—379 pon Sparta gesprengt, aber wieder erneuert wurde.
348 zerstörte Philipp Il. von Mazedonien O. da die Athener,
die Demosthenes durch seine Olynthischen Reden“ zur
hilfeleistung anseuerte, zu spät kamen.
Slzucker (Placosacecharum), Mischung von 50
mittelfein gepulvertem Zucker mit 18 0625 Tropfen) einet
atherischen Sls.
Om, in der brahmanischen Liturgie und im nördl
Buddhismus ein heiliges Wort, etwa s. v. w. Amen.
Omagh (spr. oma), Hauptstadt, der irischen Grafsch
Tyrone, am EStrule, (1901) 47889 83.
Omaha, größte Stadt des nordamerik. Staates Ne—
braska, am ———— (1803) 113361 E. — Auch Namt
eines Indianerstammes in Nebraska, den Siour ver—
wandt Tafel: Ethnographie 1, 10).
Omaijäden (Emejjaden, Umajjaden), erste moham⸗
med. Kalifendynastie, nach ihrem Ahnherrn Omaiia ibr
Abd Schems benannt, hatte 661-750 das gesamtarab
Kalifat zu Damaskus inne, seit 756 nur das unabhängig
Kalifat in Cordoba, das unter Abd ur-Rahmaͤn II
(812-961) und Hakam II. (61976) seinen Glanz
punkt erreichte, nach der Thronentsetzung Hischams II
1031 in eine Reihe kleiner Reiche zerfiel.
Omaän, Staat an der Ostküste Arabiens, längs des
Pers. Golfs und des Golss von O. Karte: Asien IJ, (ohne
das brit. Schutzgebiet der Bahraininseln) 193 600 ꝗkm
1Mill. E., ini Iunern bis 3030 in hoch. Handel s. Beilage
Asien“ Anfang des 18. Jahrh. mächtigster Staat Ara—
biens, zu dem auch Küstenstriche Persiens (bis 1875) und
Ostafrikas gehörten; seit 1886 auf Arabien beschränkt.
Omar 1., der zweite Kalif (634 -643), unter dem
große Eroberungen in Syrien, Palästina, Persien, Ägypten
vollführt und die Organifation des Reichs begründet wurde.,
Omar Chajzam, pers. Dichter und Gelehrter des
11. Jahrh., Feind des Klerus und Pessimist; Werke hg
von Whinfield (1883; auch engl., 2. Aufl. 1894), deutsck
von Schack (1878), von Bodenstedt (2. Aufl. 1881).
Omaruru, Okosondje, Bezirkshauptort und Militär—
station in Deutsch-Südwestafrika, im Lande der Herero
am Flusse O. (Eiseb), Missionsstation; Viehzucht.
Ombali (Ombay), eine der Kleinen Sundainseln.
nördl. von Timor, durch die Straße von O. davon ge
trennt, 2347 qkm.
Onmibrẽés (srtz., spr. ongbreh, von ombre, d. i. Schat—
ten), Zeuge oder auch Tapeten, deren Farbenmuster ver—
schwommene (nicht scharfe) Grenzen haben.
Dmbrometer (grch.), Regenmesser.
Ombroue. 1) Flüuß in Jtalien, entspringt östl. von
Siena, mündet nach 170 km ins Tyrrhen. Meer. —
2) R. Nebenfluß des Arno.
Om Debrikat, Dorf im Ägypt. Sudan, füdöstl. vor
Chartum; hier 24. Nop. 1898 eutscheidende Niederlage des
Chalifa Abdullahi durch die Engländer.
Omderman (Umderman, Omdurman), Stadt im
Agypt. Sudan, am Weißen Nil, Chartum gegenüber,
6s0 600 E., eheinal. Residenz des Rachfolgers des Mahd
mit dem Grabmal des letztern; hier 2. Sept. 1888 Siec
des engl.s ägypt. Heers unter Kiichener über den Kaliken
—
O'Meara (spt. dmähra), Barry Edward, Leibarz
Napoleons J., begleitete diesen nach Sankt Helena, da—
er 1818 verlassen mußte, gest. 8. Juni 1836 in London
veröffentlichte sein Tagebuch über die Gespräche mit Na
poleon („Napoleon in exile“, 1822 u. b.; deutsch 1822)
Omeéga, langes O, der lehte Buchstabe des ariech
Ilphabeis. (S. auch A.)
Zmeganebel, Rebelfleck im Sternbild des Schützen
Zmesjaden, s. Omenaden.
Dmelette Erz.), dunner Eierkuchen. szeichen
Dmen (at, Mehrzahl Omina), Vorbedeutung, An—
Dmer Pascha, urk. General, geb. 24. Rov. 1806
aus einer kroat. Familie, trat zum Islam über, 18480
Vilitargouverneur in den Donaufürstentümern, im Krim—
triege ¶ 85336) Obexbefehlshaber der irt. Aimee, führte
1862 mit rfolg den Krieg gegen Montenegro, bekämpfte
1867 den Aufstand in Kreia geft. 18. April'i87 13u Kon—
tantinopel Vorbedeutung
Ominös (lat.), vorbedeutungsvoll, bes. von schlimme⸗
Omission (lat.). Wegqlassung; Unterlassung

