Osmanen (Osmanli), s. v. w. Türken, nach Ossman IL.,
dem Gründer ihres Reichs, benannt.
Osmanicorden, iurt. Orden, von Sultan Abd
ul⸗ Asis 4. Jan. 1862 gestiftet; vier Klassen; Ordenszeichen
ein fiebenstrahliger Stern am goldenen Halbmonde; Band
grün mit eaeh Randstreifen. [Literatur
Dsmanische Literalur, s. Türtische Sprache und
Dsmanisches Reich, s. Türkisches Feich.
Osman Ruri Pafcha Gyazi, türk. General, geb
1837 zu Amasia, kämpfte 1876 bei Isvor gegen die Ser⸗
ben, verschanzte sich im Rufs.-Türk. Kriege 1877 in Plevna
schlug die Angriffe der Russen 80. und 31. Juli zurück
mußte, bei einem Durchbruchsversuch schwer verwundet,
10. Dez. 1877 kapitulieren, war 1878—88 Kriegsministei
und Palastmarschall, gest. 5. April 1800 in Konstäntiuopel
Osmanpazar on sahr), Stadt im bulgar. Kr
Sumen, (1893) 3748 E. Straßenknotenpunbkt.
Osnuilum chem. Zeichen Os), Metall, findet sich im
Platinsand als Osmsum-Jridium in harten, schwärzen
Körnern, kristallisiert in würfelähnlichen Rhomboedern von
bläulichweißem Metallglanz; härler als Glas, spez. Gewichl
22,8 (der schwerste bekannte Körper), Atomgewicht 191
schmilzt im elektr. Ofen, löst sich in Salpetersäure, ver⸗
brennt, an der Luft erhitzt, zu Osmiumtetroxyd (überos
miumfäureanhydrid), Asiet leicht flüchtige, giftige und
übelriechende Nadeln (grch. osmos — Gestank); dient in
der Mitrostopie als Faͤrbemittel, in der Medizin zu In—
jektionen bei Epilepsie. — Vgl. Joly und
Vezes (franz., 1898).
Osmiumlicht, ein 1900 von Karl Auer
von Welsbach erfundenes elektr. Glühlicht, bei
dem statt des Kohlefadens ein Faden aus
Osmium als Glühkörper dient. Vorzüge:
weißes Licht, 86 Proz. Stromersparnis, ge—
ringe Wärmestrahlung. Die Glühfäden sg, g
in Abb. 1300) sind im weißglühenden Zu—
staude weich ünd werden durch Haltedrähte
([h, n] vor der Berührung mit der Birne v
deschuͤßt. lund von den Riechstofen. 00 O⸗
Dsomologie — Lehre vom Geruch miumlampe.
Osmose, der Austausch der Bestandteile zweier Flüssigkeiten
 durch eine sie trennende Scheidewand, die aus ge
branntem Ton, Gips oder oder aus einer tieri—
schen oder vegetabilischen Membran besteht. Ist der Aus—
tausch doppelseitig (Endosmose und Exosmose), so nenn—
man ihn Diosmose, im andern Falle einseitige O. Die
anziehende Kraft der Stoffe aufeinander heißt
die osmotische Kraft. Osmotischer Druck ist
derjenige UÜberdruck in einer der Lösungen, welher
 schließlich den osmotischen Vorgaͤng zum
Stillstand bringt. — Über das Osmosebers
fahren der Melassenentzuckerung s. Melasse.
Osmunda, Farnkrauͤtgattg. der Osmun—
dazeen, krautige Farne, meist im wärmerm
Asien, mit traubenförmigen Fruchtwedeln.
—
in Europa an schattigen Orten.
Osmundazeen, Rispenfarne, Farnfami⸗ 1301.
lie; die sporentragen den Wedel find abweichend gentNarn
entwickelt, rispenartig.
Osnabrück, Staͤdtkreis und Hauptstadt des Reg.Bez.
—
* aeeee 8 geas 900) 61 373 6906: bo dao
Barnison, Land-, Amtsgericht, Bischofs- 4
itz, Reichsbauͤkstelle, —— e —
—ö evang. Marien⸗
lirche ia. Jahrh.), spalget Rashaus (18.
Jahrh.) Muscum, zwei Gymnasien, Real⸗
—RX Priesterseminat, zwei Lehrer⸗ W⸗
eminare, höhere Mädchenschule Taubflam— 57—
mens, Irrenanstalt; Eifen und Stahlwerk eDen
Georgs-Marien- Hütte, Steiukohlenzeche,
Vasginen⸗, Papieræ, Tabak- Zigartensabliten, Drahtwerk,
Flachsspinnereien ec., Handel mit Pumpernickel, weßtsal.
Schinken. Das Bistum O., 785 von Kal d. Gr gesuftet,
103 satularisiert, bildete seitdem das hannov. Fürstent.
D.. jetzt Teil des Reg.-Bez. O. — Bgl. Stüve, „Geschichte
des Hochstifts O.“ (3 Bde., 1888 82), Wuͤrm (1801).
Osnabrücker Berge, s. Teutoburger Walsd

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Ost

SBsning, mittelalterlich s. v. w. Lippischer Wald (s. d.).
eprogn (gIrch.), Speiseröhre; Ssophagismus,
drampf, der Speiseröhre; Ofophagtitis, Entzündung der
Zpeiseröhre; Osophagostopie, die üntersuchung der Speise⸗
Dhre vermittelst des Ofophagoftöps; Ssophagotomie,
Speiseröhrenschnitt. Kalisch, an der Bzura, 12908 E.
