Ohn

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ges“ (1882, beide auch dramatisiert, letzterer deutsch als
Der Hüttenbesitzer), Is comtesse Sarah“ (1883),, Lase
ᷣleuron“ (1884), a grande marnière“ (1885), „Le
doeteur Rameau“ (1888), Detto ét haine“ (1881)
„La Ile du député“ (1895), Le ecuré de faviéres
1887), Le roi de Paris“ (1898) u. a.; ferner Novellen
Seine „Besten Romane“ deutsch (6 Bde. 1800).
Ohnmacht, Schwinden des Bewußtseins, des Empfin⸗
dungs- und Bewegungsvermögens auf kurze Zeit (einige
Minuten bis eine halbe Stunde), wobei Herzschlag und
Atmung schwach und unregelmäßig sind. Ursachen: Plötz
liche Blutarmut oder Blufũberfüllung des Gehirns. Be—
handlung: Zufächeln frischer Luft, Entfernung beengende;
Kleidung, Bespritzung des Gesichts mit kaltem Wasser oder
Essig, bei gerötetem Gesicht und Lippen hohe Lagerung von
Oberkörper und Kopf, bei blassem Gesicht horizontale Lage
rung und Riechmittel.
Shumachtfeier, andere Bezeichnung des Festes von
Mariä sieben Schmerzen (s. d.).
Ohn vogel, s. Pelikan.
Ohr (Auris), das Organ des Gehörsinns (s. Ge—
hör), besteht aus einer schalleitenden (üußeres und mitt—
eres — und einer schallempfindenden Abteilung (inneres
O. sTafel: Sinnesorgane II, 1-26])). Das änßere
D. besteht aus der Ohrmufchel (Auriculsa) und dem äußern
Gehörgang, 2,4 om lg., mit den Ohrschmalzdrüsen. Die
Brenze zum Mittelohr bildet das Trommel⸗ oder Pauken⸗
fell Membrana tympani), eine schiefgestellte dünnt
Haut. Hinter ihr liegt die Pauken-⸗ oder Trommelhöhle
(Cavitas tympani), die durch die Ohrtrompete oder
Enstachische Roͤhre (Puba ERustachii) nmit dem Nasen—
rachenraum verbunden ist, und in der sich dem Trommel—
iell gegenüber zwei kleine, von einer zarten Membran
sen Offnungen, das ovale oder Vorhoffenster
Fenestra ovalis) und das runde oder Schneckenfensten
Fenestra rotunda) befinden, beide zum innern O. führend
Endlich sind noch in ihr die durch Gelenke miteinander
verbundenen Gehoͤrknöchelchen (der Hammer am Trommel:
fell, der Amboß mit dem Linsenfortsatz und an letzterm
der Steigbügel, dessen Fußplatte das ovale Fenster schließt)
Das innere O. oder das Labyrinth liegt im innersten Teile
des sehr festen Felsenbeins und besteht aus dem Vorhof
(Vestibulum) mit den Vorhofssäcken, den drei Bogen—
güngen oder halbzirkelförmigen Kanälen (am hintern
Abschnitt des Vorhofs) und der Schnecke (Cochlea; am
untern vordern Teile des Vorhofs). In der letztern werden
drei Spiralgänge oder Treppen unterschieden: Vorhofs
treppe, Paukenireppe und Schneckengang oder Schnecken—
tanal (Canalis cochlearis), in dem sich das Cortische
Organ mit den Haar- oder Hörzellen findet. Das innere
O. ist von einer Flüssigkeit (Eabyriuthwasser) angefüllt
das alle Rüume desselben untereinauder verbindet und aud
die Hörzellen bespült. [(1905) 10681 6
Ohra, Dorf im preuß. Neg.⸗Bez. Danzig, bei Danzig
Ohraffe, der Ohrenmali (s. Lemuren).
Ohrdruf, Stadt in S.eGotha, Hauptort der fürstl.
Hoheunlohe⸗Langenburgschen Grafsch. Obergleichen. am Thü—
anger Wald, an der Ohra, (1905) 6114 E., Amtsgericht,
Schloß; Kupferhämmer, Fabrikation von Porzellan.
Ohre, l. Nebenfluß der Elbe, entspringt bei Wittingen
Provb. Hannover), mündet, 1058 km ig., nördl. vor
Dhrenbeichte, s. Beichte. Magdeburg
Ohrenkrankheiten oder Gehörkrankheiten, die Er
trankungen des Gehörorgans und seiner Nebenorgane
An der Ohrmuschel tritt infolge Verletzung, ESchlag,
Zerren) die Dhrbluͤtgeschwulst (Ochämatom) auf, die zu
Verunstaltung der Ohrmuschel führt. Häufig kommt Ver—
stopfuug des äüußern Gehörgangs durch Ohrenschmalz (s. d.)
vor, erzeugt Schwerhörigkeit, Schwindel, Ohrensausen,
schwindet nach Entfernung des Ohrenschmalzpfropfens durch
Ausspritzen mit lauwarniem Wasser. Sehr schmerzhaft sind
Furnukel und Eutzüudnungen im äußern Gehörgang (Oti—
tis externa), die, mit Einträufeln von warmem Wasser
(Ohrbäder) behandelt werden. Verschluß des Gehörgangs
und ãbelriechender Ausfluß ist öfter durch Schleinihaut—
wucherungen (Ohrpolypen) bedingt; sie werden mit einen
Drahtschlinge (kalte Schliuge) abgequetscht und der Stiel
durch Ätzmittel oder Spirilus zum Schrumpfen gebracht.
Die Entzündung des Trommelfells (Murringitis), meist

