IG6 Km br., 1846 4kx, 34 000 E., Kaltfelsen; mildes
lima; einzige Stadt Borgholm. Die kleine Pferderasse der
Insel EStander) fast ausgestorben.
Olaus, s. v. w. Olaf (s. d.).
Slbad, s. Bad cchem).
Slbaum, s. oOles unðd Tafel: Nutzpflanzen J, 11.
Slbaumgummi, s. v. w. Elemiharz (s. d.),
Slberg, Berg 1xn östl. von Jexusalem mit 3 Gipfeln,
desfen mittlerer als Stütte der Himmelfahrt Jesu gilt
lKarten zur Biblischen Geschichte, ßund Bilder
zur Biblischen Geschichte, s, bei Palästinal. —
Großer O., Berg im ieee 464 m.
Olbernhau, Stadt in der sächs. Kreish. Chemnitz,
in der Flöha, (1905) 8889 E., Amisgericht.
Olbers, Wilh., Astrononi, geb. 11. Olt. 1758 zu
Arbergen, Arzt in Bremen, gest, 2. März 1840; fand
eine neue Berechnung der Kometenbahn (beschrieben 1797),
entdeckte zwei Planeten (Pallas und Vesta). — Biogr,
und Werke hg. von Schilling (2 Bde. 1884 1900).
Olbersdorf, Industriedorf in der sächs. Kreish. Bauͤtzen,
im Töpferberg (624 m), (1905) 3216 E.
Slbildendes Gas, s. üthhlen.
Olchon, Insel im See Baikal (s. d.).
Oldbury (spr. oͤhldbörre), Fabrikstadt in der engl.
Grafsch. Worcester, (1901) 25191 E.; Fabrikation vor
Themikalien und gußeisernen Waren.
Old Calabar, Stadt und Fluß in der Landschaf!
stalabar (s. d.); die Stadt ist jetzt Hauptstadt von Süd⸗
aigeria (s. Nigeria).
Delde (Olde), Stadt im preuß. Reg.«Bez. Münster,
Kr. Beckum, (1905) 4055 E., Amtsgericht: dabei Kirch—
piel O., 2111 E.
Oldenbarneveldt, Jan van, niederländ. Staatsmann,
eb. 25. Sept. 1547 zu Amersfoort, seit 1586 Ratspen⸗
ie der Prov. Holland, geriet als Führer der republi—
kanischen Partei sowie als Freund der Remonstranten mit
dem Statthalter Moritz von Oranien in Feindschaft, der
ihn des Eingriffs in seine Rechte beschuldigte, 1618 ver⸗
haften und 15. Mai 1619 enthaupten ließ. — Seine Söhne,
Wilh. und René, beteiligten sich 1623 an einer Ver⸗
schwörung gegen Moritz; ersterer entfloh nach Antwerpen,
Renẽé ward ergriffen und hingerichtet. — Vgl. Motley
(engl., 2 Bde., 1874), Groen van Prinsterer (franz., 1875)
Sldenberg, Hermann, Sanskritist, geb. 31. Okt.
1854 zu Hamdurg, 1881 Prof. in Berlin, seit 1889 in
Fiel; schrich: „Buddha“ (4. Aufl. 1903), „Die Religion des
Beda“ (1894), „Die Literatur des alten Indien“ (1908) u. a.
Oldenburg, Großherzogtum und Bundesstaat des
Deutschen Reichs Karte: Nordwestdeutschland J bei
Hannover], 6427 4k4m, Von 399 180 (307 x10 Evan⸗
gelische, 86 920 —** en, 1334
Israeliten), (1905) 4838 195 E.,
besteht aus drei getrennten Teilen:
dem Hzut. O. (5383 qkm, 8318 484
E., 78 348 Katholiken, 1140 Israe⸗
liten) und den Fuürstent. Lübeck (s. d.)
und Birkenfseld (s. d.). Das Haupt⸗
land, zwischen Hannover und Nord⸗
see, ist meist sandiges Geestland mit
Heiden und Mooren, im S. bis
145 mm hoch, an der Küste, den Fluß—
läufen und ⸗mündungen swuchware Marsch (116 4km) und
wird von der Weser, Hunte, Jade und Leda bewüssert. Ka⸗
näle aen das Marschland. Die Bevölkerung ist
fries. und fuͤchf. Stammes. Haupterwerbszweige sind Acker⸗
bau (Noggen, Hafer, Buchweizen) und Viehzucht. Von den
68 340 hRa Forsten und Holzungen sind p Staatsbesitz
1804 zählte die Handelsflotte (Schiffe über 60 obm Raum⸗
Fau 220 Schiffe mit 60 836 Registertons und 1694 Mann
esatzung, darunter 28 Dampfer mit 15349 Tons. An
Eisenbahnen hat O. (1903) 570 km. darunter 223 km
Nebenbahnen.
Verfafsung und Verwaltung. Nach der Verfassung vom
22. Nov. 1852 ist O. eine donstitutionelle, im Mannsstamme
 erbliche Monarchie. Zum Landtage stellen das
Hzgt. O. 26, das Fürstent. Luͤbeck 8, Birtenfeld 4 durch
Wahlmänner gewählte Abgeordnete. Lübeck und Birken⸗
seld haben außerdein eigene Provinzialräte. Im Bundes⸗
rat führt O. 1 Stimme, im Reichstage ist es durch 8 Mit⸗
Brockhaus' Kleines Konversationz-Lerifon 5. Aufl 11

