1861 m), Hollensteiner und Hohenberger Alpen, Thermen—
zruppe und, Wiener Wald (dis 883 ).
Ssterreichsche Fůstenlaͤnder, Küstenland.
Ssterreichischer Froͤfvigekrieg (741 -48). Als
Maria Theresia aunf Grund der Pragmatischen Sanktion
d.) 20. Okt. 1740 den Thron bestieg, erhoben Kurfürst
arl Albrecht von Bahern is. Karl VII., röm.- deutscher
Laiser), als Nachtomme pon Kaiser Ferdinands J. Tochter
Anna August 111. von Sachsen-Polen, als Schwieger—
sohn Josephs T.. und der König von Spanien, gestützt auf
alte Erbverträge, Erbansprüche. Dem Vertrag Bayerns mit
Spanien 28. Mal 1741 zu Nymphenburg tfraten 1. Nov.
Sachsen und Preußen, spater Neapel und Sardinien bei.
Sept. 1741 drang Karl Albrecht mit einem franz. Hilfs—
korps in Österreich ein, während ein span.s neapolit. Heer
die österr. Besitzungen in Italien angriff. Von uepei II.
auch in Mähren bedrängt, schloß Maria Theresia 11. Juni
1742 zu Breslau mit Preußen Frieden, dem auch Sachsen
beitrat; darauf trieben die Osterreicher, mit England ver—
bunden, die Franzosen 1742 aus Böhmen, eroberten 1748
Bayern und drangen nach dem Siege bei Dettingen (27. Juni
1743) über den Rhein vor. Näach Karl Albrechts Tode
20. Jan. 1745) entsagte dessen Sohn Marimilian 22. April
im Separatfrieden zu Füssen allen Erbansprüchen. Dem
von neuem ausgebrochenen Kriege mit Preußen machte der
Friede zu Dresden (25. Dez. 1745) ein Ende; dagegen
setzten Frankreich und Spanien den Krieg fort und schloffen
erst, als Rußland 2. Juni 1746 auf Seite Ssterreichs trat,
18. Okt. 1748 zu Aachen Frieden. Die Pragmatifche
Sanktion wurde garantiert, ereh verlor dagegen
Parma, Piacenza und Guastalla an Don Philipp von
Spanien. — VBgl. Heigel (1877), Dove (1883); „Der
. E.“ (amtliche Darstellung; 6 Bde., 18906 1802).
Ssterreichischer Kreis, einer der zehn Kreise des
alten Deutschen Reichs, umfaßte die deutschen Länder
dsterreichs, Trient, Brixen und Chur.
sterreichischer Slond, s. Lloyd. land.
Ssterreichisch⸗Iunyrisches Küstenland, s. Küsten⸗
fterreichisch⸗Schlesien, s. Schlesien.
Ssterreichisch Ungarische Bank, die einzige pri—
vilegierte Notenbank Osterreich⸗ Ungarns, hervorgegangen
aus der Privilegierten Öfterreichischen Nationualbank, die
1816 errichtet wurde. Hauptanstalten in Wien und Buda—
pest mit vielen Filialen in Ssterreich und in Ungarn. Aktieu—
kapital 210 Mill. Kronen.
sterreichisch- Ungarische Monarchie Gsterrei⸗
chisch Ungarisches Reich), seit 1868 amtliche Bezeichnung
——
steht Karten: Osterreichis n Monarchie
I-IV]. 1) Der Zisleitha
nische Teil (die im Reichsrat
vertreteuen Kronländer dies⸗
seit der Leitha), 300 008 qkm,
800) 26 160708 GE. begreift
die Erzhzgt. Nieder- und
Oberosterreich, die Higt.
Salzburg, Steiermark, Kirn—
ten und Krain, das Hsterr.—
Jllyr. Küstenland Triest und
Bebiet, Görz und Gradisen,
ntn diegetneuaso
Tirol mit Vorariberg, das
u gohmen die Mark⸗
rassch. Mähren, das Hzgt. Schlesien, das Königr. Gali—
zien, das Hzgt. u das — 2) Der
Transteithanische Teit (die Lunder der ungar. Krone)
324851 qm. 1900) 18254 680 E, umfaßt das Koͤnigt
Ungarn mit dem damit vereinigten Großfurstent. Sieben-Wrgen,
 das Königr. KroatienSlaonsen die Freiftade
ne S. Beilage.) Die Gesamtmonarchie umfaßt alfe
59 4k*m mit 4s (ob 267 E.; außerdem stehen seit 1878
unter österr. Verwaltung die ehemals türk. Prov. Bosnien
und Herzenowina (B1 dh
Sodengestaltung. Hauptgebirge die Ostalben un welcht
sich wach O. gosschen Böhnen, Mähren Galigien und
Ungarn die Karpathen, in wWwoereae und e die
Dinarischen Alpen anschließen; durg arst und w d
ß en Böhmerwald wird
78 von Deutschland gelrennte HReden den Gebirgen
u enen von bedeutender Ausdehnung, bes. in Ungaͤrn

