ODry

327

Oryktogenie (grch.), Entstehung der Gesteine; Orykto
anosie Oryttologie, Mineralientunde; Oryktographie, Be—
Oręza L., s. Reis. —— der Mineralien
Orzegow, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Oppeln, (1805)
3685 E.; Zinkhütten. Dabei Guisbezirk O., 4826 E.
Orzefzköwa (spr. orscheschke), Eliza, deutsch Elise
Drzesztko geborene Pawlowjka, poln. Romanschriftsiellerin,
geb. 1342 bei Grodno; schrieb zahlreiche Romane und No—
dellen aus dem poln. und jüd. Leben, davon deutsch über⸗
setzt: „Herr Graba“ (1872; deutsch 1888), „Verlorene
Seelen“ (deutsch 1887), „Meir Ezofowicz“ (1878, deutsch
1885) u. a.; auch „Mirtala“ (1880) aus röm. Kaiserzeit
Os, chem. Zeichen für Osmium.
Os, Jan van, Frucht- und Blumenmaler, geb. 1744
zu Middelharnis, gest. 1808 im Haag. Seine Söhne:
bieter Gerardus van O., geb. 1776 im Haag, gest. das.
1839, Tiermalkee; Georg Jakob Johannes van O., geb
1782 im Haag, gest. 11. Juli 1861 zu Paris, Blumenmaler
Osagen oder Wäsüsch, Indianerstamm im amerik.
Territorium Oklahoma, zur Siourfamilie gehörig, früher
m Osagedistrikt in Arkansas und Missouri, am Osage—
lußz, der in den Missouri mündet, (1896) 1716 Köpfe.
ODfäka, früher Naniwa, Stadt auf der Südwestküste
der japan. Insel Nippon, an der Bai von O. und der
Mündung des Jodogawa sKarte: Ostasien I]J], (1908)
85 946 E.; zweitgrößte Stadt und wichtigster Binnen—
handelsplatz Japans. (S. auch Beilage: Japan.]
O sanota simplicĩtas: (lat.), 'o hetlige Einfalt!,
ingeblicher Ausspruch von Hus auf dem Scqhgeiterhaufen,
us ein Bauer Holz zum Scheiterhaufen herbeitrug.
O, S. B.. Abkürzung für Ordinis Sancti Benedicti
lat.), Mitglied des Benediktinerordens.
Ss⸗beg, Volksstamm, s. Usbeken.
Osborne (O. House, spr. osbörnhaus), s. Cowes.
Osborne (spr. osbörn), Thomas, Graf von Danby,
derzog von Leeds (s. d.).
Ssch, deutscher Rame von Chäteau d'Oer (s. d.).
Oschatz, Amtsstadt in der süchs. Kreish. Leipzig, an
der Boülnih 10682 (1900, 10868) E. Garnison,
Amtsgericht, Realprogymnasium, Lehrerseminar, Handels⸗
chule. Dabei der Kollmberg (314 w) mit Aussichtsturm
digere anderer Name der Fan.
Ofchersieben, Kreisstadt im preuß. Reg.-«Bez. Magde
durg, an der Bode, (18900) 13405 (1805: 18271) E.
Amlsgericht, Ihrn Fäbrikation von Zucker, landw.
Maschinen, Sprit, künstlichem Dünger.
Oschmjänhy, Kreisstadt im russ. Gouv.
Wilna, an der Oschmjanka, 75606 E.
Dsci, s. Osker.
Osoitiiaria, Schwingfaden, Algengattg.
der Cyanophyzeen, bildet grüne, schleimige
Uberzüge auf Schlamm, nassem Boden, an
den Wanden der Gewächshäuser; O. viridis
Vauck. [Abb. 1299] überall verbreitet.
Oscines, die Fingrogeh 1299.
dege sd uß; O. paels, Frie⸗ Schwingladen
denskuß (s. d.).
Ssei, Insel in der Ostsee, dp russ. Gouv. Livland
Jehötig, vor dem Eingang des Rigaer Meerbusens, füdl
bon der Insel Dagö, von dieser duürch den Sölasund ge—
trennt, 2618 qkm, 60000 E.; Haupistadt Ienen
Osenb růggen, Eduard, Rechtslehrer, geb. 24.
1809 zu Utersen (Holstein), gest. d. Juni 1879 als Pro
zu Zürich; veröffentlichte außer zahlreichen strafrechtlicher
Schriften („Kasuistik des Kriminalrechts“, 1884; „Ala—
mann. Strafrecht“, 1860, 2c.) treffliche „Wanderstudien“
Bd. 126, 1867 -76; Bd. 6, von Buß, 1881) u. a.
Sser, Adam Friedr. Maler, Bildhauer und Radierer,
geb. 17. Febr. 1717 zu Preßburg, Direktor der Zeichen⸗
akademie zu Leipzig, gest. das. 18. März 1799. — Biogr.
von Dürr (1878). — Sein Sohn Joh. Friedr. O., geb.
1751 zu Dresden, seit 1778 Prof. an der Kunstakademie,
gest. 17892, malte Landschaften ꝛc.
Sser, Christian, s. Schröer, Tobias Gottfried.
O'Ehannafjyflußß, Quellfluß des Albertflusses in
Australien.
Ofhltosh (spr. — Stadt im nordamerik. Staate
Wisconsin, an der Mündung des For in den Winnebago⸗
see, (1900) 28284 E.

