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bücher von Bouvier (7. Aufl. 1893), Jännicke (6. Aufl
1803); ferner H. Ludwig, „Grundsuütze der O.“ (2. Aufl
1893); 8. H. Fischer, „Technik der O.“ (18988).
Similch, s. v. w. Olemulsion (s. Emulsion).
Slmuttier, s. Blasenkäfer.
Dlmütz, Bezirksstadt in Mähren, bis 1886 Festung
an der March, (1900) 21707 E., Erzbischofssitz, kath.-theol.
Fakultüt (16311856 Universität); hier 28. und 29. Nov.
1650 zur Schlichtung der deutschen Wirren Ministerkon—
ferenzen zwischen Preußen, Osterreich und Rußland, die zu
einem diplomat. Sieg Ssterreichs (Oimutzer Punktationen
führten. — Vgl. W. Müller Geschichte, 2. Aufl. 18095)
Olönez, Gouvernement im nördl. Teile des Europ. Ruß⸗
lands, mit zahlreichen Seen und Wäldern, 148 764 qkm
364156 E.; Hauptstadt Petrosawodsk.
Dlonõös, griech. Gebirge, s. Erymanthos.
Oloron ser Ang), Stadt im franz. Dep. Basses
Pyrentes, an der Gabe d'O., (18901) 8078 E.
Oldt, Stadt in der span. Prov. Gerona, am Fluvia
1900) 7938 E.; Texrtilindustrie.
lpalme, s. Riaeis [Abb. 495].
Slpastell, eine nach Art der Pastellmalerei mit festen Ol⸗
arbenstiften arbeitende Malerei; 1902 von Raffaeli erfunden
Olpe (auch Olpis), altgriech. Gefäß, namentlich Ol—
asche zum Gebrauch in der Palästra.
Olpe, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Arnsberg, (1805,
4484 E., Amtsgericht; Eisen-, Kupferwalzwerke, Dampf⸗
hämmer. [3480 mn.
Olperer, Berg der Zillertaler Alpen (Hohe Tauern),
Olpflanzen, aͤlle Gewüchse, die in ihren Samen odet
Früchten öl⸗ oder fettartige Stoffe enthalten, welche tech—
nisch gewonnen werden (s. Fette). Dazu gehören der
Raps, Rübsen, Dotter, einige Mohnarten, der Lein, die
Sonnenblume, die Buche, der Olbaum, Mandelbaum
Rizinus, Lorbeer, Kalabbaum, Olpalme, Kokospalme
Sesam, die Erdeichel u. a. Pflanzenfett liefern bes. mehrere
Arten von Bassia, sowie Vatéris indiea T., mehrert
Arten Hopea; Irvingia Barteri Hoor. liefert das Dikafett
Sls, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Breslau, am Sls⸗
dach, (1900) 10 583 (10085. 10940) E., Garnifon, Land⸗
Amtsgericht, Gymnasium, Lehrerseminar, höhere Mädchen⸗
schule, Schloß (188194 wiederhergestellt). Das mediati⸗
sierte Fürstent. O. kam nach dem Aussterben der Linie Würt
temberg⸗O. (1647 -1782) an die Herzöge von Braun⸗
schweig; nach dem Tode des Herzogs Wilhelm (1884)
zingen das Thronlehn Fürstent. S. (92838 ha) an den
deutschen Kronprinzen, die Fideikommiß— und Allodial
züter (31782 hs) an den König von Sachsen über. —
* Haäusler, „Geschichte des Fuͤrstent. O.“ (1883).
Slfäure, s. Oleinsäure.
Olsberg, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Arnsberg, au
der Ruhr, (1900) 1237 E., Luftkurort, Kneippfche Kalt
e
lschiefer, bituminöser Schiefer mit Resten von
drebsen, Fischen und Ichthyosautus im Untern Lias, in
Slschläger, s. Olearius. sWürttemberg, England ꝛc
Slschwarz, s. v. w. Lampenruß.
olseife, s. Venetianische Seife.
Dlshausen, Herm. prot. Theolog, geb. 21. Aug. 1796
u Oldesloe, 1821 Prof. in Königsberg, 1834 in Erlangen,
38 das. 4. Sept. 1839; sein sirenggläubiger „Biblische
ommentar über sämtliche Schriften des N. T.“ fort—
gesetzt von Ebrard und Wiesinger (7 Bde., 1830 -62)
— Sein Bruder Justus O., Orientalist, geb. 9. Mal
1800 zu Hohenfelde (Holstein), 1828 Prof. in Kiel, 1857
von den Dänen entlassen, 1863 Prof. und Oberbiblio—
thekar in Königsberg, 1868274 vortragender Rat im
Kultusministerium zů Berlin, gest. das. 28. Dez. 1882
schrieb: „Lehrbuch der hebr. Sprache“ (1861) u. q. — Ein
anderer Bruder, Theor. O., Publizist und Politiker, geb
18. Juni 1802 in Glückstadt, 1847 Mitglied der holssein.
Ständeversammlung und 28. März bis Aug. 1848 der Pro—
visorischen Landesregierung, 1881—65 in Amerika, gest.
