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gemäß der Einsetung durch Christus gültig vollzogene sa⸗
ramentale Handlung, im Gegensatz zum opus opsrans
oder opus 6perantis, dem subjektiven Tugendakte des
kmpfängers und Spenders der Sakramente. Daher die
ath. Lehre; die Sakramente wirken ex opeöro operato.
die prot. Kirche hült diese Handlungen nur dann für wert⸗
boll, wenn sie aus der frommen und guten Gesinnung des
Handelnden hervorgehen.
Opzoomer (spr. sohmer), Cornelis Willem, niederländ.
Philosoph, geb. 20. Sept. 1821 zu Rotterdam, Prof. und
Präsident der Akademie zu Utrecht, gest. 28. Aug. 1892
n Osterbeck; schrieb ein Handbuch der Logik (, Het
vezen der Kennis“, 2. Aufl. 1867; deutsch 1862), „De
codsdienst“ (1864; deutsch 1868) u. a.
Or. Abkürzung für den nordamerik. Staat Oregon.
Or (Dre), frühere 8— Geldgröße, der achte Teil einer
Mark, in Silber und Kupfer geprugt (bis ins 18. Jahrh.),
8674 der 100. Teil eines Reichsstalers — 118 5; jetzt
landinav. Scheidemünze zu 00 Krone — Iig9.
Ora (lat.), bete, bitte; O. pro nobis, bitte für uns,
3. ↄt labõora, bete und arbeite.
Drade, v. w. Dorade (s. Meerbrassen,.
dräfajökull, Berg auf Island (s. d.).
Drakel (lat.), im Altertum die angeblichen Götter—
wussprüche, die durch priesterliche Personen an bestimmten
zeiligen Stätten über die Zukunft erteilt wurden; dann diese
Stätten selbst; auch überhaupt jede Weissagung. Am be—
tühmtesten waren die O. zu Dodona und zu Delphi. —
Bgl. Bouché-Leclexcq, „Aisstoire de la divination dans
antiquits (4 Bde. 1879 862).
Dral (lat.),
Drale (lat.), liturgisches Gewandstück, s. Fanon.
Drau, befestigte Haͤupistadt der alger. Prov. O. (60 764
, 1801: 1050 734 E.), am Golf von O. 89253 E
Drang, s. Orang⸗-Utan.
Drange (Erz. spr. oxangsch), Orangenbaum, s. Citrus
Drange (spr. orangsch), Fürstentum, s. Oranien.
Drange (spr. re Stadi im franz. Dep. Vaucluse,
in der Eygues, (19015 160096 E.; Seidenspinnerei, Woil⸗
veberei; röm. Altertümer (altröm. Theater für 7000 Zu—
schauer, 18304 — 97 teilweise restauriert); im Mittelalter
Hauptort der Grafsch. Oranien (s. d.).
Orange s(spr. orränndsch), Stadt im nordamerik. Staate
Fa Vorort von Newark, (1900) 24 141 E., Edison-Elektrizitaätswerke.

Orangelogen (engl. spr. oͤrrändsch⸗ oder oraͤngsche⸗
ohschen), die polit. Vereine, die die engl.»prot. Partei in
Irland den Bestrebungen der kath. Vartei entgegenstellte,
don den Orangemen (Orangemänner, Orangisten, An—
zünger des Oraniers Wilhelm III. und dessen Nachfolger)
21. Sept. 1795 im Gegensatze zum Bunde der vereinigten
Irländer (Anhänger der Stuarts) gegründet; bestanden nach
der Parlamentsreform seit 1832 als geheimer Orden fort;
1836 apigeren wirkten sie dennoch weiter und verschwanden
erst nach Aufhebung der irischen Staatskirche und nach Er⸗
aß der Landbill (1860 —70).
Draugerie (spr. orangsch'rih), s. eem
Drange River Colony (spr. orränndsch riww'r)
Dranjeflußkolonie.
Drangetowun (spr. orränndschtaun), befestigter Haupt⸗
t der niederländ.⸗westind. Insel Saint-Eustache.
Drangevogel, der Feuerweber (s. Webervoͤgel).
Drangisten, s. Orangelogen.
Drango, größte der portuüg. Bissagosinseln.
ODrang⸗UÜtan (pithseus satyrus Geohßr., Simla ss
Xrus L. Tafel: Affen 1,2; Skelett Taf. II, Mp Art der
Hdenschenaffen, bis I,s m groß, mit langen, fast dis auf den
Boden, reichenden Armen, dünnem, kurzeni, häufig nagel—
osem Daumen an der Hinterhand, brauuschwaͤrzem, an den
Koͤrperseiten langem Haar, spärlich behaartem ed und
Brust; Kopf feoe sormia zugespitzt, Nase flach, Schnauze
weit vorstehend mit dick aufgeschwollenen Lippen; Ohren
klein, Gebiß kräftig (Schädel auf Tafel: — II, 6];
Männchen mit aufblasbatem Kehlsack. In sumpfigen Wal⸗
dern Sumatras und Borneos, klettert geschickt, frißt Fruchte,
baut ein nestartiges Schutzdach auf Baumen. Nach Euroöpa
erportierte Exemplare gehen nach einiger Zeit ein.
Oranien (Orange), ehemals kleines Fürstentum im
setzigen franz. Dep. Vaucluse, kam 1530 an das Haus

Nassau⸗Dillenburg, 1544 an Wilhelm J. von Nassau⸗O.
