Opf

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Wein zum Abendmahl in der ältesten Kirche als O. ge—
»acht wurden; vollends ist im Meß-O. (s. Messe) der
Opferbegriff von der kath. Kirche wiederhergestellt. — Val.
Nitzsch, „Die Idee und die Stufen des Opfer—
—
e (Gotteskasten), Behälter an
hen Kirchtüren zur Aufnahme, von Gaben zu
vohltätigen Zwecken, ursprünglich in der
Form eines Baumstammes.
Ophigner, gnostische Sekten, s. Ophiten.
Ophikleide (grch.) Blasinstrument aus
Messing, von weiter Mensur, nmut sechs Ton—
öchern und vier Klappen; am gebräuch—
lichsten die Baß⸗O,. vom Kontra-⸗3 bis
oder a“ [Abb. 59 [zuͤhne.
Dphiodonten (grch), fossile Schlangen⸗
Ophioglosseen, Farnfamilie, kraͤut—
artige Farne mit einem in Laubblatt und
Sporangienähre geteilten Blatte.
Ophsogiossum L. Farnkrautgattg. der 4231.
Ophiogloffeen. O. vulgatum T. (Katter, Ophitleide.
zunge Abb. 1292)), mit knolligem Wurzelstock und läng—
ich eiformigem Blatt, auf moorigen Wiesen.
Ophiolaͤtrie (grch.), Schlangendienst,
hlangenverehrung (s. Ophiten).
Dphiolith, s. v. w. Gabbro.
Ophir, im A. T. als goldreiche, von
Schiffen Salomos besuchte Gegend erwähnt,
rach Ostafrika (Sofala), Südafrika (Sym⸗
abje), Indien, Oman rc. verlegt, am wahr—
cheinlichsten inSüdarabien(Stapelplatz Mescha,
Moscha, Portus Nobilis) zu suchen.
Ophiten, Ophiauer (grch Schlangen⸗
»erehrer“), die Anhänger verschiedener gno⸗ 4222.
tscher Systeme, in denen die Schlauge Line Natter—
Folle spielt. Sie gilt zunüchst als pöͤfes dunge.
Prinzip, daun aber auch als gutes, sofern die Tere
des Paradieses die Menschheit von der Knechtschaft des
Judengottes befreit habe (Kainiten). Den Naassenern
pom hebr. naas, „Schlange“) gilt die Schlange als die
illes belebende Weltseele.
Ophiuchus (grch.; lat. Sorpentarius, „Schlangenträ—
jer“), Sternbild am Aquator, mit 118 dem bloßen Auge
ichtbaren Sternen, deren hellster zweiter Größe ist [Tafel:
Astronomie I, 1].
Dphiuren (Ophiuroidéa), s. Schlangensterne.
Dphthalmalgie (grch.), Augenschmerz; Ophthalmiã⸗
er, Augenarzt; Ophthalmintrie, Ophthalmiñtrit, Augen-—
jeillunde; Ophthalmie, Augenentzündung; ophthälmisch.
die Augen betreffend, auch augenärztlich; Dphthatmoblen⸗
aorrhöe, gonorrhoische Bindehautentzündung; Ophthal⸗
nographĩie, Augenbeschreibung; Ophthalmologie, Augen⸗
ehre; Ophthalniolög, Augenaärzt; Ophthalmomẽter, In⸗
trument zur Messung der Augenform und der Hornhaut—
rümmung; Ophthalmoplegie (grch.), Augenmuskellähmung;
Dphthalmostöp, Augenspiegel; Ophthalmoskopte, Unter⸗
uchung mit dem Augenspiegel; Ophthalmospasmus, Augen⸗
ug Ophthalmotherapie, Lehre von der Behandlung
der Augenkrankheiten; Ophthalmotonomẽter, Instrument
zur Bestimmung des Härtegrades des Augapfels oder
her Spannung der Augenhäute; Ophthalmotröp, Modell,
is die Funktionen der Augenmuskeln versinnbildlicht.
Dpianin, s. Narkotin.
Dpiat, ein Arzneimittel, das Opium enthält.
Dpiter, ital. Volksstamm, s. Osker.
Dpiophagen (greh.), Opiumesser.
Dpisometer (gech), eine Art Kurvenmesser.
, die Hinterkiemer (s. d.).
dpifthotonus — s. Starrkrampf.
Opitz, Martin, Schriftsieller und Dichter, Begründer
der 1. Schlesischen Dichterschule, geb. 28. Dez. 1897 zu
Bunzlau, 1624 Sekretär des Herzogs von Liegnitz, 1626
)es Burggrafen von Dohna, 1628 geadelt als O. von Bober⸗
ield, 1637 Historiograph des Königs von Polen, gest.
20. Aug. 1639 in Dangig, um die Form der Wesee
Dichttunst hochverdient des. durch sein „Buch von der
Deutschen Poeterei“ (1624; neue Ausg. i882 u. 1888);
chrieb nüchterne eere („Zlatna““, „Vesuv“) und
die „Trostgedichte in Widerwärtigkeit des Krieges“, lieferte

ruch Übersetzungen. „Ausgewählte Dichtungen“, hg. von
Tittmann (1866). — Biogr. von Palm
Opiunmt, Mohnsaft (Uaudäanum, Mecontum), der ein⸗
getrocknete Milchfaft der unreifen Mohnköpfe (js. ——
der beim Anrißzen zuerst weiß herausfließt (eine Kapsel
zibt oe g O.)Kommt eingettocknet in braunenatotisch
 riechenden Stücken aus Indien, Kleinasien und China
n den Handel, schmect scharf bittet und brennend, ist in
iasser und Weingeist fast volständig löslich; stark gistig
enthült neben Harzen und Zucker einen indifferenten Kör⸗
per, das Mekonin, ferner als wirksame Bestandteile die
Dpinmbasen (Opiumaltaloide) Morphin (190256 Vroz.)