30. März 1869 in Hamburg; schrieb: „Geschichte der
Mormonen“ (1886) u.a. — Der Sohn von Justus O.,
Justus O. geb. 10. April 1844 in Kiel, 1887 Kammer—-gerichtsrat
 in Berlin und (1888290) Dozent an der Forst—
akademie in Eberswalde, 1800 Reichsgerichtsrat, seit 1899
Oberreichssanwalt in Leipzig; Hauptwerk: „Kommentan

zum Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich“ (2 Bde,
Aufl. 1804 fg). Die Strafgesetzgebung des Deutschen
Rteichs (s Bde 1060 3, zum Teil wiedecholt aufgelegt)
Olshausen, Robert, Mediziner, geb. 8. Juli 1835
zu Kiel, 1864 Prof. in Halle, 1887 in Berlin; verdient
im operative Behaudlung der Frauenkrantheiten; schrieb:
Krantheiten der Oparien“ (2. Aufl. 1888), „Beiträge
ur Gyndkologie“ (1884), Mitherausgeber der Zeitschrift
jfür Geburtshilfe und Gynäkologie“. V
Oelsnitz. 1) O. im Erzgebirge, Dorf in der sächs.
dreish Ehemnitz (1900) 18 281 (1805: 141541) E.; Stein⸗
ohlenberebau.s2) D.im Voglland, Stadtin der sächs
greish. giidau, an der Weißen Glster, 13 607 (13 36) E.
Amtsgericht, Kealschule; Fabrikation von Teppichen, Kamm⸗
arne Kongreßstoffen, Maschinen ꝛc.
Slsũß, s. Glyzerin.
Dix. V ungar Rame der Aluta (s. d.). — 2) O. (Oltu).
umtn Freis Große Walachei, 2835 qku, (1889
143 843 E.; Hauptstadt Slatina. — 3) Naine des OQber⸗
aufs des Lot (I. d.). Aare, (1000) 6968 6.
Olten, Stadt im schweiz. Kanton Solothurn, an der
Oltenita (spr. tza), Stadt im ruman. Kr. Ilfov, an
der Mündung des Argesu in die Donau, (1899) 6801 6.
hier . Nop. 1858 und 20. Juli 18804 Siege der Türken
ůüber die Russen.
Oltscha, tungus. Volksstamm am untern Anur, von
den Russen Mangunen genannt.
Siung, Lebte (Unotio cxtrẽma), eins der sieben Sa⸗
kramente der kath. Kirche, wird an Todkranken durch kreuze
weise Salbung von Augen, Ohren, Nase, Mund und Hän—⸗
en i eehten El Ehrisne) von dgen joll noch hat.
na Vergebung der mit diesen Organen' begangenen lüße
uͤchen Sunden, auqch leibliche Genesung bewirken; mit der
neist vorausgehenden Kommunion (Krankenkommunion,
Begzehrung) zusammen als Sterbesakramente bezeichnet.
Bivera, Stadt in der span. Prob. Caͤdiz, am Salado,
lweide, s. Elaecagnus. fvsoo) geεαν G
ODlwiopoͤl, Orlit, Stadt im russ. Gouv. Cherson,
in der Sinjucha und am Bug, 6838 E.
Sinhmp Dihmpos) im Ällertum Rame mehrerer Ge⸗
birge, am bedeutendsten das an der Grenze von Maze⸗
homen und Theffalien, durch das Tal Tempe vom Ofssa
trennt, 29860 m hoch; in der griech. Mythologie Sitz der
Bötter (Olympier); jetzt Elymbos; der mysiüche O. im
aordöstl. Kleinasien 24986 m hoch.
Olympia, der Schauplatz der Olympischen Spiele,
Ta im mittlern Teile von Elis (Pifatis); hier war das
1875—81 auf Kosten des Deutschen Reichs wieder teilweise
ausgegrabene Nationalheiligtum der Hellenen (bes. der Zeus⸗
cinpel Tafel; Feligionen I. 190, mut kostbaren Kunstchätzen,
 umschlossen von dem Heiligen Hain, der Altis von
D. Die Ergebnisse der deutschen Aussgraͤbungen sind nieder⸗
gelezt in „Olympia“ (b Bde., 1882-07).
Olympia, Hauptstadt des nordamerik. Staates
Washington am Sudende des Pugetfunds, (1900) 38683 6.
Olympiade, bei den Griechen ein Zeilraum von vier
Jahren, nach den alle vier Jahte wiederkehrenden Olyni⸗
pischen Spielen benannt, Zhn seit 776 v. Chr.
Olympfias, Gemahlin des mazedon. Königs Philipp II.,
Mutter Alexanders d. Gr. schön, rach- und herrfchsüchtig,
beteiligte sich, von Philipp verstoßen, wahrscheinlich an
dessen Ermordung. Nach Alexanders Tode von großem
Linfluß, von — G dy) 316 v. Chr. hingerichtet.
Slympieion, Tempel des olympischen Zeus in Athen,
on den Pisistratiden begonnen, durch Hadrian vollendet.
Dlympilen, die Olympischen Spiele (sj. d).
Dilympier, s. Olynp. Spielen.
Siympioniken (greh.), Sieger in den Olympischen
Sihmpifche Spiele, die beruhnitesten der vier alt⸗
griech Rationalspiele, destehend in Kampfübungen, Wett⸗
ennen ec., bei Olympia dem Zeus zu Ehren als Raͤtional⸗
sest aller griech, Völkerschaften stets nach Verlauf von vier
Jahren 736 v. Chr. bis 383 n. Chr. abgehalten, 1806 er
neuert. — Vgl. Mommsen (1891), Lambros uud Politis
sdeutsch 1886), Hachtmann (1899).
ODlympos, s. Olymp.
Siynthos, Stadt auf der Südseite der mazedon.
Halbinsel Chalkidike, seit 482 v. Chr. Hauptstadt eines
achtgen Siedlebundes der un Omninischen Kricae 388