300

Ona
Omissivdelikt, unterlassungsdelikt, die durch eine
interlassung begangene strafbare Handlung.
Dmittieren (lat.), weglassen, übergehen.
Oniladina (serb. Jugend“), Bund zut Förderung und
kinigung der serb. Nation, aus den Studentenvereinen
gebisdet, 1866 in Neusatz politisch organisiert, hauptsächlich
Jjegen Ungarn tätig, hier 1871 aufgelöst. O. nannten
sich zuweilen auch Vereinigungen junger Tschechen.
Omns nimium nocet (lat.) —* Zuviel Inde
(Allzuviel ist ungesund); Omne principium grare, Aller
Anfang ist schwer; Omnes eddem cotimur, AÄlle müssen
wir zu demselben Ort, d. h. zum Orkus, hinabsieigen;
azus Horaz „Oden“ II, 3, 28; Omne Simtle claudicat,
Jedes Gleichnis hinkt; Omnia ad massrem Det gloriam,
Alles zur groͤßern Ehre Gottes, Wahlspruch des Jefuiten—
ordens; Omnia mea mecum porto, Alles, was ich besitze,
trage ich bei mir; Denkspruch des griech. Weisen Bias
Amnia rincit amor, Alles befiegt der Gott der Liebe
Zitat aus Virgils „Pclogae“ (10, 60).
Omnibus (at, „füt alle), gerüumige Fuhrwerke,
velche zur Vermittlung des Personenverkehrs auf be—
timmten Strecken fahren; jetzt auch motorisch bewegt sTa—
sel; Automobil I5).
Omnlbuszüge, Ehenba hnzüge mit nur wenigen, viel⸗
ach nur eine Klasse enthaltenden Wagen.
Ommnipotent (lat), allmächtig; Omnipotenz, All⸗
macht; omnipräüsent, allgegenwärtiq: Omnivräfenz, Allgegenwart.

Omnium (Ilat. d. h. aller), ein Wettrennen für alle
bferde, ohne Rücksicht auf Alter, Abstammung ꝛc.
Ommnivoren (lat. „Allesfresser“), Tiere, die sowohl
tierische wie pflanzliche Kost genießen, überhaupt alles
Benießbare fressen, wie Schweine, Enten, Raben rc.
Omphale, nach der griech. Sage eine ydische Königin,
der Herakles Knechtsdiensie leistete. Er soll dann in Weiber—
kleidung an ihrem Rocken gesponnen haben.
Omphalisch, den Nabel (grch. Omphälos) betreffend,
iabelförmig; Omphalitis, Nabelentzündung; Omphälockle,
Rabelbruch; Omphalomantie, Wahrsagung aus der Nabel—
schnur eines neugeborenen Kindes; Omphalophlebitis,
Nabelvenenentzundung; Omphalorrhagie, Nabelblutung
bei Nengeborenen; Omphalotomie, Abschneiden der Nabel—
— ———
Omphazit, JAugit.
drpogee Georg, Freiherr von, Schriftsteller, geb.
29. März 1863 in Hannover, 1883—91 Offizier, lebt in
Dresden; schrieb: „Von der Landstraße und andere Ge—
dichte“ (1880), Novellen („Freilichtbilder“, „Vom Tode“,
„Die sieben Gernopp“ 2c.), Romane ( Drohnen“, 18988
Sylvester von Geyer“, 1896; „Hhilister über Dir“,
i888; „Eysen“, 1000; „Cäcilie von Sarryn“, 1803, 3c.)
Herzeloide“ (1905), Dramen („Nach dem Manöper“ 2c.)
u. a., übersetzte auch Maupassants Werke.
Omri (vei Luther Amri), Vater, des Ahab, gegenüber
Simri, dem Mörder des Königs Ela, zum Koönig von
Israel erhoben, verlegte die Residenz nach Samaria
(1 Könige 16, 24), drang siegreich gegen Moab vor. war
aber den Assyrern tributpflichtig.
Omisk, Hauptstadt des Steppen-Generalgouvernements
und des Gebietes Akmolinsk in Russ.-Zentralasien, an
der Mündung des Om in deu Irtysch, 83 0580 E.; Stapelplatz
 europ. Waren nach dem Gebiete Semipalatinsk und
Snager, Tierart, s. Esel. [dem Gouv. Tobolst.
Dnaäger, Wurfmaschine der alten Römer, eine Ar—
der einarmigen Balliste (s. d.),
Onagrazeen, Pflanzenfamilie der Myrtifloren, kosmo—
polit. Kräuter, bes. der gemäßigten und heißen Zone, mit
großen Blüten; zerfallen in die Fuchsien und Onothereen.
Onanie, Selbstbefleckung, Masturbation, unnatür
iche Befriedigung des Geschlechtstriebes, schwächt den
dörper und 33 den sittlichen Charakter; benannt nach
Dnan (1 Moß. 880); Onanist, Selbsibeflecker Val
Rohleder (2. Aufl. 1802).
Snanthäther, s. Onanthol.
Oenanthe L., Rebendolde, Pflanzengattg. der Umbelli—
feren, meist Wassergewächse. O. otösn T. (gemeine
Rebendolde), in stehenden Gewässern, Giftpflanze; O. pheolandrlum
 Laom. (Wasserfenchel, Pferdetummel), mit ge—
wvürzhaften, als harntreibendes Mittel benublen Früchtem