12

325

Ost

in der Donau und Theiß, Raab und Waag, ferner an der
March, Elbe, Weichsel und dem Unterlaufe von Drau und
Sau. Hauptfluß die Dongu (in der B. M. 1372 —X
nit 407 418 qkm Stromgebiet), außerdem entspringen im
dande die Elbe, Oder, Weidset, Dnjestr und Etsch. Ka—
aäle nicht zahlreich, Lünge der Kanule und kanalisierten
Jlüsse in Ssterreich 88, in Ungarn 3583 Km, der sonstigen
chiffbaren Wasserstraßen ohne Schleusen 2503 bez. 4618
; seit 1801 Erweiterung des Kanalnetzes geplant. Viele
Zeen, bes. in den Alpenlandern Gmundener, Hallstätter,
St. Wolfgangsee, Achensee in Tirol, Zirknitzer See in Krain,
Jeopoldsteiner See in Steiermark) und in den Karpathen
Großer Fischsee); am bedeutendffen der Plattensee in Un—
zarn. Sehr zahlreiche Mineralquellen (über 2800), bes.
n Ungarn und re erwähnenswert
darlsbad, Marienbad, Franzensbad, Bilin, Wildbad Ga—
tein. Johannisbad, Teplitz u. aa Klima im allgemeinen
günstig, aber sehr verschieden, im S. und an der Küste zur
zurop. Mittelnieerzone gehörig; Differenz der mittlern
Jahrestemperatur zwischen 10 GVent in Tirol) und 16,8
Ragusa); Flora reichhaltiger ais Deuffchläaud minc,
und südeuropkisch.
Bevölkerung. Jährl. Zunahme 1890 — 1900 in Osterreich
Iso, in Ungarn 1,08 Proz. Bevölkerungsdichte (19005
2,86, in Osterreich 87,a7, in Ungarn 58,80; größte Dichtig⸗
eit in Niederösterreich I186, vhne Wien 76), Schlesien
132), Böhmen (122), Mähren (110), Galizien (08), ges
ingste in den Alpenluͤndern/ bes. Salzburg (27) und Tirol
32); männliche Bevölkerung (1900) in Osterreich 12852 693,
n Ungarn 9582 152, weibliche 18 208015 bez. 2672407.
lWber die Bevölkerung in den einzelnen Kromndern vud
domitaten nach Religionsbekenntnis und Muttersprache s.
Beilage. Nach der Nationalität überwiegen die Deutschen in
der österr. Reichshälfte, bes. in Nieder- und Oberösterreich,
Salzburg, Vorarlberg, ferner in Kürnten, Steiermark und
Tirol; 22— 45 Proz. der Bevölkerung betragen sie in Schle⸗
ien, Böhmen, Mähren und der Bukowina; weniger in
Frain, Galizien, Küstenland und Dalmatien; in Ungarn
12 Proz.) wohnen sie meist im W. und S.und in Krpa,
ien. Die Slawen, die zahlreichste Nation der Monarchie,
überwiegen in Böhmen, Mähren, Krain, Galizien, Dal⸗
matien, Kroatien und Slawonien, sind aber in zahlreiche
unter sich sehr verschiedene Völkerschaften zersplittert; die
Romanen (Italiener, Friguler, Ladiner und Rumänen) be—
wohnen bes. Südtirol, Görz, Triest und Küstenland, Dal⸗
matien und die Bukowing, die Magyaren bes. Mittel⸗
ungarn und das östl. Siebenbürgen. über die Bevölkerung
nach —
»ölkerung s. Beilage. Auswanderung s. Beilage: Ausrung.
 *
ee bes, in Böhmen, Mähren, Nieder- und
Oberösterreich, Galizien und Ungarn außerordentlich er⸗
giebig. Von der gesamten Bodenfläche (62490 147 b0)
sind nur 3450808 unproduktiv, im übrigen entfallen
auf Acker in Osterreich 10,6 Mill. ha, in Ungarn 18,*
Mill., Wiesen 3,08 bez. 4,22 Mill. Hutweiden 25 bez. 3.4
i, pen 1 i, Farten z78 do beg.
Weingärten 248 326 bez. 260 225 ha, und endlich Waldun-—
 und Ernte⸗
trag s. Beilage. Forstwirtschaft, bes, in den Älpenländern,
Böhnien, Mähren und Schlesien, rationell betrieben; seht
ergiebig ist auch die Jagd sowie die Biehzucht, letztere
hes. in Ungarn. Bergban, Salinen⸗ und Hüttenwesen.
Mineralreichtum sehr bedentend; Gesamtausbeute an Berg⸗
verksprodukten (1900) 320,22 Mill. Hüttenprodukten 154 88
Nill. Salinenprodukten 77,00 Mill Kronen, Ausbente im
ingelnen an Gold (Siebenbürgen, Ungarn) 3388 1x8,
Silber (Siebenbürgen. Ungarn, Tirol, Krain) b9 769 ĩg
Frischroheisen (Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, ün—
arn, Boͤhmen) 1311952 3, Gußroheisen 143 813 t, Queckiber
 Erain) 642 t, Zink (Galizien) 6766 0, Ämimon
Ungarn, Böhmen und Siebenbürgen) 992 t, Braunmtohlen
bes im böhm.⸗mähr Gebirgssystein ünd in den Ssierr. Al⸗
en) 26,7, Steinkohlen 123 Mill.t, Steinfalz (Galizien,
ingarn) 200 807 t, Sudsalz (Tirol, Salzkammergutj
84872 t, Seesalz Dalmatien) 32064 t ⁊c. Industrie be⸗
rutend, beschäftigt in Osterreich etwa 5,7 Mill. in Un—
arn. 1 Mill. Menschen. Wichtig in Osterreich die Textil⸗
Dustrie (1890: 2287 Fabriken mit 296481 Arbeern