Old

dän. Linie (Holstein-Glückstadt) stiftete, die 1863 aus—
starb. Von ihr abgezweigt wurde die gottorpische Linie,
estiftet von Herzog Adolf (gest. 1686), aus der Herzog
—* Peter Ulrich als Peter III. 1762 den russ. Thron
bestieg und die kaiserl. russ. Linie stiftete. Sein Oheim
Friedrich wurde 1751 König von Schweden und
somit Stifter der königl. schwed. Linie (1877 erxloschen).
Von Adolf Friedrichs jüngerm Bruder Georg Ludwig
und dessen Sohne Peter Friedrich Ludwig stammt die
zroßherzogl. oldenburg. Linie ab. Von der sonderburg.
Linie, gestiftet durch Christians III. von Dänemark jüngerm
Sohne Johann (gest. 1622), blüht nur noch der Auguften⸗
vburger und der (Beck.) Gtücksburger Zweig, deren Stifter
Johanns Enkel Ernst Günther (gest. 1680) und August
Philipp (gest. 1675) waren. Ves letztern Nachkomme
Christiau (IX.) wurde 1863 König von Dänemark und dessen
zweiter Sohn 1863 als Georg T.König von Griechenland.
Oldenburger Haus⸗ und Verdienstorden, der
Peter⸗Friedrich⸗ Ludwig⸗Orden (s. d. nebst Abb. 1364).
Oldendorf, Hessisch-O., Stadt im preuß. Reg.⸗Bez
Cossel. 1905) 1941 G. Amtsgericht.
Oldestoe (spr. Io), Stadt im preuß. Reg.«Bez
Schleswig, an der Trave, (1905) 6469 E., Amtsgericht
Realproghmnasium, Sol-, Moor- und Schwefelbäder.
Oldham (spr. öhldämm), Fabrikstadt in der engl
Date ate (1904) 139 497 E.; Baumwollspinnere
und daschinenfabrikation Karte: Großbritannien
and Irland J, 7 u. 8)]. sdie brit. Flagge
Oid Jaek —* ohld dschäck), in der Matrosensprach
Sldotter, s. v. w. Leindottier, s. Camelina.
Oid rod sandstons (engl., spr. ohld redd ßänndston
„alter roter Sandstein“), ca. 4000 m — Schichten⸗
gruppe braunroter Sandsteine und Konglomerate, Ver—
treter des Devons in England, des Oberdevons in Nord⸗
amerika. (Henry
Oid aalilor (spr. ohld ßehl'r), s. Barker, Matthew
Olsa L., Pflanzengattg. der Oleazeen, Buume ode⸗
Sträucher mit einsamigen Steinfrüchten. O. ouropaea I.
lechter Ol- oder Olivenbaum), kultiviert ein 6—512 m
hoher Baum, wahrscheinlich aus dem Orient, angebau
in den Mittelmeerländern, in Südafrika, Amerika und
Australien; seine Blätter sind weidenartig, unterseite
weißlich, die Früchte (Otiven) liefern Ol (s. Olivenöl), daf
Holz dient zu feinen Tischler- und Drechflerarbeiten. Die
Früchte von O. amoricãus Mchæ. werden in Karolina
gegessen; das Holz ist das sog. Dovilwood. Die wohl—
riechenden Blüten von O. frägrans Thanbg. in Japar
und China werden dem chines. Tee beigemischt. Das
Holz von 0O. laurifolia Lam. und O. capensis L
kommt als schwarzes Eisenholz in den Handel. — Vgl.
Cabrite (1902), Th. Fischer (18904).
Olean (spr. ohleäun), Stadt im nord⸗
amerik. Staate Neuyork, am Alleghany,
(1900) 9462 E.; Petroleumlager.
ODleänder, Lorbeerrose, Rosenlor—⸗
veer (Nerium), Pflanzengattg. der Apo⸗
zynazeen, Sträucher wuͤrmerer Gegenden.
Bemeiner O. (N. Oleandér L. [Abb.
1285]), Zierstrauch aus Südeuropa, mit
lanzeitförmigen Blättern gn karmin⸗
roten Blüten; alle Teile enthalten bittern,
weißen Milchsaft und sind giftig. In— Ades. Vlramer
digs· oder FärberO. (N. tinctorsum orb.), Ostindien,
enihült Indigo; wohtriechender D. (N. odoratum Ail.)
aus Indien, mit duftenden Blüten.
Oleanderschwärmer (Sphinx nexti L. IAbb.1286)),
110 -115 mm klafternder breiter, schöner, arün und violett
gefärbter südeurop. Schwär—
mer, der in heißen Sommern
die Alpen überfliegt und bis
nach Südschweden einwan—
dert; die grüne Raupe auf
Oleander und Immergrün.
Olearius, Mam latini⸗
siert für Olichläger, Schriftsteller,
 geb. um 1600 zu Aschersleben, Rat des Herzogs
Friedrich I11. von Holstein-Gottorp, begleitete 1633 und
1635—3839 die Gesandtschaften desselben nach Rußland und
Persien, gest.22. Febr. 1671; schrieb in musterhaftier Prosa

