sachen; Vorsitzender des Offizialäts oder Konsistoriunis,
des bischöfl. Gerichts. Offizialten, Amtsarbeiten. Offizial—
anwalt, Pflichtanwalt, ein Anwalt, der von Amts wegen zur
Vertretung einer Partei bestellt wird. Offizialsache, Dienst—
Offiziaͤnt (neulat.), ein Unterbeamter. ssache.
Sifiziei Orz ofciei), unmittelbar von einer Behörde
ausgehend, amtlich.
Offiz ier (Irz), beim Militär Name der Befehlenden
vom Leutnant aufwärts. Man unterscheidet Subaltern—
O.: Leutnant, Oberleutnant; Hauptleute und Rittmeister,
die eine besondere Klasse der O bilden; Stabs⸗O.: Maior
Oberstleutnant, Oberst; Generäle: Generalmajor, Gene—
rallentnant, General der Jufanterie oder Kavallerie (sel⸗
tener der Artillerie). O. beim Stabe, bis 1899 etatuaßigern
Stabs⸗ O. derjenigt Stabs-O. in jedem Negiment des deutschen
 Heers, welcher kein Kommando führt, aber den Kom—
mandcur in Behinderungsfällen vertritt. Uber O. à Is
zuitoef. à la suite. (éj. auch Seeoffiziere, Reserveoffi—
ziere, Sanitätsoffiziere, Deckoffizier).
Offizierafpirauten, junge Leuüͤte, die nach abgelegter
Abituͤrienten⸗ oder Fahnrichsprüfung als Gemeine in das
Heer eingetreten sind, um Offizier zů werden. O. des Be—
urlaubteustandes, nüt der Qualisikation zum Reserveoffizier
 entlassene Einjührig-Freiwillige.
Offiziermesse, s. Resse. —
Diffizierreitschule, s. Militärreitinstitut.
Offizierftellvertreter, durch besondere Abzeichen aus
zezeichnete Unteroffiziere, die im' Mobilmachungsfalle in
ffizterstellen Dienst tun. Uber O. im österr. Heer—
Kadett. suud Marine
Offizierverein, Deutscher, s. Warenhaus für Arme
Sffizin (lat.), Werkstütte. Kabrik; Apotheke: Buch
)ruckerei.
Offizinéèll (lat.) heißen alle Naturprodukte, Chemika⸗
lien eci, die als Heilmittel in den Apotheken vorrätig gehalten
werden, im engern Sinne nur die in die Pharmakopöe des
betreffenden Landes aufgenommenen; offizinelle Pflauzen
(Arzueipflanzen), alle Pflanzen, die zu mediz. Zwecken be⸗
nutzt werden. — Vgl. Dragendorff (1898), Schimpfky
(2. Aufl., Bd. 1, 1906); Atlanten von Berg und Schmidt
(4 Bde., 1897 —- 1802), Erzherzog Joseph von Osterreich
—1804-6, enthaltend die Heilpflanzen nach Kneipp).
Offiziss (lat.), halbamtlich, was mittelbar von einer
tehörde ausgeht, aber den Schein des Offiziellen (s. d.)
Offiziuni, s. Ofticium. szu vermeiden fucht
Sfjord, Stadt auf Island, s. Akreyri.
Ofotenfilord, Fiord im nördl. Norwegen, den Lofoter
zegenüber, Endpunkt der Luleä-Ofoten-Bahn.
Ofterdingen, Heinrich von. s. Heinrich (mittelhoch
deutsche Dichter).
Ogaden, Landschaft des Somallandes in Ostafrika
wischen dem Berberagebirge und dem Webi Schebehli—
900 in hohes Steppenland, an den Flüssen Faf und Web'
Schebehli, fruchtbares Weideland, bewohnt von den frem—
denfeindlichen Hawaijeh und andern Soinalstämmen. Vo—
litisch Abessinien zuzurechnen.
aeie s. Bonininseln.
Ogden, Stadt im nordamerik. Staate Utah, an den
Bereinigung des Ogden und Weber, (1900) 16313 E
Ogdensburg, Hafenstadt im nordamerik. Staate Neu—
hork an der Mundung des Oswegatchie in den Sank
Loxenzstrom, (1900) 12633 E.
Oger (ftz. ogre, vom lat. ordus), menschenfressender
Niese in Raͤrchen. bobs9 E
Oggersheim, Stadt im bayr. Reg.-Bez. Pfalz, (1905
Oghant (teit), Schrift der alten Iren, den nordi
schen Runen aͤhnlich.
Oginskijscher Kanal, nach dem Fürsten Michae
Kasiniir Oginftij (178105), der ihn anlegte, benannt
verbindet den Nemen mit dem Duiepr. 135 km ladgir,
 s. ägir.
Ogival nrz. spr. oschiwäl), spitzbogenförmig, bes. auch
von Gefchossen deren Spihe nicht konisch, sondern gewölbi
ist Ogivalstit s. d. w. got, Sul. (s. Gotit).
—ãAD
der Rrod. Brescia aim Südfuße der Ortleralpen, durch—
fließt den Jseosee, mündet nach 224 icm (33 &amp;m schiff⸗
bar) südweftl. von Mantua; Rebenflüsfe J. die Mella und
die Chiese cigi kla

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Ohn

Dgnon (spr. onnjoͤng), Oignon, l. Zufluß der Sadne
n Ostfrankreich, entspruigt auf den Vogesen, fließt un—
veit Lure 5 kma unterirdisch, mündet nach 192 Km unterjalb
 Pesmes.
