men, mittlere Gipfelz, Paß⸗ und Kammhöhe ꝛc.) mit⸗
inander vergleichbar zu machen.
Dronsan (spr. oronshh, kleine Hebrideninsel, s. Colonsay
Dröntes. 1) Alter Name des Flusses Rahr el⸗Afi.
des größten Flusses im nördl. Syrien, entspringt auf
dem Voer pcne der Talebene Cölesyrien, mündet südl.
von Süeidie, durch eine Barre versperri. — 2) Alter
Name des Berges Elwend (s. d.).
Orspa, Dorf bei der ital. Stadt Biella.
Oroshaza (spr. broschhahsa), Großgemeinde im ungar
tomitat Bekes, (1900) 21 385 E.
Drostus, Paulus, röm. Geschichtschreiber des 8. Jahrh
1. Chr., christl. Presbyter; seine Hisstoriarum ad versut
paganos bri VII“, auch „Hormesta“ genannt (hg
on Zangemeister, 1882) im Mittelalter viel benußter
Leitfaden der Weltgeschichte.
Orotava, Stadt, s. Puerto de la Orotava.
Droust, schwed. Insel, s. Orust.
Oroya, Ort in Peru, 3703 m ü. d. M., Endpunkt
mer Kordillerenbahn (Callao-Lima-O.).
Orphaniten (grch., d. h, Waisen), die Partei der Hus⸗
iten (s. d.), die sich nach Ziskas Tode abtrennte, dann
iber mit den Taboriten wieder verschmolz.
Orpheum (Orpheon), Name von Sängers oder Musik-»ereinen;
 dann Versammlungsraum solcher Vereine.
Orpheus, mythischer Saänger in Griechenland, Sohr
der Muse Kalliope, dehere durch Gesang die wildester
Tiere, Bäume und Steine, holte seine geliebte Gaitir
Surydike aus der Unterwelt zurück, ward von Bacchan⸗
innen zerrissen, galt als Stifter geheimnisvoller Kult—
zebräuche (Orphische Mysterien) und der religiösen Sekte
der Orphiker; Fragmente der ihm zugeschriebenen mystisch⸗
theol. Dichtungen in Lobecks Asßlaophamus“ (1820);
die viel spätern sog. Orphischen Gedichte hg. von Abel
1885). — Bgl. Maaß (1805). I. Edessa)
Drrhoenifches Reich, s. v. w. Osrhoenisches Reich
Orsatscher Apparat, Apparat zur Analyse der Ver⸗
rennungsgase von Feuerungsanlagen. [13 864 E
Orscha, Kreisstadt im un Gouv. Mogilew, am Dujepr,
ODrschowa, ungar. Großgemeinde, s. Orsova.
Orseille (spr. Hej), Orchi, Archil, violetter Farbstoff,
aus Slechten (Rocceiia, Lecanora, Usnea, Variolaria)
durch Ammoniak bei Zutritt von Luft gewonnen. Han—
delsmarken sind Persio, Cudbear oder roter Indigo
strockene, pulverförmige O.); Orseillepurpur (Purpus
ranqsais) wird durch Erwärmen eines ammoniakalischen
Flechtenauszugs an der Luft und Fällen mit Chlorkalium
»der Alaun hergestellt. Auwendung mit andern Farb—
toffen gemischt für braune Nuancen auf Wolle und Seide.
Orseéra, ital. Rame für Andermatt (s. d.)
Orfini, röm. Fürstengeschlecht, das zuerst mit Papst
Fölestin III. 1191 -98 auftritt, fast durchgüngig an der
Spitze der Guelfen stand, sich, in viele Linien geteilt, über
— Italien ausbreitete, gegenwärtig nur noch in der
dinie O.-Gravina blüht und durch Philipp O., assistie⸗
tenden Fürsten beim Heiligen Stuhl, 19. Herzog von
Gravina, geb. 10. Dez. 1842, vertreten wird. — Anne
Marie de ia Tremouille, Fürstin von O. (des Ursins)
v 16386, heiratete 1675 in zweiter Ehe den Herzog von
racciano, Slavio Orsini (gest. 1695), war die Seele
zer franz. Partei an der Kurie, 1701 24 und 1705 -14
Dberhofmeisterin der span. Koͤnigin Marie Luise von
Savoyen, nach deren Tode schimpflich entlassen, lebte seit
1719 in Rom, gest. das. 5. Dez. 1722. „Lettres in
2dites (1869). — Vgl. Combes (franz., 1858), Hill (1803).
Orsini, Felice, itäl. Revolutionär, geb. 1818 zu Meldola
Brov Forli), 1844 als Mitglied eines Geheinibundes zu
lebenslanglicher Galeerenstrafe verurteilt, 1846 amnestiert,
versuchte 14. Jan. 1858 Napoleon II. mittels besonderer
Sprenggeschosse (Orsinibomben) zu töten; nach dem Attentat
verhaftet, 18. März mit seinem Mitverschworenen Pieri
vreaaet Memoiren (1887).
rst, Kreisstadt im russ. Gouv. Orenburg, am Ural—
duß, 11320 E., hieß Irrümgtich Deenhntg.
Orsova (spr. orschöwa), zwei Orte zu beiden Seiten der
Donau am Eisernen Tor: 1) Alt⸗O., dee Großgemeinde
im ungar. Komitat Krass-Szöreny, an der Mündung der
Terna in die Donau, (1900) 4610 E., Freihafen, Haͤupt—
station der Donaudampfschiffahrt; gegenüber Neu⸗O. türk.