4* ündet
Osi (Oso, Ozo), Fluß im äquatorialen Ostafrika, münde
n die Ungama- oder Formosabai nördl. vom Tana, mii
iesem durch den Beledzoni verbunden. Theo⸗
Osiander, Andreas, eigentlich Hosemann, luth. v
sog heb. 18. Dez 14ss in Gunzenhausen, wirkte seit —*
Id Reformator der Nürnberger Kirche, ging —
Augsburger Interims 1549 als Prof. nach genige
est daf 17. Oti. 1862 Seine Lehre, daß die 5
ertigung nicht nur eine Gerechterklärung, sondern Feen
nachung sei, rief den Osiandrischen Streit hervor, —
der Abfsetzung der Osiandristen 1666 endete. — og
»on W. Möller (1870). (1001) 1882 g
Ofimo, Stadt in der ital. Prov. Ancona, am Nuson
Ofiris, ägypt. Gott, ursprünglich ein iolaler Sonn
on Sohn des Keb, Btuder und Gemahl der Isis, ate
es Horus, wird von seinem Bruder Seth ——
iner verschlossenen Lade ins Wasser geworfen und 44
»ergeblich von seiner Gattin Isis gesucht; kehrt als Herr u
es Totenreichs zurück und läßt durch Horus den ———
yphon, ftürzen. O wird gewöhnlich als, Mumienne
drummstab und Geißel dargestellt. Tafel: Religige
en 104 Der Apis ( do gilt, als dag bescelte D
8Ol⸗ IJowa, (1500) g
Dõkaloosa (spr. Iasa), Stadt im nordamerik. S r
Ossskar, Könige von Schweden und Noxwegen. Taa⸗
Se), geb4. Fult 1799 zu Paris, Sohn und, 5
olger Karls TRAV. Johann sGBernadotte), 18. Juni G
ermählt mit Josephine Marimiliane Auguste Fugtmn
on Leuchtenberg, trat 8. März 1844 die Regieungen
jeft. d. Juli 1888. — Sein Sohn D. II., geb. 21. 9—
829 in Stocholm, folgte 18Sept. 1872 feinem Bru
darl XV., mußte 1906 auf den Thron von —
verzichten/ feit 6. Jum 1867 vermähit mit Sophiee
— D *
Wissenschaften, Kunst und Industrie, Dichter Gedich
eulsch 1877) und Schriftsteller. Seine Reden erschient
ꝛeutsch 1896. —äää———
Wermland, geb. 16. Juni 1888 seit 20. Sept. is,
nahlt mit Prinzessin Vittoria von Baden (geb. 4. 33
862); Ostar, Herzog von Gottland, geb. 158. Rov.
ntsagle I888 wegen seiner Bermahluug mit Ebba Wan
ver LThronfolge; Kart, geb. 27, Febr 1861, 27. d
zon vermahlt mit rinzefsin Ingeborg von, Dünemd
geb. 2. Aug. 1878); Eugen, Herzog von Nerike, *
Aug, 1866, hat sich einen Nameu als Maler gema
— Bgl. Beyer-Boppard (2. Aufl. 1905). in den
Dskar⸗Fredriksborg, 186776 angelegte, it
Fels gehauene Befestigungen der schwed. Seestadt Wart
Daͤrarsborg, estug bei der norweg. Stadt Dröbat,
eckt den Eingang zum Kristianiafjord. an
Sskarshamm, Hafenfladt im schwed. Lün Kalmar—
er Ssee ibood or E, gIndustge, ves. Schibanq
Osker 3 bei den Griechen Opiker, ursprüng
die samnitische Landbevölkerung in Kampanien, im ne
ern Sinne faämttiche Samnittr (j. d.). Die veli *
(samnitische) Sprachẽ, die mit der umhrischen einen — —
der ital. Spragguute bildet, verlor sich im Ausang
daiserzeit Vol i en Jigi Laudestunde .
883); von Plauta, Grammatit“ (2 Bde., 16082
Oskische Schaufpiele, s. v. w. Atellanen . Indet
—ãA Zeue im sudi. Kußlaud, Dün
ah 8 n Goud, Thattow. Daran die Sta—
Nopy. Ostol (j. d.) und Staryj Oskol (, d. R, ahrung
skulation Clat.. das Kuͤssen ), die Beriu
iner krummen Linie oder Fläche mit einer andern so x
Istkulationsebene einer Kurbe doppelter Krümmung in ein *
punite haßt die Cbene, welche durch goei auftinann
olgende Tangenten oder durch drei aufeinander folge
Punkte geht. Ostulieren, einander berühren. hurg·
SSling, Eisling (das), der nördl. Teil von Luremru
Ds man, mehrere türt. Sultane. — O. J. Grinde *
aach ihm benannten Osman. Reichs, geb. 1289 zu sn
n Bithynien, Sultan 1288 — 1326. — O. . .
— ——
Sohn —A II., Sultan 1754 5672. ded
Osman Digna (auch Digma), Parteiganger
Nahdise dc), deb um 1036/ tämpfste gegen die Englande sun
Zuetin (ubebh So Dez 1688 bom engt General Gren
seschlagen, feil 1900 ais Gefangener in Rosette.