Onze, Raubtier, s. Jaguar.
Onæo et ademi Efrz. spr. ongs' e d'mih, „Elf und ein
zalb“), Hasardspiel mit Karten, wobei jeder vom Bank⸗
halter ein Blati erhält, aber nachverlangen kann, um
i11). Point zu erreichen; Bild giltch, As 11.
o. O. — oͤhne Ort (Druckort).
Dodeypoor, engl. Schreibung für Udaipur.
Oogonmium(grch.), das weibliche Fortpflanzungsorgan
vieler Algen und Pilze, aus welchem nach Befruchtung
die Oosporen hervorgehen.
Dojnhne, eugl. Schreibung für Udschain.
Sdllth, Rogenstein, ein Kalkstein, bestehend aus mohn⸗
ern⸗ bis erbfengroßen runden, meist radialfaserigen, kon⸗
entrisch schaligen, durch ein Bindemittel verkittelen Kalk⸗
zrnern, Solilhformativn, alter Name der Juraformation
wegen der Hauptentwicklung der O. im Braunen Jura)
ologie (grch.), Eierkunde (s. Ei).
2. vV. P. ordentlicher öffentlicher Professor.
Dophoritis (grch.), Eierstockentzündung.
Do s, Fabritdorf im bad. Kr. Baden, am Obsbach, (1900)
Dosporen, s. Oogonium. [2692 E.; röm. Funde.
Oosi, Jak. van, nmiederländ. Maler, geb. um 1600 zu
Bruͤgge, gest. das. 1671, kopierte täuschend Rubens und
van Dyck; eigene Werke: Ausgießung des heiligen Geistes,
Madonna mit Heiligen ꝛc. — Sein Sohn Jatk. van O.
der Jüngere, geb. 18639, gest. 1713 in Brügge, ebenfalls
Maler; histor. Gemälde, bes. in Lille.
Ooftacker, Marktflecken in der belg. Prov. Ostflandern
am Kanal Gent-Terneuzen, (1904) 4956 E.
Doftcamp, Dorf in der belg. Prov. Westflandern
1501) 147 E. Nordbrabant, (18090) 11545 E
Dosterhout (spr. haut), Dorf in der niederländ. Prov
Dofterschelde, Flußarm, s. Schelde.
Soflerzee (spr. Jeh), Joh. Jatob van, reform. Theo⸗
log und hervorragender Kanzelredner, geb. 4. April 1817
zu Rotterdam, seit 1863 Prof. und Universitätsprediger zu
itrecht, gest. 20. Juli 1882 zu Wiesbaden. — Selbstbiogr
Op., Abkürzung für Opus. s(1883)
Opak (at.), undurchsichtig.
ODpaäl, sprödes, glas- oder fettglänzendes Mineral,
jarblos oder gefürbt, oft mit schönem, bunt schillerndem
Farbenspiel (opalisierend), besteht aus amorpher Kieselsäure
mit 8213 Proz. Wasser. Varietäten: Hyalit oder Glas—
O. farblos, durchsichtig, Kascholong (Cacholong, Verl
mitter · O. Kalmuͤckenachat) perlmutterglänzend, milchweiß,
Feuer⸗O., hyazinthrot, edler O. wasserhell, milchweiß, ge⸗
meiner O. milchweiß, durchscheinend, Holz-O., Versteine—
rungsmaterial von Hölzern, Hydrophan, Halb-O., Jasp—
O. (Eisen⸗O., Opaljafpis). Kiefelsinter, Menilit, Schwimmkieset.
 Der edle O. als wertvoller Edelstein, ebenso andere
Varietäten zu Schmucksachen benutzt. Der ceylonische O
»der WasserO. ist kein O., sondern Adular (s. d.).
Opalaͤnka, ungar. Großgemeinde, s. Palänka.
Dpalenitza (Opalenica), Stadt im preuk. Rea.⸗Bez
Posen, rx. vom Pruth, (1805) 3310 E.
Opalglas, schwach getrübles, opalisieren⸗
des Glas, wird dargestellt durch geringe
Mengen von Knocheuasche oder Eblorsilber
zum Glassatz.
Opalina im Darm anderer Tiere lebende
Wimperinfusoriengattg. aus der Ordnung der
Holotrichen, ohne Mund und After; O. ranaxum
 Stein sAbb. 1290], im Mastdarm der
Frösche. sybenspiel schillern.
Opalisieren, wie Opal in buntem Far—
1 Opanten (erb.), eine Art Sandalen in einigen süd—
g— vandern: eine biegsame Ledersohle, deren Ränder
ur Riemen über den Fuß weg zufammengezogen sind
Dparo, Insel im Stillen Diean, s. Hapa.
Dpatija, klimatischer Kurort in Istrien, s. Abbazia.
Opatsöw, Kreisstabt im ruüffepoln Gonv. Radom, an
der Opatowka (zur Weichsel), 7431 6E.
ece Anner nehacine mde s. Pecska.
engl.) ner. Reini ine i
— deinigungsmaschine in der
penshaw s(spr. schäh), östl. Vorort von Manchester,
in der engl. Grafsch. — 83 (1891) *330 daa gesern
Oper sital. opsra), musikal. Drama, d. h. ein durch
die Musik unterstütztes und durch diese zu gesteigertet

311

Opf
Wirkung erhobenes Bühnenstück. In ihren Anfängen in
Italien bevörzugte die O. den Sologesang, der schließ⸗
ich in virtuose Gesangskunst ausartete. Reformator der
D. war Gluck, der das dramatisch rezitativische Element
wieder zur Geltung brachte; us⸗ die ital. O,. blieb er
aber ohne wesentlichen Einfluß, da diese erst in neuester
Zeit infolge deutscher Einflüsse eine Wendung zum Bessern,
venn auch nicht in der von Gluck angestrebten ne zeigt.
