Dlifant, Elefautenflußter. Hauptnebenfluß des Limpopo
Südafrika, durchbricht das Kathlambagebirge
Dligamie (grch.), Blutmangel.
Dligarchie, Dligotratie (grch.), die Herrschaft Weniger,
usartung der Aristokratie.
Dligochäten, J. Borstenwürmer.
Oligotlas, s. Feldspate.
Oligotratie, s. Oligarchie.
Dligozän, die zweilälteste, auf das Eozän folgende
Schichtengruppe der Tertiärformation; Sande, Tone und
Mergel, Tokal mit Gips und Braunkohle. Weiteres s.
Beilage: Geologische Formationen nebst Tafel.
Oligozythamte (grch), Verminderung der roten Blut⸗
törperchen bei Blutverlust, anhaltendem Fieber u. a.
Oliuda, Stadt im brasil. Staate Pernambuco, an
der Küste des Atlant. Ozeans, 8100 E.: Fabrikation von
Degenklingen (Olinden).
Suliphant (pr. bllifännt), Laurence, engl. Reisender,
geb. 1829 auf Ceylon, bereiste Nepal, Rußland, Nordamerika
 und die Türkei, ging 1857 mit Lord Elgin nach
China, war dann brit. Konsul in Japan, lebte seit 1878
in den Ver. Staaten von Amerika und Kanada, gest.
23. Dez. 1888 in Twickenham (Middlesex); schrieb Reise—
werke, die Erzählung „Ficdeadilly“ (1870) u. a. —
Biogr. von Mris. O. (2 Bde,, Lond. 1891).
Oliphant (spr. oͤllifännt), Margaret, geborene Wil—
son, engl. Schriftstellerin, geb. 4. April 1828 zu Liver⸗
pool, gest. 268. Juni 18987 in London; in Darstellungen
des schott. und engl. Landlebens ausgezeichnet (0hronicles
 of Carlingford“, 1863; „The iadies Lindores“,
1883; „Kirsteen““, 1890; „A house in Bloomsbury“,
1894; , Sir Robort's fortune“, 1895, 2c.), schrieb auch
Biographien („„Edward Irving“, 1862; „Memoir of
Laurenoe O.“, 1891, 3c.), ferner „Literary history of
England 1790 -1828“ (8 Bde., 1882), „The Vlctorian
ags of Englisn Eterature“ (2 Bde., 1892), „William
Blackwood and his sons“ (2 Bde., 1897) u. a. —
Bgl. ihre „Autobiography and letters“ (3. Aufl. 1899)
Dlisippo, alter Name für Lissabon.
Olitäten (vom lat. olsum), wohlriechende Ole oder
Ahaltige Arzneimittel und Essenzen, früher viel von
Hausierern (Olitätenhündlern) feilgeboten.
Olitorisch (lat.), Küchengewächse betreffend.
Oliva, Marktflecken im preüß. Reg.«Bez. Danzig, (1905)
3894 E., höhere Mädchenschule; Sommerfrische; berühmte
gisterzienserabtei (1170 — 1832); hier 3. Mai 1660 Friede
wischen Schweden, Polen, dem deutschen Kaiser und
Brandenburg, die Unabhängigkeit Preußens bestätigend.
Oliva, Stadt in der span. Prov. Valencia, unweil
des Mittelländ. Meers, (1900) 7956 E. — O. de Jerez
Stadt in der span. Prov. Badajoz, 8348G.
Olivaärez, Don Gasparo de Guzman, Graf von,
Herzog von San Lucar, span. Staatsmann, geb. 6. Jan
16387 ju Rom, Günstling und 1621 -483 Premierministern
Philipps IV. gest. 22. Zult 1645 fern vom Hofe.
Oliveüra⸗Martins, Joäo Pedro, portug. Schrift⸗
steller, geb. 30. April 1845 in Lissabon, Direttor indu⸗
strieller Unternehmungen, 1891 -82 Finanzminister, gest.
24. Aug. 1884 in Lissabon; schrieb: „Historia da eivilias8uo
 Perica““ (8. Aufl. 1886), „Hisstoris de Poptugal
(2 Bde., 5. Aufl. 1880), „Fortugal contemporaneo“
2 Bde 1881), „BHistöoris da Ropublies Romana“
(2 Bde. 1885) u. a. — Bgl. Barreto (1892).
Oliven, die Früchte des Olbaums (s. Olea und
Olivenöl): Dlivenbaum, s. Oles.
Olivenöl, aus Fruchtfleisch und Kernen der Oliven
4. Qlea) gewonnenes, nicht trocknendes Ol; bei gelindem
eesen entsteht hellgelbes, feines Speiseöl (Jungfernöt);
dtt Pressen mit lauwarmem Wasser minder feines, und
durch heißes Pressen noch weniger seines (Baumol); aus
Abfallen und unreifen Früchten durg Garung abgefchiede
nes trübes, saures Olwird als Tomrnancot bezeichnet,
den Preßrückständen durch Schwefeltohlensioff entzogenes
als Sutfuröl. Hauptproduktionsgegenden find die vro—
vence (daher Provenceröt) und du — Verwendung
außer als Epeiseöl: in der Medizin, innerlich und äußer—
tich, als Brennöl, zur Seifenfabtitatinn
Olivenza, Stadt in der span Prov Badaioz, Grenzfestung
 gegen Vortugal, (1900) 9066

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Hlm

Olivetaner, ital. Abzweigung des Benediktinerordens,
nannt nadh dem Klofter auf dem Monte Oliveto bei
Siena, gestiftet 13180 von Gipvanni Tolomei in Siena
gest. 1348, selig gesprochen 1691, Gedüchtnistag 21. Aug).
