Ost

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1799 unter Wellesley Seringapatam, wodurch sie Mysore
erwarben, unterwarfen 1818248 die Maharatten, er—
oberten 182426 Assam, Aragcan und Tenasserim, führ—
—DDDD
1849 den Staat der Sikhs ihrem Reich ein. Nachden
sie 1832 Pegu, 1834 Nagpur und 1888 Jandschut er⸗
worben, drohte ein allgemeiner Aufstand, 10. Mai 1865
wr Mirat ausgebrochen, die engl. Herrschaft zu vernichten
achdem jedoh 20, Sept. 1887 Dehli, 19. März 1868
Lakhnau, 19. Juni Gwaliar genommen, erklärte der Ober—
zeneral Campbell 1. Febr. 1888 den Kampf für beendet,
dessen Folge die Aufhebung der Ostind. Kompanie und
die Übertragung der Herrschaft über O. an die Krone
Englands 1. Nov. 1888 war. 1. Jan. 1877 wurde dite
engl. Königin Viktoria zu Dehli zur Kaiserin von Indien
proklamiert. Ein 1878 ausgebrochener Krieg Englandoe
mit Afghanistan brachte durch den Frieden von Gundamac
26. Mai 1878 den Khaiberpaß in brit. Besitz. Ein Kon—
flikt mit König Thibo von Birma veranlaßte 1885 das
Einrücken brit.-ind. Truppen unter Prendergast in Ober—
birma und die Eroberung des Landes, das 1886 dem
Indobrit. Reich einverleibt wurde. 1891 unternahm der
Vizekönig Lord Landsdowne einen Zug gegen den Schutz
staat Manipur, 1892 bemächtigten sich die Engländer des
südl. vom B gelegenen Chanats Tschitral. Aus
Lord Landsdowne folgte 1883 Lord Elgin als Vizekönig.
unter dem die Engländer harte inse mit den kriege⸗
rischen Bergvölkern der Afridi und Oratzai an der ind.⸗
afghan. Grenze zu bestehen hatten. Sein Nachfolger war
1898 George Curzon, dem 1905 Graf Miuto folgte. O.
litt bes. in der leßten Zeit unter dem Fallen des Silber—⸗
preises, so daß 1833 die freie Silberprägung sistiert wurde,
unter Hungersnot und Seuchen.
Literatur. H., A. und R. von Schlagintweit, „Re
sults of a scientitic mission to India eto.“ (4 Bde
u. Atlas, 186066); Schlagintweit- Sakünlünsti, „Rei⸗
sen“ (3 Bde. 1868 72), Werner (1884), Mantegazze
(2 Bde., deutsch 1885); Hunter, „Ihe Impeérial Gazet
teer of India“ (14 Bde. 2. Aufl. 18885—87; bes. Bd. 6
„The Indian Empire“, 2. Aufl. 1893); Oldham (engl.
2.Aufl. 1883), Hopkins (engl., 1902), Dutt (engl., 1908)
Tozer (engl. 1802); Huͤbbe-Schleiden (1898); alte Ge⸗
schichte von Lassen (4 Bde. 184462; 2. Aufl, Bd. 1u. 2,
1867 —73); Gesamtgeschichte von Wheeler (Bd. 14, 1867
-81), Keene (engl., Bde., 1893); die des Indobrit. Reichs
von Hunter (Bd. 1u. 2, 18089 - 1001), Trotter (unter
Königin Viktoria; engl., 2 Bde., 18375. lindien.
e Niederländisch⸗, s. Niederländisch-Ost-—
Osftindische Ente, s. Smaragdente.
Oftindische Haufrose, s. Hbiscus.
Ostindische Kompaitien, früher bei den europ.
Seemächten die für den Handel nach Ostindien privile—
gierten Gesellschaften. Die wichtigste und mächtigste war
die durch die Akte vom 31. Dez. 1600 begründete Eugl.
Ostind. Kompanie, die 8. April 1661 die Zivilgerichtsbarkeit,
 Militärgewalt und das Aet erhielt, in Indien
selbständig Krieg zu führen, 1888 aher ihre Handelsvor⸗
rechte verlor und als polit. Korporation nux die Regie—
rung Indiens behielt, bis sie nach weiterer Beschränkung
ihrer Rechte bei der Ausstellung des letzten Freibriefẽ
— E
an die Krone Englands T. Nov. 1868 ganz aufhörte. Di⸗e
Holläud.⸗Ostind. Kompanie, 20. o, 1602 gegründet,
erwarb große Besitzungen im Malaiischen Archipel und wurde
12. Sept. 1795 von der Batavischen Republik aufgehoben,
hre Besitzungen für Nationaleigentum erklärt. Die Frangz.
Osftind. Kompanie, gestiftet 1664, aufgelöst 1770. Die
Schwed. Ostiud. Kompanie, 1731 gegründet, 1806 neu
arganisiert, nur Handelsgesellschaft. [S. auch Beilage:
Rolonien.
Ostindischer Archipel, s. Malaiischer Archipel.
Oftindischer Kampferbaum, sJ. Pryobalanops.
Oftindisches Nosenholz, s. Botanyholz.
Ditinsel, eine der Crozetinseln.
Oftitis (grch.), s. Knochenentzündung.
Osftium LClat.d, Eingang, Mündung, Offnung, im
altröm. Hause die Flur.
Ostjaken, ugrisch-finn. Volk in den russ.⸗sibir. Gouv.
