dessen Niederlage und Tod auf dem Marchfeld?b. Aug
1278 durch h von V und nach Belehnuns
der Eoͤhne desselden Anbtegis Tdes spitern deutschen
dönigs) und Rudoifs, mi Ssterreich, Steiermark und
Kärnen (1282) ein Ende. Ausj Albrecht, durch Vergleich
seit 12883 alleiniger Besitzer der Herzogtümer, folgten 1808
seine Sohne duee Shone Lus 10 Gegenksͤnig Lud⸗
wigs des Bayern) und Lespold, 1830 deren Bruder
Aldtecht r een Sohn Rdoif 1. s—6 erxbte
1368 Tirol; seine Bruder Albrecht III. und Leopold (gest.
1386) stifteten die österr. und steiermärk. Linie. Ersterm
(136695) solgie sein Sohn Albrecht IV, (1386 - 1409)
darauf ißracht V. (udä 30), der mit der deutschen
Kaiserkrone (als Albrecht 11) die Kronen von Ungarn
und Boͤhmen vereinigte. Sein Sohn Ladislaus Posthu⸗
mus (1440 57) beschloß die osterr. Linie, deren Länder
der steie art JuflelenDeren Haupt, Friedrich d. (als
deutfcher Kaifer 1uis Frichdrich III.), verlor Böhmen,
Ungarn und die Habsburger Stammgüter in der Schweiz,
erhöb aber Osterreich 1483 zum nherzeaum bei Iq
seltdem fast dod Jahre die deutsche aůserkrone blieb
Vtarimillan I.ad1518) erwarb durch Heirat,. 1417
die Niederlande und brachte durch Vermählung seines
Sohncs Philipp (gest. 1606) mit Johanna von Spanien
da adedhe an den span, Thronz der Sohn
desselden, Korl V. (1518 -86), vereinigte Spanien mit
Osterreich, üͤberließ jedoch letzteres seinem, Bruder Ferdi⸗
and I. ιαν) der' 836 uUngarn, Böhmen, Schle⸗
sien Wiahren und die Laufitz erwarb, 1835 aber einen Teil
Ungarns an die Türken verlor. Seine Söhne teilten das
Reich: Warimilian I, (1864 278)exhielt Osterreich.
Ungarn und Böhmen, Ferdinand Tirol und Vorderöster⸗
reich, Karl Eleicrmark, Kürnten und Krain. Marimi⸗
sians 11. Sohn, Rudolf II. (1576 - 1612). mußte 1608
Ungarn, 1611 Böhmen und Ssterreich an seinen Bruden
Manhias abtreten, der ihm in der Kaiserwürde 4612-19)
 folgte. Die kath. Reaktion, die zum Dreißigjähr
Kriege fuͤhrte, wurde uͤnter Ferdinand II. (1619 -37) noch
gewaltsamer fortgesetzt; dieser verlor im Prager Frieden
1635 die Lausitz an Sachsen; seit seinem Primogenitur⸗
geset (1037) fand keine Landesteilung mehr statt. Fer⸗
inand III. (1637 —57) mußte im Westfäl. Frieder
1648 das Elsaß an Frankreich abtreten. Unter Leopold J
(1667 1708). drangen die Türken 1683 bis Wien vor
nach ihrer Besiegung und der Mternein ganz Ungarns
verwandelte er letzieres 1687 in ein Erbreich und ver—
einigte damit Siebenbürgen. Das Bestreben, seinem zwei—
ten Sohne Karl die Erbfolge in Spanien zu sichern, ver⸗
anlaßte den Spanischen Exrbfolgekrieg (. d.), den sein
Nachfolger Joseph I. (1705 —11) fortführte und dessen
Bruder und Nachfolger Karl VI. (17 1-40) durch den
Frieden von Rastatt 1714 beendete dieser brachte Oster⸗
eich die Niederlande, Mailand, Mantua, Reapel und
Sardinien (dafür seit 1720 Sizilien eingetauscht). Neapel
und Sizilien mußte Karl 1735 an den Infanten Karl
von Spanien abtreten, und für einen Teil der Lombardei
erhielt er nur Parma und Piacenza. Nachdem er durch
die Pragmatische Sanktion seiner Tochter Maria Theresia
die Rachfolge zugefichert, starb er als lester Sabshburger
20. Olt. 1740.
Als Maria Theresia (1740—80), vermählt mit dem
1745 zum deutschen Kaiser erwählten Franz von Loth—
ringen (Habsburg-Lothringisches Haus), den österr. Thron
bestieg, erhoben 3 von allen Seten Änsprüche gegen sie.
Iseh des — Erbfolgekrieges (s. d.) und der
Schlesischen Kriege (s. d.) verlor Osterreich 1745 igu gere
Schlesien an Preußen, 1748 Parma, Piacenza und Guastalla
 an Philipp von Spanien. Ver Versuch, Schlesien
wieder zu gewinnen, scheiterte im Siebenjührigen Kriege
G. d.). Dagegen kam 1772 bei der ersten Teilung Polens
Galizien und Lodomerien, 1775 die Bukowina, 1778 das
Innviertel an Osterreich, das danach 610000 4xm mit
24 Mill. E. umfaßte. Die Reformen Maria Theresias
bes. eine größere Zentralisation, suchte Joseph II. (1780
—v90) grundlicher, aber zu rasch und gewaltsam durch—
e Ihm folgte Leopold II. (1790-92), diesem
rauz II. (1782--1835), der durch die Revolutionskriege
1787 die Lombardei und die Niederlande verlor, wofuͤr
er den qrößten Teil Venedias erbielt. 11. Aua. 1804 alt

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Ost

Franz 1. den Titel eines Kaisers von Osterreich annahm
uind 8. Aug. 1806 der deutschen Kaiserwürde entsagte.