Olivetanus, Pierre Robert, reform. Theolog, geb.
im 1500 zu, Noyon, Verwandter Calvins, schrieb in Neu—
hatel die erste prot. Übersehzung der Bibel ins Franzo—
ische; gest. 13538 in Ferrata.
Olivetten (frz.), olivenförmige Korallen oder Glas⸗
perlen, für den Tauschhandel in —7*—
Olivier (spr. wieh), Juste Damei, Dichter der franz.
Schweiz, geb. 18. Okt. 1807 zu Eyfins (Waadt), lebte
As Flüchtling seit 1845 in Paris, gesi. Fan is76 zu
Benf; schrieb Chansons lointaines (neue Ausg. 1869),
des. aber Novellen u. a. — Auch sein Bruder Urbain v.
1810-88) als Novellist bekanut.
Olivin, Peridot, rhombisches, oliven- oder flaschen⸗
asgrünes, glasglänzendes Minetal, besteht aus Kiesel⸗
äurc, Magnesia, Eisenoxydul, findet sich in Körnern, doch
auch in faust- und kopfgroßen Klumpen (Olivinknollen)
m Basalt, gesteinsbildend als Olivinfels, auch in Meteor—
teinen 2c. Die schön grün gefaͤrbten, ea losen
dristalle und Körner aus dem Orient und Brafilten heißen
Chrysolith [Kristallform Tafel: Edelfteine T. za und
verden als Edelsteine benutzt.
Olivingesteine, Peridotite, Gesteine, die hauptsäch⸗
ich aus Olivin bestehen (Dunith; dagu tritt Augit, wenig
Hornblende und Biotit (Bitrit, Palaͤopitkrit, be porphy⸗
rischer Ausbildung Pikritporphyrith oder Diallag (Wehriit)
oder Bastit (Schillerfels, Harzvurgit) oder Diopfid und
Bronzit Ehzerzolith), alle sich gern in Serpentin um⸗
wandelnd (Serpentinfels). Schieferige, nicht eruptive O.
Slkäfer, s. Blasentäfer. sheißen Olivinschiefer.
Sltkuchen, die Rückstände der Gewinnung fetter Ole;
vichtiges Viehfutter. — Val. Kornauth 3
Olla podrida (span., spr. ollja, auliger Topf“),
pan. Nationalgericht, aus einem Gemisch von Fleisch⸗
orten und Gemüse hereitet; Allerlei, Mifchmasch
Ollendorfsche Methode, eine von Heinr. Gottfr.
Aulendorf (geb. 1803 in Rawitsch, gest. 1866 in Paris)
egründete Methode zur Selbsterlernung moderner Spra—
hen, die den Schüler durch massenhaft vorgeführte kleine
Zütze in die Übung der fremden Sprache hineinführt und
die Grammatik in kurzen Bemerkungen am Schlusse dieser
bungen gibt.
Ollivier (spr. wleh), Emile, franuz. Staatsmann,
jeb. 2. Juli 1825 zu Marseille, 1847 Abdvokat zu Paris,
857 oppositionelles Mitglied des Gesetzgebenden Kör—
ders, 2. Jan. 1870 franz. Ministerpräsident, suchte das
'onstitutionelle Kaiserreich zu begründen, mußte nach den
rsten Niederlagen Frankreichs im Kriege gegen Deutsch⸗
and 9. Aug. zurücktreten, ging nach JItalien, von wo er
872 zurückkehrte, seit 1870 Mitglied der
Franz. Akademie; schrieb: „Principes et
onduite“ (1875), „L'empiro Ubéral“
6 Bde., 1894 - 1901), „Marioe-Magdeeino.
 Récits de jeunesse“ (1896) u. a.
Olm, Grotten olm Eroteus anguinsus
aur. Abb. 1288)), zu den Fischmolchen,
Familie der Phanerobranchiaten, gehöriger
SZchwanzlurch, durchsceimend fleischfarben,
chlank, aalförmig, Augen von der Körper⸗
jaut ganz uͤberzogen, Beine klein, vorn 3, i
inten 2 Zehen; in unterirdischen Höhlen⸗ 1288 Olm
zewässern Krains und Dalmatiens.
Slimalerei, die Kunst, mit Olfarben auf Holz, Lein⸗
vand, Pappe, Mauerwerk rc. zu malen; wegen der Leb⸗
zaftigkeit, Kraft und Naturwahrheit der Farben, wegen
)er Mannigfaltigkeit und Mischung der Tinten und wegen
der großen Haltharkeit die vollkommenste Malwese
Durch einen Überzug von Firnis (Mastirfirnis) werden
die Olgemälde vor Staub und Einflüssen der Temperatur
zeschützt. Als Erfinder der O. gilt Jan van Eyck, jedoch
iur insofern, als er die Zubereitung und Anwendung
der Olfarben auf einen bis dahin nicht erreichten Grad
»er Vollkommenheit brachte; erst Ende des 18. Johrh.
»rang sie den deutschen Leimfarben und der inal. Tempera⸗
nalerei gegenüber vollständig durch, —. Val. außer den
unstaeschichtlichen Werken beim Artikel Malerei die Haud⸗
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