Dro

320

Ada Kaleh, Stadt auf einet Donquinsel in Serbien, 8000 E.
Sberhalbe D.im Kasanpaß ain ferb. Donauufer, O.-Gra—
ina gegenüber, die Trajanstafel.
Srsoh, Sladt im preuß. Reg.⸗Bez. Düsseldorf, l. am
Khein, 2426 E., Präparandenanstalt,
Srsted, Anders Scudde, dan. Jurist und Staatsmann.
jeb. 21. Dez. 1778 zu Rudksöbing, 1842-48 Staatsmini⸗
er, 165351 Kullus- und Premierminister, gest. 1. Ma
860. — Sein Bruder Hans Christian O., Naͤtursorscher
jeb I4. Aug. 1777 zu Rudtjbbing, seit 18329 Direktor der
Zolytechnifhhen Schule zu Kopenhagen, gest. 9. März
tdeckte den Elektromagnetismus; „Samlede og eflerladte
tet⸗ aee er bon Hauch und Forth—
———
Srt nitcletenlcer Ausdruck für Spitze, scharse Cae
aher Ortsteine, Ortziegel 2c.; auch s. v. w. vierter Tei
ef. einer Munze (utsprünglich eines Kreuzers, der durg
in Kreuz in vier B. söden oder Winkel) geteilt war,
Irtstaler [Reichsvrt — . Speziestaler): dann a
ruf Maß und Gewicht übertragen. — Im Berabau ist
as Ende einer Strecke, di der Puntt, an welchem zur
herlangerung derselben gearbeitet wird Gor O. arbeiten).
nem Oentgegen wird das Gegenort getrieben, wenn
in Stollen von mehrern Punkten aus in Angriff genommcn
vird. — über O. in der Ästronomie s. Astronomischer *8*
— Rova, Stodt in der inal. Brobe Foggia (1801)
Orta Novarese, Stadt in der ital. Prov. Novpata
im Ortasee Getzt Vago Cusio, 18 4km groß, bis 143 m
v ö vIäιG. uf dem Mone de Sri22 Kapellen
ertel, Georg, Polilter geb. 27. Miärz 18660
gioßdolzig in Eachsen, Iss0 — Gymnafigloberlehre
n Leipzig, seitdem Chefredakteur der „Deutschen Tahet
eitungin Verlin⸗Steglig, I808 —igos konservativ
NRitglied des Reichstags; jchrieb Der Konservativismu
ils ——n i— so), Gedichte, Erzahlungen u.—
Oertel, Mar —9 Viediziner, geb. 20. Maͤrz ——
n Dillingen (Schwaben), seit 18760 Prof. der ——
jologie in München, gest. das. 17. Juli 1887, hegründet
n seiner „Therapie der Kreislaufstörungen“ (4. Aufl. 1831)
ine neue Methode der Behandlung von Fettsucht, Herz⸗
echlern u. a. durch methodisches Sleiten IN. Terraintur
scried feenei e ishe Dishtheric (3. Auf
886)uber Terrainkurorte (1886) Handbuch der
espitatorischen Therapie“ (1882).
Srtel, Ph. Fr. Wilh. Volksschriftsteller unter dem Pseu⸗
onym W. S. von Horn, geb. 16. Aug. 1798 in Horn be
Simmern, 1835 —63 Superintendent zu Sobernheim, gest.
4. Okt. 1867 zu Wiesbaden; Herausgeber des Volts⸗
uchd Die Spinnstube⸗ (feit 1016 jahclich); von seincr
Zolks⸗ und eee bes. zu nennen: AIriedel⸗
Des alten —— obs Erzuhlungen Liuch ein Mer⸗
chenleben⸗ Nus der Raje⸗ Go6 iο
ner: „Der Rhein. Geschichte und Sagen“ (4. Aufl. 1338
Drlelsburg, Kreiastadt im preuß Reg.-Bez. Aller—
dein udond aln E Goarnisont, Nnscericht Schloß—
tehrerseminar; Maschinenbauanstalt. is⸗
Ortenau, Landschaft in Baden, zwischen Rhein, Breis
an, Schwarzwald und der Oos; darin die früher östert
andvogtei O. (gegen 400 gkm mit dem Hauptort Offen⸗
zurg), Weinbau (Ortenauer). y
Sotenberg in Heff en, Stadt in der hess. Prov. Ober—
ssen, an der Nidder, (1905) 920 E., Amtsgericht
Drtenburg, Marktflecken im bayr. —— Nieder⸗
yern, 43 1129 E. Schloß der Grafen von O. tt
Orterer, Georg, klerikalet Parlamentarier, geh. 30. Ol
849 in Wörth bei Erding, seit 1802 Gymnasialrektor —
zichstätt, 1806 Mitglied des bayr. Obersten Squlrats
904 Oberstudienrat feit 1883 Miiglied der bayr. Abgeord
— 5
Orth, Schloß bei Gmunden. zid⸗
rih, Aug. Architelt, geb. 25. Juli 1828 zu Win
sausen im, Braunschweigischen, seit 1803 Geh. Baurat in
Berlin, gest. daf. 11 Man 10013 baute mehrere Kirchen d
Zions⸗ Dankes⸗, Gethsemanes, Friedenskirche u. a⸗n mad
Zerft die Projekle zur Stadtbahn, entwarf den Plan zu
Slabterweiterung von Straßburge —Vgl Ebe 18049.
Orth, Johaun, s. Johann 8 Salvator Erz⸗
serzog von Österreich)