Ogowe (frz. Ogõoue), Okauda, Strom im äquatorialen
Westafrika (Franz-Kongo), mundet mit morastigem Delto
801 qEt)) östl. und südöstl. vom Kap Lopez ins Atlant.
Meer, 80 xm Ig., Stronigebiet 175 1000 qumn; schiffbar
350 Kmeabwärts von Noschole; größter T. Zufluß der
Ogradiska, s. Gradiska. Nqunie.
dgyalla, ungar. Großgemeinde, s. Gyalla.
Dgygia, Insel, s. Kalypfo.
SHara, Pseudonym vbon John Banim (s. d.)
O' Higgins, chilen Provinz, 6066 qkm, (18903) 96 868
S.; Hauptort Nauͤcagua.
Ohio sspr. oheio), wichtigster Nebenfluß des Missis⸗
ippi, entsteht bei Pittsburgh aus der Vereinigung des
Alleghany und Monongahela, mündet bei Kairo, anfwüärts
dis Pittsburgh (1650“ xm) schiffbar (die Stromfahnelien
bdei Louisville durch Kanal umgaugen); Stromgebiet 330 000
Axm; Rebenflüsse: Tennesfee Miami, Tumberland.
Ohio (spr. oheio), einer der Ver. Staaten von
Amerika, zwischen dem Flusse O. und dem Eriesee, 106 240
m, (1300) 4157 545 E., durchweg eben fruchtbar; Berg⸗
an auf Kohlen und Petroleum, Eisenindustrie, Mehl- und
Sägemühlen, Großschlächterei; wichtig der Ohio-Erie—
und Miami-Erie-Kanal; Hauptstadt Coͤlumbus, viel wich⸗
tiger Cincinnati und Cleveland. O. früher ein Teil des
Nordwestterritoriums, seit 1803 Unioͤnsstaat.
Ohis⸗Erie⸗Kanal, 516 kmm langer Kanal, welcher
den Ohio (bei Portsmouth) mit dem Kriesee (bei Cleve—
and) und so auch mit Neuyork verbindet.
Dhiotier (spr. oheio-), Mastodon.
Ohlau (Ohle), J. Nebenfluß der Oder in Schlesien, ent⸗
pringt bei Münsterberg, mündet nach 88 kmebei Breslau.
Ohlau, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Breslan, an der
Dder, (18005) 9234 G., Garnison, Amtsgericht, Piastenchloß
 (jetzt Schule), Gymnasium, Waisendaus
Ohle, s. Ohlau (Fluß).
Oehlenschläger, Adam Gottlob, dän. Dichter, geb.
4. Nov. 1779 zu Vesterbro bei Kopenhagen, seit 1810
Krof. der üsthetik das., gest. 20. Jan. 1850, führte die
RVomautik im Norden ein, Dänemarks größter nationaler
Dichter. Außer Gedichten schrieb er bes. die „Baulnun⸗
zurs Saga“, das dramat. Märchen „Aladdin“ (1805), die
fpen „Nordens Guder“ (1816) und, Hrolf Krake“ (1828),
den nord. Romanzenzyklus „Helge“ 814), Tragödien
Correggio“, „Palnatote“ u. a.. „Werke“, deutsch mit
ẽelbstbiographie (21 Bde., 1839), „Lebenserinnerungen'
4 Bde., 1850). — Bgl. Arxentzen, „Baggesen og .“
i8 Bde, 187078); Andersen (1809 u. 1800).
Ohligs, bis 1881 Merscheid, Stadt im preuß. Neg.⸗
Bez. Düsseldorf, (1000) 20 689 (1905: 24 269) E. Amtsgericht;
 Induslrie ern Seide, Hammerwerke,
Danipfschleifereien, Weberei).
e Otto von, Präsident des Deutschen
Reichsgerichts, geb. 16. Mai 1831 in Ostpreußen, 1885
Präsident des Kammergerichts, 1888 geadelt, 1889 Staats⸗
ekretär des Reichsjustizamtes, 18911908 Präsident des
steichsgerichts, gest. 14. Jan. 1904 in Charlottenburg.
Ohm (Ahm), früheres Weinmaß, meist zu 2 Eimer
— 100- 160 1, in Preußen — 187,4 1, in Norwegen
Aam) S 149,61; noch gültig in Dänemark — 154 8701
ind Rußland — 147,287 .
Ohm, s. Elektrische Einheiten.
Ohm, Georg, Simon, Physiker, geb. 16. März 1787
zu Erlangen, gest. 7. Juli 1854 als Prof. zu Muͤnchen,
egründete das Ohmsche Gesetz (s. d.) und die Theorie
der Obertöne. — Vgl. Mann (1890).
Shund, in Süddeutschland Bezeichnung für Grumt.
Ohmsches Gesetz, das vom Physiter Ohm 1826 ver⸗
zffentlichte, von I 1831) durch Versuche beflätigte
Sesetz: Die Stärke Intensität) eines galvanischen Stroms
st dixekt proportional der elektromotorischen Kraft und
ndirekt proportional dem Leitungswiderstaude.
Ohmstede, Gemeinde in Oldenburg, (1000) 6848 E.
Ohnet (spr. onch⸗ Georges, franz. estashener
ind Dramatiker, geb. 8. April 1848 zu Paris, lebt das.;
stomane: „Serge Panine“ (1881), ,TLe masftre de for-