Dko

Okosondje, Ort in Deutsch-Südwestafrika, s. Oma—
Okra, s. Ribiscus. fruru.
Okras oder Achras, rohe, unreine Pottasch
Oktaeder (grch.), ein von 8 gleich—
eitigen Dreiecken eingeschlossener Körper
sAbb. 12801, die Grundform des regu—
sären Systems in der Kristallographie.
Oktagon (grch.), Achteck.
Oktaktinien, — (Oot·
ꝛctinia, Aloyonaria), rdnung der
Korallenpolypen, von hiseeens Bau Anchne Ortgeder
und mit 8 Tentakeln, meist Stöcke bildend. Im Cönen⸗—
chym liegen isolierte kleine Kalkkörperchen (Spikula, Skle—
rodermiten) eingebettet, die den Stöcken eine halb oder
Janz starre Konsistenz verleihen; auch hornige (Achsen-)
Skelette kommen vor. Familien: 1) Schwamm⸗, Kork—
oder Lederkorallen (Alcyonidae), festsitzende, halb starre
oder weiche Stöcke, ohne Achse. 2) Orgelkorallen (Tubi
portdas), festsitzende Stöcke, Einzeltiere in parallelen
durch wagrechte Querplatten verhundenen Kalkröhren
Röhren lebhaft rot, in den trop. Meeren. 8) Rinden
oder Achsenkorallen (Gorgonidao), festsitzende Stöcke mis
innerer, horniger oder kalkiger Achse und einer diese über—
ziehenden halbweichen, von Kalkkörpern durchsetzten Rinde
in die die Polypen eingebettet sind; hierher die schwarzi
Koralle (Plexaura antipäthes L), buschig verzweigt,
schwarz, Ind. Ozean, Notes Meer, zu Schmuckgegenständen
verarbeitet; der Venusfächer (Gorgonta oder Rhipidigorgia
 flabellum salencg. mit fein netzartigem, fächerartig
verflachtem Stock, westind. Meer; Gliederkoralle (Isie
neapolitana v. Koch), aus stabförmigen, durch hornigt
Zwischenstücke vereinigten Kalkgliedern bestehend, Mittel—⸗
länd. Meer; Edelkoraile (s. d. nebst Abb. 476). M Feder
korallen (Seefedern, Ponnatulidaé), nicht fest angewächsen,
mit einem Stiel lose im Sand öder Schlamm steckende
Stöcke, oberer Teil seders, blatte, stab- oder keulenförmig,
meist mit horniger oder verkalkter Achse, viele prächtig ge⸗
färbt und im Dunkeln bei Berührung leuchtend; hierher
die in großen Tiefen lebenden pfauenfederühnlichen Um
hellularien u. a.
Oktandrisch (grh., d. h. achtmännig) heißen die
Blüten mit acht freien Staubgefäßen, daher Oetanäria die
ichte Klasse des Linneschen Systems.
Oktangülum (lat.), Achteck.
—A0—
une daraus bestehende, jetzt ungebräuchliche Winkelmeß—
vorrichtung (s. Spiegelinstrumenke); auch ein Sternbild
des suͤdl. Himmels, umschließt den Südpol.
Oktav (lat.), Druckformat in Achtelbogen, gleich 2Seiten,
so daß ein Bogen 16 Seiten hat.
Oktäve (lat.), im diatonischen System der 8. Ton
vom Grundton aus, mit diesem gleichklingend, die Grund—
lage unsers Tonsystens; in der kath. Kirche die 8 Tage
dauernde religiöse Feier bestimmter heiliger Feste.
Oktavian, s. Octavianus.
Oktavonen (span. octa vo), die Kinder eines Weißer
ind einer Quarteronin (s. Quarteronen).
Oktétt, Tonstück von 8 selbständigen Stimmen.
Oktober (vom lat. octo, „acht“), Weinmonat, der 10
bei den Nömern der 8.) Monat des Jahres; 31 Tage
Oktoberdiplom, Manifest Kaiser Franz Josephs
(20. Okt. 1860), mit dem Hsterreich-Ungarn wieder in
konstitutionelle Bahnen einlenkte.
Oktodez (lat.), Druckformat von 18 Blättern auf den
Bogen, gleich 36 Seiten.
Oktogon (grch.), Achteck.
Oktoghnisch egrch. d. h. achtweibig) heißen die Blüten
mit acht Griffeln, daher Octogynis die 8. Ordnung in der
slgssen 12XIII des Linneschen Systems.
g Doboden (Octopada), Unterordnung der Kopffüßen
Okbtroi Erz., spr. oktröä), Bewilligung, Handels⸗
privilegium; Akzise, Verbrauchsabgaben von Ptehl, Brot—
früchten (s. Mählsteuern), Fleisch (s. S gutteucrn
Kartoffeln Hülsenfrüchten 2c., als städtische Abgaben teil—
weise noch bestehend.