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Old

gieder vertreten. An der Spitze der Verwaltung steht das
Staatsministerium, unter ihm die Fegierungen fuͤr die
Fürstent. Lübeck und Birkenfeld. Das Herzogtum ist
in 14 Umter und 83 Stadte erster Klaffe eingeleilt. Die
Finanzen der drei Landesteile werden getrennt verwaltet.
Linnahmen und Ausgaben der Zentralkasse 1905: 4,667
Mill. (Matrikulardeiträge Auo⸗ Mill ), Einnahmen
der Landesteile 8re7, Ausgaben 5,iil. .Ge—
samte Staatsschuld 86 1u00 Niul. , darunter Hzt. Lübeck
141250, Birkenfeld 3677 . Oberlandesgericht O. mit
2 Land⸗ und 16 Amtsgerichten. Fur die evaug. Kirche
esteht ein Oberkirchenraͤt und eine Landessynode, für die
datholiten das bischofl. Offigialat in Vechta. s Gymnasien,
Oberreal⸗s, 2 Realschulen, Lehrerseminare, 1 Landwirt⸗
chaftsschule, 1 Taubstummeninfitut. Haupt⸗ und Residenz⸗
ttadt O. Zur deutschen Armee, und zwar zur 19. Dipision
des 10. Armeekorps, stellt O. das I en
Nr. 91, das Dragonertregiment Nr. 62, außerdem 2 Bat⸗
terien des Feldartillerieregiments Nr. 26 Wappen: im
l. goldenen Felde zwei rote Balken O.), im 2. blauen ein
Joldenes KHreuz (Delmenhorshh, im 3. blauen ein goldenes
dreuz mit Bischofsmütze (Lübeck), im 4. sechs rot und silbern
zeschachtete Balken (Birkenfeldy, im Zwigel einen goldenen
jekxönten Löwen in Blau (Jeber) fAbb. 1283]. Orden:
erard (gestiftet 18338). Landes⸗
arben: Blau⸗Rot. Flagge; Blau mit rotem Kreuz.
Geschichte. Erster — beglaubigter Graf von O.
st Egilmar oder Eltmar II. Anfaug des 12. Jahrh. Die
oldenburg. Grafen nahmen am Kreuzzuge gegen die Stedinger
eil, deren Land sie nach 1234 erwarben. Graf Otto II.
rbaute 1247 die Burg Delmenhorst Graf Dietrich (gest.
1440) vereinigte nach Erlöschen (1438) der 1334 abge⸗
weigten Nebenlinie Delmenhorst wieder den ganzen Fa⸗
nilienbesitz (s. Oldenburger Haus); sein ältester Sohn,
Graf Christian, wurde 1448 König von Dunemart un
nach dem Tode seines Oheims Landesherr von Holstein,
der zweite Sohn, Gerhard, der Streitbare, setzte in den
Stammlanden die gräfl. Linie fort, die mit Anton Günther
1667 ausstarb, worauf O. an Dünemark kam, Der dan—
König Christian VII. überließ es 1773 an Paul von Hol⸗
—V—— Kaiser) und dieser wieder an
den Fürstbischof von Lübech, Friedrich August von Holsiein-Gottorp
 (gest. 1785), der 1777 Herzog wurde, Sein
Neffe Peter Friedrich Ludwig t 1820) wurde nach
Friedrich Augusts Tode Regent für dessen geisteskranken
Sohn Peter Friedrich Wilhelm und als dieser 1828 starb,
selbst Herzog. 1808 trat O. dem Rheinbunde bei, kam
1811 zu Frankreich, 1813 wieder an Peter Friedrich Lud⸗
wig, wurde 1815 Großherzogtum und erhielt 1818 auch
die Herrschaft Jever. I Veter Friedrich Ludwig folgte
sein Sohn August (1829—68) und diesem sein Sohn
Peter (gest. 1000), der sich 1866 auf Seite Preußens stellte.
an dieses auch seine Ansprüche an Schleswig-Holsiein
gegen eine Eutschädigung überließ, darauf dem Rorddeutschen
 Bunde und 1871 dem Deutschen Reiche beitrat.
Seit 1800 regiert Peters Sohn August, unter dem 1004
eine Neuregelung der Thronfolge erörtert wurde. —
Bgl. Pleitner, 8. im 18. Jahrh.“ (2 Bde., 188908 1801).
Oldenburg. 1) O. im Großherzogtum, Haupt- und
Residenzstadt dez Großhzgt. O. Karte: —
Nordwestdeutschland J, 8, bei Hanno⸗ *
ver], an der Hunte und dem Hunte-Ems- zug
Kanal, (1900) 26797 Doeree 28600) E., ——
darnison Oberlandes⸗, dand⸗ Amtsgerichi, 9 —
handels⸗ und Gewerbeverein, Handwerks⸗ wen
Jandwirtschaftskammer, Lambertikirche (13. *
Zahrh.), Residenzschloß, Museum, Wgusteum —E
Gemäldegalerie), Gymnasium, Oberreal⸗
ule Seminar. — 2) O. in Holstein, Stadt im preuß.
Reg.⸗Bez. Schleswig, (1905) 2458 E. Amtsgericht; im
5 — Hauptort der Obotriten, 82- 1163 Bischofssitz
Oldenburger Haus, ursprünglich reichsgrüft Ge
chlecht, aus dem sich Graf Dietrich 4 1440) 1424 mit
dedwig, det Tochter des Herzogs Gerhard vV. on Schles⸗
dig⸗Holstein, vermählte. Sein jüngerer Sohn Gerhard
gest. 1500) setzte die gräft. dinse zu Didenbneg fon
erloschen 160675, während sein ältester Sohn Chrisnan
gest. 1481) Koͤnig von Dänemark und Norwegen und
andesherr von Schleswig-⸗Holstein wurde und die königl.

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