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ind O. cretieum L. Eretischer Dost) liefern das Ori—
zanumöl (Hopfen⸗, Thymlan⸗ oder Dostenöl).
Origenes, griech Kirchenlehrer, geb. 186 (186) zu Ale—
andria, 203231 Lehrer an der Katechetenschuͤle das., dann
n Cäscrea in Palästina, gest. in der Verfolgung unter
Decius 2534 (255) zu Tyrus suchte das Christentum philo⸗
ophisch zu begreifen und ist der Verfasser der ersten kirch⸗
lichen Dogmatit („de principiis“, nur lat. erhalten). Die
Zweifel gegen seine Rechtglaͤubigkeit führten zu den Ori⸗
genistischen Streitigkeiten (4. und 6. Jahrh.), die mit seiner
Berdammung (543) endeten. Als „Kirchenlehrer“ blieb er
rotzdem in Geltung. O. schrieb ferner zahlreiche eregetische
Werle, die Hexapla(s. d.) und ein apologetisches Wert gegen
Celsus“ (. d.). Seine Werke hg. von Koetschau (18809 fg.).
— Bal. Redepenning (1841 46), Denis (franz., 18883).
DOriginal (lat.), ursprünglich, eigenartig, nicht nach—
zeahmt, selbständig; vom Gewoͤhnlichen abweichend, seltsam.
Das O., Urbild, Ürschrift (im Gegensatz von Kopie); auch
ein außerordentlicher Kopf, Sonderling. Originalgenie,
ein urwüchsiger, schöpferischer Geist, Modewort der Sichter
der Sturm⸗ und Drangperiode. Originalität, Ursprüng—
lichkeit, Eigentümlichkeit; auch Sonderbarkeit.
Originaär (lat.), uranfänglich, ursprünglich. Origi—
näre Erzeugung, Urzeugung.
Driginéell Erz.), sJ. v. w. Original (adiektivisch).
Orihuela, Stadt in der span. Prov. Alicaute, am
— (1800) 28530 E.; früher Universität.
ritlon (ftz., spr. orljöng), Bollwerksohr, der obere
kdeil der Flanken der Bastione.
Orindco, Fluß im nördl. Südamerika, kommt von
der Sierra VParima auf dem Hochlande von Gugyang,
ließt nach NW. bildet unterhald Esmeralda durch Ent⸗
endung des Casiquiare zum Rio Negro (Zufluß des Ama—
onenstroms) die bedentendste Flußgabelung (Bifurkation),
Ddbrint die Vorläufer der Sierra Parima in Wasser—
'ällen und Stromschnellen (Maipure und Aturas), dehnt sich
etwa 245 Kmunterhalb der Stromenge von Ciudad Bolivat
nuf 22 xM aus, beginnt dort sein 22 000 qkm großes Delta
und mündet pach 2225 kmm an der Ostgrenze Venezuelas in
den Atlant. Ozean; Entfernung zwischen Quelle und Mün—
dung 820 km, Stronigebiet 944 000 qkm; Nebenflüsse:
.Guaviare, Meta und Apure, r. Caura und Caroni. —
Bgl. Chaffanjon — 1888), Triand (engl. 1902).
ODrion, nach der Odyssee ein gewaltiger Zäger, Lieb—
ing der Eos, nach seinem Tode als Sternbild an den
dimmel versetzt Täfel: Astronomie J, 1]. (S. auch Ja⸗
Drionnebel, s. Nebelflecke. skobsstab.)
Orissa (Urisfa), Landschaft der brit.⸗-ostind. Präsident⸗
chaft Bengalen, an der Nordostecke der vorderind. Halbinsel,
serfüunt in die Div. O. (25 8618 qkm, 1901: 4850372 E.)
und die 17 Basallenstaaten (Katat-Mehall; 37 261 4km,
1947 802 E.); Hauptstadt Katak.
Oristano, Stadt in der ital. Prov. Cagliari, J. am
Tirfo, (1901) 7199 E. im S. eine Gräberstadt.
Orizaba, Stadt im merik. Staate Veracruz, (1900)
32894 E., 10 Km nordwestl. der Citlattepetl oder Pico
de O. Bolran de San Andres, 5—5360 m.
Drizzonte, Landschaftsmaler, s. Bloemen.
Orjechow, Stadt im russ. Gouv. Taurien, an der
donka, 6163 E.
Orkadische Inseln, s. Orkneyinseln.
Drkan, schwerer Sturm (bes. innerhalb der Tropen).
Orkneyinseln (spr. ohrkne-), Ortadische Inseln,
schott. Grafschaft, mit Shetland, Caithneß und Sutherland
die Northern Dipision bildend, vom nördl. Schoöttland
durch den Pentland Firth getrennt, 67 Inseln (28 be—
wohnt), 978 4k4m, (1901) 28 698 E.; Hauptstadt Kirk—
wall auf Mainland; wichtigste Inseln neben Mainland Hoy,
Sanday, Westray, South Ronaldshay, Stronsay; Kuma
nfolge des Golfstroms milde, sehr fencht — Bgl. Fea
eng 1885). Süd⸗Orkney-Inseln, s. —
rrus (lat.), Unterwelt, Totenreich.
ODrila. ) O oder Horle, r. Rebenfluß der Bartsch, ent⸗
prigg in der Proy. Posen, mündet unlerhalb Herrnstadt
m pe Breslau. — 2) L. Nebenfluß der Saale, ent⸗
pringt bei Triptis, mündet unterhalb Orlamunde.
Orlamünde, Stadt in S.-Altenburg, an der Saale,
19068) 1650 6. Ie Die Grafen von O. starben
1476 aus. (S. Agnes, Gräfin von O.)