Oktroyieren uu, spr. däii-), bewilligen, mit Privpi—
iegium versehen; dann aufdrüngen, aus höherer Macht—
vollkommenheit Beftinmneee tfreffen; daher oltroyierte

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verfafsung, einseitig aus fürstl. Machtvollkommen heit
gebene, nicht mit einer Volksvertretung vereinbarte, beg
royierte Gefetze, vom Fürsten im Verordnungswege ohn
vorherige Fuftmimung der Volksvertretung erlassene. dat
Skiuplieren (lch.), verachtfachen; Oltünlum,
Achtfache.
33 Baron, japan. General, geb. 1844 n Kotutn
im Ehines.-Japan. Krieg 1894 Fuͤhrer einer. Divisgn
driege gegen Rußland 1904 Kommandeur der 2. rmee.
Okabawachs, s. Myristica. — in⸗
Okular (lain), anf das Auge bezüglich; augensei
ich; in einem Fernrohr oder Nikrostop die dem g
ugekehrte Linse oder Linsenkombination. Oinlardie
Diopter; Otularinspektion, Besichtigung, bes, geri
iche; Dkularzeuge, Augenzeuge; Okularriß, eine n
iach dem Augenmaß gemochte Zeichnung. ach
Okuli (lat., r agse der 8. Fastensonntag, n
ein Anfangswort der Messe des Tages (Ps. 25, 10).
Okulieren, Okulatisn (lat.), Kugeln, a.
ine Art der Veredelung (s. dy), bestehend int —
ibertragen schildförmig vom Edelreis getreun⸗ 34
er Augen in den Tsefoͤrmigen Einschnitt des —
Wildlings und Verbinden der Stelle mit ——
eilassüng des Nuges sAbb.128ij. ot
Okulift (frz.), Augenarzt. 1281. Olu⸗
Trugratten. S ueren.
kunta, Shigenobu, japan. Staatsmann,
geb. 1887, 1878 82 Minister der Finanzen, iges
nd 180697 Minister des Auswürtigen, Leiter der ko
titutionellen liberalen Partei (Kaishinto). ze
Skumenisch (arch.), der ganzen bewohnten Erde e
hörig, allgemein;. s.v. w. katholisch; Otumenische gr
ilien, s. Konzil; Okumenifcher Pgtriarch, Titel der
riarchen von Konstantinopel; OÖknuienische Symbole
. Symbolische Bücher. d;
Okzideént (lat.), der Westen oder Abend; Abendland;
tzidentäl, abendlaͤndisch (s. Abendland).
Dkzipital (lat.), das Hinterhaupt betreffend. e
Dkzitanien, s. v. w. Languedoc. Otzitanische Sprache
v. w. Provenzalische Sprache.
Dl, Wall, dün. Stückmaß 80, Stück. Ver⸗
Sl gemeinsamer Name für flüssige organische— pe
zindungen, die in Wasser unlbslich und leichter als dieeg
dagegen in Alkohol, Ather, Benzin rc. löslich sind; m
underscheidet fette s. (s. Fette), fluͤchtige oder —
. Miuneral. oder Erdöle (s. d.). Die ätherischen 3
iind stark riechende, flüchtige, bei gewöhnlicher Tenperatn
düssige Prodükte des Pflanzenreichs, leicht heweglich
Wasser wenig löslich, reichlich in Weingeist und aithen
hrennen mit rußender Flamme und haben scharfen *
chmack; in reinem Zustand farblos, färben sie sich an
Luft unter Verharzung dunkel. Sie werden gewonnen ai
den Pflanzenteilen meist durch Wasserdampfdestilatien
eltener durch Pressen oder Ertrahieren mit eichtstuchtigen
Milteln oder Felten. Chemifch sind sie Genusche por
Terpenen, Ketonen, Alkoholen, Estern und andern Frr
zindungen. Sie werden in der Parfümerie, zu — ß
n der Medizin und als Lösungsmittel verwendet. —. v*
sornemann(z. Rufl., Iss g), Askinfon 73. Aufl.
1990), Semmler (1908 fg.).
ö. L., Abkürzung für östl. Lünge.
Olaf, mehrere Könige von Rorwegen. — O. Trygvesson
3951000, Rachkomme König Harald J. Harfagrs, gefallen
n der Seeschlacht bei Sopolder gegen die Dänen unr
Schweden 1000. SI ver Heinge, 1018 —30, Schub⸗
patron Norwegens, bekehrte die Rorweger ——
zum Christentüm; von Knut d. Gr. 1028 5
bertrieben, fiel er im Kampf gegen die ) ii
Dänen 28. Juli 1030 bei Stiklastad. —
D. III. 1066 - 93. — O. IV. 1103 - 16. —
D. V. König von Dänemark 1374 —87, von
Norwegen 1380 —87, gest. 3. Aug. 1387. 4
Olaforden, norweg. Orden, gestiftet
21. Aug. 1847 von König Oskar J. für
8 eeo um Kunst und
Wissenschaft; d Klassen [Abb. 1282)]. orden.
Oland, eine der Halligen (s. d.). aforde p
Siand, schwed. Sfifcenfel, vom Festland durch de
1—8 Kkw breiten Kalmarsund getrennt. 137 kKm lg⸗