, an der En. (1905) 1005 6