Folge von Erkältung, verursacht heftige reißende Schmerzen.
Infolge von Verlehungen (Schlag aufs Ohr, starke Schall⸗
einwirkungen u. a.) treten Zerreißungen des Trommelfet⸗
auf. Die Entzündung oder der Katarrh des Mittelohrs
und der Paukenhöhle (Mittelohrentzündung, Otitis media)
cutsteyt durch Ertälmng, in Kufchluß an, Katatrh der
Nase und des Rachens und nach vielen gInfektionskrank⸗
heilen (Masern, Scharlach, Juftuenza, Pocken), führt zu
Durchlöcherung des Trommielfells, Ohreufluß Ohreiterung
und fett sich bei Vernachläsfigung auf das innere Ohr un
die Gehirnhäute fort. Behandlung; häufige Ausspülungen
und Duͤrchblasen von Luft von der Nase her durch die Ohr⸗
rompete (Politzersches Verfahren). Besteht bereits Eite⸗
zung im Knochen, so wird der Warzenfortsatz aufgemeißelt.
Infolge Erkrankuͤng des Hoͤrnervs tritt nervöse Schwer.
zörigkeit und Tanbheit auf; bei maunchen Krankheiten des
innern Ohrs zeigen sich neben Ohrensausen Schwindel⸗
anfälle und taumelnder Gang (s. Menieresche Krantheith·
Die Untersuchung bei O. erfolgt bei Geradestreckung des Ge⸗
örgangs mittels der Ohrtrichter, durch die mit einem durr
öcherten Hohlspiegel (Ohrenfpiegel) Licht auf das Tromm
ell geworfen wird. Zur Bestimmung der Durchguͤngigkei
er Ohrtrompelte wird durch diese mutels einer gebogenen
Röhre (Ohrkatheter) vom Nasenrachenraum aus Luft ge⸗
zlafen, auch können durch sie medikamentofe Flüssigkeiten in
die Paukenhöhle Fun werden, Vgl. Lehrbucher der
Ohrenheilkunde von Politzer (4. Aufl. 1801), Jacobsen und
Zlau (3. Aufl. 1002), Hattmaun (7. Aufl. 1902), Kirchner
7. Ruft. 1004) Blühl (2. Aufle i90), Bezold (066).
Ohrenkriecher, die Ohrwürmer (. d.).
Dhreumaki, s. Lemuren.
Zyreuptaster, s. Zahnpflaster.
Ohrenprobe, Paufenhoͤhlenprobe, Untersuchung der
Pankenhöhle eines toten neugeborenen Kindes zur dest⸗
lellung ob es geatmet hat oder tot geboren worden ist, Im
ehtern Falle ist die Pautenhoͤhle von einem Schleimhaut⸗—
te ausgefüllt, im erstern ist das Polster im Rückgang
ʒegriffen.
ODhrenqualle, s. Lappen⸗
quallen [Abb. 1018].
Ohrenrobben (0Otariae),
Familie der Flossenfüßer, mit
kleinen äußern Ohren, langem
Hals. Die senkrecht gestellten
Flossenfüße erlauben ein wenn
uuch mangelhaftes Gehen und
Stehen. Sie bewohnen haupt⸗
üchlich die antarktischen Ge—
wäsfer, gehen aber im Stillen Ozean weit nach Norden
hinauf. Hierher die Mühnenrobbe (Otaria jubata Despa.),
mit langer struppiger Mähne, in den füdl. Polargegenden,
die Bäreurobbe (Seebär, O. urstna Péron, Callorhinus
ursinus Grog), im nördl. Stillen Ozean, deren Fell als
belz⸗ oder Biberseehund in den Handel kommt, der Sre—
vᷣwe (O. Stellexi Less. [Abb. 1276)), bräunlichgelb, im
rördl. Stillen Ozean.
Ohrenschunalz, Absonderungsprodukt der Ohren—
chmalze und Talgdrüsen des ünßern Gehoörgangs sTafel:
Sinnesorgane II, IIJ, eine gelbliche, klebrige Masse aus
Fettkügelchen und Farbstoffkörnchen bestehend. UÜber die
derstopfuug des Gehörgangs durch O. s. Ohrenkrankheiten.
Ohrenschmerz, s. Olalgie.
reeese Ohrentaucher, s. Haubentaucher.
Ohrhund, s. Löffelhund [Abb. 1070).
Shringen, Oberamtsstadt im württemb. Jagstkreis,
Zauptort der fürstl. Hohenlohischen Standesherrschaft O⸗
1905) 3602 E., Amtsgericht, fürstl. Schloß, Lyzeum.
Dhrkatheter, J Ohrenkrankheiten.
Dhrkanz, die Zwergohreule (s. Eulen).
Dhrklemmer, s. Hörmaschinen.
ohrlinge, die Ohrwürmer (s. d.).
Ohrpolypen, s. Ohrenkrankheiten.
Ohrrobben, s. Ohrenrobben.
Dirfpeicheldrüse (Pardtis), die größte der Mund⸗
peicheldrüsen, zu beiden Seiten des Gesichts vor und
inter dem Ohr, dient zur Absonderung des Speichels.
Aber ihre entzündliche Anschwellung (Parotitis) s. Bauern⸗
Ohrtrichter, s. Ohrenkraukheiten. webzel.
Dhrtrompete, s. Ohr.

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