Oriândo furisso (ital.), Rasender Roland, roman⸗
sches Epos von Ariosto; 0. rato, Verliebter No⸗
and, Epos von Bojardo.
Orlandus Laffns, s. Lasso, Orlando di.
Orlean, Anoito, Aungatto, Arnatto, Arnotto, Attalls,
socon, Noukon, Uruku, roter Farbstoff aus den Samen⸗
chalen des Orleanstrauchs (s. Bixa)] in Südamerila ge
vonnen; enthält einen vrangeroten Farbstoff, Bixin, und
inen braunen, Orellin. 3
Srieanats ier ah, bis 1700 franz. Provinz, jetz
deũ der Dep. Lolret, Lolr-ei-Cher und Eureset-Loit.
Orleaniften, in Frankreich die Anhänger der damilie
Irltans und der Julimonarchie von 1880, verschmolzen
eit 18883 mit den Legitimisten (s. Legitim). bh
Orleans (frz spr. ang) halbwolene, glatte Gewebe
nit Kette aus gezwirntem Baumwollgarn. get
Oricans (spr.nangh, Hauptfladt des franz. Dep. Loiret
in der Loire und am Orleanskanat (73 Tm5 un e
indung mit dem Loing, bez. der Seine), (1901) 67 3118.
Place du Martroi mit der Statue der Jungfrau von 9.
dathedrale Ske.-Croir, neues und altes Rathaus; Fabrilen
on Strumpfwaren, Tuchen, chem. Produkten, Weinehsis.
ʒandel in Steinkohlen, Eifen, Salz, Wolle, Getreide, m
en Kelten Cenabum, spüter CEivitas Aureliani; im Mittel⸗
alter Hauptstadt der Herzöge von O.; 1428 Vollwerk gegen
zie Engländer (s. Jeanne d'Arc); im Deutsch-Franzg . —
I. Otl. 1870 von den Bayern unter General von der Tann
ewonnen, 9. Nov. wieder geräumt, 8. Dez. von Prinz
Friedrich Katl wieder besetzt· — Val. Bimbenet (ranz-,
Bde. 188187), Kung (1804), Hönig (4836) i
Orleans (spr. kungh, Gefchlehl. Die Stadt O. war mi
hrem Gebiete ein Lehn der Krone Frankreich, das unte
en Valois und Bourbons mehrern Seiten zweigen In
önigl. Hauses als Herzogtum verliehen wurde. arl T
ab es 1391 seinem Bruͤder Louis, Grafen von Valois
eb. 1372, ermordet 28. Nov. 1407 zu Paris. Dessen
Sohn Charles, Herzog von O., geb. 26. Mai 1391, aß
Jan. 1468, ist als Dichter derühmt. Sein Sohn Loui
vurde 11808 als Ludwig I. König, von Frankreich J
dudwig XIII. verlieh das Herzogtum 1626 seinem Biuder
zean vaptiste Gaston (geb 26. April 1608, gest. 2. —
669 ohne männliche Erben), der als Teilnehmer an
zerschwöͤrungen gegen Richelien und als Gegner Mazarins
ine ünrühmliche Rolle spielte. „Mémoires“ (Par. —
ieue Ausgabe 1756). — Ludwig XIV. erhob 1660 seinen
Zgruder Philipp (geb. 21. Sept. 1640, d. Juni 1701)
um Herzog von O,, dessen Nachkommen das heutig
haus Oedilden. Sein Sohn aus zweiter Ehe u
uͤsabeth Charlotte von der pfalz Pihlipp in., Herzos
on O. geb. 2, Aug. 1674, wöbrend, Ludwigs
Minderjährigkeit Regent von Frankreich, gest. 2. Dez. itꝑ
— Sein Urenkel, Herzog Ludwig Jof. Philipp, ge
18. Aprii 1717, schloß sich unter Ludwig XVYI. der Opfe
ition an, stimmte in der Revolution als,„Bürger Egaitt
nit der Bergpartei für den Tod des Königs, 6. Nov. 1738
millotiniert. — Sein Sohn bestieg als Ludwig Philipp
J. d.) 1880 den franz. Thron. Aus dessen Ehe mit Marie
Amalie von Sizilien stammten acht Kinder: Ferdinaud
eit 1880 Herzong von D., geb. 8. Sept. 1810 zu Palermo
ermählt 1887 mit Helene, Tochter des Erbgroßherzogs Fried
ich Ludwig von Mecklenburg-Schwerin, gest. 13. Juli —
nfolge eines Sturzes aus dem Wagen. Söhne: 9. Pyr
ipp. Graf von Varis, geb. 24. Aug 1888, seit dem Tod
»es Grafen Chambord 4 d.) von den Royalisten als Erhe
er Krone von Frankreich anerkannt, ward 1886 aus drapt⸗
ich berwiesen? est dSrt isol in Stowe-vounse be
ondon. Aus seiner Ehe mit Isabelle, Herzogin von Mont⸗
ensier, stammen zwei Söhne: Philipp, Herzog von —
ʒ Febt. Idos idos glesalls berbani feit dem Tod
eines Vaters der aß allgemein anerkannte Pratendent
er franz. Royalisten, und Ferdinand (geb. 9. Sept. 1889
. Robert von O., Herzog von Chartres (. d.). — 2) Louis
herzog von Nemßars (f. d)BZ)y Francois, vrin
on Joinville (s. d.). — 4) Zenri, Herzog von Aumalt
s.d. 5) Antoine, Herzog von Vonmpensier ., d)
Seine Tochter Maria de las Mercedes, geb. 24. Jun
860, vermahlt 28. Jan 1878 mit Alfons XII. von s
nen, gest. 26. Juni 1878; fein Sohn Prinz Antoine, geh
d Fedr 18060 6) nise n debez Apru 1812