Tobolst und Tomsk, 19663 Seelen. Verschieden von

den O. sind die Jenissei-O. (s. Jenisseier). Die Ostjat
Sampieden sind ein samojedischer Volksstamm.
Sstkanal, Canal dehn frang Echiffahrtskanal verbin⸗
der die Magk dei Givet mit dem RMarne? Rthein-Kanal bei
Troussey, mit den Verzweigungen 480 km, 1874 82 erbaut.
Dsskap, s. Asicn ind Karte: Polarländer J.4.
Sft⸗ Lolhian (Eaft Lothiau), schott. Grafschaft, s.
Haddington.
Sfimarken, das von poln. Bevölkerung durchsette
deutsche Grenzgebiet gegen Rußland. Zur ey des
Denischtums in den Oebesteht das Ansiedelungsgesetz s. d)
und der sog. Ostmarkeuverein (s. H. K. T.Verein).
Karte: Deutschtum J1.1
Ostpreußen, nordöstlichste Provinz des preuß Etaates,
nugleich nordoͤsil chster Teil des —5 Keichs Karte
Sipreußenac. n. T. N, gebildet 1. April 1878 aus dem
ostl. Teil der bisherigen Prov. Preußen, 5
36 994 qkm (ohne Kurisches und Frisches
Haff) (1000) 1806 626 E. (269 196 Katho⸗
liten, 13877 Israeliten), (1905) 2034593 8—
5.; Hügel- und Flachland mit, vielen Seen *
Ostpreuß. Seenplatte), teils sumpfig und 8
moorig, teils sehr fruchtbar. Seen: Mauer— 1304.
see (105 4km), Spirdingsee (102), Lötzener, Ostpreußen.
Roschsee u. a. Flüsse: Sange, Winge, Nie— it
en mt Jura und Scheschappe, Remonien, Pregel mi
Inster, Pissa und Angerapp, asarge Kanäle: König—
Wilhelms⸗, Elbing-Oberländischer, ——— 7—
Seckenburger Kanal, Großer Friedrichsgraben, Masurig
Wasserstraße. Produkte: Roggen, Hafer, Kartoffeln— —
deutende Vieh-, bes. Pferdezucht (Hauptgestüt —
wichtige Forstwirtschaft, Fischerei, Schiffbau, ——
vern steimnduftrie. Uniberfitt und Kunstakademie König
berg, Lyzeum Hosianum in Braunsberg, 17 —
3 Realgymnasien, 1 Ober⸗s, 6 Realschulen, 1 —5—
zymnassum, 8 Schullehrerseminare, 18 ——
Ravigationsschulen. Hauptstadt Königsberg, O
andesgericht Königsberg, 8 Landgerichte. 8 Regierunge
ezirke Königsberg, Gumbinnen und Allenstein (seit b. O
1806). Oberprafid lum in Koͤnigsberg, Wappen: Schwarzen
Adlet in sislbernem Felde Abb. 1304]; Farben: —
weiß. Geschichie, s Preußen — Val Sohmeher (2. Auft
e de ern doo) imbrassatisss);
„O. Land und Volk“ (16 Tle., 1901 -2). 8
OSsfipyrengen (Pyrenées-⸗Orientales), franz. Depar
nent, s. Pyrentes.
Oftra, Stadt in Mähren, s. Ungarisch-Ostra.
alen (oetece, dir Miaschemebfe (. d.)
Oftranu, Pädagogium bei Filehne.
OSftrau. i) Stadt in Maͤhren, s. Mahrisch⸗Ostran
— ed Eladt in —— —
von Pahrisch udod) 18 701 E. Schloß, Staͤndohlen—
—I (Ostrauer Kohlenrevier). lo⸗
Sstrawitza, r. Nebenfluß der Oder in Osterr.⸗Sch *
ien, ed in den Beskiden, nimmt r. die Moraw
auf, mündet bei Mährisch-Ostrau. q
Oftrazis mus (gcch), Scherbengericht (benannt na
den beĩ der Bollsabstimnung gebraugten, mit dem Namien
des zu Verbannenden versehenen Scherben, grch. ——
ine im alten Griechenland, bes. in Athen übliche In
Di eeernrden Bürgern, deren Stellung die —
ẽntwicklung des Staatslebens zu gefährden schien, dur
eitweilige Berbannung (ursprünglich 10, spüter 58 Zatr⸗
ohne irgendwelchen Verlust an Vermoͤgen oder Burgerrech e
fitreich, s. Osterreich. der
Ostritz, Stadt in der fächs. Kreish. Bautzen, au F
zansi her Reiffe (1905) 2808 E.. Ämtsgericht. Da
Stift Marienthal (s. d.).
Ostroͤg, Kreiostadt im russ. Gouv. Wolhynien, am
Gochn, 12642 En fruͤher Gauptstadt des Fursteni.
AJ die dort gedruckte Ostroger Bibel (tirchen
aw. —
—E— — „Kreisstadt im russ. Gouv. Woronesch,
an der Tichaja⸗Sosna, 21891 E.
Sftrolenka Keüstadt im uspoln. Gouv- Lomshe—
m Narew, 76802 E., hier 16. Febr. 1807 —J r
Franzosen über die Russen, 26. Maĩ 1831 Sieg der usse
inter, Diebitsch über die Polen unter Skrzynecki.
Dströmisches Reich, s. Byantinisches Reich.