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Orden (weltliche), üußere Auszeichnungen für militär.
and bürgerliche Verdienste, entstanden aus den Ritterorden
— des Mittelalters; sie bestehen meist aus Sternen
und Kreuzen. Sehr hohe O. haben nur eine Klasse; die
meisten zerfallen in Großkreuze, die den O. an einem
Bande von bestimmter Farbe (Ordensband) tragen, Komture
 oder Kommandeure 1. (Großoffiziere) und 2. Klasse,
die, ihn um den Hals, und Ritter 1. (0Offiziere) und
2. Klasse, die ihn an einer Bandschleife auf der Brust oder
im Knopfloche tragen. Als besondere Auszeichnung wird
bei manchen O. siatt des Bandes die goldene Ordenstette
verliehen. Die Haus-O. sind nur Mitglieder der
regierenden Familie und deren Diener bestimmt. Der
Landesfürst ist Ordensmeister (Großmeister) seiner O.
Ddie Angelegenheiten der Landes-O. leitet meist die
Ordenskommision, die der einzelnen O. ein Ordenskapitel
oder Ordensrat. Ausländische O. dürfen nur mit Er—
laubnis des Landesherrn getragen werden. Eine Üher—
icht der bestehenden O. nebst deren Devisen gibt die Bei—
age. sHierzu Tafel: Orden.) — Vgl. Schulze (1885
78), Gritzner (1893)
Drden, Deutscher, s. Deutsche Ritter.
Ordenes, Stadt in der span. Prov. Coruüa (Ga—
icien), (1800) 7260 E.
Drdensband, Ordenstkette, s. Orden (weltliche)
Ordensband, Bandeule (Catoeala Schr.), Schmetter⸗
ingsgattg. der Eulen, mit grauen Vorder⸗ und bunten
Hinterflügeln. Das biaue O. (Eschenenle, C. fraxini L.),
mit hellblauem Bande auf den Hinterflügeln; das rote O.
Bachweideneule, C. nupta L.), mit zinnoberroten, das
gelbe O. (OQ. paranympha L.), mit gelben, schwatz ge—
bänderten Hinterflügeln. Hierher auch die Braut (Braut⸗
eule, C. sSponsa L. sTafel: Schmetterlinge TI, 2),
ein rotes, schwarz gebändertes O. (karminrote Hinter—
flügel). Das schwarze O. gehört zur Eulengattg. Manis
M. maura I.) Ordens.
Ordeuskapitel, Versammlung der Mitglieder eines
Order Erz. ordre), Ordnung, Befehl, bes. militärischer.
Orderhafen, der Hafen, den der Schiffer anlaufen
muß, um sich dort Order über den endguͤltigen Be—
timmungsort seiner Ladung zu holen.
Orderpapiere, s. v. w. Indossable Papiere (s. d.).
Ordinallia (lat), Ordnungszahlen, antworten auf die
Frage: der wievielste.
Ordinär (lat.), gewöhnlich, gemein (mit und ohne
radelnden Sinn); im Buchhandel Bezeichnung des Laden—
oreises im Gegensatz zum Nettopreise.
Ordinariat, die im Namen des Bischofs (Ordi—
aarius) die Diözesanverwaltung führende, aus Klerikern
und dinn bestehende Behörde, uünter Leitung des General—
oikars (s. d.).
—S— (lat.), Ritualbuch für das Kircheniahr;
m Staatswesen die ordentlichen Einnahmen und Aus—
zaben, im Gegensatz zum Ertra⸗O.
Ordinarius (lat), ordentlicher Professor (Professor
rdinarius) an einer Universität; Hauptlehrer einer Schul⸗
lasse; bei den Katholiken der Inhaber einer selbständigen
deikungs- und Regierungsgewalt (Papst und Bischöfe).
Ordinate, s. Koordinaten.
Ordination (lat., „Einsetzung“), in der christl. Kirche
die Weihe zum geistl. Stande unker Handauflegung. In
der kath. Kirche gilt die nur vom Bischof völlziehbare
Priesterweihe, die höchste der sieben aufeinander folgenden
Weihen zu den entsprechenden Oxdines (s. d.) als Sakra—
nent, nach manchen schon die Diakonenweihe; sie gibt dem
Drdinandus das Recht zur Darbringung des Meßopfers
und zur Verwaltung der Sakramente und verleiht einen
durch nichts wieder auszutilgenden geistl. Charalter (chaeaeter
 indelebtlis). In der evang. Kirche ist die O. nicht
———
zahme in den geistl. Stand durch einen Vertreter des
stirchenregiments. — Auch s. v. w. ärztliche Verordnung.
Ordãinea sn Mehrzahl von ordo, d. i. Stand, Rang)h,
n der kath. nn Bezeichnung der sieben Weihegrade der
Fleriker, die in drei höhere (0. majdres: Presbyter oder
Briester, Diakynus und Subdiakonus) und niedere (O.
mipdres: Aloluth, Exorzist, Lektor, Ostiarius) zerfallen.
Ordinieren (lat.), die Ordination (s. dd erteilen;
irztlich verordnen.