Kodein, Thebain, Papaverin, Narkotin, Narzein —
hunden an Schwefelfuure unv Hiekonsuure. Sehr wichtiges
Arzneimittel, wirkt beruhigend, schmerze und krampf—
tillend, schlafbringend; jetzt vielfach durch die aus ihm
Jewonnenen reinen Alkalbide ersetzt. O. wird auch als
rauschungsmittel im Orient, China, sowie in England un
Nordamerika geraucht Opiumraucher) und gegessen Gpio⸗
phagen). — gůͤp Fayk⸗Bley — Christlieb (1878).
Spiumkrieg, Krieg wischen China und Enaland im
J 1840 (s. China, Geschichte).
Opiumtinktur, drei offizinelle Tinkturen aus Opium
als wichtigstem Bestandteil. 1) Benzvejanrehaltie 9
Tinotura Opiũ benzotea), bereitet aus Opium, Anisol,
Kampfer, Benzoesure und Weingeist, bruumlichgelb, ge⸗
würzhaft süßlich schmeckend. 2) Safranhaltige O. (Tinctura
 Opli crocata, Laudanum liquidum Syenhami)
hbereitet aus Opium, Safran, Gewürznelken, Zimt, Wein⸗
geist und Wasser, duͤnkelgelbrot, bitter schmeckend, 3) Ein⸗
ache O. (TiInetura Opi simplex), bereitet aus Opium,
Weingeist und Wasser, rotlichbraun, bitter schhmectend. Me—⸗
izinisch wie Opium verwendet.
Opladen, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Düsseldorf, au
er Wupper, (Ioos) 6ea Aintsgeichterzbischöfl.
dnabenpensionat, Lungenheilanstalt.
Oplismsnus Beouv. Pflanzeugattg. der Gramineen.
. becillis Xth., aus Neukaledonien, mit weiß und
ötlichgestreiften Blättern, beliebte Ampelpflanze.
Opobalfam, s. Mekkabalsam.
Opodéldot (Linimentum bapontito-camphorätura),
iltes beliebtes Hausmittel, eine fast farblose, körnchen⸗
reie Gallerte, die durch die Wärme der Zand leicht schmilzt,
ereitet durch Lösen von mediz. Seife in Weingeist, mit Zu⸗
atz von Thymiandl, Rosmarinol und Ammoniatflüssigkeit.
xylissiger O. (Spiritus saponato-camphoratus) ist eine
lare, gelbe Flüssigkeit, bestehend aus Kampfetspiritus,
Seifenspiritus, Ammoniakflüssigkeit, Thymiandl und Ros⸗
narinöl. Beide dienen als Kinreibung bei verschiedenen
hmerzhaften Zuständen der Haut und der Muskeln.
Spoltschenije, die russ. Reichswehr, errichtet durch
as Gesetz vom 13. Jan. 1874 etwa dem deutschen Land⸗
turm entsprechend.
Dpongo (Obongo), afrik. Zwergvolk, s. Abongo.
Dpopaͤnar (Opoponar, Fammi poponax), das
ßFummiharz von Opoponax Chironlium Koch, einet
uͤdeuroß ümbellifere, fruͤher medizimisch, jeht nur noch
n der Parfümerie verwendet.
Opora (grch.), s. Hundstage.
Oporto (d. h. der Hafen), Porto, Hauptstadt der portug.
Prov. Minho, zweite Stadt des Landes Karte: Spanien
ind Portugal J a am Duero (Douro), 5 m oberhallb
on dessen Muündung, (1900) 167 955 E. Kathedrale, alt⸗
zot. Kirche (6680 gegründet), königl. Palast, Appellations
erichtshof, Theater Principe Real, Stierzirkus, Kristall⸗
alast, Lyzeum, polytechnische Akademie, mediz.-chirurg ·
Schule, Bibliothek; Industrie in Baumwolle und Seide,
Metallgießereien, Wachstuch⸗, Papier-, Hutfabriken 2c.
Zandel bes. mit Portwein; Hafenanlagen durch den Hafen
Leixses, 6 km nördl. von der Dueromündung, erweitert.
Dpössum, s. Beutelratte [Abb. 200)].
Dpossumgebirge, A(hpossogebirge, Gebirge in Togo,
eil der Fetischberge, im Agugebirge 080 — 990 m.
Opossumratte, s. Küngutuhs. Welitaja, 6872 E.
Dpörschka, Kreisstadt im russ. Gouv. Pskow, an der
Dpotschns (poln. Opoczno), Kreisstadt im russ.⸗poln.
Souv. Radom, an der Drzewiczka, 83833 E.
Oppa, J. Rebenfluß der Oder entspringt auf dem Alt⸗
„atergebirge, mündet nach 100 Km bei Schönbrunn.