Nozart bevorzugte wieder die rein musital. Seite der O.
Leg Weg beschritten meist auch die deuischen Komponisten,
die, Franzosen und Italienern gegenüber, das Streben nach
Bertiefung und größerer Instrumentationstuuft wie über—
Jaupt größeres musikal.⸗technisches Können, aber freilich auch
weniger zweckmüßige Behandlung der Stimme und mangel⸗
haftere Bühnentechnik zeigten, während die große franz. O.
namentlich infolge des Meherbeerschen Einflusses sich in
hohles Pathos Raffinement und unwahre, weil übertriebene
und meist nur zu äußerlichen Mitteln greifende Charatteristit
derlor. Richard Wagner, der in dem harmonischen Zu—
ammenwirken der beteiligten Künste die Hauptaufgabe
)es Kunstwerks der Zukunft (Musikdrama) erblickte, sirebte
n einer Neihe von Neisterwerken in neuerer Zeit eine Re—
orm der O. im Gluckschen Sinne an. Arten der O.:
zroße oder ernste O. (Opera seria), tomische O. (Opera
duffa), franz. Operette. — Vgl. Hanslick, „Die
moderne O.“ ( Bde. 187821000); 9. Bulihaupt, Dra⸗
maturgie der O.“ (z2 Aufl., 2 Bde. 1802); Riemann,
Opernhandbuch“ (1887; Suppl. 1883); Reltzel, Fuühret
durch die O. des Theaters der Gegenwart“ (Bo. i, 1880 —
34); Klob, „Die domische O.“ (1806).
Opsra (lat.) Mehrzahl von Opus (s. d.).
Opsra supererogationis (lat.), in der dath. Kirchen⸗
ehre überverdienstliche Werke derer, die mehr leisten, als
Sott fordert (s. Consilia evangelica). Aus dem uͤberver⸗
dienst Christi und der Heiligen besteht der Schatz, aus dem die
ath. Kirche den Ablaß spendet. Die prot. Ethik bestreitet
die O. s. (s. Gute Werke). [nimmt, Wundarzt.
Dperateur (rrz. spr.töhr), Arzt, der Operationen vor⸗
Operation (at), Verrichtung, Vornahme, Unter⸗
nehmung; in der Medizin jeder mechan. Eingriff des Arztes
mit den Händen oder unter Zuhilfenahme von Instrumenen
 am Körper des Kranken. Man unterscheidet; vlutige
uind unblutige O. chirurg. und geburtshitfliche. Sie wer⸗
den in Krankenhäusern im Operationssaal egesührn
einem Raum, der mit Operationstisch, Waschtischen, In⸗
trumenten und Verbandschrünken, Sterilisationsapparaten
wusgestattet ist. O. dürfen nur mit Bewilligung des Kran⸗
ten oder eines Rechtsnachfolgers vorgenommen werden.
Operativ, auf chirurg. Operation (s. d.) bezüglich
Dperette (ital.), kleine Oper mit gesprochenem Bia—
og, leichter Musik und meist mit heiterm Inhalt, von
Offenbach, Suppt, Strauß, Millöcker ꝛc. gepflegt.
Operieren (lat.), wirken, unternebhmen; eine chirurg.
Operation vornechmen.
Dperment, Mineral, s, Auripigment.
Opernglas, Operngucker, ein für Theater und an⸗
dere Schaustellungen benutztes Vergrößeruugsiustrument,
welches aus zwei Galileischen Fernrohren besteht. Die
Vergrößerung ist gewöhnlich zwei bis vier.
Opfer (vom lat. offerre, „darbriugen“), Darbriugung
von Gaben an die Gottheit um ihr zu danken, u
gzewinnen oder zu versöhnen, fowie auch diese Gaben et
Das O. ist eine Grundform des religiösen Handelns schon
in den heidn. Religionen, beruhend auf dem Gefühle der
Abhängigkeit von der Gottheit und dem Wunsche, auf
hren Willen einzuwirken. Nach der ursprünglichen naipen
Idee wird es als Speisung der Gottheit ausgefaht, wes—
jalb meist Eßbares geopfert wurde. Vas jüd, Ritualgefet
er nachexilischen Zeit unterscheidet Speise-D. (Ol“ mil
Mehl und Weihrauch) und Trank-O. (Wein) von den
Schlacht⸗ O., bei denen die Aussprengung des sühneuden
Blutes die Hauptsache ist, zerfallend in Brande Dant.,
Zünd- und Schuld⸗O. Lebtern liegt der Gedanke zu⸗
grunde, daß das Blut die Schuld in Gottes Augen
edeckt. Im Christentum dut die Idee des ein— in
illemal dargebrachten Sühne-O. im Tode Christi ur⸗
prünglich verdrängt, hat das O. doch im vergeistigten
Sinne als Gebet, aber auch im eigentlichen Sinne der Gabe
vieder Geltung erlangt. da die Beittäge von Brot und