Dsorköw (poln. Ozorkow), Stadt im russ.-poln. Gouv.
— 6
5888 E. (bes. Deutsche).
Osfpedaletti, Kursrt (Dorf) in der ital. Prov. Porto
Maurizio, zur Gem, Collla) di Rodi (18901: 2176 6.)
gehörig, ca. 700 E. [Reich, s. Edessa.
Osrhoene, mesopotam. Landschaft. Osrhoenisches
Ofsa, thessalisches Gebirge, jeht Kissabvos, 1080 hoch,
chließt mit dem Olymp das Tal Tempe ein.
Osfsa, r. Nebenfluß der Weichsel im westpreuß. Reg.⸗Bez.
Marienwerder, mundet nach 120 &amp;R unterhalb Graͤudenz.
Dffä, Stadt im russ. Gouv. Perm, an der Kama, 5176
Dharium (lat.), Beinhaus (auf Kirchhöfen).
Offeag, Marktfecken in Böhmen, (1900) 8817 E.,
zisterzienserabtei. Nahebei Ruinen der Niefenburg.
Offeten, daukas. Bergvolk im mittlern Kaukasus, westl.
don der Linie Wladikawkas-Tiflis, 171716 Seelen, Christen
und Mohammiedaner; Sprache iranisch, in drei Dialekten.
der ironsche, digorische und tualische; Grammatik von
Hübschmann (1887); Miller.,Die Sprache der O.“ (1903).
Offett, Stadt in der engl. In Vorkshire (West
Riding), (19001) 12886 E.; Tuchfabriken, Wollspinnerei.
Ofstach, Gemeinde in Kürnten, am Sifiamer Ste1036
aa groß), (1900) 1806 6.
Sff tan, kelt. Sagenheld, bedeutsam durch die von Mac⸗
pherson 1766 herausgegebene engl. Ubhersetzung feiner gäli⸗
schen Lieder (deutsch von Bottger 1847), die, sogleich als
unecht angezweifelt/ der Sprache nach modern gälisch, dem
Stoff nach der altirischen Heldenfage angehören. — Vgl.
Windisch (1879). sobern Croßfluß.
Osidiuge, Regierungsstation im wesil. Kamerun, am
Offip Schubin, Pseudonym von Lula Kirschner (s. d.).
Oßmannstedt, Dorf in S.-Weimar, an der Ilm.
1800) 701 E.; hier Grabstätte Wielands.
Ofolinski, Idzef Marimilian, Graf von Tenczyn, geb.
1748 zu Wola Mielecka, gest. 17. März 1826; Frundele
1817 das Ossolinstische Institut (Bibliothek, Bildergalerie,
Münz⸗, Waffensammlung) mit Buchdruckerei in Lemberg;
—— histor., philos. Schriften.
Dssöwez (Ofowier), Dorf, s. Gonionds.
Dssung, span. Stadt, s. Osuna.
Oft Osten), sMorgenpunkt.
Ostäde, Adriaen van, holländ. Genremaler und Ra—
dierer, geb. 1620 zu Haarlem, gest. das. 1685; malte
ipielende, rauchende, zechende, musizierende, tanzende
Bauern in und vor Bauernhütten und Schenken. — Biogr.
von Gaedertz (18689), Ad. Rosenberg (1900). — Eein
Bruder Isaak van O. geb. 1621 zu Haarlem, gest. das.
1649, malte bes. Dorfansichten („Dorfstraße“), Winterandschaften
 und Wirtshausszenen. Broteltorat.
Ostafrika, s. Deutsch⸗Ostafrika und eee
Oftafritanische Gesellschaft, s. Deutsche Ostafritanische
 Gesellschaft und Britisch-Ostafrika-Protelktorat.
Ostafrikanische Missiousgesellschaft, „Evang.
Rissionsgesellschaft für DeutscheSstafrika⸗ Sitz in Bet⸗
lin, gestiftet 1886, arbeitete zuerst bes. auf Sansibar, seit⸗
dem dieses englisch geworden, ausschließlich auf dem Fesi—
lande; 1802: —— sh
Oftalgie (grch.), Knochenschmerz.
—338 — Teil der Alpen' s. d.).
Astangeln, Konigreich der Angelsachsen (s. d.).
Dstaͤra, angeblich altgerman. Göttin des Fruͤhlings.
nach der das Osterfest. benannt sein soll.
Ostaͤfchkow, Kreisstadt im russ. Gouv. Twer, am
Seligersee, 12234 E.; Leder- und Eisenindustrie.
Ostasiatische Besatzungsbrigade, Truppenteil, der
1801 an die Stelle des nach China entfandien Expeditionb⸗
orps trat Is. Beilage: Deütschland, Heer]; wurde April
1906 zurückberufen und durch ein Detachemeni ersetzt.
Ostasien, Gesamtheit der zwischen 10. und 57.n. B.
und, dem 105.* ö. L. und dem Stillen O ean gelegenen,
neist von Völkern der mongol,. oder turan In bewohnten
ränder des afiat. Festlandes (Karte: Ostaften II].
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