Ordnung (lat. oräo), in der Naturgeschichte
dauptabteilung zwischen Klasse und Familie; im un
Line (oraitatio) Lin eine ganze Materie umfassen
geseh (3 B.Gerichts⸗O. Progeße O Städte-⸗O.. tzts
Ordnungsstraͤfen, Strafen, die für kleinere Re ue
erletzungen borgesehen sind, z. B. für ungebuͤhrliches
Wep vor α— Owinal
ronungszahlen, s. Ordinalia.
drao (lat·h. OErdnung (s. d.) Stand, Stufe. —
rdines) O. Romanus, das RitucleRomanum (I. Fimae,
Ordonnaänz (frz, „Verordnung“), in Frankreich.
789 und 1814 360Bejeichnung aller Erlasse des —
esaßen die Sigen chest von Gesehzen. — O. heißen enc
rozeßleitenden Dekrete der Gerichtshöfe, bes— in Sun
achen; beim Militär die Vorschriften für die vr pr
dienstzweige; ferner Unteroffiziere, Gemeine sowie Of ziee
Drdonnanzoffiziere), die vorübergehend den enn
üͤhrern zur UÜbermittlung von Befehlen zugeteilt wer
benso die zu Dienstverrichtungen abkommandierten Mon
chaften (z. B. Küchen-O.); als Ordonnangreiter 8*
Neldereiter dienen die Juͤger zu Pferde E. d.)
anzmahzig, f. v. w. vorschufismaßig, daher z. B. Or
tauzwaffen, Ordonnanzanzug. —
Ordonnanzkompanien, die 1445 von Kar 8
»on Frankreich errichteten Kompanien ss. Beilage: —*
ind Flotten]. — —
Or doublé (frz., spr. dubleh), mit Gold nlattientt
Ordre, s. Order. 6. de bataiile (spr. ordr de dan
ie vom Kriegsherrn befohlene Zusammenstellung und w
eilung des Heers für einen Feldzug oder J—
perationszweck 8
Drdu, Bezeichnung für das Armeekorps in der
dre, Münze, s. Or. logie
Dreaden, die Bergnymphen der — Mytholog
drebie (pr. bitsh Halbinsel. s. Sabbioncele en
Srebro, Hauptstadt ves sudschwed. Läns O. (91240
904: 198 827 E). 2 Rm von der Mündung der Erti
den Hjelmarfet, 25 288 E., Hafen, Staͤtkirche, o
S„chloß (jetzt Museum); Industrie. ürutiminarfriede
. zwischen Schweden und England 20. April —7
rriede zwischen England und Rußland 12, Juli 1818.
Dredish (spr. ohrdisch), engl. Maß, s. Dish. —
dros. Abturzung fur den nordamerit. Staat Oreg
regon, nordamerik. Fluß, s. Columbia. von
ODregon, einer der westlichsten der Ver. Staaten ih
Imerita arte: Vereingte Staaten i], am Stiun
Sdean, 20 800 Ihn (1000) 113536 E. gebirgig Gen
'adengebirge, Blue Mountains, Küstengebirge); Sarry .
der O.oder Columbia (s. d.); Haupterwerbszweig Acen
es. Weizen; Rinder- und Schafzucht, Lachsfang; Berg *
Ritlelpuntt des Handels und der Inbustrie Portlu
Hauptstadt Salem. O., 1848 als Territorium organisien
853 durch Abtrennung des Territoriums Washington, *
leinert, seit 1889 Umonsstaat. Proz. di
Oreide, goldfarbige Kupferzinklegierung mit n ð
Orel (spr. arjbll) Gouvernement im mittlern
and, wellig, von Schluchten durchschnitten, 46 727 4
ogä ä EdDie Haupistadt O. an der Oka, 70 076 64
iner der Hauptplätze des russ. Getreidehandels. Ge⸗
Orellana (Oreihana, spr. orelljänaß, Francisco,
ährte Pizarros, der erste Europäer, der (1510 - 41)
Amazonenstrom befuhr. u
Srelli, Kaspar, Philolog, geb. 13. Febr. —
zürich, gest. als Prof. das s Van 1840; heferte treffli
Ausgaben des Horaz und Cicero. Jan
Orelli, Konrad von, prot. Theolog, geb. he
836 in Zürich, feit 1873 Prof. in Bafel Hauptschriften
Durchs heilige Land“ (4. Aufl. 1800),, Kommentare
zefaig und Jerema“ (1887 u h.) und un Ezechiel u
den 12 kleinen Propheten“ (2. Aufl. 1896).
Orellin, Farbstoff, s. Orlean. Ruß⸗
Drenburg, Gouvernement im SO. des Europ. n
ands, mit Ausläufern des Uralgebirges und Stepre
91179 qkm, 1600145 E. — Die Hauptistadt O.
iralfluß, 66 900 E. — Drenburger Linie, früher 9
deihe Festungen an der Südgrenge des Gouvernemen
esetzt von den Orenburgischen Kosaken. zrh
Orendel, deutsche Spielmannsdichtung des 12. —X
nelche die mythisch german. Orendelsage mit der Legen