Die Kriege gegen Napoleon J. führten 1805 den Verlust
Borderösterreichs, Tirols und Benetiens, dafür den Er—
werb Salzburgs, 1808 den Verlust Salzburgs, des Jun⸗
viertels, Illyriens und eines Teils von Galizien herbei.
Fach der Teilnahme (seit 12. Aug. 1813) am Rufse.
Deutsch⸗Franz. Kriege erhielt Osterreich im Pariser Frieden
1814 das Lombardisch-Venetian, Königreich und die früher
abgetretenen Teile seiner Erbländer —— Dalmatien zurůͤck.
Unter Metternichs Leitung wurde nun Osterreich der Hort
der Legitimität und übte als Präsidialmacht des Deutschen
Bundes einen im Sinne der Realtion wirksamen Einfluß
auf die deutschen wie auf die ital. Verhältnisse aus. Unter
Ferdinand. J. (1835 — 48) wurde Krakau 1846 erworben.
Doch bedrohten liberale oppositionelle Bewegungen überall
u den einzelnen Nationalitäten den innern Bestand des
Zaiserreichs; in Wien veranlaßte ein Aufstand 13. März
8as den Rücktritt Metternichs und liberale Reformen, eine
abermalige Erhebung 15. Mai bewog die kaiserl. Familie zur
Flucht nach Innsbruck; die Aufstände in Mailand (18. März)
und Venedig (22. März), unterstützt von Karl Albert von
Sardinien, wurden durch Radetztys Sieg bei Custozza
26. Juli unterdrückt; ein ssaw. Aufstand in Prag wurde
18. Juni von Fürst Windisch-Grätz niedergeschlagen. In
Angarn, wo bereits im März ein selbständiges Ministecium
 gewährt werden mußte, brach ein Krieg der Kroaten
inter Jellachich gegen die Magyaren aus; Graf Lamberg,
zom Kaiser (seit 12. Aug. wieder in Wien) zum Ober—
kommandanten in Ungarn ernannt, wurde 28. Sept. zu
Pest ermordet. In Wien brach 6. Okt. wieder ein Aufstand
aus, den Windisch-Grätz erst 31. Oklt. unterdrückte.
Nach der Ilepune des 22. Juli durch nenes
Johann eröffneten konstituierenden Reichstags nach Kreme
ier dankte Ferdinand J. 2. Dez. 1848 zugunsten seines
Neffen Franz Joseph J. ab. Ver Krieg mit Sardinien
wurde durch, Radetztys Sieg bei Novara 28. März 1849,
der Krieg mit Ungarn (s. d) 18489 mit ruff. Hilfe e
850 wuürde durch Osterreich, dem sich Preußen 29. Nop.
zu Olmütz fügte, der Deutsche Bund wieder hergestellt.
Im Innern erfolgte hierauf eine weitgreifende Reaktion,
ein Konkordat mit dem Papst 18. Aug. 18665 überlieferte
das ganze Unterrichtswesen dem Klerus. Der Ital. Krieg
don 1i859, der mit dem Verlust der Lombardei endete,
ührte voilends die Zerrüttung des Staatskredits herbei
ind hatte im Innern einen Umschwung zur Folge. Ein
caiserl. Diplom vom 20. Okt. 1860 gab den Ländern der
ingar. Krone eine neue Verfassung, den übrigen Län⸗
dern besondere Landtage; doch wurde diese föderalistische
Berfassung schon 26. Febr. 1861 durch eine neue Reichsver—
fassung Aeh durch welche neben dem allgemeinen Reichs—
rat für den Gesamtstaat ein eugerer nur für die slaw.⸗
)eutschen Länder geschaffen wurde. Ein Versuch, auf die
»eutschen Angelegenheiten größern Einfluß auszuüben
Fürstentag zu Frankfurt 16. Aug. 1863), scheiterte an
Zreußens chn Mit Preußen vereint führte Oster⸗
ceich 1863—64 den Deutsch-Dänischen grieg (s. d.), der
—Schleswig⸗Holstein im Wiener Frieden 80. Okt. 1864 an
diefe Mächte brachte; die gemeinsame Herrschaft das. fachte
zald die alte Eifersucht beider wieder an und führte zum Deut—
chen Kriege (s. d.) von 1866, der Osterreich aus Deutsch⸗
'and drängte und Venedig an Italien brachte. Im Innern
ward infolge des Widerstandes der Ungarn die Februarver—
fassung sistiert, und der neue Minister Beust (seit 7. Febr. 1867
Ministerpräsident) suchte die Monarchie auf Grundlage des
dualismus neu aufzubauen, bes. durch die Staatsgrundgesetze
vom 21. Dez. 1867 (. oben, Abschnitt Verfassung) und den
'og. Ausgleich mit Ungarn, worauf Franz Joseph 14. Nop.
868 den Titel ‚Kaiser von Hsterreich, Koͤnig von Ungarn“
innahm und die Monarchie „Osterreichisch⸗ Ungarische Mon⸗
archie“ genannt wurde. Das 30. Dez. 1867 ernannte sog.
Bürgerministerium (Auersperg, Taaffe, Herbst, Giskra 2c,)
ief durch das Konfessionsgesetz vom 26. Mai 1868 die
Dpposition des Klerus, durch Begünstigung des Deutschums
 die der Slawen hervor; da aud das neue Mini—
terium Potocki (4. Ii 1870) keinen Vergleich zustande
drachte, wurde 7. Febr. 1871 das föderalistische, deutsch—
eindliche Ministerium Hohenwart gebildet, das den Tschechen
ind Volen die umfassendsten Zugestündnisse machte dadurs