1286. Oleanderschwärmer

306

Beschreibung der Neuen vrient. Reise“ (1647) und ũber⸗
etzte Saadis „Rosengarten“ 6
Dleaster, Pflanzengattg. s. Elsoaguus.
Oleate, die ölsauren Salze. J
Sienzeen, Pilanzenfamilse der Kontorten, Büume
ind Strauchet der irdp. und nördl. gemäßigten Zone.
iu(Hortriegeih, diea (Sihaum), Sy mngs (Sy-⸗
tinge), Fraxinus (Esche), Ornus (Mannaesche).
OHle Bull, Violinvirtuos, s. Bull, Ole.
Dieggio (spr. oleddscho), Stadt in der ital. y
Dlein, s. Fette. ————
Oleinfäure, Elaisäure, Olsäure, findet in an
Vlyzerin gebunden (als Otein) hauptsächlich in den etten
Slen, wird als Nebenproduft ver der Fabrikation der
Stearinkerzen im Handel Otein genannt. In reinem Zu⸗
tande farb- und geruchlos, erstarrt bei o“ zu mlattriac
ristallen, die bei 140 schmelzen, wird an der Luft
und ranzig, mit überhitztem Wasserdampf destillier ar,
iefert mit salpetriger Säure kristallisierende Ela idinaure
Die Allolifalze sind Seifen; das Bleisalz, der Haupt⸗
»estandteil der mediz. Pflaster, ist in Ather löslich. te
Olekmaä, r. Nebenfluß der Lena im russ.sibir. Gebie
Jakutst, 1131 kwulg.; Goldwäschereien. *.
Olenék, Fluß im nordöstl. Sibirien, mündet zwischen
dena und Anabara ins Rördl. Eismeet, 1866 kx I.
Oleomargarin, s. Margarine. r
Dieron EGor. bong), Insel an der Westküste Frant⸗
eichs, vor der Muͤndung von CTharente und Seudre, 172 462,
(1901) 17033 E.; Hauptorte Le Chateau diO.. 3808 8.
Zaint⸗Pierre d'O., 4850 E., und Saint-Georges diO·
1288 E. O. ist durch Forts verteidigt. nrt
Oleum (lat. „Ol), Bezeichnung für engl. Sqhwesen
Oléum ôt opéram perdidi tꝑ ich habe Sl wn
Muͤhe verloren, d. h. mich vergeblich bemüht, Zitat au—
Plautus' „Poenunlus“ (I, 2, 118).
Silevanvd Romand, Etabt in der ital. Prov. Rom—
1901) 005 E; dadei das von deutschen Künstlern dem
Deutschen Kaiser geschenkte Eichenwäldchen Serpentara .
Oleviãnus, dec Mitbegründer der deut chaeforn
— geb. 1d. Aug. 1336 zu Trier, Schüler Calvine
n Genf, 1561 Prof und Hofprediger zu Heidelberg,
aßte mit Ursinus den „Heidelberger Katechismus“; 16
abgesetzt, wirkte er in Berleburg, zuletzt in Herborn für
die Reformation; gest. 15. März 1587 in Herborn.
Biogr. von Sudhoff (1837) und Cuno geen
Sltfarbendruck, Nachaͤhmung von Olgemiälden ver⸗
mittelst Steindruck und ßee
Slflüsse, Gebiet der, Oit Rivers Protektorate, 1880
— Isod Rigertustenproteltorat (s. d.) genannt, seitdem zu
Nigeria (s. d.) gehörig, brit. Landschaft in — ——
umfaßt die Küstenstrecken, an der Muüͤndung des Benin—
Forcado, Braß. Bonny, Opobo, und die Landstriche am
Old⸗ Calabar⸗ und Croßfluß, etwa 89000 qkm; moraftige
Küstengegenden; im Innern große Olpalmenwälder; Haupt⸗
platz Duke Town (Old Calabar) und Creektown.
Olga, Heilige der russ. Kirche, Bäuerin, ——
desd Großfürsten“ Igor von Kiew, nach dessen Tode sie si
955 in Konstantinopel taufen ließ und 4
den Namen Helena annahm; gest. 969. 8
dor Leg in der 11. u e S
Olgaorden, würitembe Orden, —
27. Juni 18371 von König Karl J. für ————
freiwillige Nächstenliebe gestiftet, bes. D
in Kriegszeiten; eine Klasse [Abb. 1287).
Olgas, Fettgas, aus Naphthaä, 1387. Olga⸗
ere Braunlbohlenteeröl, orden.
Pech, Harz, Harzöl u. a. durch Erhitzen
in Ketorten dorgestelltes Leuchtgas; dient als Mischung
mit Azetylen bes, zur Beleuchtuͤng von Eisenbahnwagen.
Slgemälde, s. Olmalerei.
Didopoͤt, Kreisstabt im russ. Gouv. Podolien, an der
wranka, 8098 E.
Olgun, Stadt in Montenegro, s. Dulcigno.
Dihao (Espr. oljaungh, Hafeustabt in der portug. Prov.
Algarve, am Atlant. Wege (1800) 93993 E.
n Ortschaft im preuß. Reg.-Bez. Lüneburg
1900) 36 E,; hier 1880 Erdölquellen erbohrt. de
Slifant Laltfrz., d. i. Eicfant), das weihinschallen
Horn Rolands; auch das größte Papierformat.