Statthalter der Niederlande (s. d.) Als Wilhelm III. von
dassan D. 1702 als König von England farb, entstand der
Dranische Erbfolgestreit zwischen Preußen, Nassau⸗ Diez
ind Nassau-Siegen, der mit der Abtretung von O. an
Frantreich im Utrechler Frieden 1713 endete, während, der
Fürst von Nassau-Diez den Titel „Prinz von O.“ erhielt,
sen jetzt in den Niederlanden der Thronerbe führk,
Oraͤnienbaum, Siadt im Higt. Anhali, (18005)
2600 E., Amtsgericht, Schloß mit ——
Drauienbaum, im Volismunde Rambow, Stadt im
uss. Gouv, Petersburg, am Finn. Meerbusen, 6333 E.
aijert Lustsloß und Part.“ Karte: Europäisches
Rußland 1,1.1
Dranfenburg, Stadt im preuß Neg.⸗Bez. Potsdam,
in der Havel, (1860) 7884 6. Amtsgericht, Schloß Gebt
Seminac), land- und forstwirtschaftliche Lehraustalt, Waisen⸗
saus; Leimfabriten, Lohgerbereien Sqhiffbau.. Nahebei
am Grabowsee eine Volksheilstätte für Lungenkranke.
Dranenburg, russ. Stadt, s. Ranenburg.
Dranienburger Kanal, 11 iAm langer Kanal zur
Bermeidung von Krümmungen der Havel von Oranienzurg
 nach Pinnow.
Bramien-Rafsau, s. Oranien und Diez (Stadt)
der niederlünd. Orden von O. wurde 4. April 1892 durch
die Königin-Regentin Emma gestiftet; fünf Grade.
Dramenfiein, Schloß mi Kadettenanstalt bei Diez.
Dranjeflußz, holländ. Oranje Rivier, bei den Ein⸗
geborenen Gariep, Fluß in Südafrika lKarte: Afrika 1,61—
entsteht aus Nu Garib (Oranje) und Gei Garib Gaat
Rivier) am Kathlambagebirge, durchzieht als Nordgrenze
der Kapkolonie das Hottendoitenland und mündet nach
2140 Kin in den Atlant. Ozean; wegen ungleicher, meist
ehr geringer Wassermenge nirgends schiffbar; Siomgebiet
360 000 gĩm; Nebenflüsse Caledon und Hartebeest.
Oranefußtolonie, Orange Riber Eolonh, uach
dem Oranjefluß (s. d.) benannte brit. Kolonie, das Ge⸗
iet des ehemal Oransefreistaates (f. d. Karten: Afrika
u. Tssh. Is οο qu, (1004) 386 045 E. (aruntet
241626 Engeborene) 1300 1400 m uü. d. M., wellen⸗
örmige, baum- und buschlose Ebenen, stlima sehr ge
und, wenig Tiere (Autilopen); Getreidebau (bes. im Q.
Schafa, auch Rinder- und Pferdezucht, Straußenzucht
Diamantengewinnung, auch Gold und Steinkohlen; andel
Beilage? Afrita; Hauptausfuhrartitel Schafwolle;
risenbahnen s. Beilage Eifenbahnen; Hauptstadt
gloemfontein; holländ-reform. Kirche vorherrschend. F
hl. de Weber (Frang, 1882), Klossel (2. Aun 1880),
Brown (engl., 1904).
Drantefreistaat, ein von Buren im Binnenlande von
Südafrika 1842 gegrundeter Staat, wurde 1884 von Eng⸗
and anerkannt, schloß 1887 in Schug- und Trutbundnis
nit der Südafrikanischen Republik ab, verlor nach dem
1898 mit dieser gemeinsam begonnenen, unglücklich ver—
aufenen gren — — England 1002 feine Stibstündigkeit
ind wurde als Oranjeflußkolonie (s. d.) brit. Kolonie.
Oratlo (lat.. Rede; O. directa und h. oblĩqus direkte
ind indirekte Rede, (s. Direkth. O. pro domo, Rede für
as eigene Haus, für die eigenen Interessen; O. Dominiea,
gebet des Herrn, das Vaterunser.
Oratoriauer, Oratoristen, Priester des Oratoriums.
wei Brůderschaften von Weltgeistlichen ohne Klostergelübde:
.Die ital. O., meist Philppiner genannt, 1858 von
lippo Reri gestiftet, 1076 bestätigt. 2). Die franz. 93
611 gestiftet von Peter von Berulle (gest. 1629), 1618
ils Priester vom Oratorium Jefu bestätigt, 1702 aufgelöst,
858 in Paris neu erstanden, 1864 pupsilich bestätigt.
Dratorisch (lat.), rednerisch.
Dratorlum (lgi) Kapelle für Privatandacht oder
ffentlichen (bes. in Klöstern), aber nicht pfarrlichen Gottesb⸗
»ienst; dann ein musikal. Drama über biblische Stoffe
Heiligenlegenden oder auch weltliche Sagen im großen Stil
nit Chören, Einzelgesang und Orchester; zuerst in gItalien
»urch den Orden der Oratorianer gepflegt, erhielt das 9.
rine höchste Vollendung durch Händel und durch Bachs
Passionen“. — O. (Priester des A. von Jesus und Maria)⸗
Zenossenschaft zur Erziehung der männlichen Jugend; dre—
äuser, Haupthaus in Paris.
Draͤwitza, ungar. Großgemeinde, s. Deutsch-Orawitza